DE478770C - Verfahren zum Reinhalten elektrolytischer Baeder, insbesondere Nickelbaeder - Google Patents

Verfahren zum Reinhalten elektrolytischer Baeder, insbesondere Nickelbaeder

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DE478770C DEW77916D DEW0077916D DE478770C DE 478770 C DE478770 C DE 478770C DE W77916 D DEW77916 D DE W77916D DE W0077916 D DEW0077916 D DE W0077916D DE 478770 C DE478770 C DE 478770C
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    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D21/00Processes for servicing or operating cells for electrolytic coating
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Description

  • Verfahren zum Reinhalten elektrolytischer Bäder, insbesondere Nickelbäder Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Reinhalten von elektrolytischen Bädern, insbesondere von Nickelbädern, von im Bade herumschwimmenden kleinsten Metallteilen, die, wie bekannt, die Glätte und Gleichmäßigkeit der Niederschläge beeinträchtigen. In Nickelbädern sind es neben Eisenhydroxyd und basischen Salzen kleinste, von den Anoden abgelöste metallische Nickelteilchen, die sich ihrer Feinheit wegen nur sehr langsam absetzen und durch Stoffilter fast nicht zu entfernen sind, welche die Güte des Nickelniederschlages beeinträchtigen. Sie verursachen Wucherungen in Form kleiner Knöllchen auf den Kathodenflächen. Solche Fehler finden sich in vermehrter Menge an den nach oben gerichteten Flächenteilen des Vernicklungsgutes, da sich auf diesen Flächen die Teilchen unter dem Einfluß der Schwerkraft absetzen. Außerdem können die Teilchen auch magnetisch beeinflußt werden, so daß beispielsweise Stahlgegenstände, die durch Fräsbearbeitung permanenten Magnetismus angenommen haben, viel stärker belegt erscheinen als weiche Eisenstücke.
  • Die Erfindung vermeidet diese Übelstände dadurch, daß die im Bade schwimmenden Metallteilchen durch magnetische Wirkung mit Hilfe von Magnetfeldern aus dem Bade entfernt werden, deren Wirkung sich praktisch nicht auf die Kathoden erstreckt. ' Es sind bereits Verfahren und Vorrichtungen bekannt geworden, bei denen in elektrolytischen Bädern Magnete angeordnet sind, zwischen deren Polen die Anoden und Kathoden liegen, so daß die entstehenden Magnetfelder ihre Wirkung sowohl auf die Anode als auf die Kathode ausüben, zu dem Zwecke, die elektrolytischen Niederschläge zu beschleunigen. Ein Entfernen der in dem Bade herumschwimmenden Metallteilchen ist durch das bekannte Verfahren nicht möglich. Vielmehr ist diese erst dann möglich, wenn die Magnetfelder so angeordnet werden, daß ihre Wirkung sich praktisch auf die Kathoden nicht erstreckt.
  • Die Anoden, die als Nickelanoden eine beträchtliche magnetische Permeabilität besitzen., können durch elektromagnetische Felder so beeinflußt werden, daß sie die sich bei dem anodischen Zerfall der Elektroden lösenden Teilchen zurückhalten, oder es können diese Teilchen an magnetische Reinigungsorgane des Bades herangezogen und mit Hilfe dieser mechanisch entfernt werden.
  • Auf der beiliegenden Zeichnung sind Einrichtungen zum Ausführen des Verfahrens beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. t einen Schnitt nach der Linie I-I der Abb. z durch eine Einrichtung, welche ein Magnetischmachen der Anoden ermöglicht.
  • Abb. 2 zeigt den dazugehörigen Grund@iß. Abb. 3 zeigt eine Filtereinrichtung mit magnetischer Einwirkung und Abb. 4 eine zum Reinigen von Badeflüssigkeit dienende Rille.
  • Bei der in Abb. i und z gezeigten Einrichtung bezeichnet i Nickelanoden, die in üblicher Weise an Stangen 4 aufgehängt und in zwei elektrisch miteinander verbundenen . Gruppen angeordnet sind. 5 ist eine Kathodenstange, an der das Vernicklungsgut (nicht gezeichnet) aufgehängt wird. a ist ein gabelförmiger Elektromagnet mit drei Schenkeln, die mit Gummi isoliert sein können. Dieser Elektromagnet a ist in das vom Behälter 6 aufgenommene Nickelbad eingetaucht. Zwei Spulen 3 dienen zur Magnetisierung des Elektromagneten z und damit der benachbarten Anoden i.
  • Im Grundriß, Abb. z, sind die entstehenden magnetischen Felder durch gestrichelte Linien angedeutet. Durch diese Felder werden kleine Anodenteilchen, die sich durch anodischen Zerfall ablösen, zurückgehalten.
  • Gleichen Dienst wie die Elektromagnete können auch permanente Stahlmagnete in Stab- oder Hufeisenform leisten. -Bei der in Abb.3 gezeigten Filtereinrichtung mit magnetischer Einwirkung durchströmt die zu reinigende Badeflüssigkeit in der Pfeilrichtung einen Becher 7, wobei sie dem Einfluß eines kräftigen magnetischen Feldes, hervorgerufen durch Elektromagnete8, ausgesetzt wird, was zur Folge hat, daß die kleinen metallischen Verunreinigungen an den Wandungen eines herausnehmbaren Filters i r zurückgehalten werden.
  • Die Elektromagnete können in Art der Feldmagnete eines Motors angeordnet sein und ein gleichgerichtetes zwei- oder mehrpoliges Feld, ein Drehfeld oder ein Wechselfeld erzeugen. Abb. 4 zeigt eine Rille 9, durch welche die zu reinigende Badflügsigkeit in der Pfeilrichtung in dünner Schicht fließt und die durch eine Anzahl Magnete i o beeinflußt wird, wodurch in der Flüssigkeit suspendierte kleine Teilchen zurückgehalten werden.
  • Bei Verwendung von Stahlmagneten kann man diesen beliebige zweckmäßige Form geben und sie mit einem Nickelüberzug versehen, wodurch sie vor einem Angriff durch die Badflüssigkeit geschützt sind, nicht rosten und das Bad nicht durch Eisensalze verunreinigen.

Claims (1)

  1. PAT rNTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Reinhalten von elektrolytischen Bädern, insbesondere von Nickelbädern, von im Bade herumschwimmenden kleinsten metallischen Teilchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchen durch magnetische Wirkung aus dem Bade mit Hilfe von Magnetfeldern entfernt werden, deren Wirkung sich praktisch nicht auf die Kathoden erstreckt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Magnetischmachen der Anoden die Teilchen an den Anoden zurückgehalten werden. 3. Verfahren nach Anspruch i und dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete in das Bad eingetaucht werden, damit sie die Teilchen anziehen und hierauf mit den daran anhaftenden Teilchen aus dem Bade wieder herausgezogen werden. ¢. Verfahren nach Anspruch i, dadarch gekennzeichnet, daß die Badflüssigkeit durch Filtereinrichtungen geschickt wird, die gleichzeitig unter magnetischen Wirkungen gehalten werden, damit die kleinen metallischen Teilchen durch diese Einrichtungen zurückgehalten werden.
DEW77916D 1927-11-25 1927-12-15 Verfahren zum Reinhalten elektrolytischer Baeder, insbesondere Nickelbaeder Expired DE478770C (de)

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