DE47641C - Neuerungen an den durch Patent Nr. 45477 geschätzten Schmiervorrichtungen mit gemeinsamer PrefsluftJeitung zur Oelverdrängung. j - Google Patents
Neuerungen an den durch Patent Nr. 45477 geschätzten Schmiervorrichtungen mit gemeinsamer PrefsluftJeitung zur Oelverdrängung. jInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 47: Ma
aschinenelemente.
Um die in der Patentschrift No. 45477 dargestellte Schmiervorrichtung mit gemeinsamer
Prefsluftleitung von der Kraftmaschine, welche die zu schmierenden Maschinentheile treibt, abhängig
zu machen, so dafs die Schmierung aufhört, sobald die Maschine und die Triebwerke
stehen, und aufs neue beginnt, sobald diese wiederum in Betrieb gelangen, sind nach
Fig. 5 bis 8 Luftverdichter angeordnet, welche von der Kraftmaschine in Thätigkeit gesetzt
werden.
Der Luftverdichter, Fig. 5, besteht aus einem Cylinder α mit Kolben b, einer Kolbenstange c
und einem Daumen m auf einer mit Schneckenrad f versehenen Welle e. Eine Schnecke g
und ein Schaltwerk h i treiben die Welle e. Der Daumen m greift hinter eine Rolle k,
welche an der Kolbenstange c befestigt ist, und hebt diese sammt dem Kolben b. Die
über dem Kolben befindliche Luft oder Flüssigkeit wird in das Gefäfs / und die darin enthaltene
Luft in die Prefsluftleitung d gedrängt, durch welche sie nach den Schmiergefäfsen gelangt.
Der Daumen m ist so gestaltet, dafs die Hebung des Kolbens mit steigender Geschwindigkeit
erfolgt und somit die Luft in der Rohrleitung und den Schmiergefäfsen entsprechend
dem steigenden Widerstände eine steigende Pressung erfährt.
In Fig. 6 ist der Cylinder und Kolben durch einen Gummi-, Leder- oder Leinwandbalg a
ersetzt, welcher mittelst des Schraubengetriebes c b und des Schneckengetriebes f g von der
Kraftmaschine allmälig zusammengeprefst wird. Die verdrängte Luft oder Flüssigkeit steigt in
das Gefäfs /, aus welchem die Luft in die Prefsluftleitung d entweicht. Um die Pressung
zu steigern, mufs die · Antriebsgeschwindigkeit allmälig beschleunigt werden.
In Fig. 7 ist eine Vorrichtung dargestellt, in welcher eine von der Kraftmaschine betriebene
kleine Pumpe α allmälig Luft oder Flüssigkeit in das Gefäfs / pumpt und daraus Luft nach
der Prefsluftleitung d drängt.
In Fig. 8 wird ein Gummischlauch α durch zwei Walzen b b zusammengedrückt und allmälig
durch die von der Kraftmaschine betriebenen Walzen hindurchgezogen. Dadurch wird das über den Walzen befindliche Schlauchende
kürzer und der Rauminhalt desselben kleiner. Die in dem Schlauch befindliche Luft
oder Flüssigkeit mufs daher in das Gefäfs / entweichen, aus welchem sie in die Prefsluftleitung
d tritt. Bei allen drei zuletzt beschriebenen Ausführungen ist eine Steigerung der
Luftpressung durch Vermehrung der Geschwindigkeit des Antriebes durch den Maschinenwärter
erforderlich.
Ein weiteres Beispiel eines Luftverdichters, welcher von der Kraftmaschine in Thätigkeit
gesetzt wird und eine steigende Pressung der Luft bewirkt, ist in Fig. 10 und 11 darge-
stellt. In das mit Wasser gefüllte Gefä'fs a taucht die Glocke b, welche durch ihr Gewicht
beim Niedersinken die eingeschlossene Luft durch das Rohr c in die Schmiergefäfse
drängt. Das Niedersinken der Glocke wird durch eine um die Kegeltrommel e gewickelte
Schnur d geregelt. Die Trommel wird von der Kraftmaschine durch das Schaltwerk f g
und das Schneckengetriebe i h in gleichförmige Drehung versetzt, infolge deren sich die Schnur
abwickelt und die Glocke sinken läfst. Die Geschwindigkeit des Sinkens wächst, je mehr
die Abwickelungsstelle der Schnur nach dem gröfseren Durchmesser der Trommel rückt, was
in Verbindung mit dem gesunkenen Oelstand im Schmiergefäfs die zunehmende Pressung der
Luft bewirkt.
Um die Füllung der Schmiergefäfse bequemer zu machen, sind sie aus zwei Theilen hergestellt.
Fig. 2 zeigt eine oben offene Schale a, welche mittelst eines Zapfens b auf das zu
schmierende Lager geschraubt wird. Das Röhrchen h, welches in dem durchbohrten Zapfen b
befestigt ist, reicht nahezu bis zum oberen Rande der Schale. Ueber diese Schale wird
eine unten offene, oben durch eine Decke verschlossene Kapsel/, Fig. 3, gestülpt, welche
sich mit einem vorspringenden Rande an der oberen Kante der Schale aufhängt. Während
. die äufsere Wandung der Kapsel / in die Schale α eingreift, umfafst ein concentrisch angeordnetes,
an der Decke der Kapsel befestigtes Rohr g das Röhrchen h. Sowohl die äufsere
Wandung / der Kapsel, als auch das Rohr g bleiben um ein Geringes vom Boden entfernt.
An die Decke der Kapsel ist die Prefsluftleitung d mittelst eines Gummischlauches angeschlossen.
Wenn man den Gummischlauch der Prefsluftleitung mittelst einer Zange, Fig. 9, zusammenprefst, kann man, ohne die Wirkung
der anderen Schmiergefäfse zu stören, die Kapsel aus der Schale herausheben, letztere
aufs neue mit OeI füllen und nach erfolgtem Einsetzen der Kapsel die Zange entfernen und
somit die Schmierbüchse wieder in Thätigkeit setzen. Fig. 1 zeigt eine derartige Schmierbüchse
mit eingesetzter Kapsel. In Fig. 4 ist eine Schmierbüchse abgebildet, bei welcher
das Schmierrohr h und das übergreifende Rohr g durch ein oben an der Seitenwand
der Schale angebrachtes Abflufsröhrchen h und den Ringraum zwischen α und / ersetzt sind.
Die Preisluft, welche durch d eintritt, drückt auf den Oelspiegel, welcher von der Wandung/
der Kapsel eingeschlossen ist. Das OeI steigt in den Ringraum und fliefst durch h fort.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zur gleichzeitigen Schmierung an mehreren Stellen von einem Centralpunkte aus, wie sie in dem Patent-Anspruch i. a) b) c) des Haupt - Patentes gekennzeichnet ist, jedoch mit der Ergänzung, dafs in die dort gekennzeichnete Vorrichtung auch eine solche eingeschlossen ist, welche unter 1. b) eine Vorrichtung umfafst, in welcher Luft durch Vermittlung der Kraftmaschine verdichtet wird.
- 2. Bei dem in Patent-Anspruch 2. des Haupt-Patentes gekennzeichneten Schmiergefäfse .behufs bequemerer Füllung desselben, statt der Anordnung des Gefäfses als »im übrigen geschlossen«, die Anordnung dieses Gefäfses aus zwei Theilen, nämlich einer oben offenen Schale α mit einem Rohr h und einer darüber gestülpten Kapsel/mit einem Rohre g.
- 3. Bei dem unter 2. gekennzeichneten zweitheiligen Schmiergefäfse der Fortfall des Rohres h, indem die Wandungen der Schale α und ein seitlich angebrachtes Schmierabfuhrrohr h, Fig. 4, das sonst am Boden von α angebrachte Rohr h ersetzen, wobei dann auch das Rohr g der Kapsel / fortfällt und die Wandungen der Kapsel / dieses Rohr ersetzen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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