DE475565C - Absorptionskaelteapparat - Google Patents
AbsorptionskaelteapparatInfo
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Description
- Absorptionskälteapparat Es ist bereits bei kontinuierlich arbeitenden, ausschließlich mit Wärme betriebenen Absorptionskälteapparaten bekannt, eine Umwälzung der Absorptionsflüssigkeit zwischen dem Kocher und dem Absorber- des Apparats derart zustande zu bringen, daß in einer vom Absorber herkommenden Leitung ein Druckgefäß eingeschaltet wird, von dem aus eine Steigleitung zu dem Kocher des Apparates führt, in welchem Druckgefäß periodische Drucksteigerungen erzeugt werden, durch die Flüssigkeit periodisch zum Kocher befördert wird. Die bekannten Vorrichtungen dieser Art sind jedoch mit dem Nachteil verbunden, daß während der Zeitperiode, wenn der Druck in dem Druckgefäß steigt, die Flüssigkeitsströmung aus dem Absorber zu diesem Druckgefäß stagniert, bzw. die Flüssigkeit kann rückwärts durch die Verbindungsleitung in den Absorber zurückgedrückt werden, wodurch ein Steigen des Flüssigkeitsniveaus in dem Absorber entstehen kann.
- Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Art von Förderungsvorrichtungen dadurch zu verbessern, daß das Stagnieren der Flüssigkeitsströmung auch während der Drucksteigerungsperiode vermieden wird.
- Die Erfindung besteht darin, daß dem Druckgefäß, in der Strömungsrichtung der Flüssigkeit gerechnet, ein. -Zwischengefäß, vorgeschaltet wird, dem während der Drucksteigerungsperiode Flüssigkeit zugeführt wird, so daß der Höhenunterschied zwischen dem Flüssigkeitsniveau in diesem Zwischenbehälter und im Druckgefäß der Drucksteigerung. im Druckgefäß das Gleichgewicht hält.
- Die Erfindung soll näher an Hand des auf der beiliegenden Zeichnung beispielsweise gezeigten, mit einer Fördervorrichtung gemäß der Erfindung versehenen Absorptionskälteapparats, der mit einem druckausgleichenden Gas arbeitet, beschrieben werden.
- In dieser Zeichnung bedeutet I( einen Kocher, der in .einer Absorptionsflüssigkeit, z. B. Wasser, gelöstes Kältemittel, z. B. Ammoniak, enthält und der durch eine Behei,-zungsvorrichtung F erhitzt wird. Bei dem Erhitzen des Kochers gebildete Kältemitteldämpfe strömen durch .einen. Abscheider D, wo mitkommende Dämpfe der Absorptionsflüssigkeit kondensiert werden und zu dem Kocher zurückfließen, zu einem Kondensator C, wo sie kondensieren. und von wo das gebildete Kondensat einem Verdampfer Cr zugeführt wird. In diesem verdampft das Kältemittel unter Kälteerzeugung in Anwesenheit eines druckausgleichenden Gases, z. B. Wasserstoff. Die dabei entstehende Gasmischung strömt in an sich bekannter Weise nach unten zu dem Absorber A. In diesem wird das Kältemittel, d. h. das Ammoniak, wieder durch denn Absorber aus dem Kocher durch eine Leitung L zugeführte arme Absorptionslösung absorbiert, während der ;gereinigte Wasserstoff zum Verdampfer G zurückströmt. Die im Absorber gebildete reiche Absorptionslösung sammelt sich im unteren Teil des Absorbers, von wo sie durch eine LeitungP, die mit der obenerwähnten LeitungL für die arme Lösung einen Temperaturwechsler bildet, zu dem gemäß der vorliegenden Erfindung angeordneten Zwischengefäß Y, in dessen Gasraum diese Leitung P einmündet, strömt. Die Zurückbeförderung der reichen Lösung aus diesem Gefäß zum Kocher I( erfolgt in der folgenden Weise: In dem Kocher ist eine Druckglocke Q angeordnet, in der sich ein Teil der bei der Erhitzung des Kochers abgekochten Ammoniakdämpfe ansammelt. Diese Dämpfe werden einem Druck ausgesetzt, der dem Höhenunterschied zwischen dem Flüssigkeitsniveau im Kocher und in dieser Druckglocke entspricht, welcher Druck auch in dem mit der Druckglocke Q durch eine Gasleitung V verbundenen Druckgefäß T herrscht und dort die Flüssigkeit nach unten und in den Zwischenbehälter Y drückt, so daß der Höhenunterschied zwischen dem Flüssigkeitsniveau in diesem Behälter Y und dem Druckgefäß T dem obenerwähnten Höhenunterschied der Niveaus im Kocher l( und der Druckglocke Q immer :entspricht. Flüssigkeit wird dabei auch in die vom Druckgefäß T ausgehende, zum Kocher!( führende Steigleitung U hineingedrückt, so daß in dieser Leitung eine Flüssigkeitssäule entsprechender Höhe steht. Wenn der Druck in der Druckglocke, Q und im Druckgefäß T so hoch gestiegen ist, daß das Flüssigkeitsniveau in. dem im Druckgefäß T angeordneten Behälter W die Öffnung der Steigleitung U freigibt, wird die hier entstehende Flüssigkeitssäule nach oben in den Kocher !( befördert. In diesem Augenblick strömt aber durch Steigleitung U auch der in der Druckglocke Q und in dem Druckgefäß T gesammelte Dampf nach dem Kocher I(, so daß ein vollkommener Druckausgleich entsteht.
- Hierauf strömt im Zwischengefäß Y angesammelte Flüssigkeit in das Druckgefäß T ®in.
- Die Gasverbindung mit dem Kocher durch die Steigleitung U bleibt dabei so lange offen, bis das Flüssigkeitsniveau in dem Gefäß. -T den oberen Punkt des dieses Gefäß mit dem Behälter W verbindenden Hebers X erreicht hat. Hiernach strömt Flüssigkeit durch den Heber in den Behälter W und schließt dort die Mündung der S,t@eigleitung U ab. Eine neue Druckperiode setzt :ein, indem sich wieder Kältemitteldämpfe in der Druckglocke Q ansammeln, und das Flüssigkeitsniveau im Gefäß T wird wieder nach unten gedrückt, wobei jedoch der Heber X eine Zuströmung von Flüssigkeit zu dem Behälter W und dem Steigrohr U sicherstellt, bis die Mündung des Hebers in dem Gefäß T durch das Sinken der Flüssigkeit wieder frei gelegt ist. Durch das fortgesetzte Herunterdrücken der Flüssigkeitsniveaus wird schließlich die sich erneut in dem Steigrohr U gebildete Flüssigkeitssäule zum Kocher gedrückt, und das oben beschriebene Spiel fängt von neuem an.
- Es leuchtet ohne weiteres ein, daß das zwischen dem Druckgefäß T und dem Absorber eingeschaltete Zwischengefäß ein kontinuierliches Abströmen der im Absorber gesammelten reichen Lösung erlaubt, da die Drucksteigerung im Gefäß T lediglich ein Zurückdrükken von Flüssigkeit zu diesem Gefäß, aber nicht zu dem Absorber hervorruft. Das Zwischengefäß, Y wirkt somit auch als ein Sammelbehälter für Flüssigkeit während der Drucksteigerungsperiode, die ohne Einflußauf das Flüssigkeitsniveau im Absorber bleibt.
- Der Gasraum des Gefäßes Y ist zwecks Innehaltung eines Druckausgleichs durch eine Leitung Z 'miteinem anderen Apparattell, in diesem Falle dem Absorber, verbunden.
- Die gezeigte Ausführungsform könnte ohne Abänderung des Erfindungsgedankens so modifiziert werden, daß dem Zwischengefäß Y arme Lösung vom Kocher zuströmt, die dann aus dem Druckgefäß T durch die Steigleitung U in den Absorbier _gedrückt wird, wobei die zur Förderung der Flüssigkeit benutzte Dampfmenge anstatt zum Absorber zu dem Kocher geleitet werden kann.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Absorptionskälteapparat, bei dem die Absorptionsflüssigkeit durch den Kocher und Absorber des Apparats mittels in einem Druckgefäß periodisch erzeugter Druckschwankungen umgewälzt wird, gekennzeichnet durch ein diesem Druckgefäß, in der Strömungsrichtung der Flüssigkeit gerechnet, vorgeschä,I.tetes Zwischengefäß, dem während der Drucksteigerungsperiode Flüssigkeit zugeführt wird, so daß der Höhenunterschied zwischen dem Flüssigkeitsniveau in diesem Zwischenbehälter und im Druckgefäß der Drucksteigerung im Druckgefäß das Gleichgewicht hält.
- 2. Absorptionskälteapparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischengefäß mit zwei Leitungen mit dem Gefäß, aus dem ihm Flüssigkeit zuströmt, verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE475565X | 1927-02-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE475565C true DE475565C (de) | 1929-05-06 |
Family
ID=20310384
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP55037D Expired DE475565C (de) | 1927-02-01 | 1927-04-14 | Absorptionskaelteapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE475565C (de) |
-
1927
- 1927-04-14 DE DEP55037D patent/DE475565C/de not_active Expired
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