DE47478C - Seiltrommel mit unabhaengig von einander drehbaren Rillenringen - Google Patents
Seiltrommel mit unabhaengig von einander drehbaren RillenringenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D1/00—Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans
- B66D1/60—Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans adapted for special purposes
- B66D1/74—Capstans
- B66D1/7405—Capstans having two or more drums providing tractive force
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H55/00—Elements with teeth or friction surfaces for conveying motion; Worms, pulleys or sheaves for gearing mechanisms
- F16H55/32—Friction members
- F16H55/36—Pulleys
- F16H55/50—Features essential to rope pulleys
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE ΑΠ: Maschinenelemente.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 31. Juli 1888 ab.
■Die Erfahrung hat gelehrt, dafs sich bei den
für Kabelbahnen, Aufzüge u. dergl. benutzten Seiltrommeln, bei welchen das Kabel bekanntlich
in mehreren auf dem Trommelumfang befindlichen Rillen mehrmals um die paarweise angeordneten Trommeln gewickelt ist, diejenige
Rille, welche das Seil einholt, am meisten abnutzt und vertieft, während die Abnutzung der
benachbarten Rillen eine fortschreitend geringere ist. Der Unterschied, welcher sich infolge
dieser ungleichen Abnutzung für den Umfang der verschiedenen Rillen ergiebt, ist
die Hauptursache für das Reifsen des Kabels; denn nimmt man z. B. an, dafs die Auflaufrille
in der Tiefe eine um 5 mm stärkere Abnutzung erfahren hat als die Ablaufrille, so
ist der Umfang der ersteren Rille bei dem gebräuchlichen Trommeldurchmesser etwa um
30 mm kleiner als der Umfang der Ablaufrille, und es mufs sich das Kabel demzufolge
auf der Trommel um diese Länge strecken oder um ein entsprechendes Stück auf der
Trommel schleifen.
Dieser Uebelstand wird durch vorliegende Erfindung beseitigt. Dieselbe besteht darin,
dafs die Rillen, mit Ausnahme der Auflaufrille, in einzelne Ringe eingeschnitten und diese
Ringe einzeln für sich drehbar auf dem glatt gehaltenen Umfang der Trommel angebracht
werden. Bei dieser Einrichtung wird jeder Unterschied im Rillenumfang durch eine entsprechende
Drehung der von einander unabhängigen Ringe ausgeglichen und somit jede Sonderstreckung des Kabels beseitigt, so dafs
dieses nur durch diejenige Zugkraft beansprucht wird, welche vom Ziehen der Wagen herrührt.
Die Trommel besteht aus dem Mantel A, der Nabe B und den beide verbindenden
Speichen D. Bei der bisher üblichen Einrichtung , Fig. 3, befinden sich die Rillen α unmittelbar
im Mantel A der Trommel zwischen den etwas höher gehaltenen Randflantschen d.
Nach vorliegender Erfindung liegt jede Rille a in einem Einzelring c, Fig. 4, welche von der
einen Seite auf den glatt gehaltenen Trommelmantel aufgeschoben werden, so dafs sich der
erste Ring an den mit dem Mantel aus einem Stück bestehenden Randflantsch d anlegt. Der
erste Ring, dessen Rille als Auflaufrille dient, wird durch Schrauben e mit dem Flantsch d
verbunden und dadurch auf dem Trommelmantel festgelegt. Die übrigen Ringe sitzen
lose auf dem Trommelmantel, so dafs sie sich unabhängig von einander auf dem Mantel
drehen können. Eine seitliche Verschiebung bezw. ein Ablaufen der Ringe vom Trommelmantel
wird durch den mittelst der Bolzen h am Mantel festgeschraubten Gegenflantschring g
verhindert. Dieser Ring ist mit einem Absatz versehen, welcher es ermöglicht, ihn noch
nachträglich anzuziehen, so dafs die durch gegenseitige Reibung entstehende Abnutzung
der Ringe jederzeit ausgeglichen und jedes Schlottern der Rillenringe auf dem Trommelmantel
verhindert werden kann.
Die durch Fig. 5 veranschaulichte Abart weicht von der vorbeschriebenen nur dadurch
ab, dafs die erste Rille neben dem Flantsch d noch mit dem Trommelmantel ein Stück bildet
und nur diejenigen Rillen, welchen eine Drehung zur Trommel gestattet sein soll, in
besonderen Ringen hergestellt sind.
Die übliche mehrmalige Umwickelung der Seiltrommeln hat den Zweck, die Reibung so
zu vergröfsern, dafs beim Betriebe ein Rutschen des Zugseiles nicht stattfindet. Dieser
Zweck würde bei vorliegender Einrichtung, bei welcher die einzelnen Rillen auf den Trommeln
drehbar sind, verloren gehen, wenn diese die Rillen enthaltenden Ringe vollständig lose
drehbar wären. Letzteres ist aber nicht der Fall, vielmehr werden die Rillenringe durch
festes Anziehen des äufseren ringscheibenförmigen Flantsches g zwischen diesem Flantsch
und der festen Rille derart eingespannt, dafs die Ringe nur unter Ueberwindung eines durch
mehr oder minder starkes Anziehen der Befestigungsschrauben des Flantsches g beliebig
zu verändernden Reibungswiderstandes gedreht werden können.
Wie Fig. 4 und 5 veranschaulichen, ist der ringförmige Flantsch g mit einem Absatz versehen
bezw. das gesammte Dickenmafs der Rillenringe gröfser als die Breite der für dieselben
bestimmten Ringfläche auf der Seiltrommel, so dais selbst nach etwaigem Verschleifs
der Ringe immer noch ein Anziehen des Flantsches g möglich ist. Auch werden
die Rillenringe so eng anschliefsend auf der Seiltrommel aufgezogen, dafs schon hierdurch
ein bedeutender Widerstand gegen Drehung entsteht.
Bei den bisher üblichen Seiltrommeln mit festen Rillen wird der durch ungleiche Abnutzung
verursachte Unterschied zwischen dem Umfang der Auflaufrille und demjenigen der Ablaufrille hauptsächlich durch Seilstreckung
beglichen, was sich daran zeigt, dafs alle Aufzugsseile im Gebrauch immer länger werden.
Diese nachtheilige Beeinflussung des Seiles wird bei vorliegender Einrichtung vermieden. Anstatt
dafs die Rillen, wie bei den bisher gebräuchlichen Seiltrommeln, von der Auflaufrille
bis zu der Ablaufrille eine allmälig abnehmende Abnutzung erleiden, tritt nunmehr
eine dem Verhältnifs dieser Abnutzung entsprechende geringe gegenseitige Drehung der
Einzelrillenringe ein. Es mufs also die Reibung zwischen den Rillenringen derart geregelt
sein, dafs dieselbe nicht gröfser ist als der bei den bisherigen Seiltrommeln zu oben erwähnter
Streckung des Seiles erforderliche Kraftaufwand.
Es kann trotz dieser gegenseitigen Drehbarkeit der einzelnen Rillenringe jedoch niemals
ein Schleifen des Seiles in der festen Auflaufrille eintreten, denn hierzu müfsten sämmtliche
Rillenringe gemeinsam auf den Seiltrommeln schleifen. Nun ist aber die Reibungsfläche
1,2,3,4, Fig. 5> der Gesammtheit schon an
sich erheblich gröfser als die Summe der Reibungsflächen zwischen dem Seil und den
Rillen der Ringe, und da man es durch entsprechendes Anziehen des Flantsches g in der
Hand hat, die Reibung beliebig zu vergröfsern, so kann also leicht erreicht werden, dafs im
vorliegenden Falle selbst bei derjenigen Belastung des Seiles, bei welcher bei den bisherigen
Seiltrommeln mit nicht drehbaren Rillen bereits ein Schleifen des Seiles auf der
Trommel eintreten würde, noch kein Schleifen des Seiles mit der Gesammtheit der Rillenringe
eintreten kann.
Da nun andrerseits der Reibungskoeffizient bei dem einzelnen Rillenring genau derselbe
ist wie bei der Gesammtheit der Ringe, die Reibungsfläche des einzelnen Ringes aber
wesentlich kleiner als die Reibungsfläche 1, 2, 3, 4 der Gesammtheit der Ringe ist, so ist diejenige
Kraft, welche bei den bisherigen Seiltrommeln zur Streckung des Seiles um den Unterschied
der Rillenumfänge verbraucht wurde, wohl hinreichend, um den einzelnen Rillenring in
Drehung zu versetzen; dieselbe kann aber niemals die Gesammtheit der Ringe auf der
Trommel herumdrehen.
Die Ringe werden in beiden Fällen zweckmäfsig aus Schmiedeisen oder Stahl gefertigt.
Nimmt man z. B. an, dafs bei vorliegender Trommeleinrichtung die erste Rille im Laufe
der Zeit durch Abnutzung eine Vertiefung von 6 mm erfährt, die zweite eine solche von 3 mm
und die dritte von 1V2 mm, so wird der erste
lose Ring sich bei jedem Trommelumgang um etwa 18 mm, der zweite lose Ring um etwa
9 mm u. s. w. auf dem Mantel der Trommel weiterdrehen. Hierdurch wird jede Sonderspannung
des Kabels verhindert. Selbstverständlich müssen beide Trommeln eines Trommelpaares
mit solchen losen Ringen versehen sein.
Claims (2)
1. Bei Seiltrommeln für Kabelbahnen, Aufzüge u. dergl. die Anordnung der Wickelungsrillen
— mit Ausnahme der Auflaufrille — in unabhängig von einander auf dem
Trommelmantel drehbaren Ringen, zu dem Zwecke, den durch ungleiche Abnutzung der Rillen entstehenden Unterschied der
Rillenumfänge durch entsprechend stärkere oder geringere Drehung der Einzelringe
auf dem Mantel auszugleichen und hiermit jede Sonderstreckung des Kabels oder Seiles
zu vermeiden.
2. Bei einer durch Anspruch 1. gekennzeichneten Seiltrommel die Anordnung eines
nachträglich anziehbaren Randflantsches g, zu dem Zwecke, die durch gegenseitige
Flächenreibung entstehende Abnutzung der Rillenringe jederzeit auszugleichen und somit
ein seitliches Schwanken der Ringe auf dem Trommelmantel zu verhindern.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE47478T | 1888-07-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47478C true DE47478C (de) | 1889-06-12 |
Family
ID=322511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188847478D Expired DE47478C (de) | 1888-07-31 | 1888-07-31 | Seiltrommel mit unabhaengig von einander drehbaren Rillenringen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47478C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2843953A1 (fr) * | 2002-08-28 | 2004-03-05 | Kley France | Treuil du type a cabestan |
| EP2765112A1 (de) * | 2013-02-07 | 2014-08-13 | Aker Pusnes AS | Zugwinde |
-
1888
- 1888-07-31 DE DE188847478D patent/DE47478C/de not_active Expired
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2843953A1 (fr) * | 2002-08-28 | 2004-03-05 | Kley France | Treuil du type a cabestan |
| WO2004020323A1 (fr) * | 2002-08-28 | 2004-03-11 | Kley France | Treuil du type dit a cabestan |
| US7175163B2 (en) | 2002-08-28 | 2007-02-13 | Kley France | Capstan winch |
| EP2765112A1 (de) * | 2013-02-07 | 2014-08-13 | Aker Pusnes AS | Zugwinde |
| WO2014122207A1 (en) * | 2013-02-07 | 2014-08-14 | Aker Pusnes As | Traction winch |
| CN105143092A (zh) * | 2013-02-07 | 2015-12-09 | 麦格雷戈普斯恩斯股份有限公司 | 牵引绞盘 |
| CN105143092B (zh) * | 2013-02-07 | 2017-07-18 | 麦基嘉挪威公司 | 牵引绞盘 |
| US10017364B2 (en) | 2013-02-07 | 2018-07-10 | Macgregor Norway As | Traction winch |
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