DE474122C - Vorrichtung zur Sicherung der Arbeiter beim maschinellen Gleisstopfbetriebe - Google Patents

Vorrichtung zur Sicherung der Arbeiter beim maschinellen Gleisstopfbetriebe

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DE474122C
DE474122C DEC40910D DEC0040910D DE474122C DE 474122 C DE474122 C DE 474122C DE C40910 D DEC40910 D DE C40910D DE C0040910 D DEC0040910 D DE C0040910D DE 474122 C DE474122 C DE 474122C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L23/00Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
    • B61L23/06Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for warning men working on the route

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Road Paving Machines (AREA)

Description

Beim, maschinellen Gleisstopfbetriebe muß den die Gleisstopfhämmer bedienenden Arbeitern das Naben eines Zuges rechtzeitig angezeigt werden. Hierzu reichen die bekannten Einrichtungen, wie Signalhörner., Sirenen, Hupen, Pfeifen, Läutewerke usw., welche sonst im Eisenbahnbetriebe verwandt werden, nicht aus, weil das immer in einer gewissen Entfernung abgegebene Signal durch das Gerausch der Gleisstapfhämmer übertönt wird und daher, namentlich bei Gegenwind, nicht gehört wird. Außerdem wird das Ohr des Arbeiters durch das eintönige Stopfgeräusch gegen andere Geräusche abgestumpft und unempfindlich. Auch die optischen Anzeigemittel, wie Flügelsignale, Lichtsignale, Winker o. dgl., welche gleichfalls im Eisenbahnbetriebe verwandt werden, scheiden ebenfalls aus, weil die Arbeiter ja dauernd ihre Aufmerksamkeit auf die Stopfarbeit bzw. auf die Stopf werkzeuge richten müssen und die Augen deshalb für andere Zeichen nicht frei haben.
Gemäß der Erfindung werden diese Übelstände dadurch vermieden, daß die von den Arbeitern gehaltenen Gleisstopfhämmer selbst und die zum Antrieb der Gleisstopfhämmer dienende, außerhalb dies Gleises liegende, gleichfalls in unmittelbarer Nähe der Arbeiter befindliche Antriebsmaschine zur Erzeugung von akustischen und optischen Signalen benutzt werden. Die Steuerung dieser Signale erfolgt durch den in der üblichen Entfernung aufgestellten Sicherheitsposten. Es kann eine mehrfache Sicherheit geschaffen werden dadurch, daß von dfem Sicherheitsposten ein Signal in üblicher Weise, z. B. mittels einer Pfeife, abgegeben wird und durch die Betätigung dieser Signalvorrichtung gleichzeitig die neuen Signalvorrichtungen betätigt werden. Die neuen Signale brauchen durch den Sicherheitsposten nur ausgelöst zu werden, und zwar durch Ziehen an einem entsprechend langen Seil, einer Kette o. dgl. oder durch Schließen eines elektrischen Stromkreises. Es kann Vorkehrung getroffen werden, daß eine Signalvorrichtung in unmittelbarer Nähe der Arbeiter auch dann betätigt wird, wenn beim Herannahen des Zuges die Stopfhämmer zufällig nicht im Betriebe sind.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
In Abb. ι sind in Draufsicht schaubildlich eine auf einem Schlitten neben dem Gleis angeordnete Antriebsmaschine und zwei von ihr angetriebene Stopfhämmer dargestellt.
Abb. 2 zeigt in größerem Maßstabe die Vorderansicht einer auf der Luftpumpe angeordneten Vorrichtung zur Abgabe eines akustischen Signals.
Abb. 3 zeigt im. Grundriß schaubildlich, eine Anordnung zur Ausrückung der Kupplung zwischen Luftpumpe und Motor.
Abb. 4 zeigt, wie die in Abb. 2 dargestellte Anordnung der Signalvorrichtung durch Ausrücken der Kupplung zwischen Luftpumpe und Motor selbsttätig ausgerückt wird.
In Abb. 5 ist die von dem Sicherheitsposten unmittelbar bediente Pfeife und die zur Verbindung der Pfeife mit der neuen Sicherheitsvorrichtung dienende Zugeinrichtung schaubildlich dargestellt.
In Abb. ι sind a1, a? die beiden Luftpumpenzylinder, welche durch, die Schlauchleirungen b1, b1 bzw. b2, b2 mit den Stopf hämmern e1, e2 verbunden sind. Der Antrieb der Luftpumpe erfolgt von Hem Motor Z unter Vermittlung des vom Motor angetriebenen Reib-' rades k1, welches mit dem die Luftpumpe antreibenden Reibrade k2 in Eingriff steht. Der für den Reibradantrieb erforderliche Anpressungsdruck wird durch die Schraubenfeder/n erzeugt, die sich gegen die Querverbindung ti des Schlittens abstützt. Auf »5 jedem der beiden Luftpumpenzylinder α1, a2 oder auf einem der beiden Luftpumpenzylinder ist die in Abb. 1 nur durch je einen Kreis A angedeutete, in Abb. 2 in größerem Maßstabe gezeichnete und in Abb. 4 in einer abgeänderten Ausführungsform gezeichnete Vorrichtung angeordnet, welche mittels des Seiles s vom Sicherheitsposten betätigt wird. Der Luftpumpenzylinder α1 ist durch, ein Überdruckventile (s. Abb. 4) mit .einem Windkessei w- verbunden. Oberhalb des Windkessels w ist 'eine Luftpfeifex und zwischen dieser und dem Windkessel ist ein Hahnventil y angeordnet, welches bei der gezeichneten Stellung des Ventilhiebels y1 geschlossen ist. Eine Feder j/2 ist bestrebt, das Ventil zu öffnen. Der Ventilhebel y1 wird aber durch, einen Sperrhebel 2 geschlossen gehalten, welcher durch eine Feder z1 in der Sperrstellung gehalten wird. Am Sperrhebel ζ greift ein Zugseil s an, welches beim. Herannahen eines Zuges vom Sicherheitsposten angezogen wird. Durch die Bewegung des Sperrhebels ζ wird das Ventil y geöffnet und dadurch die Luftpfeifex betätigt, gleichzeitig entleert sich der Windkessel w, infolgedessen öffiiet sich das Überdruckventil v, und der an. den Lüftpumpenzylirider angeschlossene Stopfhammer wird selbsttätig stillgesetzt, weil die Luft über den Windkesselw. und die Pfeife* abbläst. Der Arbeiter wird also weitgehend gesichert:
er sieht, daß das Werkzeug sich nicht mehr im Stopfhammeir hin und her bewegt;
er fühlt, daß der Hammer nicht mehr arbeitet und keine Erschütterung in den Händen des Arbeiters mehr hervorruft; er hört, daß das Stopfgeräusch plötzlich aussetzt und hört außerdem in seiner unmittelbaren Nähe das laute Signal der Pfeife x. Da jede Luftpumpe mit zwei Stopfhämmern verbunden ist, von denen jeder durch einerr besonderen Arbeiter bedient wird, so ist die Sicherung auch in dieser Hinsicht eine doppelte.
Der Windkessel w wird, wenn das Hahnventil y geschlossen ist, bei Beginn des Arbeitens der Maschine selbsttätig auf seinen vollen Druck gebracht und beeinflußt dann den Antrieb Ider Stopf hammer in keiner Weise, da das Überdruckventil ν geschlossen bleibt. Durch den Windkesseln' wird die Pfeife.*: auch dann betätigt, wenn beim Herannahen des Zuges die Luftpumpe abgekuppelt ist oder die Stopfhammer zufällig außer Tätigkeit sind.
Bei dem in Abb. 3 ' dargestellten Ausführungsbeispiel ist bei der der Feder tn entgegengesetzten Seite der Querverbindung η eine zweite Feder ο vorgesehen, welche stärker ist als die Feder m und welche sich gegen den Federteller ρ abstützt. ■ In die äußere Nut des Fedextellers greift der gegabelte Schenkel des Hebels q ein, während -der längere Schenkel dieses Hebels durch den Sperrhebel r abgestützt wird. An dem freien Schenkel des Sperrhebels r ist das vom Sicherheitsposten zu betätigende SeEs angeknüpft, während auf der dem Seil entgegengesetzten, Seite eine am Schlitten befestigte Zugfeder^ den Hebel/* stets wieder in die gezeichnete Ausgangs- bzw. Sperrstelhmg zurückzieht. Wird nun am Seil s gezogen, so wird der Hebel q entsichert; die unter Spannung stehende Feder ο drückt den Federteller ρ gegen die auf der Spindel ti sitzende Mutter v, welche wiederum den Druck über Spindel« auf Feder tn überträgt. Da die Feder ο stärker ist als tn, so wird das Reibradgetriebe vom Anpressungsdruick !entlastet, TOd die Luftpumpe bleibt stehen.
Die Bewegung, welche bei der in Abb. 3 dargestellten Anordnung idie Luftpumpenzylinder in der Richtung nach rechts ausführen, sobald die Sperrung- des Hebels q gelöst ist, kann zur selbsttätigen Auslösung des Ventilbeb eis und zur selbsttätigen Betätigung der Pfeife χ benutzt werden, wie in Abb. 4 schaubildlich dargestellt. Hier wird nicht der Sperrhebel z2 selbst bewegt, sondern die Freigabe des Ventilhebels ys erfolgt dadurch, daß der Pumpenzylindera1 mit dem Windkesseln' und derü Vientilhebelj/1 in der Richtung des Pfeiles nach rechts bewegt wird.
In Abb. 5 ist schaubildlich die Pfeifeneinrichtung dargestellt, welche aus dem Windkessel 6 einer hinter dem Windkessel liegenden, durch einen Fußtritt 7 zu betätigenden Pumpe gespeist wird.' und durch ein Hahn-

Claims (7)

  1. ventil 8 mit 'einem Signalhorn 9 verbunden ist. Auf der Achse des Ventils 8 ist ein Hebel 10 befestigt; hat der Hebel 10 die ausgezogen gezeichnete Stellung, so ist das Ventil 8 geschlossen, hat er die punktiert gezeichnete Stellung, so ist das Ventil geöffnet. Der Hebel 10 wird nun nicht unmittelbar betätigt, sondern er wird bei der Schwenkung des großen Hebels 11 mitgenommen, an welchem das zu der Gleisstopfmaschine führende, zur Betätigung der neuen Signalvorrichtungen dienende Seils befestigt ist.
    Die Auslösung der neuen Signalvorrichtungen (Pfeife, Stillsetzung der Stopfhämmer, Ausrückung des Motors usw.) kann statt (durch eine Zugeinrichtung auch durch Schließen eines elektrischen Stromkreises erfolgen. Es kann auch, statt die Kupplung zwischen Motor und Luftpumpe auszurücken, der Motor stillgesetzt werden, z. B. durch Kurzschließen der Kerze, oder, wenn der Antriebsmotor ein Elektromotor ist, durch Ausschalten des Betriebsstromes.
    „ Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zur Sicherung der Arbeiter beim, maschinellen Gleisstopfbetriebe, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleisstopfmaschine selbst (Stopfhammerund Antriebsmaschine) zur Erzeugung von Warnungssignalen benutzt wird, deren Auslösung durch den Sicherheitsposten auf mechanischem oder elektrischem Wege erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitung (b1, b2) zwischen Pumpe (at1, α2) und Stopf hammer (e1, ez) mittels Seilzuges (s), Hebelübertragung (z, y1) und Hahnventil (y) geöffnet und dadurch der Stopfhammer (e1, e2) stillgesetzt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Luftleitung entweichende Luft zum Betriebe einer Luftpfeife (x) benutzt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Pfeife (x) und der Luftpumpe (a1) ein Windkessel (w) eingeschaltet ist, welcher gegen die Luftpumpe durch ein Überdruckventil (v) und gegen die Pfeife (x) durch ein Ventil (y) geschlossen ist, welch letzteres gesperrt ist und dessen Sperrung durch den Sicherheitsposten mittels SeLL-zuges (s) lösbar ist.
  5. 5. Vorrichtung jiach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibräderkupplung (A1, k2) zwischen Antriebsmotor (I) und Luftpumpe (at1, a2) mittels einer Feder (o), eines Federtellers (p), zweier Sperrhebel (q, r) und eines An- schlagstiftes (r1) gesperrt gehalten wird, und daß diese Sperrung durch den Sicherheitsposten mittels Seilzuges (s) durch Drehung des einen Sperrhebels (r) lösbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5,- dadurch gekennzeichnet, daß durch die Entsperrung der Kupplung (A1, k2) auch die Sperrung (Sperrhebel z2) der Signalpfeife (x) selbsttätig gelöst wird, indem der Luftzylinder (a1) sich unter der Wirkung der Feder (0) in seiner Schlittenführung verschiebt und dadurch der Sperrhebel (z2) den Ventilbetätigungshebel (y3) freigibt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Sicherheitsposten der die Gleisstopfmaschine antreibende Motor auf elektrischem Wege ausgerückt wird, indem bei Ölmotorantrieb die Zündkerzen kurzgeschlossen werden, bei elektrischem Antrieb der Betriebsstrom abgeschaltet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEC40910D 1928-01-07 1928-01-07 Vorrichtung zur Sicherung der Arbeiter beim maschinellen Gleisstopfbetriebe Expired DE474122C (de)

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