DE473736C - Luftbremseinrichtung - Google Patents

Luftbremseinrichtung

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DE473736C DEW80276D DEW0080276D DE473736C DE 473736 C DE473736 C DE 473736C DE W80276 D DEW80276 D DE W80276D DE W0080276 D DEW0080276 D DE W0080276D DE 473736 C DE473736 C DE 473736C
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Description

Die Erfindung betrifft eine Luftbremseinrichtung mit einem Steuerventil, das durch Druckänderungen in der Zugleitung betätigt wird und die Luftzufuhr zu sowie den Luftauslaß aus dem Bremszylinder regelt.
Für gewöhnlich enthält das Steuerventil einen Kolben, der auf der einen Seite durch den Zugleitungsdruck und auf der anderen Seite durch den Druck in einem Hilfsbehälter oder einem anderen Raum beeinflußt wird, der als Druckluftquelle für die Luftzufuhr zum Bremszylinder dienen kann und für gewöhnlich. Luft mit Zuigleitungsdruck enthält. Dieser Raum wird von der Zugleitung aus aufgeladen, wenn der Kolben die Lösestellung einnimmt. Wenn man den Zugleitungsdruck wieder auf seinen normalen Wert erhöht, um das Lösen der Bremsen durch die Verschiebung des Steuerkolbens in die Löse-
ao Stellung zu veranlassen, dann kann es sich ereignen, daß der Behälter oder der Raum infolge einer höheren örtlichen Druckwelle in der Zugleitung auf einen höheren als den gewünschten Druck gebracht wird.
Dieser Fall kann insbesondere dann eintreten, wenn zwecks schnellen Lösens der Bremsen der Zugleitungsdruck schnell auf seinen normalen Wert gebracht oder gar zeitweise über diesen Wert hinaus erhöht "wird. Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, mittels der die Erzeugung eines höheren als des gewünschten Druckes in dem Behälter oder in dem Raum trotz des Vorhandenseins eines örtlichen oder allgemeinen Überdruckes in der Zugleitung verhindert wird.
Gemäß der Erfindung erfolgt die Druckluftzufuhr zu der Kammer oder dem Behälter über ein Ventil, das die Druckluftzufuhr nur dann zuläßt, wenn der Zugleitungsdruck seine normale oder konstante Höhe hat oder aber die Luftzufuhr drosselt, bis solch ein Zustand eingetreten ist. Vorteilhaft richtet man das Ventil so ein, daß es die Verbindung zwischen der Zugleitung und dem Behälter oder der Kammer unterbricht oder drosselt, wenn der Zugleitungsdruck während des Bremsens vermindert wird oder wenn zwecks Lösens der Bremsen der Zugleitungsdruck erhöht wird, im letzteren Falle so lange, bis das Lösen der Bremsen ganz oder nahezu vollendet ist. Durch diese Einrichtung erreicht man, daß der Druck in dem Räume gleichbleibenden Druck entspricht, der für gewöhnlich während der Fahrt in der Zugleitung herrscht. Der bei der Betätigung des Steuerventils als Regelungsfaktor wirkende Druck in dem Raum wird auf diese Weise unter allen Umständen am ganzen Zuge im wesentlichen konstant und gleichmäßig erhalten.
478736
Bei der Ausführung der Erfindung beeinflußt man zweckmäßig das erwähnte Ventil durch den Bremszylinderdruck und durch eine diesem entgegenwirkende Kraft, z. B. durch eine Federspannung, so daß die Verbindung mit dem Raum abgeschnitten wird, solange der Bremszylinderdruck über die Gegenkraft überwiegt. Dieses Ventil kann mit einem Steuerorgan verbunden oder durch ίο ein Steuerorgan gebildet werden, welches die Geschwindigkeit der Wiederaufladung des Raumes regelt, wenn dieser Raum als Quelle für die Druckluftzufuhr zum Bremszylinder dient. Die Geschwindigkeit des Wiederaufladens ist dann abhängig von dem Druck, der in dem Raum herrscht, und von dem Druck, der zu irgendeiner Zeit während des Anziehens oder des Lösens der Bremsen im Bremszylinder wirksam ist. Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsformen der Erfindung in den Abb. i, 2 und 3 dargestellt.
Die Bremseinrichtung nach Abb. 1 enthält ein Steuerventil 1, mit welchem die Luftzufuhr zu einem Hilfsluftbehälter 2 und zu einem Bremszylinder 3 sowie der Luftauslaß aus dem Bremszylinder mittels der Druckänderungen in der Zugleitung 4 geregelt wird. Die Geschwindigkeit des Aufladens des Hilfsluftbehälter 2 und des Luftauslasses aus dem Bremszylinder 3 wird von einem Löseventil 5 in der Weise geregelt, daß die Aufladung von der Höhe des Hilfsbehälterdruckes und des zu irgendeinem Zeitpunkt während des Anziehens oder des Lösens der Bremsen im Bremszylinder 3 herrschenden Druckes abhängig ist.
Das Steuerventil 1 enthält einen Kolben 6, der ständig auf einer Seite unter dem Druck der Zugleitung 4, die an die Kammer 7 auf der rechten Seite des Kolbens über eine Leitung 8 angeschlossen ist, und auf der anderen Seite unter dem Druck des Hilfsluftbehälters 2 steht. Durch den Kolben 6 wird ein Schieber 9 betätigt, der die Verbindung des Bremszylinders 3 über Leitungen 10 und
11 mit der Kammer 12 im Ventils regelt. Durch den Kolben 6 wird in seiner Lösestellung auch eine Verbindung zwischen der
So Zugleitung 4 und dem Hilfsluftbehälter 2 hergestellt über die Leitungen 13 und 14, eine Kammer 15 im Ventil 5 und eine Leitung 16. Während einer Bremsung ist diese Verbindung durch den Kolben 6 unterbrochen. Das Ventil 5 enthält vier Kammern 12, 15, 17 und 18, die durch drei Biegehäute 19, 20 und 21 voneinander getrennt sind. Die Biegehaut 19 ist dem Bremszylinderdruck in der Kammer 12 während des Lösens der Bremsen unterworfen. Die Verbindung der Kammer
12 mit der Atmosphäre wird durch ein Ventil 22, das auf einer die drei Biegehäute verbindenden Stange 23 sitzt, geregelt. Die Biegehäute 19 und 20 stehen beide ständig unter dem Einfluß des Hilfsluftbehälterdruckes in der Kammer 15. In der Kammer 18 oberhalb der Biegehaut 21 herrscht Atmosphärendruck. Die Biegehäute 20 und 21 werden ferner von dem Druck in der Kammer 17 beeinflußt, die durch eine Leitung 23 mit einem Regelbehälter 24 verbunden ist, welcher seinerseits über eine Leitung 25, ein Ventil 26 und das Steuerventil 1 mit der Zugleitung 4 verbunden ist. Im Ventil 26 ist ein Schieber 27 angeordnet, der durch einen Kolben 28 betätigt wird. Der Kolben 28 steht unter dem Druck des Bremszylinders in der Kammer 29 und unter dem einer Feder 30 in der Kammer 31 auf der anderen Kolbenseite. Die Verbindung zwischen der Zugleitung und dem Regelbehälter 24 über die Kammer 7 und die Leitungen 13 und 25 wird durch den Schieber 27 unterbrochen, solange im Bremszylinder 3, der über die Leitung 32 mit der Kammer 29 verbunden ist, noch ein bestimmter Druck herrscht. Die Wirkungsweise ist folgende. Es sei angenommen, die Bremseinrichtung sei auf ihren normalen Druck aufgeladen und das Steuerventil 1 sowie die dazugehörigen Ventile 5 und 26 nähmen ihre Lösestellung ein. Wenn nun der Zugleitungsdruck zwecks Anlegens der Bremsen verringert wird, so verschiebt sich der Kolben 6 des Steuerventils unter dem Einfluß des Druckes im Hilfsluftbehälter 2. Hierdurch wird die Verbindung des Bremszylinders 2 mit der Atmosphäre über das Auslaßventil 22 der Ventileinrichtung 5 sowie die \ferbindung der Zugleitung 4 mit dem Hilfsluftbehälter 2 und dem Regelbehälter 24 unterbrochen. Druckluft fließt dann aus dem Hilfsluftbehälter 2 über eine Leitung 33, eine Kammer 34 im Steuerventil 1 und die Leitung 10 zum Bremszylinder 3.
Um die Bremsen zu lösen, wird der Zugleitungsdruck auf seinen normalen Wert erhöht. Um nun den Zugleitungsdruck auf seine normale Höhe zu bringen, kann es wünschenswert sein, zeitweise den Zugleitungsdruck über den normalen Wert hinaus zu erhöhen. Wenn .diese Überhöhung des Zugleitungsdruckes absichtlich oder infolge einer sich aus irgendeinem Grunde ergebenden örtlichen Druckwelle stattfindet, dann wird der Steuerkolben 6 schnell in die gezeichnete Lösestellung bewegt, bei welcher der Bremszylinder über die Leitungen 10 und 11 mit der Kammer 12 des Ventils 5 und von hier durch das Auslaßventil 22 mit der Atmosphäre verbunden ist. Außerdem wird eine Verbindung zwischen der Zugleitung 4
und dem Hilfsluftbehälter 2 hergestellt über die Leitung 13 und 14, das Ladeventil 35, die Kammer 15 und die Leitung 16. Der Regelbehälter 24 ist jedoch von der Zugleitung 4 und dem Hilfsluftbehälter 2 abgeschnitten durch den Schieber 27 des Ventils 26, dessen Kolben 28 während des anfänglichen Lösens der Bremsen unter dem in der Kammer 29 wirksamen Druck des Bremszylinders steht. Man sieht hieraus, daß eine örtliche Überhöhung des Zugleitungsdruckes die Erzeugung eines höheren als des gewünschten Druckes in dem Regelbehälter'24, d. h. eines Druckes, der höher ist als der normale Zugleitungsdruck, nicht zur Folge hat. Der Luftdruck im Regelbehälter 24 und in der Kammer 17 des Ventils 5, mit der der Regelbehälter 24 in Verbindung steht, dient während des Lösens der Bremsen als Rege-
ao lungsfeder für das Ventil 5, indem nämlich die Drücke des Bremszylinders und des Hilfsluftbehälters im Druck des Regelbehälters ein Widerlager finden. Das Ladeventil 35, mit welchem die Verbindung zwischen der Zugleitung 4 und dem Hilfsluftbehälter 2 geregelt wird, und das Auslaßventil 22, welches die Verbindung des Bremszylinders 3 mit der Atmosphäre regelt, sind so auf der die drei Biegehäute 19, 20 und 21 des Ventils 5 verbindenden Stange 23 angebracht, daß sie ein gewisses Spiel haben. Das Auslaßventil 22 wird von einer Feder 36 beeinflußt. Wenn der Hilfsluftbehälterdruck sich zu schnell erhöht, z. B. infolge einer örtlichen Überhöhung des Zugleitungsdruckes, dann wird durch den in der Kammer 15 auf der Unterseite der Biegehaut 20 wirksamen Druck des Hilfsluftbehälters mittels des Ladeventils 35 die Verbindung zwischen der Zugleitung 4 und dem Hilfsluftbehälter 2 über die Leitungen 13, 14 und 16 unterbrochen oder gedrosselt und das die Verbindung zwischen dem Bremszylinder 3 und der Atmosphäre regelnde Auslaßventil 22 weiter geöffnet. Wenn andererseits der Bremszylinder 3 im Verhältnis zur Aufladung des Hilfsluftbehälters 2 zu schnell entlüftet wird, dann bewirkt das Ladeventil 35 eine größere Verbindung zwischen der Zugleitung 4 und dem Hilfsluftbehälter 2, und das Auslaßventil 22 schließt oder drosselt die Verbindung des Bremszylinders 3 mit der Atmosphäre. Man sieht hieraus, daß die Aufladung des Hilfsluftbehälters 2 von dem in ihm herrschenden Druck, ferner von dem im Bremszylinder 3 herrschenden Druck und schließlich von dem Druck im Regelbehälter 24 abhängig ist, welcher innerhalb des Ventils 5 als den Drücken des Bremszylinders und des Hilfsluftbehälters entgegenwirkende Feder dient.
In der Ausführungsform der Erfindung nach Abb. 2 wird an Stelle des als Regelfeder für das Löseventil dienenden Druckes des Regelbehälters, der nach dem Lösen der Bremsen aufgeladen wird, der Druck benutzt, der in der Beschleunigerkammer des Steuerventils herrscht.
Die Beschleunigerkammer 37 des Steuerventils ι (Abb. 2), die während einer Bremsung mit Druckluft aus der Zugleitung 4 aufgeladen wird, steht über eine Leitung 38 mit der Kammer 17 zwischen den Biegehäuten 20 und 21 des Ventils 5 in Verbindung. Während des Lösens der Bremsen dagegen wird die Kammer 17 über eine Leitung 39, eine Höhlung 40 im Schieber 41 des Ventils 26, eine Leitung 42 und eine Höhlung 43 im Schieber des Steuerventils entlüftet. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird der Hilfsluftbehälter 2 von der Zugleitung 4 über das Ventil 5 einerseits und über eine Leitung 44, eine Höhlung 45 im Schieber 41 des Ventils 26 andererseits aufgeladen. Der Kolben 28 im Ventil 26 ist dem Druck der über die Leitung 46 mit dem Bremszylinder 3 verbundenen Kammer 29 unterworfen. Die Verbindung zwischen der Zugleitung 4 und dem Hilfsluftbehälter 2 wird von dem Schieber 41 unterbrochen, solange im Bremszylinder 3 ein bestimmter Druck herrscht. Auf diese Weise vermeidet man die Erzeugung eines höheren als des gewünschten Druckes im Hilfsluftbehälter trotz etwaiger örtlicher Überhöhungen des Zugleitungsdruckes. In der Leitung 48 ist zwischen der Schieberhöhlung 45 und dem Hilfsluftbehälter 2 ein Rückschlagventil 47 angeordnet. Durch den Schieber 41 wird auch die Verbindung der Beschleunigerkammer 37 des Steuerventils 1 und der Kammer 17 des Ventils 5 über die Leitungen 38, 39 und 42 mit der Atmosphäre geregelt. Diese Verbindung ist unterbrochen, solange im Bremszylinder 3 ein bestimmter Druck herrscht. In diesem Falle steht der Hilfsluftbehälter 2 ständig über eine Leitung 49 mit der Kammer 15 zwischen den Biegehäuten 19 und 20 des Ventils 5 in Verbindung und wird aus der Zugleitung 4 über einen Kanal 50, das Ladeventil 35, die Kammer 15 und die Leitung 49 aufgeladen. Die Geschwindigkeit der Aufladung wird durch das von den Biegehäuten gesteuerte Ladeventil 35 geregelt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung nach Abb. 2 entspricht im wesentlichen der der Einrichtung nach Abb. 1. Jedoch ist im vorliegenden Falle die Aufladung des Hilfsluftbehälters 2 nicht etwa abhängig von den Drücken in einer Regelkammer 24 (Abb. 1) und im Bremszylinder 3, sondern sie ist abhängig von dem Druck, der in der Beschleunigerkammer 37 des Steuerventils 1 herrscht,
und von dem Druck, der zu irgendeiner Zeit während des Anziehens oder des Lösens der Bremsen im Bremszylinder 3 herrscht.
In der Ausführungsform der Erfindung nach Abb. 2 können demnach der Hilfsluftbehälter 2 und die Kammer 17 des Ventils 5 zufolge einer Drucküberhöhung in der Zugleitung 4 während des Lösens der Bremsen nicht überladen werden, da während des ίο Lösens der Bremsen sowohl der Hilfsluftbehälter 2 als auch die Kammer 17 von der Zugleitung 4 abgeschnitten sind und da im Falle eines zu schnellen Aufladens des Hilfsluftbehälters 2 über das Ventil 5 dieses Ventil den Luftdurchgang selbsttätig unterbricht oder drosselt, wie es mit Bezug auf Abb. 1 beschrieben wurde.
In dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 ist die Zugleitung über einen Kanal 53 an ao eine Kammer 51 auf einer Seite des Steuerkolbens 52 angeschlossen. In der Lösestellung des Kolbens 52 steht die Zugleitung mit der Kammer 54 auf der anderen Seite des Kolbens 52 über eine Nut 55 in Verbindung. Mit der Kammer 54 ist über eine Leitung 56, einen Kanal 57 im Kolbenschieber 58 einer Ventileinrichtung 59 und eine Leitung 60 ein Regelbehälter 61 verbunden, der über eine Leitung 62 und einen kalibrierten Durchgang 63 mit einer Kammer 64 auf der Innenseite eines Ventilsitzes 65 im Steuerventil in Verbindung steht.
Die Ventileinrichtung enthält einen Kolben 66, der in der Kammer 67 dem Druck des Bremszylinders, der unmittelbar über die Leitung 68 mit der Kammer 67 verbunden ist, unterworfen ist. Der Kolben 66 wird ferner von einer Feder 69 beeinflußt. Mittels seiner als Schieber ausgebildeten Kolben- no stange 58 und einer Feder 70 wirkt er auf einen Kolben 71 ein, der mit einem Kolbenschieber 72 verbunden ist. Der letztere regelt die Verbindung zwischen einer Kammer 73 an seiner Oberseite mit einer Leitung 74, die mittelbar (zweckmäßig über das Steuerventil) mit dem Bremszylinder verbunden ist. In der Kammer 73 wirkt eine Feder 75 auf den Kolbenschieber 72 ein. Die Kammer 73 steht über die Leitung 76 unmittelbar mit dem Hilfsluftbehälter in Verbindung. Zur Verhinderung von Luftverlusten durch Undichtheiten im Ventil 59 sind Abschlußmittel 77 > 78, 79 und 80, 81, 82 vorgesehen.
In der Lösestellung nehmen die einzelnen Teile die gezeichnete Stellung ein, und die Verbindung zwischen der Zugleitung und dem Regelbehälter 61 über die Leitung 53, die Nut 55 und die Leitung 62 ist am Ventilsitz 65 unterbrochen.
Indessen ist eine Verbindung zwischen der Zugleitung und dem Regelbehälter 61 vorhanden über die Leitung 53, die Nut 55, die Kammer 54, die Leitung 56, den Durchgang 57 im Kolbenschieber 58 und die Leitung 60. Hierbei wird der Kolbenschieber 58 mit dem Kolben 66 durch den in der Kammer 73 oberhalb des Kolbenschiebers 72 wirksamen Druck des Hilfsluftbehälters in seiner unteren Stellung gehalten. Der in der Kammer 67 wirksame Bremszylinderdruck ist etwa Atmosphärendruck.
Wenn der Zugleitungsdruck zwecks Anziehens der Bremsen vermindert wird, bewegt sich der Steuerkolben 52 infolge des in der Kammer 54 herrschenden Druckes nach oben. Sobald die Kolbenstange 64 sich vom Sitz 65 abhebt, wird in der Kammer 54 auch der Druck des Regelbehälters 61 wirksam. Die Verbindung zwischen der Zugleitung und der Kammer 54 über die Nut 55 wird in dieser Bremsstellung des Kolbens 52 unterbrochen. Dem Bremszylinder wird dann durch das Steuerventil Druckluft zugeführt und damit die Bremsung bewirkt. Sobald der Bremszylinderdruck eine bestimmte Höhe erreicht (z.B. 0,5 kg/cm2), geht der Kolben 66 unter diesem in der Kammer 67 wirksamen Druck hoch und unterbricht mittels des Kolbenschiebers 58 die Verbindung zwischen der Kammer 54 des Steuerventils und dem Regelbehälter 61. Der Kolbenschieber 72 trennt dann die Verbindung des Hilfsbehälters mit dem Bremszylinder über die Kammer 73 und die Leitung 74.
Wenn nun der Zugleitungsdruck zwecks Lösens der Bremsen erhöht wird und einen bestimmten Wert (z. B. 5 kg/cm2) erreicht, geht der Kolben 52 nach unten und trennt die Verbindung zwischen der Zugleitung und dem Regelbehälter 61 über die Leitung 62. ioo Da der Kolbenschieber 58 in seiner oberen Stellung bleibt, bis der Bremszylinderdruck sich infolge des Auslasses von Druckluft über das Steuerventil ins Freie auf einen bestimmten Wert (z. B. 0,5 kg/cm2) gesenkt hat, ist auch die Verbindung zwischen der Zugleitung und dem Regelbehälter 61 über die Leitungen 56 und 60 unterbrochen.
Es besteht demnach nicht die Gefahr, daß der Druck im Regelbehälter 61 durch Zufluß von Luft aus der Zugleitung über einen bestimmten Wert, z. B. die normale Höhe des Zugleitungsdruckes, hinaus erhöht wird, selbst dann nicht, wenn man den Zugleituugsdruck zeitweise überhöht, um die Bremsen schnell zu lösen. Denn es besteht so lange keine Verbindung zwischen der Zugleitung und dem Regelbehälter 61 während des Lösens der Bremsen, bis der in der Kammer 67 wirksame Bremszylinderdruck sich bis auf einen bestimmten niedrigen Wert (z. B. °)5 kg/cm2) vermindert und dem Kolbenschie-
ber 58 ermöglicht hat, unter der Wirkung der Feder 75 und des in der Kammer 73 wirksamen Hilfsbehälterdruckes herabzugehen.
Der Erfindungsgedanke läßt sich außer durch die dargestellten Ausführungsformen noch auf zahlreichen anderen Wegen verwirklichen.

Claims (8)

Patentansprüche: 10
1. Luftbremseinrichtung mit einem Regelventil, das durch den Luftdruck in einem Raum beeinflußt wird, welchem von
' einer geeigneten Druckluftquelle, z. B. von der Zugleitung, Luft zugeführt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzufuhr zu diesem Raum (24, 37, 61) unterbrochen oder stark gedrosselt wird, bis der Druck der Druckluftquelle seinen
*o normalen oder konstanten Wert erreicht hat.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Raum (24, 61) Druckluft aus der Zugleitung (4) zugeführt wird und daß, während zwecks Lösens der Bremsen der Zugleitungsdruck erhöht wird, die Verbindung der Zugleitung (4) mit dem Raum (24, 61) durch ein Steuerorgan (26,59) unterbrochen oder gedrosselt wird, bis das Lösen der Bremsen ganz oder nahezu vollendet ist, so daß ein allgemeiner oder örtlicher Überdruck in der Zugleitung während dieser Zeitspanne keinen unerwünschten Einfluß auf die Druckverhältnisse in dem Raum hat.
3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Raum (24) Druckluft aus der Zugleitung (4) zugeführt wird und daß die Verbindung der Zugleitung (4) mit dem Räume (24) durch ein Steuerorgan (26) unterbrochen oder gedrosselt wird, wenn während einer Bremsung der Zugleitungs-
druck vermindert wird.
4. Ausführungsform nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Druck in dem Räume (24) ein Ventil (5) gesteuert wird, welches die Geschwindigkeit des Luftauslasses aus dem Bremszylinder (3) und des Aufladens des als Druckluftquelle für den Bremszylinder dienenden Hilfsluftbehälters (2) regelt.
5. Ausführungsform nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der der Regelung dienende Raum durch die Beschleunigerkammer (37) des Steuerventils (i, Abb. 2) der Luftbremseinrichtung gebildet wird.
6. Ausführungsform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (26, 59) die Verbindung zwischen Zugleitung (4, 53) und Raum (24, 61) unterbricht oder drosselt, solange noch im Bremszylinder (3) ein bestimmter Druck herrscht.
7. Ausführungsform nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (5), mit dem die Wiederaufladung des Hilfsluftbehälters (2) und der Luftauslaß aus dem Bremszylinder (3) geregelt wird, ein Ladeventil (35) und ein Auslaßventil (22) enthält und von dem im wesentlichen gleichbleibenden Druck im Räume (24) oder in der Beschleunigerkammer (37) beeinflußt wird, der dem Zugleitungsdruck, dem Hilfsbehälterdruck und dem Bremszylinderdruck entspricht.
8. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (61, Abb. 3) während des Bremsens über zwei Leitungen (56, 62) mit der Zugleitung verbunden ist, bis der Bremszylinderdruck einen bestimmten Wert erreicht, worauf die Verbindung über die eine Leitung (56) durch das Steuerorgan (59) unterbrochen wird und ebenfalls die Verbindung über die andere Leitung (62) am Ventilsitz (65) abgeschnitten wird, wenn der Zugleitungsdruck während des Lösens 9c der Bremsen einen bestimmten Wert erreicht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEW80276D 1927-10-28 1928-08-31 Luftbremseinrichtung Expired DE473736C (de)

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