DE47222C - Einrichtung, welche die Eröffnung des Geschütz-Verschlusses erst nach Abgabe des Schusses gestattet - Google Patents

Einrichtung, welche die Eröffnung des Geschütz-Verschlusses erst nach Abgabe des Schusses gestattet

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DE47222C
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DE
Germany
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bolt
firing pin
opened
hammer
lock
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT47222D
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GRUSONWERK in Magdeburg-Buckau
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A3/00Breech mechanisms, e.g. locks
    • F41A3/02Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis
    • F41A3/10Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with sliding breech-block, e.g. vertically
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A17/00Safety arrangements, e.g. safeties
    • F41A17/18Hang-fire prevention

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Percussive Tools And Related Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
gestattet.
Die nachstehend beschriebene Erfindung soll eine Sicherheit dagegen bieten, dafs bei Hinterladekanonen mit Schlagbolzen- oder Schlaghammerzündung der Verschlufs früher geöffnet wird, als der Schufs wirklich erfolgt ist; dieselbe soll also den Folgen der sogen. Nachbrenner vorbeugen.
Dieser Zweck wird durch die Ausnutzung derjenigen Bewegung erreicht, welche das Zündhütchen in der Zündglocke beim Explodiren der Pulverladung macht.
Die Gesetze dieser Bewegung sind durch eine lange Reihe von Versuchen in einer für die praktische Ausnutzung genügenden Weise festgestellt worden.
Explodirt beim Abfeuern einer Kanone nur • das Zündhütchen, so macht' dasselbe, der geringen Explosivkraft entsprechend, eine kleinere Bewegung, als wenn - die gesammte Pulverladung der Patrone zur Explosion gelangt, und die Differenz dieser beiden Bewegungen wird für den vorliegenden Zweck ausgenutzt.
In der beiliegenden Zeichnung ist A das Bodenstück der Kanone, B ist der Verschlufsblock, welcher durch eine Schubkurbel α, Fig. 2, deren Zapfen in einer Nuth des Verschlufsblockes gleitet, auf- und niederbewegt wird, b ist der unter dem Druck'einer Schraubenfeder stehende Schlagbolzen, welcher durch einen Daumen dl gespannt wird.
Bei der in Fig. ι dargestellten Construction wird nun vorausgesetzt, dafs die Drehung der Daumenwelle d selbstthätig beim Niedergang des Verschlufskeiles erfolgt, z. B. mit Hülfe einer schrägen, in der Wand des Bodenstückes eingefrästen Nuth, in welche eine auf der Welle d sitzende Kurbel eingreift (D. R. P. No. 41001). Diese Kurbel wird beim Niedergang des Verschlufskeiles durch das Gleiten ihres Zapfens in der schrägen Nuth gedreht und spannt den Schlagbolzen, welcher durch eine unter Federdruck stehende Stange e, die sich vor den am Vordertheil des Schlagbolzens angebrachten Bund setzt, in gespannter Stellung erhalten wird.
Der Kopf dieser Stange e hat in Fig. 1 einen Riegel e1 erhalten, welcher sich im Ruhezustande hinter den Bund bl des Schlagbolzens legt. Da nun das Oeffnen des Verschlusses, wie beschrieben, eine Drehung der Welle d bewirkt und der Schlagbolzen hierdurch zurückgezogen wird, so kann umgekehrt der Verschlufs nicht früher geöffnet werden, als bis der Riegel e1 den Schlagbolzen freigiebt.
Explodirt beim Abziehen die Pulverladung, so treiben die Gase das Zündhütchen und letzteres den Schlagbolzen zurück, der. Bund bl tritt über den Riegel e1, bevor man die Stange e loslassen kann, und der Verschlufs kann also ohne Hindernifs geöffnet werden; explodirt dagegen die Pulverladung nicht, so setzt sich der Riegel e1 hinter den Bund b1 und der Kanonier mufs zunächst an dem Abzug ziehen, bevor er den Verschlufs öffnen kann.
Derselbe ist also auch beim schnellsten Feuern aufser .Stande, einen Nachbrenner zu übersehen und daher gegen derartige Unglücksfälle gesichert.
Die beschriebene Construction läfst sich ohne Weiteres auf einen ■ Schlaghammer übertragen, wie dies in Fig. 9 dargestellt ist. Angenommen ist, dafs der Schlaghammer b unter dem Druck einer Feder steht, . welche beim Oeffnen des Verschlusses selbstthätig gespannt wird. In der Nabe b1 des Hammers sind zwei Rasten angebracht; versagt ein Schufs, so springt der Kopf e1 der Stange e in die untere Rast ein und der Hammer kann nicht gedreht, also der Verschlufs auch nicht geöffnet werden. Wird dagegen der Hammer durch das Zündhütchen um ein Geringes zurückgedreht, so gelangt die Kante der Rast vor den Riegel e1, bevor man den Abzug f loslassen kann. Der Hammer kann somit gespannt werden, worauf der Riegel e1 in die obere Rast einspringt und denselben arretirt.
Auf derselben Voraussetzung wie die Fig. 1 und 9, nämlich dafs der Schlagbolzen oder Hammer selbstthätig beim Oeffnen des Verschlusses gespannt wird, beruht auch Fig. 5.
Der Hebel d1, welcher zum Spannen des Schlagbolzens dient, greift nach einem Versager mit einem Riegel e1 hakenartig in eine Aussparung des Schlagbolzens ein und wird in dieser Stellung durch einen Vorsprung b1 an der Drehung verhindert. Der Verschlufs kann also nicht geöffnet werden. Wird dagegen der Schlagbolzen durch das Zündhütchen zurückgedrückt, so gelangt die Hinterfläche des Hakens e1 vor die Vorderfläche von b1 und der Schlagbolzen kann daher in gewöhnlicher Weise gespannt werden.
Die übrigen Constructionen beruhen auf der Voraussetzung, dafs das Spannen des Schlagbolzens nicht selbstthätig beim Senken des Verschlufskeiles, sondern in anderer beliebiger Weise erfolgt. In diesem Falle würde das Feststellen des Schlagbolzens das Senken des Verschlufskeiles nicht verhindern und der Riegel e1 mufs daher einen anderen Theil des Verschlusses, welcher sich beim Oeffnen bewegt, festhalten.
In Fig. 2 bis 4 ist dies die Schubkurbel a, und zwar ist der Riegel e1 als Blattfeder gedacht.
Diese Feder wirkt auf einen Arm h bezw. auf den mit ihm verbundenen Bolzen h1, welcher verschiebbar in dem Verschlufskeil gelagert ist.
Beim Abfeuern treibt der Bund des Schlagbolzens den abgeschrägten Bolzen h ] zurück und letzterer drückt 'mit Hülfe des Armes h die Feder e1 vor die Schubkurbel a, Fig. 3.
Tritt nun ein Versager ein, so kann die Schubkurbel sich nicht bewegen und der Verschlufs nicht eher geöffnet werden, als bis der Bolzen h1 wieder vor den Schlagbolzejibund gebracht ist. Dies geschieht mit Hülfe einer mit Kurbel versehenen Spindel k, welche mit Hülfe einer Nase i auf den Bolzen h1 drückt und denselben an dem abgeschrägten Bund b1 vorbeischiebt, wenn die Kurbel g gedreht wird.
Kommt dagegen die Pulverladung zur Explosion, so treibt das Zündhütchen den Schlagbolzenbund hinter den Bolzen h1 zurück und die Feder e\ tritt nicht vor die Schubkurbel. In diesem Falle kann somit der Verschlufs ohne Weiteres geöffnet werden.
Auch diese Construction kann ohne Weiteres auf einen Verschluis mit Schlaghammer oder Hahn übertragen werden. Die Vorderfläche desselben würde an der betreffenden Stelle abzuschrägen sein und der Hahn würde alsdann einfach in die beschriebene Wirkungsweise des Schlagbolzens eintreten, ohne dafs an dem Wesen der Erfindung etwas geändert wird.
Ferner ist' es nicht unbedingt nöthig, dafs der Bund b1 vorn am Schlagbolzen sitzt, sondern derselbe könnte auch an dem hinteren Ende desselben angebracht sein.
Bedeutend einfacher gestaltet sich die Construction, wenn man nicht die Schubkurbel a, sondern den Verschlufskeil selbst durch den Riegel e1 arretirt, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist.
Versagt ein Schufs, so tritt der unter Federdruck stehende Riegel eλ in die Wand des Keilloches und verhindert jede Bewegung des Keiles; bevor man daher den Verschlufs öffnen kann, mufs man den Riegel e1 mit Hülfe des Drückers g zurückschieben, was infolge der Abschrägung des Bundes b1 und des Riegels möglich ist.
In Fig. 7 ist an Stelle des verschiebbaren ein Drehriegel angewendet.
Drückt das Zündhütchen den Schlagbolzen zurück, so wird der Drehriegel e1 durch die Warze i»1 ausgelöst und beim nächsten Schufs wieder eingeklinkt; versagt dagegen ein Schufs, so wird der Verschlufskeil B an der Bewegung verhindert.
In Fig. 8 ist dasselbe Princip für einen Schlaghammer durchgeführt. Derselbe steht unter Federdruck und wird in beliebiger Weise gespannt. Versagt ein Schufs, so drückt die auf der Nabe angebrachte Nase b1 den Riegel e1 in eine Aussparung der Wand des Keilloches; wird dagegen der Schlaghammer durch das Zündhütchen um ein Geringes gedreht, so wird der Riegel e J durch eine Schraubenfeder zurückgezogen.
Die Nase b1 und die vordere Fläche des Riegels sind abgeschrägt, so dafs der letztere mit Hülfe eines vorstehenden Armes zurückgedrückt werden kann, wobei der Schlaghammer eine kleine Bewegung macht.
In Fig. io wird der als Blattfeder gedachte Riegel e1 ebenfalls durch eine auf der Nabe des Schlaghammers befindliche Nase bl be-
wegt, doch greift derselbe nicht in die Geschützwand, sondern hakenartig in eine Rast der Kurbelwelle α ein.
Zum Auslösen dient ein zweiarmiger Hebel g, welcher auf die Nase b1 drückt und dieselbe zurückdreht.
Man könnte die Zahl dieser Abänderungen natürlich noch vermehren, da sich dieselben mit geringfügigen Aenderungen auf alle beweglichen Theile jedes beliebigen Verschlusses anwenden lassen.
Es erscheint dies jedoch nicht nothwendig, denn alle diese Abänderungen stimmen darin überein, dafs der Schlagbolzen oder Hammer beim Rückgang des Zündhütchens einen Riegel e1 auslöst.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Hinterladekanonen die Ausnutzung der beim Schufs stattfindenden Rückbewegung des Zündhütchens und des Schlagbolzens oder Hammers zum Umstellen eines Riegels e1, welcher sich bei Versagern oder Nachbrennern in eine entsprechende Rast setzt und welcher einen der sich beim Oeffnen des Verschlusses bewegenden Verschlufstheile, z. B. den Verschlufskeil selbst oder den Schlagbolzen b oder die Schubkurbel α an der Bewegung hindert.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT47222D 1889-02-14 Einrichtung, welche die Eröffnung des Geschütz-Verschlusses erst nach Abgabe des Schusses gestattet Expired - Lifetime DE47222C (de)

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DENDAT47222D Expired - Lifetime DE47222C (de) 1889-02-14 Einrichtung, welche die Eröffnung des Geschütz-Verschlusses erst nach Abgabe des Schusses gestattet

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CH422A (de) 1889-03-25

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