DE472215C - Presse zum Ausstanzen von Leder oder aehnlichen weichen Stoffen mit einem Stanztischund einem Pressarm - Google Patents

Presse zum Ausstanzen von Leder oder aehnlichen weichen Stoffen mit einem Stanztischund einem Pressarm

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DE472215C
DE472215C DER67290D DER0067290D DE472215C DE 472215 C DE472215 C DE 472215C DE R67290 D DER67290 D DE R67290D DE R0067290 D DER0067290 D DE R0067290D DE 472215 C DE472215 C DE 472215C
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electromagnet
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DER67290D
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REECE SHOE MACHINERY CO
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B5/00Clicking, perforating, or cutting leather
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/11Machines or apparatus for cutting or milling leather or hides
    • C14B2700/113Cutting presses

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  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

  • Presse zum Ausstanzen von Leder oder ähnlichen weichen Stoffen mit einem Stanztisch und einem Preßarm Die Erfindung bezieht sich auf eine Presse zum Ausstanzen von Leder oder ähnlichen weichen Stoffen und weist in bekannter Weise einen Stanztisch sowie einen Preßarm auf, der in ausgewählten Stellungen über dem Stanztisch seitlich schwenkbar ist und zum Stanzhub elektromagnetisch oder in anderer Weise bewegt wird. Bei den bisher bekannten Pressen dieser Art, bei denen der Preßarm durch eine elektromagnetische Vorrichtung bewegt wird, ist diese an dem Preßarm unter Einschaltung einer Reihe von biegsamen Verbindungen angebracht, so daß eine äußerst umständliche Bauart der Presse entsteht.
  • Gemäß der Erfindung ist der Preßarm mit dem vorzugsweise zur Anwendung gelangenden antreibenden Elektromagneten als Ganzes ausgebildet und stellt mit ihm ein einheitliches starres Gebilde dar, wodurch die Bauart der Presse wesentlich vereinfacht und verbilligt wird.
  • Gemäß der Erfindung ist der seitlich schwenkbare Preßarm auf Querzapfen gelagert und um diese nach unten auf den Stanztisch zu zwecks Ausführung der Stanzbewegung schwingbar. Bei der vorzugsweise zur Anwendung gelangenden Ausführungsform weist hierbei der schwenkbare Preßarm in seiner Schwingungsebene die Gestalt eines Winkelhebels auf, wobei der eine Teil des Antriebselektromagneten starr an dem unteren Schwingarm des Preßarmes und der andere Teil (Anker) fest an dem Rahmengestell angebracht ist.
  • Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der Presse nach der Erfindung. Hierin zeigen: Abb. i eine linke Seitenansicht der Presse,-wobei die Stelle für die Handhabung des Werkstückes, der Stanze,. des Preßarmes und der Steuerung auf der rechten Seite der Abbildung liegt, Abb: 2 eine Vorderansicht bei teilweisem Schnitt nach der Linie 2-2 der Abb. i, Abb. 3 eine Draufsicht bei teilweisem Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 2, Abb. q. eine Draufsicht des hinteren Endes des Preßarmes, Abb. 5 eine linke Ansicht des Steuerschalters, teilweise weggebrochen, wobei er geöffnet und der Stromkreis unterbrochen ist, Abb. 6 eine der Abb.5 gleiche Darstellung, jedoch sind hier die Stromkreise geschlossen, um den Arbeitsmagneten zu erregen, Abb. 7 eine obere Ansicht der Teile nach Abb. 5, teilweise weggebrochen und bei geöffneten Stromkreisen, Abb. 8 eine hintere Ansicht im teilweisen Schnitt nach der Linie 8-8 der Abb. 5, in der die Stromkreise ebenfalls geöffnet sind, und Abb.9 und io Diagramme des Schalters, und zwar zeigt Abb. 9 die Einstellung, wenn die Stromkreise zwecks Erregung des Magneten geschlossen sind, während Abb. ia die Stromkreise in dem Zeitpunkt, in dem sie umgekehrt geschlossen sind, veranschaulicht, was die Entmagnetisierung bewirkt und die Rückkehr des Preßarmes ermöglicht.
  • Auf einem schweren, vierfüßigen Rahmengestell 15 ist ein hölzerner o. dgl. Schneidblock 16 gelagert, der auf einem einstellbaren Träger 17 ruht. Über dem Schneidblock befindet sich ein loser Stempel i9, der wahlweise auf das Leder gelegt und auf den Schneidblock zugedrückt werden kann. Abb. i zeigt die Längsabmessungen des Schneidblockes; seine seitliche Abmessung kann zwei oder mehrere Male so groß sein, -um einer größeren Werkstofffläche zu entsprechen. Der Preßarm2o ist an seinem hinteren Ende drehbar gelagert, so daß er seitlich über dem Schneidblock wagerechte Schwingungen ausführen kann, die mittels eines Griffes 2i leicht bewirkt werden können. Der Preßarm ist nicht nur in wagerechter Richtung quer zu dem Schneidblock, sondern auch nach unten zur Ausführung der Schneidbewegung schwingbar. Die Teile sind so angeordnet, daß die untere Fläche des Preßarmes, wenn er auf den Stempel niedergegangen ist und diesen durch das Werkstück hindurch auf den Schneidblock gedrückt hat, genau parallel zu der Oberfläche des Schneidblockes liegt. Diese Teile werden, wenn sie aufwärts in die Lage nach Abb. i geschwungen sind, etwas aus der Parallelstellung zum Prelltisch gebracht. Hieraus ergibt sich aber keinerlei Störung, besonders beim Schneiden einer .verhältnismäßig dünnen Tafel, da die Abweichung von der Parallelstellung keine Rolle spielt und der Preßarm während des schnellen Preßdruckes in genaue parallele Lage mit dem Block kommt, so daß die Schneidkanten des Stempels fest und genau durch das Werkstück hindurchgedrückt werden. Ein geeigneter Weg zur Erzielung der beschriebenen Bewegungen ist die Anordnung eines wagerechten Drehzapfens, der den Preßarm mit einem Zwischenteil verbindet, das sich selbst um eine senkrechte Achse drehen kann. Die Antriebskraft kann dem Preßarm oder einem mit ihm starr verbundenen Teil unmittelbar zugeführt werden, um so die plötzliche und kräftige Schwingbewegung des Kopfes nach unten zu erzielen, nachdem er genau über den auf dem Werkstück ruhenden Stempel eingestellt worden ist. Nach Abb. i bis q. ist der Preßarm 2o an dem oberen Ende eines Schwingarmes 23 starr befestigt. Das obere Ende des Armes 23 ist zylindrisch und greift in eine Aussparung an dem hinteren Ende des Preßarmes ein, in der er mittels Lappen 24 und Bolzen 25 festgeklemmt wird (Abb. q.). Auf diese Weise wird es möglich, den Preßarm nach einer Kreislinie und senkrecht einzustellen. Der Arm 23 wird für die Bewegung des Preßarmes in der Weise nutzbar gemacht, daß man auf sein unteres Ende eine Kraft einwirken läßt. Der Preßarm 2o und der Schwingarm 23 bilden ein einziges starres Glied in Form eines L oder eines großen Winkelhebels, so daß eine in wagerechter Richtung auf das untere Ende des Schwingarmes wirkende Kraft senkrechte Bewegungen des Preßarmes erzeugt. Dies ist der Anwendung der Kraft in senkrechter Richtung auf den Preßarm vorzuziehen, da die Wirkung vergrößert wird.
  • Preßarm und Schwingarm können wie folgt angeordnet werden. Die Seiten des runden hinteren Teiles des Preßarmes sind mit kurzen Zapfen 27 versehen, die in entsprechende Aussparungen eines Paares gegenüberliegender Lappen 28 eingreifen, die von einem Ring oder Flansch 29 hervorragen, der an dem oberen Ende einer drehbaren Muffe 30 sitzt. Diese ist in eine Ausnehmung des Gestellteiles 31 passend eingesetzt, so daß sie sich um eine senkrechte Achse ohne Schwingbewegung oder Spiel frei drehen kann. Das untere Ende der Muffe 30 ist mit Gewinde oder einer Nut versehen und wird von einem Stellring 32 umgeben, der die senkrechten Bewegungen der Muffe begrenzt. Zwischen dem oberen Flansch 29 der Muffe und dem Gestellteil 31 kann ein Drucklager (Kugellager) 33 eingeschaltet sein, um das seitliche Schwingen des Preßarmes 2o zu erleichtern.
  • Zur Hubbewegung des Preßarmes dient ein Elektromagnet 3q., der an dem unteren Ende des Schwingarmes 23 durch Schraubbolzen befestigt ist. Für einige Zwecke können die Bewegungen des Preßarmes und seiner Verbindungen mit anderen Mitteln als elektromagnetischen ausgeführt werden, jedoch ist der Elektromagnet als besser in der Steuerung und Wirkung vorzuziehen. Der Magnet 34 kann aus einem Hohlkörper 3.5 mit einem hinteren Pol 36 und einem vorderen Pol 37 bestehen und mit einem sich von Pol zu -Pol erstreckenden Eisenkern 38 sowie einer Spule oder Wicklung 39 versehen sein, die den Kern umgibt und den Hohlkörper. 35 ausfüllt, wobei äußere Klemmen 40 vorgesehen sind. Das Ganze ist so eingerichtet, daß die größtmögliche magnetische Anziehungskraft erreicht wird, so daß der Po136, der in Verbindung mit einem festen Anker 41 wirkt, dem unteren Ende des Schwingarmes 23 eine schnelle, kraftvolle Rückwärtsbewegung geben kann. Der Anker 4.1 besteht aus einem schweren, eisernen Ansatz des Gestelles (Abb. 3), der bogenförmig ist und konzentrisch zu der senkrechten Drehachse des Schwingarmes 23 und der :Muffe 30 liegt. Wenn der Preßarm ausgeschwungen oder gedreht wird, kommt der hierbei ebenfalls ausgeschwungene Magnet immer dem Anker wirksam gegenüber zu liegen und verursacht einen Druck, durch den der Niedergang des Preßarmes bewerkstelligt wird.
  • Es ist zweckmäßig, zur Erregung des Magneten einen kräftigen Strom zu verwenden, um die Abwärtsschwingung des Preßarmes zu erzielen, sodann den Magneten unmittelbar stromlos zu machen und einen momentanen Umkehrstrom zu liefern, der den remanenten Magnetismus neutralisiert und die Rückkehrbewegung der Teile erleichtert, um den Preßarm wieder in seine angehobene Lage zurückzubringen. Die Vorwärts- oder Rückzugbewegung des Schwingarmes 23 und des Magneten kann in verschiedener Weise zweckmäßig durch Federn, z. B. eine Feder 4.3, bewirkt werden, deren hinteres Ende an einem Ansatz 44 unter der Mitte des Magneten angreift, während ihr vorderes Ende an einem geeigneten ortsfesten Gestellteil befestigt ist.
  • Die Steuerung der Maschine kann durch beliebig bedienbare elektrische Stromkreise und Schalter bewirkt werden. Wie in Abb. i dargestellt, ist ein Schaltkasten 5o auf dem Preßarm 2o und ein zweiter Schaltkasten 51 nahe dem Boden der Maschine angeordnet. Der untere Schaltkasten kann durch einen Fußhebel 52 mit Hilfe eines bei 5.4 an einem festen Bock 55 drehbar gelagerten Winkelhebels 53 gesteuert werden, dessen gabelförmiges, oberes Ende 56 mit dem Zapfen einer Kurbel 57 in Eingriff tritt, um die Welle des Schaltkastens zu drehen. Der obere Schaltkasten 5o kann von dem Griff 21 aus gesteuert werden, durch den der Preßarm nach rechts und links geschwungen wird. Der Griff 21 sitzt an dem vorderen Arm 59 eines bei 6o an dem Preßarm drehbar gelagerten Hebels, dessen hinterer Arm 61 mit einem geschlitzten Ende 62 versehen ist, das mit einem Stift 63 einer Gleitstange 64 in Eingriff steht. Diese Stange ist in Abb. i in ihrer unteren Lage dargestellt, jedoch kann sie durch Niederdrücken des Griffes 21 entgegen der Kraft einer Feder 22, die das Bestreben hat, den Griff hoch- und die Gleit-Stange niederzuhalten, nach oben gezogen werden. Die Gleitstange 6.4 ist mit einer Verzahnung 65 versehen, die in ein Zahnrad 66 eingreift, so daß die mittlere Welle durch Niederdrücken des Griffes :21 gedreht und dadurch der Schalter gesteuert wird. Die beiden Schaltkästen können im wesentlichen gleich sein, und jeder wird durch Drehen seiner Welle betätigt. Beide geben dieselbe Regelung, so daß es genügt, die Bauart, Wirkungsweise und Verbindungen des oberen Schaltkastens zu beschreiben (Abb. 5 bis io).
  • Der Magnet kann von irgendeiner geeigneten Stromquelle aus, z. B. der üblichen Licht- oder Kraftanlage, erregt werden. In Abb. i sind die Leitungsdrähte A und B angegeben. Der Leitungsdraht B führt bei b zu einem Kontakt 8o. Der Draht A hat zwei Abzweigungen, von denen der Zweig a zu einem zweiten Kontakt 79 der festen Kontakte führt, während der Zweig ai über einem einstellbaren Widerstand a2 und alsdann durch den Draht a3 zu dem dritten Kontakt 81 führt. Der Kontakt 81 dient zur momentanen Stromumkehr, um den Magneten durch Umpolen zu entmagnetisieren, wobei der einstellbare Widerstand dazu dient, den Strom zu verringern, um die besten Ergebnisse zu erzielen, damit die Rückbewegung des Preßarmes durch den umgekehrten Magnetismus sicher erreicht wird. Die Leiter C und D, die aus dem Schaltkasten herausführen, sind an die Klemmen 4o der Magnetspule 39 angeschlossen, so daß der Magnet unter der Steuerung des Schaltkastens erregt, stromlos und entmagnetisiert wird. Das Arbeitsspiel ist folgendes: Wenn der Griff 21 nach unten gedrückt wird, nachdem der Preßarm über dem Stempel eingestellt ist, steuert er den Schaltkasten 5o, so daß zuerst der volle Strom in die Magnetspulen geschickt wird, worauf der Magnetismus den Magneten zurückzieht und den Preßarm niederdrückt. Nach der Freigabe des Griffes geht dieser hoch, und der Strom wird zuerst von der Spule abgeschaltet, worauf ein schwächerer Strom in der entgegengesetzten Richtung in die Spule eingeführt wird, der den remailenten Magnetismus neutralisiert; dann wird der Strom ganz ausgeschaltet, wobei die Feder 4.3 den Magneten vorwärts zieht und hierbei den Preßarm vom Stempel abhebt.
  • Wie aus Abb. i und 5 bis 8 zu ersehen, hat der Schaltkasten Wände 69, von denen die obere und untere Wand Lager 70 und 71 für die Zahnstange 64 aufweist. Die Verzahnung 65 der Zahnstange 64 dient zum Drehen eines Ritzels 66 auf der Welle 73, die die Welle des Schaltkastens ist. Diese Welle 73 ist an ihrem rechten und linken Ende in Lagern 74 und 75 so gelagert, daß sie sowohl gedreht als auch in der Längsrichtung verschoben werden kann.
  • Die Stromsteuerungsvorgänge innerhalb des Schaltkastens werden durch Drehen und Axialverschieben der Welle 73 sowie durch einen Satz von auf ihr sitzenden Ringen und Kontakten bewirkt. An der Innenseite der rechten Wand befindet sich eine ortsfeste Scheibe 78 aus Fiber o. dgl., durch die die drei Kontakte 79, 8o und 81 hindurchgehen. Der Kontakt 79 ist mit einem äußeren Anschluß 79" versehen, an den der Draht ci angeschlossen wird. Der Kontakt 8o hat einen Anschluß 8o11, der mit dem Draht b verbunden wird, während der Kontakt 81 einen Anschluß 8z11 aufweist, der mit dem Abzweigdraht 113 und von hier aus über den Widerstand 112 mit dem Leitungsdraht A verbunden wird.
  • Die Leiter C und D stellen die Verbindung mit inneren Kontakten 82 und 83 in Form von Bürsten her, die durch Federdruck nach innen gedrückt werden. Außen an den Bürsten 82 und 83 befinden sich Anschlüsse 82a und 8311, die mit den Leitern C und D verbunden sind.
  • Abb. 5 veranschaulicht die Lage der inneren Teile bei geöffneten Stromkreisen. Abb. 6 zeigt die geänderte Drehlage, wenn die Kontakte zwecks Erregung des Magneten zum .Niederdrücken des Preßarmes geschlossen sind. Abb. 7 und 8 veranschaulichen die Teile in vollen Linien bei geöffneten Stromkreisen, während die punktierten Linien die Größe der axialen Verschiebung beim Schließen der Stromkreise angeben. Abb. 9 veranschaulicht in schaubildlicher Darstellung die geschlossenen Stromkreise zum Erregen des Magneten, und Abb. io zeigt die letzte Stufe, wenn die beweglichen Kontakte so verschoben sind, daß sich ein geschlossener Stromkreis mit verringertem Strom in umgekehrter Richtung ergibt.
  • Wenn der Griff 21 vollständig niedergedrückt und die Stange 6q. angehoben wird, drehen sich die Teile in die Lage nach Abb. 6 und 9 und unterliegen einer Endbewegung, um die Kontakte in Berührung miteinander zu bringen, während bei Freigabe des Griffes die Teile in ihre normale Lage zurückkehren und sich aus der Lage nach Abb. 6 über die Lage nach Abb. io in die Lage nach Abb. 5 drehen und in axialer Richtung wieder in die normale Lage nach Abb. 7 und 8 zurückgebracht werden. Diese Vorgänge werden durch ein Steuerstück ioo, einen Anschlag 98 und eine Klinke 103 gesteuert, wie dies noch beschrieben -werden wird. Der Porzellankern 85 ist mit der Welle oder dem Zahnrad 66 verbunden, so daß sich alle diese Teile gemeinsam drehen und verschieben. Den Porzellankern umgibt nahe dem Zahnrade 66 der Ring 86, sodann ein Isolierring 87 aus Fiber, dann folgt der erste Bürstenring oder der ringförmige Kontakt 88, dann der andere Fiberring 89 und schließlich der zweite Bürstenring 9o. Der Ring 88 wirkt immer mit der Bürste 83 und der Ring 9o mit der Bürste 82 zusammen.
  • Die dreh- und gleitbare Gesamtheit der Ringe wird gewöhnlich durch federnde Mittel zurückgezogen gehalten, wobei die Teile in Abb. 8 nach rechts gedrückt werden. Die federnden Mittel können aus einem Kolben 92, der in einer Fiberführung 93 axial gleiten kann, einer Schraubenfeder 9q. an dem hinteren Ende des Kolbens und einem Anschlag oder einem Schraubenstöpse195 bestehen, der jenseits der Feder liegt und durch den deren Spannung eingestellt werden kann. Der Kolben kann auf der festen Fiberscheibe 78 gleiten, und die Feder drückt die Gesamtheit der Ringe von dieser Fiberscheibe fort (Abb. 7 und 8).
  • Der Ring 86 trägt einen äußeren Zapfen 97, der gewöhnlich an dem festen Anschlag 98 anliegt. Bei Drehung- der Welle 73 dreht sich die Ringgesamtheit um 9o° aus der normalen Lage nach Abb. 5 in die Lage nach Abb. 6, in der der Stromkreis geschlossen ist. Während dieser Drehung bewegt sich der Zapfen 97 aus der normalen Lage in die punktierte Stellung nach Abb. 8, die ebenfalls in vollen Linien in Abb. 6 angegeben ist. Bei dem letzten Teil dieser Bewegung wird der Zapfen gegen ein festes Steuerstück 99 gebracht, das mit einer Schrägfläche ioo versehen ist, die den Zapfen und die ganze Ringgesamtheit nach links (Abb.8) drückt, wie dies durch die punktierten Linien angegeben ist. Diese Bewegung wird beendet, wenn der Zapfen auf die Anschlagschulter ioi am Ende des Steuerstückes auftrifft. Auf diese Weise verursacht die Drehbewegung die axiale Verschiebung der Ringe und den Schluß der Kontakte für die Erregung des Magneten. Um zu verhindern, daß die Teile über dieselbe Bewegung zurückkehren, ist eine Federklinke io3 vorgesehen, die, wie aus Alb. 5 und 8 zu ersehen, gewöhnlich unwirksam ist, jedoch mit ihrem Ende über den Ring 86 nach oben federn kann, um die Ringgesamtheit in ihrer Arbeitslage zu halten (_-11bb. 6). Auf diese Weise zwingt die Rückkehrdrehung die Kontakte, über die - Stufe= nach Abb. io zu gehen, bei der ein Umkehrstrom momentan eingeführt wird. An dem Ende der Rückkehrbewegung muß die Klinke 103 freigegeben werden. Zu diesem Zweck ist der Ring 86 an seinem Umfang mit einem Vorsprung 104 versehen, der, wie in Abb. 5 und 8 gezeigt, die Klinke 103 nach unten drückt, wodurch die Ringgesamtheit freigegeben und allen Teilen die Rückkehr in die Anfangslage ermöglicht wird.
  • Mit den drei festen Kontakten 79, 8o und 8l wirken die beiden beweglichen Kontakte io6 und 112 zusammen, die in der Ringgesamtheit so angeordnet sind, daß sie an den Dreh- und Gleitbewegungen teilnehmen. Abb. 5 veranschaulicht die normale unwirksame Lage der beweglichen Kontakte. Abb.6 gibt ihre wirksame Lage an, wenn die Gesamtheit der Ringe um 9o° gedreht und axial verschoben worden ist, um die beweglichen Kontakte an die festen Kontakte 79 und 8o anzudrücken. Wenn sich die Teile, umgekehrt, aus der Lage nach Abb. 6 in die Lage nach Abb. 5 drehen, verhindert die Klinke 103 das seitliche Gleiten, so daß die beweglichen Kontakte momentan die festen Kontakte 8o und 81 berühren (Abb. io), gerade bevor sie ihre Endlage nach Abb. 5 erreichen.
  • Der bewegliche Kontakt io6 ist in einer Muffe 107 aus Fiber eingefügt und wird durch eine von einem Schraubenstöpsel io9 zurückgehaltene Feder io8 nach außen gedrückt. Der Kontakt ist durch eine Verbindung iio an dem Ring 88 angeschlossen. Der bewegliche Kontakt i 12 gleitet in einer Muffe 113 aus Fiber, steht unter dem Druck einer von einem Schraubenstöpsel 115 zurückgehaltenen Feder 114 und weist eine Verbindung i 16 mit dem Ring 9o auf.
  • Wenn die Kontakte zur Erregung des Magneten eingestellt sind, geht der Stromkreis von dem Leitungsdraht A zu dem festen Kontakt 79, dem beweglichen Kontakt 112, dem Ring 9o, der Bürste 82, dem Leiter e, den Spulen 39 des Magneten und von hier zurück durch den Leiter D zu der Bürste 83, dem Ring 88, dem beweglichen Kontakt io6, dem festen Kontakt 8o und zu dem Leitungs-,Iraht B. Bei dem momentanen Umkehrstrom sind die Stromkreise im wesentlichen dieselben, mit der Ausnahme, daß der bewegliche Kontakt 112 nun den festen Kontakt 8o anstatt den Kontakt 79 berührt, während der bewegliche Kontakt io6 anstatt mit dem festen Kontakt 8o mit dem festen Kontakt 81 in Berührung tritt und der Strom aus den Leitungsdrähten durch den Widerstand a2 umgekehrt in die Magnetspulen eingeführt Nvird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Presse zum Ausstanzen von Leder oder ähnlichen weichen Stoffen mit einem Stanztisch und einem Preßarm, der in ausgewählte Stellungen über dem Stanztisch seitlich schwenkbar ist und zum Stanzhub elektromagnetisch oder in anderer Weise bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der seitlich schwenkbare Preßarm (2o) auf Querzapfen (27) gelagert und um diese nach unten gegen den Stanztisch (16) hin zur Ausführung der elektromagnetisch oder in anderer Weise bewirkten Stanzbewegung schwingbar ist.
  2. 2. Presse nach Anspruch. i, bei der der Stanzhub des -Druckarmes auf elektromagnetischem Wege bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der seitlich schwenkbare Preßarm (2o) in der Stanzschwingungsebene die Gestalt eines Winkelhebels (20, 27, 23) hat und der eine Teil des Antriebselektromagneten (34) starr an dem unteren Schwingarm (23) des Preßarmes (20, 23) und der andere Teil (Anker 41) fest an dem Rahmengestell (15) angebracht ist.
  3. 3. Presse nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßarm -(2o, 23) mit seinem hinteren Ende mittels der Querzapfen (27) im Gestenteil (31) in einer Drehmuffe (3o) befestigt ist, die selbst zum Drehen des Preßarmes um eine senkrechte Achse in dem Gestell (15, 31) drehbar gelagert ist.
  4. 4. Presse nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem unteren Schwingarm (23) angeordnete Elektromagnet (34) gegenüber dem mit ihm zusammenwirkenden, an dem Gestell sitzenden Anker (41) vorgesehen und dieser bogenförmig ausgebildet ist, so daß er dem Magneten (34) mit seinem Polschuh (36) in allen seinen Einstellungen gegenüberliegt.
  5. 5. Presse nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der am Schwingarm angeordnete Elektromagnet (34) näch Abschalten des Stromes durch eine Feder (43) o. dgl. unter Rückschwingung des Preßarmes (20, 23) um die Schwingzapfen (27) in seine Anfangslage zurückgebracht wird.
  6. 6. Presse nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (5o oder 51) zur Steuerung des Elektromagneten eine Schaltwelle (73) mit beweglichen Kontakten (io6, 112) aufweist, die durch Drehen der Schaltwelle gegenüber an der Wand des Schaltkastens festen Kontakten (79, 8o, 81) einstellbar sind, wobei ein festes Kurvenstück (99, ioo) eine axiale Bewegung der Schalt-,velle (73) bewirkt, um die gegenüberliegenden Kontakte zusammenzubringen.
  7. 7. Presse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltwelle (73) mit den zwei beweglichen Kontakten (io6, 112) versehen ist, die drei in einem festen Schalterteil (78) an der Schalterwand feste Kontakte (79, 8o, 81) abwechselnd berühren, um in einer ersten Lage dem Elektromagneten Strom zuzuführen und in einer zweiten Lage einen umgekehrten Strom zu liefern, wobei die Axialbewegung der Schaltwelle (73) das Schließen der Kontakte in der ersten Lage bewirkt, während eine Klinke (1o3) die Schalterteile während der Rückwärtsdrehung zusammenhält und hierdurch die Kontakte in der zweiten Lage zwecks Entmagnetisierung des Elektromagneten schließt. B. Presse nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen Widerstand (a2) in dem Entmagnetisierungsstromkreis, um die Wiedererregung des Elektromagneten (34) durch den umgekehrten Strom und damit eine zweite Stanzbewegung des Preßarmes (20, 23) zu verhindern.
DER67290D 1925-06-02 1926-04-14 Presse zum Ausstanzen von Leder oder aehnlichen weichen Stoffen mit einem Stanztischund einem Pressarm Expired DE472215C (de)

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