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Objektwechselvorrichtung für einen Apparat zur Projektion von Schriftzeichen.
u. dgl. auf die Wolken Für Reklamezwecke hat man bereits Projektionsapparate benutzt,
die mit einer Objektwechselvorrichtung ausgestattet waren, welche aus einem zur
Aufnahme mehrerer Objekte geeigneten, durch eine mechanische Antriebsvorrichtung
in Intervallen um den Objektabständen entsprechende Sektoren drehbaren Objekträger
bestand. Dabei waren die Objekte so in den Objektträger eingesetzt, daß das jeweils
in den Beleuchtungsstrahlengang geschaltete Objekt für den Beschauer aufrecht und
seitenrichtig abgebildet wurde. Bei gleichfalls für Reklamezwecke vorgeschlagenen
Apparaten zur Projektion von Schriftzeichen u. dgl. auf die Wolken steht jedoch
das Projektionsbild nur für die an einem bestimmten Standorte befindlichen Beschauer
aufrecht, während es der Natur der Sache entspricht, daß die Beschauer sich sowohl
weit vor als auch in der Nähe des Projektionsapparates, hinter demselben oder auch
weit seitlich von der Projektionsrichtung befinden können.
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Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, bei einem solchen die Wolken
als-Auffangschirm benutzenden Projektionsapparate allen an beliebigen Orten befindlichen
Beschauern wenigstens zeitweise aufrechte Bilder der Schriftzeichen u. dgl. darzubieten.
Dieser Gedanke läßt sich durchführen, indem man die Objekte in ihrer Ebene im Objektträger
drehbar macht, und zwar in besonders zweckmäßiger Weise, indem man Objektrahmen
im Objektträger vorsieht, die erfindungsgemäß mittels einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung
drehbar sind. Die Drehung der Rahmen braucht nicht stattzufinden, während der Objektträger
sich dreht, d. h. während der Zeitdauer des Bildwechsels selbst. Auch ist nur notwendig,
daß sich der gerade in den Beleuchtungsstrahlengang geschaltete Rahmen dreht, während
die übrigen auch während des Stillstandes des Objektträgers stillstehen können.
Ist der Objektträger mit einem Sperrorgan - ausgerüstet, welches während seiner
Eingriffsdauer die Drehung des Objektträgers unterbindet, dann wird die Wechselvorrichtung
besonders einfach, wenn man eine gemeinsame Antriebsvorrichtung- für den Objektträger
und die als Objekthalter dienenden Rahmen vorsieht. Diese einfache Lösung der Aufgabe
kann verwirklicht werden, indem man ein von einem Motor angetriebenes Zugorgan als
gemeinsame Antriebsvorrichtung benutzt, welches die Rahmen bei gesperrtem -Objektträger
in Umdrehung versetzt, während sich nach Auslösung des Sperrorgans die Drehung durch
die infolge der Lagerreibung stillstehenden Rahmen auf den Objektträger selbst überträgt.
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In der Zeichnung ist eine Ob j ektwechselvorrichtung als Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt: Abb. r gibt die Vorrichtung in einem AufriB wieder, teilweise
im
Schnitt nach der Linie A-A der Abb. 2, die einen Mittelschnitt
der Vorrichtung im Seitenriß zeigt. Abb. 3 ist ein vergrößerter Teilschnitt nach
der Linie B-B der Abb. i.
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Die Vorrichtung hat einen kreisrunden Obj ektträger, bestehend aus
einer Blechscheibe i, die mit sechs auf ihrem Umfange verteilten kreisförmigen Aussparungen
2 versehen und mit Hilfe zweier angenieteten Muffen 3, 4 in Kugellagern 5 auf einer
festen Welle 6 drehbar ist. Vor jeder der Aussparungen :2 ist ein kreisrunder Objektrahmen
7 gelagert, dessen Umfang mit einer Nut 8 versehen und der zum Anschrauben eines
ebenen Objektes, beispielsweise einer Blechschablone 9, mit einem nach innen vorspringenden
Rand io ausgestattet ist. Die Rahmen 7 ruhen auf in die Nuten 8 eingreifenden, an
der Blechscheibe i gelagerten Laufrollen i i und gleichfalls in die Nuten 8 eingreifenden
Laufrollen 12, die an Hebeln 13 gelagert sind. Diese Hebel 13 sind auf der Blechscheibe
i paarweise drehbar gelagert und jedes Hebelpaar so durch Zugfedern 14 untereinander
verbunden, daß die Rahmen 7 in Anlage an den Rollen i i gehalten werden. An- den
gemeinsamen Drehpunkten der Hebelpaare 13 sind ferner Führungsrollen i 5 drehbar
gelagert.
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Zum Antriebe des Objektträgers dient eine Kette 16, die von einem
Triebrad 17 aus über die Führungsrollen 15 und die Rahmen 7 gelegt ist. Das Triebrad
17 ist auf einer Welle 18 befestigt, die von einem Motor i9 aus angetrieben wird
und zwischen zwei Lagern 2o eine Schnecke 2i trägt. Diese Schnecke 21 steht im Eingriff
mit einem an einem Lager 22 drehbaren Schneckenrade 23. Am Umfange des Schneckenrades
23 sind Bolzen 24 so angebracht, daß ein gegabelter Doppelhebel 25, der an einem
Lager 26 schwenkbar gelagert ist, während eines einem Winkel 99 entsprechenden Teiles
der Umdrehung des Schneckenrades 23 angehoben -wird, während er unter dem Einflusse
einer Zugfeder 27 während des übrigen, einem Winkel y entsprechenden Teiles der
Umdrehung des Schneckenrades 23 mit seinem als Sperrklinke 28 ausgebildeten freien
Ende in Rasten 29 am Umfange der Blechscheibe i eingreift und so die Drehung dieser
Scheibe i verhindert.
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Die neue Objektwechselvorrichtung, die für einen Apparat zur Projektion
ebener Objekte auf die Wolken bestimmt ist, ist so in den Apparat einzubauen, daß
bei infolge der Sperrung durch die Sperrklinke 28 stillstehender Blechscheibe i
das Beleuchtungsstrahlenbündel eine der Aussparungen 2 und deren zugehörigen Objektrahmen
7 durchsetzt. Sinngemäß ist die Lage des Beleuchtungsstrahlenbündels dabei so anzunehmen,
daß der von ihm durchsetzte Rahmen 7 in dieser Stellung dem Einflusse der Kette
16 unterliegt. Das ist beim gezeichneten Beispiele für alle Lagen der Rahmen 7 der
Fall, da auch die beiden von der Kette 16 nicht berührten Rahmen 7, die dem Triebrade
17 zunächst liegen, infolge der Drehungsübertragung durch die Laufrollen z i bei
stillstehender Blechscheibe i umlaufen.
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Sobald der Motor i9 die Welle 18 in Umdrehung versetzt hat, werden
die dem Einflusse der Kette 16 unterworfenen Rahmen 7 während der dem Bereiche des
Winkels entsprechenden Bewegung der Bolzen 24 am Schneckenrade 23 in Umdrehung gehalten.
Demgemäß dreht sich das auf die Wolken geworfene Bild des Objektes. Durchschreiten
die Bolzen 24 am Schneckenrade 23 den mit (p bezeichneten Winkelbereich, dann wird
der Hebel 25 so angehoben, daß die Sperrklinke 28 an der Rast 29 außer Eingriff
kommt. Der Reibungswiderstand der von der Kette 16 beeinflußten Teile, der Rahmen
7 und der Rollen i i und 12, ist größer als der Reibungswiderstand der Kugellager
5. Nach Aufhebung der Sperrung der Scheibe i werden demnach die Objektrahmen 7 durch
die Reibung festgehalten und die Bewegung der Kette 16 auf die Scheibe i übertragen,
so daß diese nunmehr umläuft. Da die Drehung der Schnecke 23 um den Winkel ip nur
kurze Zeit in Anspruch nimmt, wird die Sperrklinke 28 noch vor Vollendung des sechsten
Teiles einer Umdrehung der Scheibe i unter dem Einflusse der Feder 27 wieder auf
dem Rande der Scheibe i aufliegen und demzufolge in die nächstfolgende Rast 29 einschnappen,
so daß die Scheibe i nach einer Drehurig von 6o' bereits wieder gesperrt wird. Durch
diese Drehung ist aber die nächste Aussparung 2 in das Projektionsstrahlenbündel"
gerückt, und es wiederholt sich das beschriebene Spiel der Vorrichtung.