DE470600C - Vorrichtung fuer Strickmaschinen zum Ausmustern der Nadeln - Google Patents

Vorrichtung fuer Strickmaschinen zum Ausmustern der Nadeln

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DE470600C
DE470600C DEW75630D DEW0075630D DE470600C DE 470600 C DE470600 C DE 470600C DE W75630 D DEW75630 D DE W75630D DE W0075630 D DEW0075630 D DE W0075630D DE 470600 C DE470600 C DE 470600C
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needles
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/26Circular knitting machines with independently-movable needles for producing patterned fabrics

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausmustern der Nadeln an Strickmaschinen. Unter dem Einfluß dieser Vorrichtung können die Nadeln den Faden mustergemäß verstricken, in Fangstellung aufnehmen oder gänzlich übergehen. Die Vorrichtung ist so eingerichtet, daß, wenn notwendig, sämtliche Nadeln des Nadelkreises der Musterung unterworfen werden können, so daß Muster in großer Mannigfaltigkeit erzeugt werden können.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß an Stelle von Musterbändern oder kettenartig aneinandergereihten Musterkarten Musterplatten verwendet werden, die zwecks Erzielung eines bestimmten Musters in bestimmter Folge aufgestapelt und so angeordnet werden, daß sie bei der Ausmusterung unmittelbar auf die Nadeln oder deren Stößer
ao wirken, d. h. ohne Vermittlung irgendwelcher Hebel oder sonstiger Vorrichtungen zwischen Musterplatten und Nadeln. Weitere Kennzeichen der Erfindung werden sich aus nachfolgender Beschreibung ergeben.
Auf den Zeichnungen stellen dar:
Abb. ι eine mit der Mustervorrichtung gemäß der Erfindung versehene Strickmaschine in Ansicht,
Abb. 2 einen Schloßsatz zur Bewegung der Stricknadeln in Ansicht,
Abb. 2a die gleiche Schloßein richtung, von unten gesehen. Der in Abb. 2 mit 56 bezeichnete Schloßteil ist hier nicht dargestellt,
Abb. 3 einen Teil der Maschine im senkrechten Mittelschnitt,
Abb. 3a, 3b Einzelteile der Maschine,
Abb. 4 und 5 eine gezahnte und eine glatte Musterplatte,
Abb. 6 die Maschine ungefähr im Schnitt nach Linie 6-6 der Abb 3; Ansicht von unten nach oben,
Abb. 7 einen Schnitt ebenfalls ungefähr nach Linie 6-6 der Abb. 3, jedoch Ansicht von oben nach unten,
Abb. 8 ein Stück des Nadelzylinders dm Schnitt mit zugehörigen Musterplatten.
Abb. 9 eine Aufsicht und
Abb. 10 eine Seitenansicht des oberen Klinkenschiebers, Abb. 11 eine Aufsicht und
Abb. 12 eine Seitenansicht des oberen Stoßklinkenschiebers,
Abb. 13 eine Ansicht und
Abb. 14 eine Seitenansicht im Schnitt des unteren Stoßklinkenschiebers,
Abb. 15 eine Ansicht der oberen und unteren Klinkenschieber mit den benachbarten Maschinenteilen; teilweise im Schnitt und mit Darstellung des Musterplattenstapels, öo
Abb. 16 eine schaubildliche Darstellung des der Bewegung der Stößer dienenden Maschinenteiles,
Abb. 17 ein Diagramm, aus welchem die An-Ordnung der Kurvenscheiben ersichtlich wird, Abb. 18 eine besondere Führungsschiene für die Musterplatten in drei Ansichten.
ι bezeichnet einen Teil des Nadelzylinder, der ortsfest oder auch drehbar sein kann. Dargestellt wird die Erfindung an einer Maschine mit zwei Zuführungsstellen, womit indes nicht gesagt sein soll, daß sich die Erfindung auf Maschinen mit zwei Zuführungsstellen beschränkt. Es kann ferner sowohl eine Maschine mit Zungennadeln oder eine Maschine mit Hakennadeln sowohl für Links- und Links- oder auch für Ränderware in Frage kommen.
Die Nadeln werden durch Stößer^ beao wegt, die in Verlängerungen 4 der im Nadelzylinder vorhandenen- Nadelbettenj verschiebbar sind. Wird ein Stößer durch den rotierenden Teil 6 (s. Abb. 16), der im folgenden als Stößerheber bezeichnet werden soll, vollständig angehoben (der höchste Punkt, bis zu welchem der Stößer auf dem Heber hochgleitet, befindet sich an der mit 6b bezeichneten Stelle), so wird die dem betreffenden Stößer zugehörige Nadel so weit hochgestoßen, daß ihr Fuß oberhalb der Höhe des vorderen, mit 7 bezeichneten Endes des Nadelschlosses 8 zu liegen kömmt und durch dieses dann noch so weit hochgestoßen wird, daß sie an der Fadenzuführungsstelle Faden aufnehmen kann. Das Zurückziehen der Nadel zum Verstricken des Fadens besorgt der Sichloßteil 9. Die eben erwähnten Sc'hloßteile sind in dem rotierenden Schloßring 2 untergebracht. Würde ein Stößer jedoch nicht. vollständig, sondern nur teilweise hoehgestoßen, so wird der Fuß der zugehörigen Nadel nicht mehr von der schräg. stehenden Oberseite des Schlosses 8 beeinflußt werden können, sondern er müßte vielmehr unter das Schloß 8 gelangen, d. Iu das Schloß 8 wird über den Nadelfuß hinweggleiten, wobei die betreffende Nadel ihre Masche auf der Zunge hält.
Um bestimmen zu .können, ob ein Stößer go vollständig hochzustoßen ist>. damit die betreffende Nadel stricken kann,, oder ob ein Stößer nur so weit hachzustoßen ist, daß die betreffende Nadel in .Fangstellung gebracht wird, werden sogenannte: Musterplatten 10 verwendet, von denen eine z. B. in Abb. 4 dargestellt ist.
Eine solche Musterplatte wird aus dünnem Metallblech, hergestellt und mit einer dem Nadelzylinder entsprechenden Rundung fio versehen. Diese Musterplatten kommen mit dem Nadelzylinder nicht unmittelbar in Berührung. Die Rundung oder, mit anderen Worten, die kreisbogenförmige Kante der Musterplatte ist mit Ausschnitten 11 versehen, deren Breite so groß ist, daß bestimmte Stößer in ihnen Aufnahme finden. Zwischen den Ausschnitten 11 bleiben Zähne 13 stehen, die mit Schrägflächen jener Stößer in Berührung kommen, die in den Ausschnitten nicht Aufnahme finden.
Die Ausschnitte sind mustergemäß vorgenommen, und folgerichtig wird jede Musterplatte bei unmittelbarer Einwirkung auf die Stößer sämtliche in dem von der Musterplatte überdeckten Abschnitte des Nadelkreises vorhandenen Stößer ausmustern, um bestimmte Nadeln zum Stricken und andere Nadeln in Fangstellung zu bringen.
Nach vorliegender Darstellung läßt sich die Musterung rings um den ganzen Warenschlauch oder auch an irgendeiner beliebigen Stelle vornehmen, weshalb mehrere Plattenstapel an verschiedenen Stellen rings um den Nadelkreis angeordnet sind, und zwar so, daß an jedem Stapel die Nadeln auf einem Viertel des Nadelkreises ausgemustert werden können.
Die in Abb. 3 bei A dargestellte Platte ist oben vom Plattenstapel B aus (Abb. 3 und 8 j gegen die Stößer zwecks Ausmusterung vorgeschoben und wird, wie schon erwähnt, sämtliche Stößer ausmustern, die auf dem von der Musterplatte umspannten Kreisbogen liegen, hier also auf einem Viertel des Nadelkreises ausmustern. Der in Abb. 3 sichtbare Stößer wird, sobald er vom Heber 6 hoehgestoßen wird, . sich ungehindert durch einen Ausschnitt der.-Musterplatte in die Höhe schie- : hen und die zugehörige Nadel so weit hochstoßen, daß sie-vom Nadelschloß übernommen ioo und.noch, weiter .nochgestoßen werden kann. : Angenommen jedoch, daß an dieser Stelle anstatt des Ausschnittes ein Zahn 13 (siehe Abb. 4) gegenüber dem Stößer stände, so würde der ..Stößer beim Hochstoßen durch den Heber 6 mit seiner. JSchrägfläche 12 gegen den betreffenden Zahn der Musterplatte laufen, wodurch nun das untere Ende des Stößers nach der Mitte des. Nadelzylinders zu radial einwärts gezwängt wird, d.h. mit anderein, Worten, daß das untere Stößerende sich in die Nut 14. eindrückt und sich so von selbst aas der Bahn des Stößerhebers 6 heraus begibt, und zwar dies noch, bevor der Stößer mit der zugehörigen Nadel in Berührung kommt und sie aus ihrer normalen Stellung bringt; also wird die: betreffende Nadel mit ihrem Fuß unter, dem . Schloß 8 bleiben und seitens des Schloßteiles 56 (Abb. 2) nur bis in Fangstellung hoehgestoßen werden. Die Masche bleibt dann auf der Zunge hängen. Zu beachten ist, daß der untere Ring 15 am
Nadelzylinder innerhalb der Nuten 14 mit Schrägflächen ι ή· versehen ist. Diese Schrägflächen entsprechen den Schrägflächen 12 des Stößers, so daß die Verdrängung des unteren Stößerendes in Richtung radial einwärts ungehindert vor sich gehen kann. Wird die Nadel vom Nadelschloß wieder im Nadelzylinder zurückgezogen, so wird seitens der Nadel auch der zugehörige Stößer wieder zurückgestoßen, die dann gegen die Schrägfläche if) läuft und so unbedingt wieder in ihre normale Stellung, d. h. mit ihrem unteren Ende in die Bahn des Hebers 6 zurückgebracht wird. Solange die Musterplatte vor-
J5 gestoßen ist. d.h. solange sie die aus Abb..', ersichtliche Stellung einnimmt, wird der Zahn gerade am oberen Ende der Schrägfläche des gegenüberliegenden Stößers stehen. Die untere Kante des Stößers ist schräg aufwärts und etwas einwärts gerichtet, während der Stößerheber 6 entsprechend geformt ist, um beim Hochstoßen mittels des Hebers besser auf den Stößer wirken zu können.
Die Zähne der Musterplatte sind auf einem Kreisbogen angeordnet, dessen Radius dem Radius des Nadelzylinders entspricht. Geführt wird die Musterplatte so, daß sie sich längs ihrer Mittellinie x-x (Abb. 8 j radial zum Nadelzylinder verschiebt. Nun könnte die Platte auf Grund der Tatsache, daß gewisse Stößer in den radialen Einschnitten der Platte Aufnahme finden, nicht wieder längs ihrer Mittellinie zurückgezogen werden, wenn nicht Mittel vorgesehen werden, welche die Stößer, sobald sie in der höchsten Stellung sich befinden, außer Eingriff mit den Aus-
.._ schnitten der Musterplatte bringen, denn auch in der höchsten Stellung würde das untere Ende eines Stößers noch immer in dem radialen Ausschnitt der Musterplatte Hegen. Zum Zwecke, einen solchen Stößer mit der Musterplatte vollständig außer Eingriff zu bringen, ist am Stößerheber 6 auf der Innenseite eine Schrägfläche 6a (Abb. 16) vorgesehen worden. Indem diese Schrägfläche 6" mit dem unteren Ende des vollständig hochgestoßenen Stößers in Berührung kommt, wird das betreffende Stößerende radial einwärts nach der Mitte des Nadelzylinders zu ver-
5c drängt und der Stößer so auißer Eingriff mit der Musterplatte gebracht. Die Musterplatte kann nun ungehindert zurückgezogen und durch eine neue bzw. eine andere Musterplatte ersetzt werden. Der auf solche Weise zurückgedrängte Stößer hat schon seine höchste Stellung erreicht, um die zugehörige Nadel zum Stricken zu bringen, d.h. der betreffende Stößer hat die Nadel schon so weit hochgestoßen, daß der Nadelfuß über dem Nadelhubschloß 8 steht und dieses Nadelhubschloß die Nadel aufnehmen und zum Strikken bringen kann. Sowie die Nadel in die Abschlagstellung zurückgeführt wird, drückt sie den zugehörigen Stößer mit nach unten, wobei letzterer geg-en die Schrägfläche 16 läuft
' und dadurch für die nächste Ausmusterung wieder in die normale Stellung zurückge-
j bracht wird.
In die Stellung^. (Abb. 3) würde die Musterplatte gebracht, indem sie oben vom 7« Musterplattenstapel B aus nach vorn gestoßen wurde (s. auch Abb. 1 und 8). Das Vorschieben der Musterplatte in Richtung radial einwärts geschieht mit Hilfe zweier Stoß-
. klinken 17 (Abb. 6, 11, 12), die an der äußeren vollen Kante io*7 (Abb. 4) der Platte angreifen. Diese Klinken sind bei 18 einem Schieber 19 angelenkt (Abb. 11, 12). Durch Federn 20 werden sie stets nach unten gehalten. Der Schieber wird mittels einer Rolle 21 und einer Kurvennut 22 gesteuert (Abb. 6). Die Kurvennut befindet sich in einer zusammen mit dem Nadelschloßring 2 um den Nadelkreis rotierenden Kurvenscheibe 23. Nachdem die Musterplatte nun so lange in der Stellung .4 gehalten wurde, daß alle Platinen auf dem von der Musterplatte umspannten Bogen ausgemustert worden sind, wird die Platte durch Zugklinken 26 (Abb. 10) aus ihrer Stellung j4 so weit zurückgeholt, daß die an den Seiten der Platte vorgesehenen Nuten ioö (Abb. 4; über den an den Seitenwandungen 25 des Plattenmagazins sitzenden senkrechten Führungen 24 liegen. Sobald nun die Musterplatte so weit zurückgenommen ist, fällt sie durch ihr Eigengewicht auf den Stapel B'
j (s. Abb. i, 3 und 8). Die Musterplatten sind zum Eingriff der Rückzugklinken mit Aussparungen io«" versehen. Hier in diese Aussparungen würden die Rückzugklinken eingreifen. sobald es gilt, eine Platte aus der Stellung A zurück über den Stapel B' zu ziehen.
, Die Rückzugklinken, von denen für jedes Magazin bzw. für jeden Plattenstapel B zwei Stück vorgesehen sind, werden bei 26* in dem Schieber i6a drehbar befestigt und durch Federn 26'' dauernd nach unten gedrückt (Abb. 9. 10). Die Federn sitzen mit Schrauben 261 in Nuten 26^ des Schiebers. Der Schieber bewegt sich in besonderen Führungen 27 der festen, mit 28 bezeichneten Maschinenplatte. Letztere ist mit Schrauben 29 (Abb. 3) an der festen Grundplatte 30 der Strickmaschine befestigt. Der Schieber 26« soll den Stoßklinkenschieber 19 aufnehmen 1x5 und führen, weshalb im Schieber 26" noch eine , besondere Führung 26' eigens für den Stoßklinkenschieber vorgesehen ist. Der Zugklin- '' keilschieber wird mit einer Rolle 31 und einer rotierenden Kurvenscheibe 23 mit Kurvennut ; 32 gesteuert (Abb. 3).
Durch Stoßklinken 33 werden die Muster-
platten unten am Boden des Stapels B' unter den Stapel B geschoben. In jedem Magazinabteil mit den Musterplattenstapeln B1 B' sind die Stoßklinken 33 paarweise angeordnet. Bei 34 sind die Stoßklinken einem Schieber 35 angelenkt (Abb. 13, 14)., der in besonderen Führungen 36 der unteren festen Maschinenplatte 37 geführt wird (Abb. 3). Durch Federn 38 werden die Klinken für gewöhnlich nach oben gedrückt; ihren Stellungen sind durch. Anschlagstifte 39 bestimmte Grenzen gesetzt. Der Schieber 35 wird duxch eine Rolle 40 und eine Kurvenscheibe 41° mit Kurvennut 41 gesteuert. Die Kurvenscheibe 41° bewegt sich gemeinsam in den übrigen, oben schon erwähnten Kurvenscheiben. Die Musterplatten werden auf der Oberseite der Platte 37 getragen. Dieselbe ist bei 37« (Abb. 15) mit besonderen Führungen für die Musterplatten ao versehen, und zwar an den Innenseitein der Magazinwände 25. Diese Magazinwände dienen zugleich, der Verbindung der unteren Platte 37 mit der oberen festen Maschinenplatte 28. Sowie die Musterplatte unter dem »5 Stapel B' mittels der Stoßklinken 34 vorgeschoben wird, gleitet sie in der Führung 37" und durch, den unten an der senkrechten Führung 24 vorgesehenen Schlitz 24« unter den Stapel 2?.
Um das Unterschieben der Musterplatten überhaupt zu ermöglichen, wird der Stapel Z? kurz vor Ankunft der unterzuschiebenden Platte etwas angehoben, so daß die jeweils unterste Platte des Stapels B noch etwas höhiex liegt als die Ebene, in welcher die neu© Platte untergeschoben wird. Zum Anheben des Stapels B ist ein Heber 42 vorgesehen (Abb. 3). Er ist an seinem äußeren Ende auf Stiften 42s mit einem gewissen Spiel angeordnet, um eine begrenzte Bewegung auf j und ab zu ermöglichen. Der Heber, der die Form einer Platte hat, trägt drei Knöpfe, von denen zwei mit 43 bezeichnet sind, während der dritte Knopf mit 43« bezeichnet worden ist. Unmittelbar auf den Knöpfen ruht die jeweils unterste Musterplatte des Stapels B. Die Heberplatte 42 wird auf und ab bewegt mittels einer Rolle 44, die auf der Unterseite der Platte in entsprechenden Augen gelagert ist und sich auf einer Kurvenbahn der Kurvenscheibe 41* abrollt. In Abb. 3 wird der Heber 42 in seiner höchsten Stellung gezeigt. Der Stapel ist dementsprechend angehoben, so daß in dieser Stellung eine neue Muster platte y vom Stapel B' aus unter den Sta- ! pelZ? geschoben werden kann. Die Heberplatte fällt ab, kurz bevor die Kehle der Platte y auf den Knopf 430 trifft; das ist der eine in Mitte der Heberplatte vor den beiden anderen angeordnete Knopf. Wenn die neue Musterplatte y nun so weit unter den Stapel geschoben ist, daß ihre Kehle in Mitte ungefähr den ersten Knopf 43s berührt, so ist sie schon so weit untergeschoben, daß die Spitzen der Musterplatte unter dem Stapel sich befinden und die Platte den Stapel ! tragen kann, während sie selbst von den Führungen 37° unterstützt wird (Abb. 15). Wie schon erwähnt, wird zu diesem Zeitpunkt j die Heberplatte fallen gelassen. Ermöglicht ; wird das durch eine Vertiefung 4ic in der Kurvenbahn der Rolle 44. Mit dem Fallen der Heberplatte gelangt der Knopf 43s aus der : Bahn der unterzuschiebenden Musterplatte, j die nun noch so weit unter den Stapel B gej schoben wird, bis ihre seitlichen Nuten mit den senkrechten Führungen 24* des Stapels B gleichliegen. Werden die Platten des Stapels B beim Unterschieben der nächsten Musterplatte gehoben, so wird dann die zuletzt untergeschobene Musterplatte ohne weiteres mit ihren Nuten auf die Führungslei- ! sten24x gelangen und dann im weiteren ord- ; nungsgemäß im Stapel geführt werden können. -
Das Anheben des Stapels mittels des Hebers 41 bringt die jeweils oberste Platte des Stapels Z? in solche Stellung, daß sie seitens der oberen Stoßklinken 17 in die Stellung- A (Abb. 3) vorgeschoben werden kann. Wie nun schon erwähnt, wird durch, das Anheben des Stapels die Möglichkeit zum Unterschieben der nächsten Platte y gegeben. Die Heberplatte 41 fällt wieder' ab, sobald die nächste Platte so weit untergeschoben ist, daß sie selbst den Stapel genügend unterstützt.
Nachdem die Ausmusterung geschehen ist, wird die jeweils in Stellung^, befindliche Musterplatte zurück über die mit 24 bezeichneten Führungen gezogen, und zwar durch die Zugklinken 26, die sich zu genau vorgeschriebenen Zeiten auswärts bewegen. Damit nun die betreffende Platte, wie angegeben, zurückgeholt werden kann, ist es notwendig, die Stoßklinken 17 so weit zu neben, daß sie dem Rückzug der Musterplatte nicht hinderlich sind. Hierzu werden Arme 46 vorgesehen und auf besonderen, auf der festen. Maschinenplatte 28 sitzenden Stiften 47 gelagert. Die vorderen Enden 46? dieser Arme 4 befinden sich in solcher Stellung, daß die mit xjb bezeichneten Schrägflächen der Klinken 17 beim Rückzug auf die Enden φ" der Arme 46 auflaufen, wodurch die Stoßklinken gehoben werden, also die Bahn zum Rückzug der jeweils in Stellung^, befindlichen Musterplatte freigeben; letztere kann jetzt ungehindert zurück über den Stapel/?' gezogen werden.
Aus Vorstehendem ergibt sich, daß die Platten in Stapeln angeordnet sind und daß die jeweils oberste Musterplatte des inneren Sta-
pels erst radial einwärts zur Ausmusterung der Nadeln vorgeschoben, danach über den inneren Stapel i? hinweg bis über den äußeren Stapel B' zurückgezogen wird. Die Platte fällt dann auf den letzterwähnten Stapel B'. Sowie die Platten vom Stapel B' aus unter den inneren Stapel B geschoben werden, .wandern die einzelnen Musterplatten, die bereits schon dem Stapel i? untergeschoben sind, Schritt
ίο für Schritt in die Höhe, bis die einzelnen Platten wieder radial einwärts zwecks Ausmusterung der Nadeln in die Stellung A vorgeschoben werden, um danach erneut wieder den gleichen Kreislauf durchzumachen.
is Das vorliegende Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht zum Stricken je einer Maschenreihe je eine derartige Musterplatte vor. Die Musterplatten können serienweise numeriert werden, so daß ihre Lage im Magazin beim Einlegen genau bestimmt ist. Gewisse Platten mögen glatt sein, d. h. sie mögen keine Ausschnitte bzw. Zähnen, 13 besitzen. Derartige glatte Platten werden in die übrigen Musterplatten so mit eingereiht, daß an bestimmten Stellen sämtliche Nadeln auf dem von der betreffenden Platte [umspannten Bogen des Nadelkreises zum Stricken gebracht werden, also keine dieser Nadeln in Fangstellung bleiben kann. Jene glatten Platten brauchen also nicht vom Stapel B hinunter und radial einwärts gegen den Nadelkreis bzw. Stellung^ geschoben zu werden. Dementsprechend sind die glatten Platten, wie aus Abb. 5 ersichtlich, an der Rückkante mit Ausschnitten 10* versehen. Die Stoßklinken treten beim Vorwärtsgang in diese Ausschnitte 10* ein und führen ihren Hub leer aus, d.h. sie schieben glatte Platten überhaupt nicht vom StapelS herunter; also bleibt die glatte Platte auf dem Stapel B obenauf liegen, sofern überhaupt keine Ausmusterung der Nadeln bzw. der den Nadeln zugehörigen Stößer stattfinden soll. Sämtliche Platten, gleich, ob sie zur Musterung gezahnt sind oder ob sie glatt sind, werden im Umriß einander gleich gestaltet, d. h. ihre Kehlen erhalten die gleiche Krümmung, nur mit dem Unterschied, daß die Kehlen glatter Platten ohne jede Unterbrechung bleiben bzw. nicht mit Ausschnitten versehen werden.
Es sind indes noch gewisse Unterschiede j in der Ausführung der glatten und der zu Ausmusterungszwecken gezahnten Platten vorhanden. Einer dieser Unterschiede wurde oben bereits schon erwähnt und besteht darin, daß glatte Platten an der Rückkante mit Ausschnitten 10* versehen sind, um zu verhindern, daß solche Platten seitens der Stoßklinken 17 gegen den Nadelzylinder vorgestoßen werden können. Ein weiterer Unterschied findet sich in der Form der seitlichen Ausschnitte, in welche die Führungsschienen 24, 24* eingreifen, sollen. Bei den glatten Platten sind die seitlichen Ausschnitte so, wie aus Abb. 5 ersichtlich, mit zur Quermittellinie rechtwinklig stehenden Kanten io"* versehen, damit hier an diesen Kanten Sperrzähne 47 (Abb. 8) angreifen und die Platten vor etwaiger Vierschiebung (Verschiebung radial einwärts) gegen den Nadelkreis oben auf dem Stapel festhalten. Wären die Sperrzähne 47 nicht vorhanden und wären die Nuten bei IC* nicht zum Eingriff der Sperrzähne entsprechend geformt, so könnte es leicht vorkommen, daß sie durch die Zugklinken 26 einwärts verschoben werden, wenn diese Klinken sich radial einwärts schieben, um, wie üblich, in die Aussparungen ioc einer in Stellung vorgeschobenen Musterplatte einzugreifen. Denn die Zugklinken führen regelmäßig einen gleich langen Hub aus, ohne Rücksicht darauf, ob die oberste Platte des Stapels/? glatt oder gezahnt ist. Die vorderen Enden der Klinken 26 sind abgeschrägt und so konstruiert, daß sie nach oben durchfedern können. Sie werden sich also ohne weiteres über die Platten schieben, sobald sie vorwärts gehen und zum Rückzug der Platten mit deren Aussparung ioc in Eingriff gebracht werden sollen. Um das Vorschieben der gezahnten Musterplatten zu ermöglichen, sind die seitlichen Nuten dieser Platten bei1 io6 nach besonderer Form ausgeführt, d.h. mit anderen Worten, daß die seitlichen Nuten längs der Seitenkanten verlängert bzw. in dieser Richtung weiter oder größer gehalten sind als die betreffenden Nuten der glatten Platten (vgl. Abb. 4 und 5). Die Sperrzähne 47 werden demzufolge den Vorschub der gezahnten Platten in Richtung radial einwärts bis in Stellung A nicht beeinträchtigen. Die mit io" bezeichneten geraden Kanten der Nuten sind indes so gesetzt bzw. angeordnet, daß die Sperrzähne den radialen Vorschub anhalten, sobald die Platte dicht vor dem Nadelzylinder steht, ihn aber noch nicht berührt. Zwischen Platte und Nadelzylinder verbleibt also ein kleiner Zwischenraum.
Indem so verhindert wird, daß die Musterplatte gegen die Nadelzylinder stößt, wird weiter verhindert, daß die Musterplatten mit der Zeit in den Nadelzylinder einschneiden bzw. das Grat an den Kanten der Platinenbetten angescheuert wird.
Der Sperrzahn 47 (Abb. 1 und 3a.) ist am Ende abgeschrägt und nachgiebig gelagert, d.h. der Sperrzahn steht unter Druck einer Feder 48 und kann in sein Gehäuse 49 zurücktreten, sobald eine Platte zurück nach außen, d.h. vom Nadelzylinder abgezogen wird. Die Stößer sind in ihren Betten frei beweglich und in keiner Weise gehemmt.
Nachdem sie hochgesloßen sind., gehen sie entweder von, selbst wieder in die Normallage zurück oder werden von der zügehörigen, in die Absehlagstellung niedergehenden Nadel zurückgeschoben.
Der Stößerheber 6 sitzt auf einem glattwandigen Zylinder ft*, der koaxial unter dem Nadelzylinder sich befindet. Der Zylinder & ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel der ίο Erfindung drehbar und zu diesem Zweck mit dem Schloßring oder mit der Platte 41s verbunden. Der Antrieb wird dem Schloßring 2 und den Kurvenscheiben 23 und 41s durch die auf der senkrechten Triebwelle 52 befestigten Räder 49, 50, 51 zuteil, welche in entsprechende Verzahnungen der erwähnten Teile eingreifen (Abb. 3). Die Welle 52 wird über ein Kegelradgetriebe 53 von einer wagerechten" Triebwelle 54 angetrieben (Abb. 1). Sämtliche Platten können in der Mitte der Rückkante mit Ausschnitten 10/ versehen werden; in welchen eine senkrechte Führungsleiste 55 Aufnahme findet (Abb. 3 und 18). Diese Führungsleiste wird auf dem festen Untergestell der Maschine dicht neben dem äußeren' Stapel/?' befestigt und soll dazu dienen, den Platten des Stapels B' eine ganz besonders sichere Führung zu geben.
Im Nadelschloß wird ein verstellbarer S'chlößteil 56 vorgesehen (Abb. 2). Mit Hilfe desselben kann die Wirkung der Musterplatten u. U. ausgeschaltet werden. Dieser Sichloßteil 56 ist bei $7 drehbar und kann von außen her mit Hilfe einer am Schloßring sitzenden, in Abb. 2 punktiert eingezeichneten Vorrichtung 58 verstellt werden. Schloßteil 56 kann entweder in die mit voll ausgezogenen Linien eingezeichnete Lage odlex auch in die mit punktierten Linien eingezeichnete Lage' eingestellt und entsprechend festgestellt werden. In der mit voll ausgezogenen Linien angegebenen Stellung werden die Nadeln in Fangstellung geführt. Wird aber der Schloßteil 56 in die punktiert eingezeichnete Stellung gebracht, so werden auch jene Nadeln, welche durch die Musterplatten zur Fangstellung bestimmt sind, zum Strikken hochgestoßen.
Abb. 17 zeigt im Diagramm die gegenseitigen Lagen der Kurvennuten 22, 32, 41, mit denen die Schieber der oberen Stoßklinken, 17, die Rückzugklinken 2 6 und die unteren Stoßklinken 33 bewegt werden. Die Kurven bewegen sich in Richtung des eingezeichneten Pfeiles. Die oberen Stoßkljüken 17 sind in ihrer vorderen Stellung, um die Musterplatte gegen den Nadelzylinder zu halten, wenn die am Schieber dieser Klinken sitzende Rolle 21 im Abschnitt der Kurvennul von 22« bis 22ft gesteuert wird. Dieser Abschnitt der Kurvennuit verläuft konzentrisch zur senkrechten Achse der Maschine. Von 22* bis 22C wird die obere Stoßklinke zurückgezogen; in zurückgezogener Stellung bleibt die Stoßklinke, bis der Punkt. 22rf erreicht ist. Da die Maschine mit zwei Zuführungsstellen versehen ist, muß sich die Aushebung jeder Kurvennut wiederholen. Daher wiederholen sich die Bezugszeichen 22« bis 22**. Von 22^ aus bis zu der zweiten Stelle 22« wird der obere Klinkenschieber erneut wieder vorgeschoben, um eine andere Musterplatte gegen den Nadelzylinder zu rücken. Der höchste bzw. äußerste Punkt der den Zugklinkenschieber 26° steuernden Kurvennut 32 befindet sich bei 32«. Er entspricht der rückwärtigen Stellung der Zuigklinken. Von diesem Punkte aus gehen die Zugklinken vorwärts, d.h. radial einwärts in Richtung auf den Nadelkreis, bis der Punkt 32s erreicht ist, wo die Zugklinken" vollständig vorgestoßen sind und nun bereitstehen, die mit der Ausmusterung der Nadeln fertige Musterplatte zurückzuziehen.
Während des Vorschubes der Zugklinken, d. h. wenn sie in Richtung radial einwärts bewegt werden, werden die StoßkKnken im konzentrischen Teil ihrer Kurvennuit von 22a bis 22*. in ihrer vorderen Stellung gehalten, wobei sie auch die Musterplatte in der Arbeitsstellung mit halten werden. Die Punkte 32* und 22/( liegen radial nahezu in einer Richtung, so daß die oberen Stoßklinken 17 und die Zugklinken 26 fast zur selben Zeit vom Nadelkreis abzuziehen beginnen. Der Rückzug der Stoßklinken hört jedoch auf, sobald der Punkt 22r erreicht wird, wohingegen der Rückzug der Zugklinken noch weitergeht, da die Zugklinken einen längeren Hub auswärts bis zur Erreichung des Punktes 32" zurücklegen müssen, um' die Musterplatte bis über die senkrechten Führungen 24 des äußeren Plattenstapels B' τχχ bringen.
Die Platte geht beim Rückzug über Wächter 60 hinweg (Abb. 3), deren obere Enden •der Platte als Führung dienen und diese am Hinunterfallen hindern. Die gegenseitige relative Lage der Kurvennut, welche den Schieber für die unteren Stoßklinken steuert, wird in Abb. 17 mit punktierten Linien gezeigt. Die höchsten und tiefsten Punkte dieser Nut sind mit 41« bzw. 41s bezeichnet.
Die Vertiefung 41c, in welche die den Stapelheber steuernde Rolle 44 eintritt, wird ebenfalls in Abb. 17 angedeutet. Jene Stelle, an welcher die Rolle 44 abfällt und der Platte den Weg zum Unterschieben unter den Stapel i? freigibt, ist mit dr bezeichnet, während jene Stelle, an welcher der Stapelheber in die Höhe geht, um den Stapel zu Beginn des Verschiebens einer Platte zu heben, mit ra bezeichnet ist.- "

Claims (18)

  1. Mit Hilfe der beschriebenen Musterplatten ist es möglich, selbst in ganz fein gestrickte Ware irgendwelche Muster einzuarbeiten. Bei Verwendung gelochter Jacquardstreifen oder Karten muß die Feinheitsnummer notwendigerweise eine grobe bleiben, da es unbedingte Notwendigkeit ist. noch ausreichend Material oder Fleisch zwischen den Lochungen der Karte zu halten, damit der Zusammenhang , ίο der Karte gewahrt bleibt. Werden die Musterplatten aus Metall hergestellt, so ist die Dauerhaftigkeit der Musterzähne indes auch > bei feinsten Nummern sichergestellt. Die Mustervorrichtung, wie sie hier beschrieben ■ wurde, ist für beide Maschinenarten, d. h. sowohl für Maschinen mit rotierendem Schloßring als auch für Maschinen mit rotierendem Nadelzylinder, verwendbar. Wo Papierstrei- j fen oder Karten zu einem endlosen Bande j aneinandergeschlossen sind und das Muster- ; band auf einer Walze oder einem Prisma ' hängt, ist es unpraktisch, die Jacquardvorrichtung um die senkrechte Achse der Maschine zu drehen. Bei der hier dargestellten Mustervorrichtung werden die Plattenstapel dicht am Nadelzylinder, also ganz nahe der senkrechten Maschinenachse gehalten. Irgend- j welche Vorrichtungen zwischen den Musterplatten und den "Nadeln, wie z. B. Stangen, Hebel oder andere Teile, die es notwendig machen wurden, die Plattenstapel in einiger Entfernung von der senkrechten Maschineaachse (um welche die ganze Einrichtung gedreht werden müßte) unterzubringen, sind nicht vorhanden. Die Einrichtung nimmt nicht nur in radialer Ausdehnung sehr wenig Raum in Anspruch, sondern läßt die Maschine oben auch vollständig frei, ,da die Unterbringung zwischen den oberen und unteren Maschinenplatten geschehen ist, was schließlich auch noch den Vorteil hat, daß die Einrichtung selbst ziemlich geschützt bleibt. Die Maschinenleistung kann bei Verwendung der be- ' schriebenen Mustervorrichtung wesentlich gesteigert werden, damit der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine eine wesentliche Beschränkung nicht auferlegt ist. Die Gründe hierfür finden sich vor allem in der Tatsache, daß die Vorrichtung mit keinerlei Zwischengliedern zwischen den Platten und den Na- ' dein arbeitet und auch keine Fühler und · sonstigen Hilfsmittel verwendet, die alle mehr oder weniger leicht in Schwingung geraten und geringe Arbeitsgeschwindigkeiten der Maschine zur Bedingung machen. Durch Einkapselung kann die ganze Einrichtung leicht und bequem vor Staub und Schmutz geschützt werden. Im Verhältnis zu dem mit der Mustervorrichtung eingenommenen Raum können Muster in ziemlich großer Ausdehnung bzw. Länge hergestellt werden. Die Platten 1 lassen sich, was hier noch, besonders zu berücksichtigen wäre, sehr dünn ausführen und durch die Aufstapelung in einem an sich kleinen Raum unterbringen. Jeder Plattensatz läßt sich in zwei genau der Länge oder Höhe des Magazins entsprechende Stapel gliedern.
    Die Stößer stellen gewissermaßen die Verlängerungen der Nadeln dar. Wenn also im vorstehenden die Rede davon war, daß mit der Mustervorrichtung auf die Nadeln gewirkt wird, so ist an jenen Stellen der Beschreibung in allgemein gültigem Sinne gesprochen worden.
    Es ist wohl selbstverständlich, daß es bei Maschinen verhältnismäßig kleinen Durchmessers nicht vorteilhaft wäre, den Stößer oder die Nadel direkt mit den Musterplatten radial einwärts zu stoßen, um · auszumustern, d. h. zu bestimmen, welche Nadel in Fangstellung und welche Nadel zum Stricken gebracht werden soll, da in solchem Falle eine gewisse Neigung vorhanden ist, dia Nadel seitlich relativ zum radialen Schlitz, in welchem sie sich bewegt, zu verdrängen; der Erfolg wäre, daß die betreffende Nadel oder der Stößer gegen die Seitenwand ihres Schlitzes gezwängt würde. Um solche Mängel zu vermeiden, wäre die schon oben beschriebene Vorrichtung zu benutzen, durch welche die Musterplatte dicht am Nadelzylinder in Stellung gebracht wird und dann die an der Nadel oder dem Stößer vorgesehene Schrägfläche 12 gegenüber einem Zahn der Musterplatte die Verschiebung in Richtung radial einwärts bewirkt.
    Wie schon eingangs erwähnt, kommt die Erfindung für Links- und Linksrundstrickmaschinen als auch für Rundränderstrickmaschinen in Frage. Bei Rändermaschinen mustert die Mustervorrichtung die Stricknadeln so aus, daß diejenigen Nadeln, welche nicht stricken sollen, in der Randstellung, in welcher das Aufnehmen von Fäden übergangen wird, verbleiben. Der Schloßteil 56 wäre zu diesem Zwecke in eine noch tiefere Einstellung als nach Abb. 2 zu bringen, damit die durch die Zähne der Platten ausgemusterten Nadeln den Faden überhaupt nicht aufnehmen.
    Pa τ Ji ν ΐ λ N Sprüche :
    ι. Vorrichtung für Strickmaschinen zum Ausmustern der Nadeln, dadurch gekennzeichnet, daß unter sich in keinerlei Zusammenhang stehende, je mit einer mustergemäß verzahnten Kante versehene Musterplatten übereinander gestapelt und gegen die Nadeln gestoßen werden, um mit der gezahnten Kante, die einen gewissen Abschnitt des Nadelkreises abdeckt,
    ' · diejenigen Nadeln dieses Abschnittes auszumustern, welche dem Muster gemäß arbeiten sollen.
  2. 2. Mustervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die gezahnten Musterplatten in einem Magazin flach übereinander gestapelt liegen, aus dem Magazin heraus gegen die Nadehi geschoben und nach bewirkter Ausmusterung der Nadehi wieder in das Magazin zurückbefördert werden.
  3. 3. Mustervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Musterung benötigter vollständiger Plattensatz in zwei Stapel gegliedert wird und die jeweils oberste Platte des einen Stapels zur Ausmusterung der Nadehi gegen den Nadelzylinder vorgestoßen wird, während zugleich die jeweus untere Platte des zweiten Stapels dem ersten. Stapel wieder untergeschoben wird.
  4. 4. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Musterplattenstapel selbsttätig gehoben wird, um jeweils eine Musterplatte selbsttätig unterschieben zu können.
  5. 5. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten oben vom Stapel herunter mittels Stoßklinken gegen die Nadehi gestoßen werden und nach der Ausmusterung besondere Zugklinken die Platten wieder von den Nadehi zurück über einen zweiten Stapel ziehen, während unter dem Plattenmagazin befindliche Stoßklinken die jeweils unterste Platte des zweiten Stapels dem ersten Stapel unterschieben.
  6. 6. Mustervorrichtung nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muster platten zwecks Führung in den Magazinen seitlich genutet sind.
  7. 7. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Musterplatten in der Mitte ihrer einen Kante mit einem Ausschnitt (10/) für eine beson-■ dere Führung versehen sind, durch welche verhindert werden soll, daß die Platten beim Ablegen über dem Stapel verkanten.
  8. 8. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einen Satz mustergemäß gezahnter Platten glatte, i
    d. h. nicht gezahnte Platten eingefügt sind.
  9. 9. Mustervorrichtung nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die glatten, d. h." nicht gezahnten Platten in unveränderter Lage auf dem Stapel obenauf gehalten, also nicht gegen die Nadehi vorgestoßen werden, im übrigen aber dem j
    Lauf der anderen gezahnten Musterplatten folgen.
  10. 10. Mustervorrichtung nach Anspruch; 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub der gezahnten Musterplatten gegen den Nadelzylinder durch Sperrvorrichtungen begrenzt wird, um zu verhindern, daß ,die Musterplatten mit dem Nadelzylinder unmittelbar in Berührung' kommen.
  11. 11. Mustervorrichtuing nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne 7" der Platten im wesentlichen radial zum Nadelzylinder gelegen sind.
  12. 12. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadehi durch einen Besonderen Teil (6°) des rotierenden Hebers (6) radial aus den Zahnlücken der Musterplatten ausgehoben werden.
  13. 13. Mustervorrichtung· nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln mit Schrägflächen versehen und mit diesen Schrägflächen die radial zum Nadelzylinder stehenden Zähne der Musterplatten berühren, damit sie beim Hochstoßen abgelenkt werden, derart, daß sie mit dem Heber des Nadelschlosses nicht in Eingriff und nicht zum Stricken kommen können.
  14. 14. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Schloßteiles (56), welcher so ein-
    ' stellbar ist, daß in der einen Einstellung die seitens der gezahnten Platten bewirkte Ausmusterung aufgehoben wird .oder in der anderen Einstellung jener Ausmusterung ungehindert Raum gegeben wird.
  15. 15. Mustervorrichtung nach Anspruch 1 bis 14, dadurch^ gekennzeichnet, daß die aus übereinander gestapelten Platten und Schiebern oder Klinken bestehende Mustervorrichtung unter einer unter dem-Schloßring der Strickmaschine liegenden Abschlußplatte angeordnet ist.
  16. 16. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gezahnten Platten die Nadeln unter Vermittlung von Nadelstößern steuern, die in einigem Abstande von den zugehörigen Nadehi angeordnet sind, damit sie sich vor einer Berührung der unteren Enden der Nadehi leer hochschieben und während dieser Leerbewegung diejenigen Nadelstößer, welche ihre Nadehi nicht hochzustoßen haben, durch die Zähne der Platte gegenüber dem Heber abgelenkt werden.
  17. 17. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Zähne der Musterplatte abgelenkten Stößer beim Hochstoßen durch eine gegen den betreffenden Zahn der Musterplatte
    . laufende Schrägfläche seitlich verdrängt
    werden, derart, daß sie aus der Bahn des Stößernebers gelangen und durch letzteren dann nicht mehr so weit hochgestoßen, werden können, daß die zugehörigen Nadeln in den Bereich des Nadelhub Schlosses gelangen können.
  18. 18. Mustervorrichtung nach Anspruch!, bei welcher die Nadeln, bei der Maschenbildung ein Schloß durchlaufen, unter welchem gegebenenfalls ein Teil der in Fangstellung zu haltenden Nadeln vorbeigeführt werden, kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelstößer, welche die Nadeln abhängig von der Ausmusterung bis zum Nadelschlosse (7, 8) hochstoßen, mit Schrägflächen versehen sind, die, sofern sie den Zähnen einer Musterplatte gegenüberstehen, beim Hochstoßen (Heber 61 eine Ablenkung der Nadelstößer im Verlauf ihres Hochganges und in bezug auf den Heber (6) bewirken, derart, daß sie ihren Einfluß auf die Stricknadeln verlieren und nur jene Nadelstößer vom Heber (6) vollständig hochgestoßen werden, die in den Zahnlücken einer Musterplatte Aufnahme gefunden haben, worauf schließlich eine besondere Schrägfläciie des Hebers sämtliche Nadelstößer aus den Zahnlücken der Musterplatte heraus bewegt.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
DEW75630D 1926-05-19 1927-04-12 Vorrichtung fuer Strickmaschinen zum Ausmustern der Nadeln Expired DE470600C (de)

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