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Rollenstromabnehmer mit Hilfsstromabnehmer für Schienen- und schienenlose
Fahrzeuge Durch Patent 470 o65 ist ein Stromabnehmer mit Hilfsstromabnehmer für
Schienen-und schienenlose Fahrzeuge bekannt geworden, bei dem derselbe sich selbsttätig
durch eine in tieferer paralleler Aufhängung zur Hauptfahrdrahtleitung mit geneigten
Auflaufflächen ausgebildete Hilfsfahrdrahtleitung mechanisch, elektromagnetisch,
elektropneumatisch- einschaltet, um ein Herausspringen der Stromabnehmerrolle bei
Fahrdrahtweichen. Fahrdrahtkreuzungen, Kurven usw. zu verhüten. Dieser Stromabnehmer
wird durch die vorliegende Erfindung vereinfacht.
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Der Grundgedanke beruht auf der Anordnung eines Hilfsstromabnehmers,
der zwischen zwei festen Anschlägen beweglich angeordnet ist und beim Auflaufen
auf eine Hilfsfahrdrahtleitung durch Reibung mitgenommen und hochgeklappt wird.
Hierdurch wird zugleich die bisher in Tätigkeit gewesene Stromabnehmerrolle- am
Hauptfahrdraht abgehoben, zugleich wird durch eine Bremssperre der Stromabnehmer
gegen seitliche Bewegungen verriegelt.
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Ferner kann bei Berührung des Hilfsstromabnehmers mit den Hilfsfahrdrahtleitungen
der Stromkreis für einen Magneten, Motor, Luftventil geschlossen werden, um die
Stromabnehmerrolle bei Drehung des Hilfsstromabnehmers noch besonders abzuheben,
oder es kann durch zwei seitlich angebrachte Hilfs-Fahrdrähte mittels Führungsrollen
der Hilfsstromabnehmer an die Hauptfahrdrahtleitung gebracht werden, indem zugleich
die Stromabnehmerrolle abgehoben oder wieder eingelegt wird.
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Die Verwendung von zwei Stromabnehnrerrollen an einem Scherenstromabnehmerbügelgestell
ermöglicht, daß auf gerader Strecke die Rollen in Tätigkeit sind, dagegen bei Weichen,
Kurven der Bügel zur Wirkung kommt und die Stromabnehmerrollen abhebt.
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Es ist bereits bekannt, zur Verhütung des Entgleisens der Rolle seitliche
Fangbügel anzuordnen, die beim Berühren des Fahrdrahtes hochgeklappt werden und
hierdurch den Fahrdraht wieder der Rolle zuführen. Diese Anordnungen zeigen jedoch
kein Zusammenarbeiten eines Hilfsstromabnehmers mit einer Hilfsfahrdrahtleitung,
worin das Fortschrittliche der vorliegenden Anordnung begründet liegt. Es ist auch
kein Fahrbetrieb abwechselnd mit Rolle oder Bügel, wie beim Erfindungsgegenstand,
möglich.
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Auf den Zeichnungen ist die Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. i die Stromabnehmerstange, Strotnab:nehmerrolle, Hilfsstromabnehmer, Hauptfahrdrahtleitung
mit Hilfsfahrdrahtleitungen, Kontaktständer mit Bremssperre, Abb. 2 den Kontaktständer
mit Magneten, Motor usw. und die Bremssperrenfeder, Abb. 3 ,die Schelle mit Hilfsstromabnehmer
und
Federanbringung bei automatischer Einrichtung, Abb. q. die konisch ausgebildeten
Ansätze für die Bremssperre (in Richtung des Pfeiles B in Abb. i gesehen), Abb.
5 die Bremssperrenfeder mit Welle und Lagerung (in Richtung des Pfeiles B in Abb.
i gesehen), Abb.6 eine Stirnansicht (in Richtung des Pfeiles ,4 in Abb. i gesehen),
Abb. 7 die Ansicht eines Scherenstromabnehmers mit Doppelrollen, Magneten mit biegsamer
Welle oder Seil- bzw. Riemen- bzw. Gestängeübertragung, Abb.8 eine Draufsicht auf
die Anordnung nach der Abb.7. Abb.9 die Anordnung des Führungsfedergehäusekastens
für Kontaktübertragung, Abb. io die Wirkungsweise der Führungsstücke und deren Übertragung
nach dem Hilfsstromabnehmer, Abb. i i die Anordnung der Führungsrollen für unmittelbare
Anlegung des Hilfsstromabnehmers an die Hauptfahrdrahtleitung, Abb. i2 die Stromabnehmerstange,
Stromabnehmerrolle, Hauptfahrdrahtleitung mit Hilfsfahrdrahtleitung, Kontaktständer,
Bremssperre und deren Gestängeübertragung, Abb. i3 die konisch ausgebildeten Ansätze
für die Bremssperre nebst deren Übertragung, Kontaktständer usw. (in Richtung des
Pfeiles C in Abb. 12 gesehen), Abb. 1q. die schematische Anordnung der Stromabnehmerstange,
Gestängeübertragung usw.
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Wie aus Abb. i ersichtlich, erhält der Kontaktständer i die bekannte
Stromabnehmerstange oder das Gestell 2, an welcher die verschraubbare geteilte Schelle
54 befestigt @vird. Letztere nimmt die Stromabnehmerrolle 3 in sich auf. Die Schelle
54 erhält auf der einen Seite die Ansätze q. für die Drehpunkte 6 des Hilfsstromabnehmers
133, auf der anderen Seite die Führungsgabeln 7 einerseits zur Führung des Hilfsstromabnehmers
133, andererseits zur Aufnahme der Welle der Stromabnehmerrolle 3. Die Ausleger
9 erbalten auf der einen Seite das Gewicht io zur Verbesserung des Aufrichtens und
das Loch 12 für die Verbindungsstange zur Befestigung der Zugleine 13 für die Anlegung
des Hilfsstromabnehmers 133 bei Bügelbetrieb an die Hauptfahrdrahtleitung 5. Auf
der anderen Seite nehmen die Ausleger 9 den Hilfsstromabnehmer 123 und die Führungsstücke
14, die über die Führungsgabeln 7 im Bereich der Anschlagstifte 53 gleiten, auf.
Die Halteösen 1,5 dienen für die Befestigung der Riemen, Seile 16 o. dgl. zur Übertragung
der Br emssperren-einIegung. Die Schelle 54 erhält die Lager 17 für die Führungsrolle
18 der Zugleine 13 und die Öse i9 für. die Zugleine 2o; letztere dient für die Abheung
der Stromabnehmerstange 2 zur Schwenkung, wobei auch die Öse i9 als Lager mit Führungsrolle
Verwendung finden kann, wenn die Zugleine 2o an dem Ausleger 9 befestigt werden
soll. Die Bremssperre 183 besteht aus den drehbaren Federhaltekörpern 2 i
mit Bremssperrenfedern (Spreizfedern) 269, d:e sich ebenfalls in die konisch ausgebildeten
Ansätze 197 bei Anzug einlegen. Die konisch ausgebildeten Ansätze 197 sind in den
geraden oder kreisförmig ausgebildeten Führungsstücken 22 befestigt und auf dem
Querbrett, das den Kontaktständer i trägt, aufgeschraubt. An dem Kontaktständer
i werden sowohl die Lageransätze 23 für die Drehung der Federhaltekörper 21 befestigt
als auch die Lagerböcke ::4 für die Führungsrollen 25, die zur Aufnahme der Seile
bzw. der Riemenübertragung 16 dienen. Die Führungsrollen 25 sind hierbei so angeordnet,
daß der Abstand der Stile bei jeder Höhenlage der Stromabnehmerstange 2 gleichbleibt.
Die Zugfedern 26 bewirken die schnelle Aufhebung der Bremssperre 183.
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Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist
folgende: Die schiefen Ebenen i i der Hilfsfahrdrahtleitungen 8 werden unter einem
Winkel a zur Hauptfahrdrahtleitung 5 angebracht. Bei richtiger Bemessung des erforderlichen
Aufstellwinkels (3 wird sich alsdann der Hilfsstromabnehmer 133, bei Berührung mit
der schiefen Ebene i i um die Drehpunkte 6 geführt, selbsttätig aufrichten und dabei
die StromabnehmerrOlle 3 von dem Fahrdraht abheben. Es findet jetzt die alleinige
Stromzuführung durch die Hilfsfahrdrahtleitungen 8, auf denen der klilfss,tromabnehmerbügel
schleift oder als Walze rollt, statt, und Kurven und Weichen können nunmehr befahren
werden, ohne daß die Rolle entgleist. Bei gleichzeitiger Aufrichtung des Hilfsstromabnehmers
133 werden durch die Zugorgane 16 die drehbaren Federhaltekörper 2 i mit den Bremssperrenfedern
269 in die konisch ausgebildeten Ansätze 197 des geraden öder kreisförmig ausgebildeten
Führungsstückes 22 gebracht und somit seitliche Drehungen des ganzen Stromabnehmers
ausgeschaltet, wie es der reine Bügelbetrieb erfordert.
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Beim Übergang von dem parallelen Abstand der Hilfsfahrdrahtleitungen
8 auf die schiefen Ebenen i i geht selbsttätig der Hilfsstromabnehmer 133 zurück,
so daß die Stromabnehmerrolle 3 wieder an die Hauptfahrdrahtleitung 5 gelangt und
gleichzeitig durch das Zurückgehen des Hilfsstromabnehmers 133 mittels der Federn
26 eine schnelle Aufhebung der Bremssperre 183 bewirkt wird.
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Die Betätigung des Hilfsstromabnehmers durch elektromechanische oder
elektropneumatische Mittel zeigt Abb. 2 und 3, wobei der Motoroder Magnet 132 oder
.ein Luftzylin.-der bei Anzug mittels Zugorgane 16 den Hilfsstromabnehmer 133 aufrichtet
mit gleichzeitiger
Abhebung der Stromabnehmerrolle 3 und durch
die Verriegelung der Bremssperre 183 seitliche Bewegungen des Stromabnehmers abschließt.
Die Federn 27 (Abb. 3) dienen bei Stromlosigkeit des Motors oder Magneten
132 zum schnellen Zurückgehen des Hilfsstromabnehmers 133 sowie zum raschen Anlegen
der Strornabnehmerrolle 3 an die Hauptfahrdrahtleitung 5.
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Abb. io zeigt die schematische Anordnung von Führungsstücken 28, die
drehbar in den Drehpunkten 29 bei Berührung auf den schiefen Ebenen i i bis zum
parallelen Ab.stand der Hilfsfahrdrahtleitungen 8 mittels der Hebel3o den Hilfsstromabnehmer
133 an die Hauptfahrdrahtleitung 5 bringen und dabei die Stromabnehmerrolle 3 abheben.
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Durch eine oder mehrere Führungsrollen 31 (Abb. 11), die bei Berührung
mit den schiefen Ebenen i i selbsttätig mit tiefer gehen und fest mit dem Hilfsstromabnehmer
133 durch die Stege 32 mit den Hebeln 33 verbunden sind, wird durch letzteren
drehbar ir._ den Drehpunkten 6 der Hilfsstromabnehmer 133 aufgerichtet, dabei die
Stromabnehmerrolle 3 abgehoben. Die Führungsrollen 31 oder die Führungsstücke
28 können isoliert angebracht werden und ermöglichen dann getrennte Stromabgabe
für Kontaktiibertragung.
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An. dem Scherenstromabnehmer 4.4. (Abb. 7 und 8) werden die beiden
Stromabnehmerrollen 3 an die an dem Führungsfedergzlläusekasten 36 vorgesehenen
Ansätze 35 geschwenkt und durch die Federn 34 bei Aufrichtung straff an die Hauptfahrdrahtleitung
5 gebracht. Der Führungsfedergehäusekasten 36
wird an den Verbindungsstangen
oder Rohren 37 befestigt und erhält die Druckfeder 38 sowie den Kolben 39. Die Kolbenstange
4o nimmt die Hebel 4.1 der Stromabnehmerrolle 3, die als Gabel ausgebildet sind,
auf und enthält den Anschluß 42 der biegsamen Welle 4.3. Diese ist entweder als
Schlauch für Luftbetätigung oder als Drahtzug für mechanische Betätigung ausgebildet.
Auf der anderen Seite wird die biegsame Welle-43 an der Magnetwelle oder Luftzylinderwelle
¢6 befestigt, - wobei die Feder .i7 bei Stromlosigkeit des Magneten bzw. bei ungefülltem
Luftzylinder 132 die Stromabnehmerrollen 3 mittels der biegsamen Welle 43
an die Hauptfahrdrahtleitung 5 bringen kann. Der Scherenstromabnehmer 44 erhält
entweder die Federn 48 für die Aufrichtung oder die Federn :19. Der Hilfsstromabnehmer
133 ist isoliert durch die Isolatoren 5o an dem Stromabnehmergestell befestigt,
damit bei Berührung des Hilfsstromabnehmers 133 mit den Hilfsfa.hrdrahtleitungen
8 der Stromkreis für den Magneten 132 oder für das Luftventil geschlossen
werden kann, um die Stromabnehmerrollen 3 abzuheben.
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Auch können statt der biegsamen Welle :13 Seile, Riemen oder Gestänge
51 mit Führungsrollen 52 Verwendung finden, die den liolben 39 heben und
senken. Es kann bei dem Scherenstromabnehmer auch das Abheben von festen und beweglichen
Strotnabnehmerrollen durch selbsttätige Führungsrollen 31, die entweder drehbar
oder federnd aufgehängt sind, erfolgen.
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Abb. 9 zeigt den Führungsfedergeh:äuse -kasten 36 für Kontaktübertragung,
wobei nur die Druckfeder 38 entgegengesetzt angeordnet werden muß, damit durch Andrücken
der Stromabnehmerrollen 3 an die Hauptfahrdrahtleitung 5 die Kontaktgebung stattfinden
kann und umgekehrt bei Stromlosigkeh durch die Druckfeder 38 die Stromabnehmerroilen
3 sofort abgehoben werden können.
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Alle in den Abb. i bis 14. aufgeführtem Teile können auch durch andere
Teilangliederungen Verwendung finden.
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Die Anwendung des Hilfsstromabnehmers, des Magneten, Motors oder des
Luftventils, des Luftzylinders, der Bremssperre, der Federn, der Hilfsfahrdrahtleitungen,
kann, abweichend von den Darstellungen, auch injeder anderen zweckdienlichen Größe,
Form und Ausstattung hergestellt werden.
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Um den Stoß. des Hilfsstromabnehmers mit der schiefen Ebene der Hilfsfahrdralltleitung
zu dämpfen, kann eine Feder (sogenannte Pufferung) eingebaut werden.
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Es kann auch durch Verbindungsstangen 55 vom Kontaktständer i bis
zur Führungsrolle 31 mit gleichzeitigen Verbindungsstegen 56 zur Schwenkung der
Ausleger 9 das An- und Abheben der Stromabnehmerrolle 3 und des Hilfsstromabnehmers
133 erfolgen.
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Durch die unabhängig um die Achse des Kontaktständers i drehbare und
mit Führungsrollen 31 versehene Verbindungsstangen 55 wird bewirkt, daß d'e Winkelbefestigungshebel
5; mit den Einstellgewichten 58 die Winkelbetätigungshebe161 für die Gestänge 16
bei Berührung der schiefen Ebenen i i der Hi1Esfahrdrahtleitungen 8 selbsttätig
mitnehmen, wodurch der Hilfsstromabnehmer 133 durch die Drehpunkte 6 an die Hauptfahrdrahtleitung
5 gebracht wird und dabei die Stromabnehmerrolle 3 abgehoben wird. Die Gestänge
16 erhalten verstellbare Gabeln 62. Es kann noch durch die isolierte Anbringung
der Führungsrollen 3 i erreicht werden, daß unabhängig durch die Hilfsfahrdrahtleitungen
8 über das ein- oder mehradrige Kabel 63 Betätigungsstrom für besondere Verwendung
abgenommen werden kann. Ferner geht bei Befahrung von tiefer aufgehängten Fahrdrahtleitungen
der Hilfsstromabnehmer 133 selbsttätig
ohne Hilfsfahrdrahtleitungen
8 an die Hauptfahrdrahtleitung 5 und legt beim Höhergehen unabhängig die abgehobene
Stromabnehmerrolle 3 wieder ein.
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Falls auf der geraden Strecke durch irgendwelchen Zufall die Stromabnehmerrolle
herausspringt oder bei allmählicher Einrichtung der Oberleitung mit den Hilfsfahrdrahtleitungen
ein bereits .nach der Erfindung abgeänderter Stromabnehmer entgleist und dadurch
der Hilfsstromabnehmer an die Fahrleitung zu liegen kommt, kann,ein Stromkreis für
eirie Signalgebung, die aus Glühlampen, Hupen, Glocken, Instrumenten o. dgl. besteht,
geschlossen werden oder auf dein Führerständen dem Personal anzeigen, daß die Stromabnehmerrolle
3 herausgesprungen: ist.