DE469486C - Antriebsanordnung fuer Lokomotiven, bestehend aus einem nicht unter Last anlaufenden Primaermotor und zwei fremderregten, in Leonardschaltung arbeitenden Gleichstrommaschinen - Google Patents

Antriebsanordnung fuer Lokomotiven, bestehend aus einem nicht unter Last anlaufenden Primaermotor und zwei fremderregten, in Leonardschaltung arbeitenden Gleichstrommaschinen

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DE469486C
DE469486C DET32120D DET0032120D DE469486C DE 469486 C DE469486 C DE 469486C DE T32120 D DET32120 D DE T32120D DE T0032120 D DET0032120 D DE T0032120D DE 469486 C DE469486 C DE 469486C
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L9/00Electric propulsion with power supply external to the vehicle
    • B60L9/02Electric propulsion with power supply external to the vehicle using DC motors
    • B60L9/04Electric propulsion with power supply external to the vehicle using DC motors fed from DC supply lines
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
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Description

  • Antriebsanordnung für Lokomotiven, bestehend aus einem nicht unter Last anlaufenden Primärmotor und zwei fremderregten, in Leonardschaltung arbeitenden Gleichstrommaschinen Es sind Differentialtriebwerke für elektrische Lokomotiven oder Fahrzeuge mit Verbrennungsmotorenantrieb bekannt, bei welchen der nicht regelbare oder zum mindesten nicht unter Last anlaufende Hauptmotor als Kraftquelle in Verbindung mit einem kleinen Gleichstrommotor steht und den ersten Wellenstumpf eines Differentialtriebwerkes antreibt; der zweite Wellenstumpf des Differentialgetriebes dient bei diesen bekannten Anordnungen zum Antrieb des Fahrzeugtriebwerkes, während der dritte Wellenstumpf mit einer Gleichstromdynamo ausgerüstet ist. Bei den bekannten Ausführungen ist nun die Regelbarkeit dieses Antriebes sehr beschränkt, weil die Gleichstrommaschinen in der üblichen Weise als selbst erregte Maschinen eingerichtet sind und daher beispielsweise die Spannung der an dem dritten Wellenende des Differentialtriebwerkes angeordneten Dynamo bei kleiner Drehzahl in an sich bekannter Weise instabil wird. Um durch Anhalten dieser Dynamo die höchste Fahrtgeschwindigkeit des Fahrzeuges herzustellen, muß bei den bekannten Anordnungen eine besondere Bremsvorrichtung für die Dynamo zu Hilfe genommen werden.
  • Bekannt sind ferner Anordnungen für Differentialtriebwerke bei rein elektrischen Gleichstromlokomotiven, bei welchen zwei Gleichstrommotoren über ein Differentialtriebwerk gekuppelt werden, zu dem Zweck, ohne energievernichtende Anfahrwiderstände den Zug vom Stillstand bis zur vollen Fahrt beschleunigen zu können. Bei diesem Antrieb erfolgt selbstverständlich die Erregung im allgemeinen von der Gleichstrom führenden Fahrleitung, so daß hier kein Anlaß besteht, im Betrieb zu irgendwelchen fremden Stromquellen für die Erregung der. Motoren zu greifen. Diese bekannte Anordnung eignet sich jedoch nur für den Gebrauch bei Gleichstromlokomotiven., und zur Anwendung auf eine Lokomotive, welche einen nicht regelbaren oder nicht unter Last anlaufenden Hauptmotor als Kraftwelle besitzt, müßteman die Leistung dieses Hauptmotors zunächst mit Hilfe einer Gleichstromdynamo in Gleichstrom umwandeln, was unwirtschaftlich ist und große Verluste bedingt.
  • Diese Mängel der bekannten Anordnung werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß man mindestens eine, in der Regel beide Gleichstrommaschinen mit teilweiser oder gänzlicher Fremderregung ausführt,. wodurch die an sich bekannte Leonardschaltung der Gleichstrommaschinen hergestellt wird. Diese an sich bekannte Schaltung- ergibt in ihrer Anwendung auf die vorstehende Aufgabe nicht nur Vorteile, wie sie der bekannten guten Regelbarkeit des- Leonardantriebes überhaupt entsprechen, sondern sie vermittelt zwei weitere Vorteile, die grundsätzlicher Art sind und sich aus dem Zusammenwirken des Leonar dantriebes mit dem an sich bekannten Differentialtriebwerke ergeben. Wenn man nämlich beispielsweise in der bisher bekannten Weise die höchste Fahrstufe des Antriebes durch eine mechanisch auf den Gleichstromgenerator wirkende Bremse erzielt, so wird hierdurch eine starre nur über Zahnräder geschlossene Verbindung zwischen dem Antriebsmotor und dem Fahrzeugantrieb hergestellt. Hierdurch wird der Antrieb zu den bekannten und gefährlichen Schüttelbewegungen befähigt, die gerade im Falle der Anwendung eines Differentialtriebwerkes mit seinen vielen Zahnrädern schon durch geringe Fehler irgendeines der vielen Zahnräder ausgelöst werden können. Wird dagegen der Gleichstromgenerator bei voll erregtem Feld des Generators dadurch festgehalten, daß man die Erregung des Gleichstrommotors bis auf Null schwächt, so gelingt es niemals, diese Festhaltung Vollständig starr zu machen, sondern es verbleibt ein kleiner, mit der Belastung zunehmender Schlupf des Gleichstromgenerators. Dieser Schlupf rührt von den Energieverlusten, welche in dem Stromkreis der Leonardmaschine unvermeidlicherweise auftreten, also hauptsächlich von der Stromwärme und den Bürstenübergangsverlusten her. Auch wenn man diese möglichst klein wählt, wird dieser Schlupf immerhin je nach der Größe der Maschinen etwa 5 Prozent oder auch mehr der vollen Drehzahl betragen. Da dieser Schlupf mit der Belastung zunimmt, ergibt er eine ausgmeichnete Dämpfung für alle Pendelmomente, die etwa einen Anlaß zu Schüttelbewegungen geben könnten. Die Fremderregung gestattet es auch, den Betriebszustand- in beliebig kleinen Stufen und stoßfrei zu erreichen und insbesondere den Generator bis nahe zu seinem Stillstand stoßfrei und weich zu verzögern. Die Schüttelschwingungen, welche beim Einlegen der mechanischen Bremse bei den bekannten Anordnungen durch die meist heftige Stoßwirkung beim Anhalten des Gleichstromgenerators erzeugt werden, entfallen beispielsweise bei der Anordnung der Erfindung vollständig.
  • Ferner gestattet die Anordnung der Fremderregung gemäß der Erfindung, durch Umpolung der Erregung des Gleichstromgenerators die Gleichstromdynamo rückwärts laufen zu lassen. Hierdurch wird allerdings die Rolle der beiden Maschinen als Gleichstrommotor und Gleichstromdynamo vertauscht, und die mit wachsender negativer Erregung-laufende, mit der Antriebsmaschine unmittelbar zusammenhängende Gleichstrommaschine liefert jetzt als fremderregte Dynamo Gleichstromleistung zu der Gleichstrommaschine an den dritten Wellenstumpf des Differentialtriebwerkes ab, welche jetzt als Gleichstrommotor diese Gleichstromleistung in mechanische Arbeit verwandelt und dem Differentialtriebwerk zuführt. Hierdurch wird erfindungsgemäß die Regelbarken des Antriebes beträchtlich erweitert, ohne daß die Größe der elektrischen Maschinen gesteigert werden muß. Auch wird erst hierdurch dieser Antrieb gegenüber anderen bekannten Anordnungen energiewirtschaftlich und reguliertechnisch überlegen gemacht.
  • Die Abb. i zeigt eine entsprechende Ausführung der Erfindung. 112 ist d°r mit konstanter Drehzahl laufende oder gegebenenfalls nicht unter Last anlaufende Hauptmotor. Dieser hängt mit dem Gleichstrommotor GM durch umittelbare Kupplung zusammen, ferner mittels der Zahnkupplung Z mit einem Wellenstumpf des Differentialtriebwerks D. Die zweite Welle des Differentialtriebwerkes D ist beispielsweise die Blindwelle einer Lokomotive, während die dritte Welle C mit dem Gleichstromgenerator GG zusammenhängt. Erfindungsgemäß werden nun die Gleichstrommaschinen nach der Art des Leonardantriebes mit ihren Ankern aufeinandergeschaltet und mit Fremder-- regung seitens der Erregermaschine EM versehen. Die Erregung des Gleichstrommotors Glhl wird dabei in weiten Grenzen bis auf Null regelbar und außerdem noch umkehrbar eingerichtet.
  • Die Anfahrt dieser Maschinen erfolgt dabei in bekannter -Weise dadurch, daß bei laufendem Primärmotor M über das Differentialgetriebe der. Gleichstromgenerator GG Leistung an den Gleichstrommotor GM abgibt. Die Anwendung der Leonardschaltung gestattet es dabei, diese Leistungsabgabe stetig und stoßfrei regelbar zu machen, und zwar, ohne daß eine Schwächung des Feldes der Gleichstrom-dynamo 00 . nötig wäre. Wenn nämlich die Gleichstromdynamo GG, wie dies mit wachsender Anfahrtgeschwindigkeit nötig ist, schneller laufen soll, so wird einfach die Erregung des Gleichstrommotors GM geschwächt; da lediglich der Gleichstromgenerator GG das der Zugkraft entsprechende volle Anfahrtsmoment herzugeben hat, wird hierdurch die Größenwahl dieses Gleichstromgenerators günstig beeinflußt, da er während des, ganzen Anfahrtsvorganges mit vollem Feld betrieben wird.
  • Erfindungsgemäß wird ferner der Regelbereich der Anordnung dadurch erweitert, daß man den Gleichstromgenerator nunmehr zur weiteren Beschleunigung des Fahrzeuges als Gleichstrommotor rückwärts laufen läßt, wobei die erforderliche Gleiohstromleistung GM geliefert wird. Es geschieht dies einfach dadurch, daß der Feldregler des Gleichstrommotors durch die Nullstellung in Richtung umgekehrter Erregung bewegt wird.
  • Für den Rangierbetrieb bei Bahnen ist es lästig, wenn bei den bekannten Gattungen von Differentialtriebwerken eine oder mehrere Wellen mit voller Geschwindigkeit laufen müssen, weil hierdurch störende Geräusche verursacht werden, und weil ferner hierdurch die -Notwendigkeit der Belastung der Maschinen mit den oft großen Stromspitzen der ersten Anfahrt bei voller Geschwindigkeit der Maschinen nötig ist. Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch beseitigt, claß in der Verbindung zwischen Primärmotor M und Differentialgetriebe D die ausrückbare Zahnkupplung Z eingeschaltet wird. Rückt man diese aus und hält den freien Wellenstumpf des Differentialgetriebes beispielsweise durch die mechanisch wirkende Luftdruckbremse L fest, so kann für die Anfahrtbewegung, ebenso wie für kleine und mittlere Fahrtgeschwindigkeiten, das Differentialtriebwerk als Vorlegantrieb benutzt werden, wobei die Gleichstrommaschine GM als fremderregte Leonarddynatno in an sich bekannter Weise die Gleichstrommaschine GG vor- oder rückwärts anzutreiben vermag. Auch bei dieser Betriebsweise ist auch dann, wenn die Luftdruckbremse L vollständig fest greift, die Entstehung von Schüttelbewegunren dadurch gehindert, daß die beiden Gleichstrommaschinen lose mit einem gewissen Schlupf aneinandergekuppelt sind und dieser Schlupf in der oben erläuterten Weise wie eine kräftig wirkende elektrische Wirbelstrombremse die Schüttelschwingungen abbremst.
  • Setzt man an Stelle der einfachen Zahnkupplung Z ein stufenweise einstellbares Vorgelege, so kann die Zahl der Anfahrtsstufen vermehrt werden, und die Leistungen der Gleichstrommaschinen, welche zwischen den festen Stufen des Zahnradvorgeleges zu vermitteln haben, lassen sich verkleinern. Die mechanischen Schaltungen können dabei, ebenso wie bei der einfachen Zahnkupplung Z nach Abb. i, dadurch erleichtert werden, daß man beispielsweise bei der Ausführung nach Abb. i nach Lösung der Luftdruckbremse L durch Beeinflussung der Erregung des Gleichstrommotors GM diese Gleichstrommaschine Geil @o schnell vor- oder rückwärts laufen läßt, daß unter Berücksichtigung der unter dem Einfluß der bewegten Massen des Fahrzeuges ziemlich unveränderlichen Geschwindigkeit des letzteren das Einrücken der Zähne der Zahnkupplung Z bei geringer kelativgeschwindigkeit der Zähne gegeneinander möglich wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Antriebsordnung für Lokomotiven, bestehend .aus einem nicht unter Last anlaufenden Primärmotor und zwei fremderregten, in Leonardschaltung arbeitenden Gleichstrommaschinen, welche durch ein Ausgleichgetriebe miteinander mechanisch gekuppelt sind, in dem der dritte Wellenstumpf des Ausgleichgetriebes die Fahrzeugräder antreibt, dadurch gekennzeichnet, däß der Primärmotor (M) mit der einen Gleichstrommaschine (GM) mechanisch gekuppelt ist und zur Erweiterung des Regelbereiches bei geringen Geschwindigkeiten die mit dem Primärmotor (M) gekuppelte Gleichstrommaschine (GM) als Motor, die andere (GG) als Generator arbeitet, während umgekehrt bei höheren Fahrgeschwindigkeiten die mit dem Primärmotor (M) gekuppelte Gleichstrommaschine (GM) als Generator und die andere Gleichstrommaschine (GG) mit umgekehrter Drehrichtung als Motor läuft.
DET32120D 1926-07-21 1926-07-21 Antriebsanordnung fuer Lokomotiven, bestehend aus einem nicht unter Last anlaufenden Primaermotor und zwei fremderregten, in Leonardschaltung arbeitenden Gleichstrommaschinen Expired DE469486C (de)

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