DE46895C - Neuerung an Hygrometern - Google Patents

Neuerung an Hygrometern

Info

Publication number
DE46895C
DE46895C DENDAT46895D DE46895DA DE46895C DE 46895 C DE46895 C DE 46895C DE NDAT46895 D DENDAT46895 D DE NDAT46895D DE 46895D A DE46895D A DE 46895DA DE 46895 C DE46895 C DE 46895C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
strip
pointer
length
rack
lever
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT46895D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. ADMIRAAL in Ryp, Gartenstr. 432, Holland
Publication of DE46895C publication Critical patent/DE46895C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N19/00Investigating materials by mechanical methods
    • G01N19/10Measuring moisture content, e.g. by measuring change in length of hygroscopic filament; Hygrometers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Diese Neuerung bezieht sich auf jede Art Hygrometer mit oder ohne automatische Registrirung des jeweiligen Zeigerstandes und bezweckt, bei gröfstmöglicher Empfindlichkeit des Apparates eine gröfstmögliche Dauerhaftigkeit und Kraftwirkung zu erzielen.
Für diese Neuerung ist gefunden worden, dafs, wenn man Pergamentpapier oder einen anderen geeigneten vegetabilischen oder thierischen, porösen Streifen mittlerer Stärke mit einem geeigneten hygroskopischen Stoffe in entsprechend starker Lösung tränkt, dafs dann dieser Streifen, während er sonst an und für sich durch die Feuchtigkeit der Luft nicht merkbar beeinflufst wird, sich in jeder Hinsicht für Hygrometerzwecke vorzüglich eignet. Während also bisher bei den bekannt gewordenen Hygrometern der arbeitende Stoff selbst ein hygroskopischer Körper war, wird bei dem neuen Hygrometer ein widerstandsfähiger, unhygroskopischer Stoff benutzt, welcher in seinen Poren durch Eintauchen in eine hygroskopische Flüssigkeit hygroskopische Stoffe aufnimmt, welche dann dem ersten Streifen die aus der Luft angesaugte Feuchtigkeit mittheilen. Hierbei wird unmittelbar eine Längenänderung des Streifens hervorgerufen, die auf eine Zeigereventuell auf eine Registrirvorrichtung übertragen werden kann.
In der Zeichnung sind in den Fig. 1 bis 22 Hygrometer in den verschiedenen Gröfsen und Modificationen der vorbezeichneten Art dargestellt und bezeichnen in den verschiedenen Figuren die gleichen Buchstaben die gleichen Theile.
A ist der an den Enden zwischen die Klemmen B B eingeklemmte und mit hygroskopischen Stoffen getränkte, ca. ι ο mm breite Pergamentstreifen. Die Construction dieser Klemmen B ist aus Fig. 5 ersichtlich. Die obere Klemme B ist an einer im Schlitten s in-horizontaler Richtung ein- und feststellbaren Stahlfeder C befestigt, so dafs durch die Federkraft dieser Stahlfeder C der eingeklemmte Pergamentstreifen A stets gespannt gehalten ist. Mit der Feder C ist der Hebel M verbunden, welcher in den Hebelarm des Sectors O eingreift. Der Sector O wird zwischen den Spitzen D des Hebels F gehalten und hat seinen Drehpunkt in D. Der Hebel F dreht sich auf der Achse des Zeigers E und ist am vorderen Ende mit einer Einstell- und Feststellvorrichtung H bezw. / versehen. Der Sector O greift in das Zahnrad der. Zeigerachse und kann dieselbe drehen. Bei trockener Luft, also beim Zusammenziehen und Verkürzen des Pergamentstreifens A, wird die Feder C angezogen und der Hebel M sinkt. Der zwischen den Spitzen D gehaltene Sector O macht hierbei eine Bewegung und dreht die Zeigerachse und mit ihr den Zeiger E um ein entsprechendes Stück. Das Segment O hat am entgegengesetzten Ende ein Gegengewicht /, Fig. 12, wodurch die Wirkung der Gewichtsschwere ausgeglichen ist. Wird die Luft feucht, dehnt sich also der Pergamentstreifen A aus, so tritt die entgegengesetzte Bewegung der vorbezeichneten Theile ein und der Zeiger E wird nach entgegengesetzter Richtung gedreht. Zur Einstellung und Regulirung des Zeigers E dient die Ein- und Feststellvorrichtung HJ, Fig. 3.
Die Achse des Knopfes H trägt den kleinen Trieb a, welcher in einen Zahnsector des Hebels F eingreift, Fig. ι und 3. Diese Achse kann durch eine Gegenmutter J am Gehäuse festgestellt und dadurch der Hebel F fixirt werden. Stellt man durch Drehen am Knopf H den Hebel F höher, so mufs auch der Drehpunkt D des Sectors O steigen. Da nun aber hierbei die Feder C ah ihrem Platz verbleibt, so bleibt auch der Hebel M unverändert, und es mufs somit der Sector O steigen und dadurch den Zeiger E drehen. Steht alsdann der Zeiger E richtig, so wird mittelst der Gegenmutter J der Hebel F festgestellt, ohne dafs durch diese Einstellung der eingespannte Pergamentstreifen A irgendwie beeinflufst wird.
Zur Regulirung und Einstellung der Geschwindigkeit und Empfindlichkeit des Zeigers E dient die am entgegengesetzten Ende angebrachte Ein- und Feststellvorrichtung K bezw. L. Durch Drehen am Knopf if wird die Feder C in der Schlittenführung s verschoben und dadurch der Angriffspunkt derselben- verstellt. Hierdurch wird die Hebellänge MD langer oder kürzer und dadurch die Empfindlichkeit des Zeigers bezw. die Länge des Zeigerweges kleiner oder gröfser. Ist diese Einstellung richtig, so wird mittelst Gegenmutter L die Feder G in der eingestellten Lage fixirt und festgestellt.
Soll das vorbeschriebene Hygrometer selbstthätig registriren, so ist folgende Registrirvorrichtung an demselben angebracht. In den Trieb der Zeigerwelle greift die Zahnstange P, welche am oberen Ende in die gleich grofsen Zähne des Zahnrades g eingreift. Mit diesem Rade g ist das gröfsere Zahnrad f fest verbunden, so dafs, wenn die Zeigerwelle eine volle Umdrehung macht, auch das Rad f nur eine Umdrehung vollführt. Die Räder f und g besitzen neben den Zähnen Ränder, so dafs die Zähne der Zahnstange leicht den Bodenkreis der Räder berühren. Der Theilkreis des Rades f ist in seinem Umfang etwas kleiner als die Trommelbreite, auf welche das Papier zum Registriren gespannt ist. Eine in der Breitenrichtung der Registrirtrommel. angeordnete Zahnstange T greift in das Zahnrad^ und trägt am Ende eine Büchse V, in welcher ein Glasröhrchen R mit flüssiger Tinte sich mit Leichtigkeit auf- und niederbewegen kann und welches die Bewegung der Zahnstange T mitmachen mufs. Dieses mit Tinte gefüllte und mit einer Spitze versehene Röhrchen drückt unausgesetzt auf das darunter befindliche, auf die Registrirtrommel gespannte Registrirpapier. Das Ende der Zahnstange T ist mit einem Laufrädchen W versehen und findet dasselbe Auflage auf der geschlitzten Laufschiene U, so dafs das Gewicht der Zahnstange T und der Büchse V Von der Schiene U aufgenommen und die Bewegung der Zahnstange T mit möglichster Leichtigkeit erzielt ist: Aus Fig. 8 und .9, Blatt II, ist ersichtlich, dafs die vorbezeichnete Registrirvorrichtung beim Aufbringen von frischem Registrirpapier auf die Trommel um ca. 900 abgeklappt werden kann, so dafs die Registrirvorrichtung das Aufbringen des Papiers auf die Registrirtrommel in keiner Weise hindert.
Es ist einleuchtend, dafs der Zeigerstand des Hygrometers und die Stellung des Registrirstiftes mit einander übereinstimmen und bei der Verstellung bezw. Einstellung des Zeigers durch Knopf H übereinstimmend bleiben müssen. Dies ist auch bei der vorliegenden Construction der Fall. Dreht man mittelst Knopfes H den Zeiger, so wird auch vollkommen selbstthätig durch den auf der Zeigerachse befindlichen Trieb die Zahnstange P und durch diese das Zahnrad g und f mit der Zahnstange T, an welcher der Schreibstift R sitzt, entsprechend fortbewegt. Damit am Zahrirade f und der Zahnstange T stets dieselben Zähne in Eingriff bleiben, ist über der letzteren ein Drehstück S angeordnet, durch welches verhindert wird, dafs die Zähne zwischen der Zahnstange T und dem Zahnrade f wechseln.
Bei der Hinzufügung der vorbeschriebenen Registrirvorrichtung ist, wie leicht zu erkennen ist, das Gegengewicht J am Sector O über-· flüssig, da dieses durch die entgegengesetzte Wirkung" der Zahnstange P ersetzt wird.
Die Trommel mit dem aufgespannten Regis trirstreifen wird in bekannter Weise durch ein Zahnrad χ von einem Uhrwerk aus in zeitentsprechende Umdrehung versetzt. Die Trommel besitzt an entsprechender Stelle einige vortretende Spitzen, an welchen der Registrirstreifen angeheftet wird. Die Uhr zur Drehung der Registrirtrommel kann innerhalb der Trommel selbst oder unterhalb derselben oder sonstwie angebracht werden, welche Anbringung auf das Wesen der Erfindung keinen Einflufs ausübt und sich in jedem besonderen Falle ganz von selbst ergiebt.
Die vorbeschriebenen Neuerungen am Hygrometer gewähren u. A. folgende wesentliche Vorzüge und Vortheile:
1. Der präparirte Pergamentstreifen A kann in einfachster und schnellster Weise aus dem Hygrometer entfernt und durch einen neuen Pergamentstreifen ersetzt werden, ohne dafs der Apparat aus einander genommen zu werden braucht.
2. Durch die Verwendung eines Pergamentstreifens wird eine ungemeine Festigkeit und Haltbarkeit des arbeitenden und von der zu messenden Feuchtigkeit beeinflufsten Streifens erzielt.
3. Der Apparat besitzt eine ungemeine Empfindlichkeit. Versuche haben gezeigt, dafs der. geringste Athemhauch schon genügt, um eine
merkbare Verstellung des Zeigers zu bewirken. Die Längenausdehnung des Pergamentstreifens ist so bedeutend,. dafs man dem Zeiger, wenn nothwendig, mehr als eine volle Umdrehung am Zifferblatt geben kann.
4. Durch die Verwendung des widerstands-. fähigen Pergamentstreifens wird beim Zusammenziehen eine bedeutende Kraft entwickelt, welche der Pergamentstreifen bis in ziemlich hohe Grenzen hinauf verträgt, ohne dafs derselbe zerreifst.
5. Der Stand des Zeigers, sowie auch die Geschwindigkeit bezw. Empfindlichkeit desselben sind durch besondere Vorrichtungen genau einstellbar, ohne dafs der Pergamentstreifen irgendwie durch diese Einstellvorrichtungen beeinfiufst wird.
6. Die Ausdehnung der Metalltheile durch die Wärme hat bei den vorbeschriebenen Hygrometern in keiner Weise einen. Einflufs auf die Zeigerstellung, so dafs letztere ein unmittelbarer und ausschliefslicher Erfolg der Längenänderung des eingeklemmten Papierstreifens ist. . . ·
7. Das vorbeschriebene Hygrometer ist in einfachster Weise in · ein selbstregistrirendes
- Hygrometer umzuwandeln, was für die Zwecke der Meteorologie und alle die Fälle, in welchen eine selbstthätige Registrirung der Feuchtigkeitsverhältnisse während einer bestimmten Zeitdauer nothwendig ist, von gröfster Wichtigkeit. Es ist ohne Weiteres ersichtlich, dafs man an Stelle eines präparirten Pergamentstreifens auch jeden anderen vegetabilischen oder thierischen Stoff verwenden kann, und dafs es nur nothwendig ist, dafs derselbe geeignet ist, in seinen Poren die Lösung hygroskopischer Stoffe aufzunehmen, und dafs er genügend, Widerstand gegen Zerreifsen bietet.

Claims (4)

Patent-Ansprüche: An Hygrometern:
1. die Anwendung eines zwischen eine feste und eine bewegliche Klemme B B festgeklemmten vegetabilischen oder thierischen porösen Streifens A, welcher durch Präparation mit einer hygroskopischen Flüssigkeit selbst hygroskopisch und dadurch für Längenveränderungen empfindlich gemacht ist, zu dem Zwecke, um durch Längenveränderurigen des Streifens den Feuchtigkeitsgehalt am Hygrometer bestimmen zu können;
2. die Verbindung des unter 1. angegebenen Streifens A mit einer gespannten Feder C, dem Hebel M, dem Sector O und der Welle des Zeigers E, zu dem Zwecke, um die Längenänderung des Streifens A auf den Zeiger E zu übertragen; ; .
3. die axiale Verstellbarkeit der Feder C mit Hebel M durch Schraube K mit Feststellmutter L, zu dem Zwecke, um die Geschwindigkeit bezw. Empfindlichkeit des Zeigers E ohne Beeinflussung des ein-
' gespannten Streifens A einstellen zu können;
4. die Hinzufügung einer selbstthätigen Registrirvorrichtung, bestehend aus der in den Zeigertrieb eingreifenden Zahnstange P, den Zahnrädern g und f und der mit Registrirstift R versehenen Zahnstange T, in Verbindung mit der durch Uhrwerk bewegten und das Registrirblatt tragenden Registrirtrommel, zu dem Zwecke, um die Längenänderung des Arbeitsstreifens A selbsttätig zu registriren.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT46895D Neuerung an Hygrometern Expired - Lifetime DE46895C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE46895C true DE46895C (de)

Family

ID=321971

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT46895D Expired - Lifetime DE46895C (de) Neuerung an Hygrometern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE46895C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2005441A1 (de) Vorrichtung zur Konstanthaltung eines Spannungszustandes in einer zwischen aufeinanderfolgenden Antriebswalzen laufenden Materialbahn
DE2207935A1 (de) Einstellbare Halterung für eine Abstreichklinge im Inneren einer drehbaren Schablone einer Druckmaschine für Streifenmaterial
DE46895C (de) Neuerung an Hygrometern
CH401517A (de) Waage mit Tariervorrichtung
DE2443692B2 (de) Verfahren und vorrichtung zur messung des steigungswinkels von mit einer drehung versehenen garnen
DE504439C (de) Vorrichtung zum UEberwachen und Anzeigen des Feuchtigkeitsgrades einer Bahn aus Papier o. dgl.
DE395402C (de) Verfahren und Einrichtung zum Ausgleichen der Bildwanderung bei kinematographischen Apparaten mit stetig bewegtem Bildband
DE486788C (de) Geraet zum fortlaufenden Anzeigen der Staerkeaenderung eines Messgutes
DE494624C (de) Einrichtung zur mechanischen Einstellung beliebiger Gliederlin Abhaengigkeit von Messgeraeten
DE862791C (de) Kombinierte Einstellung fuer Rundfunkempfaenger
DE809369C (de) Photographisches Vergroesserungsgeraet mit selbsttaetiger Scharfstellung
DE408203C (de) Vorrichtung zum Anzeigen und Registrieren der Geschwindigkeit von Motorfahrzeugen
DE353287C (de) Antrieb fuer die Andruckwalze von Rotationsvervielfaeltigungsvorrichtungen und aehnlichen Kleinmaschinen
DE378850C (de) Maschine zum Auftragen von Farbe oder Klebstoff auf Papier oder Stoffbahnen
DE827477C (de) Federzugregister fuer Webstuehle
DE935729C (de) Druckmaschine zum Drucken von veraenderlichen Formaten
DE1082602B (de) Einstellvorrichtung fuer die Heberwalze in Druckmaschinen
DE628772C (de) Vorrichtung zum Auswerten von Indikatordiagrammen, die in Polarkoordinaten aufgezeichnet sind
DE510947C (de) Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmaessigen Teilung an einer Personenwaage mit Druck- und Anzeigevorrichtung
DE262050C (de)
DE881113C (de) Messgeraet
DE828602C (de) Vorrichtung zur mechanischen Messung der relativen Feuchtigkeit von Gasen
DE717839C (de) Einrichtung zum Aufspannen von Dehnungsmessern
DE129514C (de)
DE622704C (de) Auf verschiedene Arbeitsbreite einstellbarer Handkultivator