DE465601C - Maschine zum Bekleben von Schachtelraendern mit Papierstreifen - Google Patents
Maschine zum Bekleben von Schachtelraendern mit PapierstreifenInfo
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Description
- Maschine zum Bekleben von Schachtelrändern mit Papierstreifen Mit erheblichem Aufwand für Arbeitslohn wurde bisher bei Schachteln besserer Ausführung, namentlich solchen mit sogenanntem Vorstehrand, der Boden- bzw. auch Deckelrand mit einem schmalen Papierstreifen, der sich dem Randprofil anpaßt und auf Boden-oder Deckel-) und Umfangsfläche der Schachtel hinübergreift, von Hand beklebt. Erfindungsgemäß soll diese Arbeit in mindestens gleichwertiger Weise maschinell ausgeführt werden. Es geschieht so, daß mit der von einem umlaufenden Dorn getragenen Schachtel ein Werkzeug oder ein Werkzeugsatz zusammenwirkt, der den zugeführten und klebfähig gemachten Papierstreifen allmählich oder schrittweise aus der flachen Form in Winkelform überführt und ihn dabei schLeßlich dem Profil der zu bedeckenden Randteile anschmiegt und anpreßt. Das Nähere hierüber wird sich bei der Erläuterung der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtungen zur Ausführung der besagten Arbeit ergeben.
- Abb. r stellt zunächst einen Schachtelrumpf a dar, dessen über die Umfangsfläche hinaustretender Boden b den sogenannten Vorstehrand b' ergibt- Diesen umfaßt der im Profil dreimal winklig gebrochene Randstreifen c, der den vorstehenden Rand b' übergreift und sich mit dem restlichen Teil seiner Breite der Schachtelumfläche anlegt.
- Abb. 2 zeigt den Aufriß, Abb.3 den Grundriß einer für runde Schachteln geeigneten Vorrichtung.
- Abb. q veranschaulicht in mehr schemaescher Darstellungsweise einen bestimmten Arbeitsgang.
- Die Abb. 5, 6, 7 sind Profile des mit dem Spreizdorn zusammenwirkenden Werkzeuges nach den Radien tv-z, x-z, y-z.
- Der als Träger von Schachtelwerkstücken zwecks anderweiter Bearbeitung bekannte Spreizdorn besteht aus den im hopf r der Büchse a geführten Bogenstücken 3, die durch Federn.1 einwärts, durch den Spreizdorn 5 auswärts bewegt werden können. In den Abbildungen trägt der erweiterte Dorn das Schachtelwerkstück a. Die Antriebswelle 6 wird durch eine nicht gezeichnete Einumlaufkupplung nach jeder Volldrehung selbsttätig stillgesetzt. Sie bewirkt gewisse Steuerungsvorgänge und treibt durch das Räderpaar 7, S den Spreizdorn mit geringer Übersetzung ins Schnelle, so daß er sich jedenfalls mehr als um eine Volldrehung dreht. Ein drittes Zahnrad o hat die gleiche Zähnezahl wie das Zahnrad 7 und dient zum Antrieb der Steuerwelle i o, die sich also bei jeder Volldrehung der Antriebswelle auch um 36o° dreht.
- Längs der Zuführungsbahn tr für den Papierstreifen c bewegt sich der Greifer 12, dar auf den durch ihn hindurchgeführten Papierstreifen mit der Blattfeder 13 drückt. Er schiebt, gesteuert durch eine Kurvenscheibe 14 und einen Mitnehmer 15, den von. der Spule C kommenden Papierstreifen jeweils so weit vor, daß sein Anfang zwischen de-n. Spreizdorn und die Gegendruckwalze 16 tritt.
- Der Papierstreifen C muß klebfähig und feucht sein, um an dem Schachtelrand zu haften und sich seinem Profil anzuschmiegen. In dem der Zeichnung zugrunde liegenden. Falle ist angenommen, daß er schon vor dein Aufspulen mit Klebstoff versehen worden ist, der nur der Anfeuchtung bedarf. Diese Anfeuchtung geschieht durch die Feuchtwalzc: 17, die. aus dem Gefäß 18 benetzt wird. Der Streifen kann aber auch erst in der Vorrichtung selbst mit Klebstoff versehen werden.
- Als mit dem Spreizdorn zusammenwirken des Werkzeug zum Profilieren und Andrücken des Streifens C dient die in einer Gradführung verschiebbare Backe i9, die durch die Hubscheibe 2o und den Finger 2 i im Zusammenwirken mit einer Feder 22 gesteuert, d. h. bei Beendigung der Arbeit zurückgezogen und nach Beginn der Spreizdorndrehung wieder vorgeschoben wird, um das Aufstecken und Abnehmen des Werkstückes zu ermöglichen. Ist die Backe vorgeschoben (Abb. 4), so übergreift sie mit ihrem profilierten Rand denjenigen des Werkstückes. Das Randprofil der Backe ist an verschiedenen Stellen der Backenhöhe verschieden, doch so, daß das Profil nach Abb. 5 über dasjenige nach Abb. 6 allmählich in das Profil nach AbU.7 übergeht. Zuerst wendet also das winkelförmige Profil der Backe der Kante des vorspringenden Schachtelrandes eine gerade, parallel zur Achse verlaufende Liniev zu (Abb. 5), in der weiterhin eine Furche u erscheint (Abb. 6), die sich gegen das Backenende hin verschmälert (Abb. 7). Dabei tritt zugleich die Linie v weiter gegen den Spreizdorn vor und verdickt sich der flanschartige Vorsprung t der Backe. Die Wirkung mag ungefähr der des Bandeinfassers der Nähmaschinen vergIeichbar sein, insofern der ursprünglich flache Streifen beim Durchlaufen des sich allmählich verengenden und umgestaltenden Durchganges zwischen Spreizdorn und Backe nach und nach in die mit Bezug auf Abb. 1 beschriebene Form übergeführt und dabei an den Schachtelrand angedrückt wird. Die über eine Volldrehung hinausgehende Umdrehung des Spreizdornes bewirkt das Glätten des Streifens.
- In einem gewissen Zeitpunkt des Spreiz dornumlaufes, in dem das Ende der vom Schachtelumfang erforderten Streifenlänge über das Untermesser 23 hinweggeht, wird das durch Hubscheibe 24 und Hebel 25 ge steuerte Obermesser 26 wirksam. , Nachzutragen ist noch, daß die das einstweilige Anheften des noch flachen Streifens bewirkende Gegendruckrolle 16 durch den Hebel 27 und die Hubscheibe 28 auf der Steuerwelle i o gesteuert wird, -tun das Aufstecken und Abnehmen des Werkstückes zu ermöglichen, und daß die Hubscheibe 29 auf der Anthiebswelle 6 im Verein mit dem Hebel 30 und dem Stab 31 zur Steuerung des Spreizdornes dient.
- Handelt es sich um urrunde Schachteln, z. B. um solche von sechseckiger oder elliptischer Grundform, so muß die Backe i9 ersetzt werden durch einen Werkzeugsatz, dessen Glieder sozusagen verschiedene Stellen des Backenprofils vertreten und unbeschadet ihrer Einwirkung auf den hindurchlaufenden Streifen C dem Vorspringen und Zurücktreten des Schachtelrandes beim Umlauf des Werkstückes folgen können. Der die Schachtel tragende Dorn kann auch hier ein Spreizdorn sein. In Abb. 8 ist der schematische Aufrdß der abgeänderten Vorrichtung gezeichnet, die Abb. 9, io, i i geben die Profile dreier den Werkzeugsatz bildender Rollen an. Von diesen Rollen entspricht die mit 16 bezeichnete der schlichten Gegendruckrolle der erstbeschriebenen Vorrichtung; auch sie wirkt nur auf die Kante des vorstehenden Randes ein. Dagegen sind bei den Rollen 32 und 33 die Profile der Abb. 6 und 7 wiederzuerkenneu, D;ie Tragarme 34, 35, 36 schwingen, doch unabhängig voneinander, um einen gemeinsamen Drehbolzen 37 und werden durch Federn 38 und 39 gegeneinandergezogen, wobei sie natürlich auch gegen das urrunde Werkstück . herangezogen werden. Einer Steuerung bedarf es nur insofern, als zum Behufe des Aufsteckens und Wegnehmens der Werkstücke die drei Walzen auseinandergetrieben und vom Werkstück eiltfernt werden müssen. Zu diesem Behufe greift zwischen die Arme 35 und 36 eine an einem -Gleitstück gelagerte Rolle 4o, die die Feder 41 nach links zu ziehen, die Hubscheibe 42 nach rechts zu schieben strebt. Werden bei der Linksverschiebung der Rolle 40 zunächst die Arme 35 und 36 auseinandergespreizt, so wirkt Arm 35 hierbei mit seinem Vorsprung 43 auch auf den Arm 34 ein.
- Statt der drehbaren Rollen 16, 32, 33 könnten die Arme 34, 35, 36 auch entsprechend gestaltete Backen oder Köpfe tragen, deren richtige Profilierung aber schwieriger sein würde als diejenige der drehbaren Rollen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Bekleben von Schachtelrändern mit Papierstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß mit der von einem umlaufenden Dorn getragenen Schachtel ein Werkzeug (i 9) oder ein Werkzeugsatz (16-33-33) zusammenwirkt, der den Querschnitt des zugeführten, klebfähig gemachten Papierstreifens allmählich oder schuttweise aus der flachen Form in Winkelform überführt und ihn dabei schließlich dem Profil der zu bedeckenden Randteile anschmiegt und anpreßt. z. Maschine nach Anspruch i zum Be kleben runder Schachteln, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug aus einer mit ihrem konkaven Rand den Schachtelrand auf einen gewissen Zentriwinkel begleitenden bzw. umfassenden Backe (i c» besteht, wobei der besagte Backenrand unter .gleichzeitiger Annäherung an den Schachtelrand aus einem ursprünglich flachen oder annähernd flachen Profil in das den zu bedeckenden Randteilen der Schachtel entsprechende Profil übergeht. 3. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugsatz aus mehreren dem Umfange der Schachtel nach aufeinanderfolgenden Rollen (16, 33, 33) von verschiedenem, bei der ersten Rolle flachem oder annähernd flachem, bei der letzten Rolle dem Profil der zu bedeckenden Randteile der Schachtel entsprechendem Profil besteht. ¢. Maschine nach Anspruch i zum Bekleben insbesondere unrunder Schachteln, dadurch gekennzeichnet, daß die Glieder des Werkzeugsatzes (16-3a-33) derart unabhängig voneinander beweglich sind, daß sxe dem Vortreten und Zurückspringen des Schachtelrandes bei der Drehung unrunder Schachteln folgen können.
Priority Applications (1)
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| DEA50097D DE465601C (de) | 1927-02-20 | 1927-02-20 | Maschine zum Bekleben von Schachtelraendern mit Papierstreifen |
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| DE465601C true DE465601C (de) | 1928-09-22 |
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Family Applications (1)
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| DEA50097D Expired DE465601C (de) | 1927-02-20 | 1927-02-20 | Maschine zum Bekleben von Schachtelraendern mit Papierstreifen |
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| DE (1) | DE465601C (de) |
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1927
- 1927-02-20 DE DEA50097D patent/DE465601C/de not_active Expired
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