DE462980C - Einrichtung zur Schwingungserzeugung mittels Elektronenroehren - Google Patents

Einrichtung zur Schwingungserzeugung mittels Elektronenroehren

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DE462980C
DE462980C DET27190D DET0027190D DE462980C DE 462980 C DE462980 C DE 462980C DE T27190 D DET27190 D DE T27190D DE T0027190 D DET0027190 D DE T0027190D DE 462980 C DE462980 C DE 462980C
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03BGENERATION OF OSCILLATIONS, DIRECTLY OR BY FREQUENCY-CHANGING, BY CIRCUITS EMPLOYING ACTIVE ELEMENTS WHICH OPERATE IN A NON-SWITCHING MANNER; GENERATION OF NOISE BY SUCH CIRCUITS
    • H03B5/00Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input
    • H03B5/08Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input with frequency-determining element comprising lumped inductance and capacitance
    • H03B5/10Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input with frequency-determining element comprising lumped inductance and capacitance active element in amplifier being vacuum tube

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  • Selective Calling Equipment (AREA)
  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Schwingungserzeugung mittels Elektronenröhren Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltung für Elektronenröhren zur Verstärkung, Schwingungserzeugung oder Gleichrichtung, welche es ermöglicht, durch äußere Mittel die charakteristischen Röhreneigenschaften zu verändern. Die Schaltung ist schematisch in Abb. i der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Es bedeutet E eine Elektronenröhre, j und a die Anschlußstellen für den Gitter- und Anodenkreis, R,, einenWiderstand, der beiden Kreisen gemeinsam ist (»Verkettungswiderstand«). Ein im Anodenkreis fließender Strom erzeugt an dem Verkettungswiderstand einen Spannungsabfall, welcher über die im Gitterkreis liegenden Apparate auf das Gitter wirkt. Das Verhalten der Röhre wird durch den Verkettungswiderstand in der in Abb. 2 der Zeichnung dargestellten Weise beeinflußt. Es stellen die Schaulinien i bis 5 den Anodenstrom in Abhängigkeit von der Gitterspannung dar, und zwar Schaulinie i ohne Verkettungswiderstand, 2 mit einem Verkettungswiderstand von beispielsweise 2 ooo Ohm, Schaulinie 3 mit .l 000 Ohm, 4. mit 6 ooo Ohm und 5 mit 8 ooo Ohm. Man ist demnach in der Lage, durch geeignete Bemessung des Verkettungswiderstandes die Steilheit einer Elektronenröhre auf jeden beliebigen Betrag herabzusetzen.
  • Die Wirkung des Verkettungswiderstandes ist eine ähnliche wie die eines wesentlich größeren Vorschaltwiderstandes nur im Anodenkreis. Für den geradlinigen Teil der Charakteristik ist die Wirkung in beiden Fällen dieselbe; der Vorteil des #lerkettungswiderstandes ist in diesem Falle nur sein geringer Betrag. An den Krümmungsstellen der Charakteristik ist aber das Verhalten der Röhre mit Verkettungswiderstand ein anderes als mit Vorschaltwiderstand, und zwar kann die Krümmung der Kurve im ersten Falle wesentlich schärfer sein als im zweiten, eine Eigentümlichkeit, welche für die Anwen-<lung der Schaltung zu Gleichrichterzwecken von Bedeutung ist.
  • Die besondere Bedeutung eines solchen schalttechnischen Verfahrens zur Herabsetzung der Steilheit liegt darin, daß dieser Verkettungswiderstand einerseits beliebig gewählt und anderseits periodisch geändert werden kann. Schon bei dem Audion ist es bekannt, daß man zur gleichzeitigen Erzielung des Detektor- und Verstärkereffektes den Ruhepunkt des Gitterpotentials nach :Maßgabe der einfallenden Schwingungen herunterdrückt, also in Gebiete geringerer Steilheit, da nur dadurch eine Detektorwirkung möglich ist. Andererseits bewirkt eine periodisch erfolgende Herabsetzung der Steilheit bei der Erzeugung und Verstärkung von Wechselströmen eine Modulation, wie in der folgenden Beschreibung durch zahlreiche Anwendungsbeispiele dargelegt ist. Es ist bekannt, daß man jeden periodischen Modulationsvorgang von Schwingungen als ein gleichzeitiges Vorhandensein mindestens zweier voneinander verschiedener Frequenzen auffassen kann. Die Modulation bedeutet also ganz allgemein das Vorhandensein mehrerer Frequenzen. Wie im folgenden dargelegt wird, können gemäß der vorliegenden Erfindung, also auf rein schalttechnischem Wege, tatsächlich gleichzeitig .mehrere voneinander verschiedene Frequenzen in einer Röhre gesteuert oder automatisch erzeugt werden.
  • Schaltet man dem in Abb. r dargestellten Widerstand R" einen Kondensator parallel, so erhält der Verkettungswiderstand einen komplexen Wert. Erfindungsgemäß werden dadurch zwei zeitlich verschiedene elektrische Vorgänge moduliert und selbsttätig ausgelöst, indem zeitlich schnell verlaufende Vorgänge im wesentlichen ungehindert über den Kondensator verlaufen, während langsamere im wesentlichen den Weg über den Ohmschen Zweig wählen und dadurch das Gitterpotential in der Hauptsache nur im ,Takte der langsameren Vorgänge beeinflussen. Dieses Verhalten der vorerwähnten Schaltung macht sie für den Nachweis elektromagnetischer Schwingungen geeignet. Abb.3 ,der Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel für diesen Zweck. In dem aus der Selbstinduktion L und der Kapazität C bestehenden Schwingungskreise werden die Schwingungen aufgenommen, z. B. durch Kopplung mit einer Antenne. Die Schwingungen werden durch die Röhre verstärkt und gleichgerichtet, und zwar wird die Gleichrichterwirkung im wesentlichen durch den verstärkten Anodenstrom hervorgerufen, der an dem Verkettungswiderstand einen Spannungsabfall bewirkt, welcher das mittlere Gitterpotential herabdrückt. Durch das Vorhandensein des Parallelkondensators K" geschieht dieser Vorgang langsamer als im Schwingungstempo, in ähnlicher Weise wie bei dem bekannten Audion. Der gleichgerichtete Strom kann durch ein im Anodenkreis eingeschaltetes Instrument, z. B. durch das in Abb. 3 dargestellte Telephon T, nachgewiesen werden. Die Schaltung und ihre Wirkungsweise ist dem bekannten Audion sehr ähnlich, hat jedoch diesem gegenüber den Vorteil, daß die Aufgabe, das Gitterpotential herabzudrücken, nicht den einfallenden schwachen Schwingungen, sondern dem bereits verstärkten Strom im Anodenkreis zugewiesen wird. Es wird auf diese Weise eine höhere Empfindlichkeit erzielt.
  • In Verbindung mit seiner Rückkopplungsschaltung zur Schwingungserzeugung hat der Verkettungswiderstand mit Parallelkondensator die Wirkung, daß die Schwingungen unter Umständen rhythmisch ein- und aussetzen. Die Frequenz des Ein- und Aussetzers ist in erster Linie bestimmt durch die Zeitkonstante des Gebildes Widerstand mit Parallelkapazität, ferner sind aber auch maßgebend dafür die Dämpfung des Schwingungskreises, welche die Schnelligkeit des An- und Abklingens bestimmt, der Rückkopplungsgrad und die sonstigen Betriebsverhältnisse. Im allgemeinen wird die Frequenz des Ein- und Aussetzers irr akustischen Bereiche liegen, wenn .der rückgekoppelte Röhrengenerator an sich hochfrequente Schwingungen erzeugt. Es wird auf diese Weise ein Verfahren zur Erzeugung hörbarer Schwingungen mit hochfrequentem Trägerstrom gewonnen.
  • Einen besonders starken Einfluß auf diesen selbsttätigen Modulationsvorgang hat die Vorspannung des Gitters. In Abb. q. ist als Ausführungsbeispiel eine Anordnung zur Schwingungserzeugung mit einem zum Zwecke der selbsttätigen Modulation eingefiigten Verkettungswiderstand dargestellt. Dabei ist mit Hilfe des Potentiometers P die Möglichkeit einer veränderlichen Einstellung der Gittervorspannung gegeben. Von besonderer technischer Bedeutung ist in diesem Falle die Abhängigkeit des Anodengleichstroms J, und des mittleren Wechselstroms 1S im Schwingungskreis von der Gittervorspannung. Diese Beziehung ist in der Abb. 5 als Schaulinienbild dargestellt, und zwar in Schaulinie r ohne Verkettungswiderstand, in Schaulinie a mit einem Verkettungswiderstand von etwa q. 000 Ohm, in Schaulinie 3 mit einem solchen von etwa 8 ooo Ohm. Die Kapazität des Parallelkondensators war in den beiden letzten Fällen von der Größenordnung o,o t # t F, die Wellenlänge der hochfrequenten Schwingungen von der Größenordnung z km. Die Kurven der Abb. 5 stellen also sowohl die Abhängigkeit des Anodengleichstroms wie auch die des Wechselstroms im Schwingungskreis von der Gitterspannung dar; verschieden gewählt sind lediglich die Maßstäbe der Ordinaten. Die in der Schaulinie t dargestellte Beziehung ist bereits bekannt. Es tritt beim Verändern der Gittervorspannung, von einem stark negativen Werte ausgehend nach der positiven Richtung hin, an eineue stelle ein plötzliches Einsetzen der Schwingungen auf; bei weiterer Erhöhung des Gitterpotentials nimmt die Amplitude der Schwingungen nur mäßig zu, im allgemeinen mit geringerer Steilheit, als der Steilheit der statischen Röhrencharakteristik entspricht. Beim Zurückgehen der Gittervorspannung nach der negativen Seite hin reißen die Schwingungen an einer anderen Stelle wieder ab, als sie vorher eingesetzt hatten. Die Schaulinie weist also eine Hysteresisschleife auf. Aus diesem Verhalten sind bekanntlich die ungünstigen Ergebnisse mit der so genannten unmittelbaren Gitterbesprechung von Röhrensendern für drahtlose Telephonie zu erklären, bei welcher die Gittervorspannung im Rhythmus der Sprache verändert wird; denn durch diese Hysteresisschleife und die sprunghafte Änderung der Steilheit der in Betracht kommenden Kennlinie entstehen erhebliche Verzerrungen. Erfindungsgemäß werden diese Verzerrungen durch den Verkettungswiderstand stark herabgesetzt. Die Schaulinie 2 in Abb. 5 läßt erkennen, daß durch den Verkettungswiderstand die Hvsteresisschleife stark zusammengedrückt und die Höhe des Kennliniensprungs ermäßigt wird. Der Parallelkondensator verhindert dabei eine wesentliche Herabsetzung der Intensität der hochfrequenten Schwingungen. Der Verlust in dem Verkettungswiderstand läßt sich durch eine geringe Erhöhung der Anodengleichspannung ausgleichen. Es ist bereits .bekannt, claß man lediglich durch lose Rückkopplung die Hysteresisschleife und die sprunghaften Änderungen der Kennlinie herabsetzen kann; dabei wird aber eine geringere Leistungsausbeute des Senders infolge der losen Rückkopplung unvermeidlich, während sich bei der Verkettungsschaltung eine derartig weitgehende Lockerung der Rückkopplung nicht notwendig macht.
  • Im Falle verhältnismäßig fester Rückkopplung bleibt ein Sprung der Kennlinie bestehen; es ist aber mit Hilfe des Verkettungswiderstandes möglich, die Hysteresisschleife sehr eng zusammenzudrücken, so daß sie für viele technische Anwendungen keinen Nachteil mehr bedeutet. Bei fester Rückkopplung wird auch die Steilheit vor und nach dem Sprung außerordentlich gering, und es entsteht letzten Endes eine Kennlinie von der in Abb.6 dargestellten Form. Sieht man ganz von dem Vorhandensein hochfrequenter Schwingungen ab und betrachtet lediglich die Beziehungen zwischen dem Anodengleichstrom und der Gittergleichspannung, so hat man mit der Kennlinie nach Abb. 6 eine außerordentlich hohe (theoretisch unendlich große) Steilheit mit sehr scharfer Begrenzung nach oben und unten gewonnen, wofür sich eine Reihe von technischen Anwendungsgebieten ergibt. In Betracht kommen z. B. die Messung des Scheitelwertes von Wechselspannungen sowie sonstige Wechselspannungsmessungen für «-elche die Verwendung von Elektronenröhren bereits vorgeschlagen ist, welche aber wegen des allmählichen Anstiegs der statischen Kennlinie infolge der Maxwellschen Geschwindigkeitsverteilung der Elektronen über eine bestimmte Grenze der Genauigkeit bisher nicht gebracht werden konnten, wie von S c h o t t k y näher nachgewiesen worden ist (Wissenschaftl. Veröffentlichungen des Siemens-Konzerns, Bd. i, Heft 2, S. i io). Mit Hilfe der Verkettungsschaltung läßt sich ein beinahe plötzlicher Kennlinienanstieg erreichen und die IVIeßgenauigkeit für Wechselspannungen erheblich steigern. Eine Grenze ist dabei nur durch die Frequenz gezogen, insofern als die Frequenz der Hilfsschwingung verhältnismäßig groß gegenüber der zu messenden sein muß.
  • Weitere wertvolle Anwendungen für eine Verstärkeranordnung mit einer Kennlinie nach Abb.6 ergeben sich überall da, wo die Aufgabe besteht, mit außerordentlich geringen Reizen einen verhältnismäßig starken Strom auszulösen, und ferner die Forderung gestellt wird, daß der ausgelöste Strom einen bestimmten Wert unabhängig von der -Stärke des Reizes annimmt. Ein Beispiel für eine solche Anwendung ist die Befreiung von starken atmosphärischen Störungen beim Empfang drahtloser Signale. Während die Signale hinsichtlich ihrer Amplitude während der ganzen Zeichendauer konstant bleiben, sind die Schwingungshöhen der Störungen verschieden. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Zeichenamplitude gerade mit der Störamplitude zusammenfällt, ist weiterhin außerordentlich gering. Stellt man nun beim Arbeiten mit einer Röhre, deren Charakteristik die Form der Abb.6 hat, das Ruhepotential am Gitter kurz vor den unteren Anspringpunkt, derart, daß die Scheitelwerte der Signale gerade genügen, um den Sprung des Anodenstroms auszulösen, so werden Störungen, deren Amplitude geringer als die Zeichenamplitude ist, völlig unterdrückt. Stärkere Amplituden werden dagegen auf die normale Größe herabgesetzt. Da ferner die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, daß der zeitliche Verlauf (Frequenz) der Störungen mit dem der Signale genau übereinstimmt, bietet die Verwendung von Resonanzschaltungen - in bekannter Weise das Mittel, die auf die Signalamplitude begrenzten Störungen weiter zu unterdrücken; dabei ist vorausgesetzt, daß die Begrenzung vor Anwendung der Resonanzmittel vorgenommen worden ist, z. B. durch Einfügen eines Verstärkers mit Verkettungsschaltung als Bindeglied zwischen einer möglichst aperiodischen Antenne und einem Resonanzkreis.
  • Die Schaulinie 3 in Abb. 5 zeigt den Fall, daß der Verkettungswiderstand so hoch gewählt worden ist, daß die weiter oben erwähnte selbsttätige Modulation eintritt. Dann ist nämlich nicht nur die Hysteresisschleife ganz zusammengedrückt, sondern auch der Spannungsabfall am Verkettungsw-iderstand beim Einsetzen der Schwingungen so groß geworden, daß das wirksame Gitterpotential dadurch sofort auf einen Wert herabgedrückt wird, bei dem die Schwingungen wieder abreißen. Dieser Fall liegt im allgemeinen vor, wenn man mit verhältnismäßig fester Rückkopplung und großem Verkettungswiderstand arbeitet. Der Bereich der Gitterspannung, in welchem dabei die selbsttätige Modulation eintritt, ist ziemlich groß. Er ist in der Schaulinie 5: der Abb. 5 durch Schraffierung gekennzeichnet. Geht man von stark negativen Werten der Gittervorspannung aus nach positiven Werten hin, so setzen die Schwingungen an etwa derselben Stelle ein wie bei niedrigem Verkettungswiderstand, und zwar in der modulierten Form. Bei weiterer Erhöhung der Vorspannung ändert sich der Anodengleichstrom bzw. der Strom im Schwingungskreise nur mäßig; doch tritt gleichzeitig eine Änderung der Frequenz der selbsttätigen Modulation ein. Diese Frequenzänderung ist nicht immer stetig; vielmehr kann man die Verhältnisse so wählen, daß an einzelnen Stellen sprunghafte oder doch sehr steil verlaufende Frequenzänderungen eintreten. Bei weiterer Steigerung der Gittervorspannung setzt dann an einer bestimmten Stelle die selbsttätige Modulation aus, und die Schwingungen bleiben kontinuierlich; dabei tritt eine plötzliche starke Zunahme des Anodengleichstroms bzw. des Schwingungsstroms ein. Beim Zurückgehen der Gittervorspannung setzt die selbsttätige Modulation und damit ein sprunghafter Abfall des Anodengleichstroms bzw. des Schwingungsstroms an derselben Stelle ein, an der zuvor der sprunghafte Anstieg auftrat; wenigstens ist es möglich, die Rückkopplung und die Dämpfung des Schwingungskreises so zu wählen, daß diese beiden Stellen zusammenfallen, eine Hysteresisschleife sich also nicht bildet. Die obenerwähnten technischen Anwendungen der Verkettungsschaltung, bei denen es auf die Auslösung eines genau begrenzten Stromes durch Reize beliebiger Größe bis herab zu sehr niedrigen Reizwerten ankommt, lassen sich so durch Verwendung eines verhältnismäßig hohen Verkettungswiderstandes bei gleichzeitiger Verlegung des Ruhepunktes der Gittervorspannung kurz vor dem Übergang von dem Zustand der selbsttätigen Modulation in den der kontinuierlichen Schwingungen weiter ausgestalten. Denn dieser Grenzpunkt ist weniger labil und leichter einstellbar als der obenerwähnte Grenzfall, bei dem gerade noch keine Selbstmodulation eingesetzt hat.
  • Wertvolle technische Anwendungen ergeben sich auch aus der starken Abhängigkeit der Modulation von den Betriebsverhältnissen. Außer der Gittervorspannung kommt hierbei noch die Rückkopplung und insbesondere die Dämpfung des Schwingungskreises in Betracht. Geringe Dämpfungsänderungen rufen eine merkliche Änderung des Modulationstons hervor, und man kann daraus ein Verfahren zum Dämpfungsvergleich herleiten.
  • Ähnlich wie eine Herabsetzung der Dämpfung wirkt das Einfallen von Schwingungen in den Schwingungskreis, die in ihrer Frequenz mit den erzeugten Schwingungen übereinstimmen. Dadurch wird die Höhe des Modulationstons verändert, und es treten z.B. drahtloseSignaledeutlich hervor. DerTon im Ruhezustand (negative Zeichen) und der Ton beim Einfallen der Signale (Zeichen) ist deutlich zu unterscheiden, und beide lassen sich in bekannter Weise durch akustische Selektionsmittel voneinander trennen. Dieses außerordentlich empfindliche Verfahren zum Nachweis elektromagnetischer Schwingungen, insbesondere drahtlos-telegraphischer Zeichen, unterscheidet sich von dem üblichen Überlagerungsverfahren dadurch, daß keine Interferenzwirkung verwendet wird, sondern der Ton im Empfänger durch ein anderes Hilfsmittel, nämlich die Verkettungsschaltung, nach vorliegender Erfindung erzeugt und durch die einfallenden Schwingungen lediglich verändert wird. Zur weiteren Steigerung der Empfindlichkeit kann man natürlich außerdem einen fremden Hilfssender (Überlagerer) verwenden. Außer der Frequenzänderüng des Modulationstons tritt beim Einfallen der Zeichen eine starke Änderung des Anodengleichstroms ein. Mgn kann diese Änderung auch unmittelbar zur Aufzeichnung der Signale verwenden, indem man z. B. in den Anodenkreis ein Relais einschaltet. Es zeigt sich, daß auch bei schwacher Zeichenstärke die Änderung des Modulationstons und des Anodengleichstroms verhältnismäßig groß ist, wenn man mit einer Röhre großer Leistung arbeitet. Die vorliegende Erfindung stellt also ein Hilfsmittel dar, durch sehr geringe Reize auch größere Leistungen zu steuern. Dabei ist die Empfindlichkeit gegen Fremdstörung außerordentlich gering. Zur weiteren Störbefreiung beim drahtlosen Empfang kann man die letzterwähnte Empfangsmethode mit dem oben ausgeführten Begrenzungsverfahren verbinden. Dabei muß man die Hilfsschwingung wesentlich höher wählen, da ihr nur die Eigenschaft einer Trägerwelle zukommt. Man kann aber in diesem Falle die Frequenz der selbsttätigen Modulation so groß wählen wie die der einfallenden Signale, um unmittelbar hinter der die Begrenzung ausführenden Anordnung die Resonanzwirkung eintreten zu lassen.
  • Die Form der durch die selbsttätige Modulation entstehenden Schwingungen ist im allgemeinen ziemlich verzerrt. Man kann die Kurvenform in bekannter Weise dadurch verbessern, daß man z. B. einen auf die Modulationsfrequenz abgestimmten Resonanzkreis in den Anodenkreis einfügt. Dabei zeigt es sich, daß bei Veränderung der Abstimmung dieses Resonanzkreises die Modulationsfrequenz innerhalb gewisser Grenzen mitgenommen wird, so daß man im wesentlichen die Eigenschwingung dieses Kreises erregt. Eine ähnliche Erscheinung tritt ein, wenn man mit dem Schwingungskreis einen zweiten (hochfrequenten) Kreis koppelt. Bekanntlich hat ein System aus zwei gekoppelten Kreisen zwei Eigenschwingungen, die bei der freien Erregung sich als Schwebungen bemerkbar machen. Es ist ferner bekannt, daß beim gewöhnlichen Röhrengenerator mit angekoppeltem Sekundärkreis nur eine der beiden Koppelschwingungen unterhalten wird. Man kann nun bei einem Röhrengenerator mit selbsttätiger Modulation nach vorliegender Erfindung beim Ankoppeln eines Sekundärkreises die Verhältnisse so wählen, daß die Schwebungsfrequenz der beiden Koppelschwingungen mit der Modulationsfrequenz zusammenfällt. Man gewinnt auf diese Weise ein Verfahren zum Erregen beider Koppelschwingungen zweier gekoppelter Kreise. Dabei zeigt es sich, daß innerhalb ziemlich weiter Grenzen bei Änderung der Kopplung und damit der Schwebungsfrequenz beide Koppelschwingungen unterhalten werden, d. h. der Schwebungston geändert wird, auch wenn man an den die Frequenz der selbsttätigen Modulation ohne angekoppelten Sekundärkreis bestimmenden Größen (Verkettungswiderstand, Parallelkondensator usw.) keine Änderung vornimmt.
  • Alle die obenerwähnten Verfahren zur Erzeugung modulierter Schwingungen oder zum lsmpfang von Schwingungen mit Hilfe modulierter Hilfsschwingungen können dahin abgeändert werden, daß Schwingungen oder Modulationsfrequenz an sich noch nicht erzeugt werden, daß aber Rückkopplung oder (bzw. und) Verkettungswiderstand so gewählt werden, daß die Schwingungen oder die Modulationsfrequenz oder beide dicht vor dem Anschwingen stehen. Es genügt dann ein geringer synchroner Reiz von außen, um je nach Wahl der Verhältnisse die Schwingungen, die Modulationsfrequenz oder beide auszulösen, ähnlich wie das bei dem bekannten Verfahren der Dämpfungsreduktiön für den 1lmpfang hochfrequenter Signale verwendet wird. Für den Empfang telegraphischer Zeichen ist die Dämpfungsreduktion bekanntlich von großem Vorteil infolge der Erhöhung der Resonanzselektivität; dasselbe gilt für den Empfang finit selbsttätiger Modulation. Ferner ist bekannt, daß man den selbstschwingenden Zustand des Empfängers beim hochi'requenz-telephonischen Empfang vermeiden niuß, daß aber eine gewisse Dämpfungsreduktion zur Steigerung der Empfindlichkeit sehr vorteilhaft ist. Bei dem Empfänger mit Verkettungsschaltung, für den im Grunde dasselbe gilt, gewinnt man gegenüber dem gewöhnlichen Verfahren den Vorteil größerer Empfindlichkeit, da man zwei Möglichkeiten der Regelung in der Hand hät. Mit Hilfe der Rückkopplung wird in üblicher Weise eine Dämpfungsreduktion zur Steigerung der Resonanz erzielt, während der Verkettungswiderstand mit Parallelkondensator, solange sein Wert noch verhältnismäßig klein ist, eine Modulationstendenz ergibt; die günstig ist für die Aufnahme der Amplitudenschwanlungen beim Telephonieempfang. Ähnlich w. ie nach obigen Ausführungen die Frequenz der selbsttätigen Zlodulation verhältnismäßig leicht durch ein fremd eingeprägtes Schwingungsgesetz (z. B. Resonanzkreis) abgedrängt werden kann, ist auch bei der Modulätionstendenz eine stark ausgeprägte Selektivität für einen bestimmten Ton nicht vorhanden; es werden vielmehr alle in der Sprache vorkommenden Frequenzen annähernd gleichmäßig hervorgeholt, wobei die Modulationstendenz eine beträchtliche Verstärkung bewirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Schwingungserzeugung mittels Elektronenröhren, bei der Gitter- und Anodenkreis einen gemeinsamen Widerstand (Verkettungswiderstand) besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß der Verkettungswiderstand so bemessen ist, daß der Anodenstrom beim Einsetzen der Schwingungen genau oder annähernd auf den Wert herabgedrückt wird, den er vor dem Einsetzen der Schwingungen besaß. a. Einrichtung nach Anspruch i zur Erzeugung modulierter Hochfrequenzschwingungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkopplung so fest ist und Verkettungswiderstand und Parallelkapazität derart gewählt sind, daß die Schwingungserzeugung periodisch einsetzt und abreißt. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulationsfrequenz einen hörbaren Ton ergibt. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulationsfrequenz über Hörgrenze liegt. 5. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Rückkopplung, Verkettungswiderstand und Parallelkondensator so gewählt sind, daß gerade noch keine Selbstmodulation eintritt. 6. Einrichtung nach Anspruch i zur sprunghaften Auslösung starker Anodenströme von bestimmter Größe, unabhängig von der Stärke des auslösenden Gitterreizes, dadurch- gekennzeichnet, daß bei starker Rückkopplung Verkettungswiderstand und Parallelwiderstand derart bemessen sind, daß die Schwingungserzeugung sprunghaft an derselben Stelle einsetzt, ohne daß Selbstmodulation eintritt. 7. Einrichtung nach Anspruch 6 zur Beseitigung starker Störungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkettungsschaltung zwischen einer möglichst aperiodischen Antenne und dem gebräuchlichen Abstimmittel (Zwischenkreis) eingeschaltet ist. B. Einrichtung nach Anspruch 2 zum hochselektiven Empfang, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungserzeuger auf die Frequenz der aufzunehmenden Wellen genau abgestimmt wird, so daß beim Einfallen der ankommenden Wellen eine Änderung der Selbstmodulationsfrequenz eintritt, die als Tonänderung wahrnehmbar ist oder infolge der gleichzeitig eintretenden Anodenstromänderung mittels Relais zur Anzeige gebracht werden kann. g. Einrichtung nach Anspruch 2 zur Erzeugung von Kopplungsschwingungen, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Koppelkreise durch die Röhre erregt wird. io. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß Rückkopplung, Verkettungswiderstand und Parallelkondensator so gewählt werden, daß noch keine Schwingungen erzeugt werden, dagegen eine Dämpfungsreduktion oder Modulationstendenz oder beides für die ankommenden Schwingungen vorhanden ist.
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