DE46272C - Formsteinpresse - Google Patents

Formsteinpresse

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Publication number
DE46272C
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DE
Germany
Prior art keywords
pressure
eccentric
stamps
briquet
stamp
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Active
Application number
DENDAT46272D
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English (en)
Original Assignee
H. BALCKE in Witten, Ruhestr. 3
Publication of DE46272C publication Critical patent/DE46272C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
    • B30B11/12Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with moulds on the circumference of a rotating drum

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8O: Thon- und Steinwaaren - Industrie.
HANS BALCKE in WITTEN. Formsteinpresse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Februar 1888 ab.
Das Neue bei diesem Verfahren zum Pressen von Briquets und anderen Formsteinen besteht darin, dafs die Pressung der in Formlöcher einer rotirenden Trommel eingeführten Masse zwischen durch elastischen Druck vorbewegten, senkrecht zur Druckfläche stehenden Stempeln und streckenweise mitrotirenden Verschlufsplatten erfolgt, welche mittelst eines genau concentrisch einstellbaren Widerlagers die Formlöcher während der Pressung fest abschliefsen.
Der zur Ausübung dieses Verfahrens dienende Apparat kennzeichnet sich im wesentlichen durch das concentrisch einstellbare Widerlager für die continuirlich zugeführten, zum Abschlufs der rotirenden Masseformen auf der Prefsstrecke dienenden Verschlufsplatten und durch die auf der Prefsstrecke mittelst Excenterbewegung und elastischen Druckstückes bewirkte Vorbewegung der senkrecht zur Druckfläche stehenden Prefsstempel.
In der Zeichnung ist eine derartige Presse in einem Beispiel dargestellt.
Das den elastischen Druck gegen eine Anzahl auf dem Umfange der Trommel vertheilter Hauptstempel ausübende Excenter besteht aus einem Gufseisenkern, an den einzelne Gufsstahlprefstheile angesetzt sind.
Der Gufseisenkern hat eine Durchbohrung zur Aufnahme einer Spiralfeder, eines Zapfens und zweier Muttern, zwei Ausschnitte für die Prefstheile, zwei Ausschnitte bezw. Aussparungen, um gleichmäfsige Wanddicken zu erzielen, und endlich eine Vorrichtung, um die zwangsläufige Rückwärtsbewegung zu erzielen.
Die Feder wird gleich von vornherein so angespannt, däfs sie bezw. der Prefstheil einen genügenden Druck, z. B. von 5 000 kg, aushält, ohne sich zusammenzudrücken. Wird durch irgend einen Umstand, z. B. zu grofser Trockenheit der Kohle, der Druck gröfser als vorgesehen, so drückt sich die Feder entsprechend weiter zusammen, z. B. bis 7 000 kg um 9 mm. Ein solcher Druck von 5 000 kg bis 7 000 kg auf das Excenter würde einem Drucke von 100 bis 135 Atmosphären auf das Briquet entsprechen. Durch Unterlegen von Schiebern unter die Feder kann der Druck beliebig erhöht werden.
Die Verschlufsplatten sind'als Glieder einer Kette ohne Ende ausgeführt und werden in bekannter Weise mittelst eines Kettenrades dem Trommelkranz so zugeleitet, dafs sie sich gegen die offenen, mit Masse gefüllten Formlöcher anlegen, dieselben abschliefsen und eine Zeit lang mitrotirend verschlossen halten. Mit ihrer Rückseite gleiten sie während dessen bezw. während der Pressung an einer mit entsprechendem Radius gekrümmten Gegendruckplatte vorbei, welche den Druck der Stempel gegen die Verschlufsplatten aufnimmt. Dieselbe ist mittelst Stellschrauben ρ genau concentrisch und so zur Trommel einstellbar eingerichtet, dafs die Verschlufsplatten die Formlöcher zwar dicht abschliefsen, jedoch trotz hohen Excenterdruckes noch ohne zu grofsen Kraftverlust durch Reibung an ihr vorbeigleiten können.
Das genügend zum Pressen vorbereitete Material fällt direct aus einem über der Trommel angeordneten Troge in die Prefsflächen. Der Trog wird durch die Schnecke, die Prefs-

Claims (1)

  1. flächen durch die ganz hinaustretenden Stempel stets rein gehalten.
    Es stehen bei diesem Beispiel immer vier Stempel dicht zusammen auf einem grofsen Stempel, dessen unteres Ende mit zwei Rollen auf dem Excenter ruht. Dadurch soll die Abnutzung in den Büchsen einerseits auf eine grofse Fläche vertheilt, andererseits jedes Verbiegen und Vibriren der Stempel unmöglich gemacht werden. Die Stempel befinden sich gemeinsam in einer Büchse aus Gufseisen und sind so angeordnet , dafs sie nicht radial, sondern senkrecht zur Druckfläche des Excenters stehen. Die Abnutzung in den Büchsen wird dadurch auf ein Minimum reducirt, da während der ganzen Prefszeit, also während der eigentlichen Arbeit der Stempel kein Klemmen und keine Neigung zum Verdrehen, sondern ein einfaches Vorschieben stattfindet. Die Briquets bekommen allerdings dadurch zum Theil schiefe Endflächen, doch ist dies nur bei einem vierten Theil derselben auffällig und nicht schädlich. Die kleinen Stempel haben ebenfalls die betreffende Abschrägung, um innerhalb des Briquets eine gleichmäfsige Druckvertheilung zu erzielen.
    Die Büchsen bestehen aus einem Stück und müssen die Stempel in denselben genau passen und möglichst ohne Spiel gehen. Haben die ersteren kein Luftloch, so befindet sich inmitten der Büchsen eine ruhende Luftschicht, welche beim Vorgehen mit zusammengeprefst. wird. Der grofse Stempel ist gut geschmiert und daher ziemlich luftdicht, während die vordere Oeffnung durch das Briquet geschlossen wird. Ist die Widerlagplatte entfernt und das Briquet ganz aus dem Prefsloch hinausgedrückt, so wird die geprefste Luft an den kleinen Stempeln vorbei auspuffen und dazwischen gedrungenen Staub entfernen.
    Die Schmierung der in der Trommel sich bewegenden Stempel geschieht durch Einschütten von OeI auf die innere Trommelfläche. Hierdurch vollzieht sich auch gleichzeitig die Schmierung sämmtlicher beweglichen Theile an und um das Excenter.
    Die Zusammendrückbarkeit ist bei vorliegender Construction = Y2 bei ioo Atmosphären Druck angenommen.
    Da die Presse 12X4 Stempel hat, kann sie bei 7 Umdrehungen pro Minute in 10 Stunden 201 600 Briquets, bei 8 Umdrehungen pro Minute in 10 Stunden 230400 Briquets liefern.
    Patent-Ansρrüch:
    An Briquetpressen ein Excenter mit im Excenterkörper in der Druckrichtung beweglich gelagerten und von einer Feder zur Aufnahme des Druckes gestützten Druckstücke h derart, dafs die Druckstempel e stets senkrecht zur Druckfläche des Excenters stehen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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