-
Reklameschild -mit verdrehbaren Buchstaben. Die Erfindung bezieht
sich auf ein Reklameschild mit bewegbaren Buchstaben, wobei die einzelnen Buchstaben
in bekannter Weise mit Achsen versehen sind, welche eine Schwenkbewegung erhalten,
so daß sich die Winkel, die sie dem Beschauer darbieten, ständig oder ruckweise
ändern.
-
Um eine weitere Wirkung zu erzielen. erhält nach der Erfindung der
ganze Rahmen, in welchem sich die Buchstaben v--rdrehen, noch eine besondere Schwenkbewegung.
Der Rahmen kann zu diesem Zweck, etwa in seinem mittleren Teil, an einem besondren
Hauptzapfen angeordnet sein. Dieser Zapfen wird verdreht, so dal, der Rahmen hin
und her gehende Schwei:kungen ausführt, und gleichzeitig mit diesen Schwenkungen
kann die Drehbewegung der einzelnen Buchstaben stattfinden. Hierdurch erhält man
besondere. die Aufmerksamkeit erregende Wirkungen.
-
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung
zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Abb. i eine seitliche Ansicht und Abb.
2 einen Aufblick auf die Reklamevorrichtung.
-
Im rechten Teil der Abb. i ist der motorische Antrieb dargestellt,
der aus dem Motor k mit dem Ritzel i und der schleifenartigen Zahnstange in besteht,
in welche das Ritzel i eingreift= g ist die Kurbelstange und lt die Pleuelstange,
welche in entsprechender '\Veise abgestützt sein kann. Diese Kurbelstange greift
an einem Kurbelarm o an, welcher an einem Zapfen g des Rahmens it befestigt ist:
Die Lagerung und Abstützung dieses Zapfens erfolgt an einem Lager p, das an einer
festen Standfläche, die durch tt angedeutet ist, in zweckentsprechender Weise befestigt
ist.
-
Die einzelnen Buchstaben sind an Achsen b, c drehbar in dem Rahmen
gelagert. Die unteren Achsen besitzen Zahnräder r, und diese greifen in gekrümmte
Zahnstangen s ein, welche an der festen S-tandläclie tt angeordnet sind.
-
Der Vorgang ist folgender: Wenn die Kurbelstange g ihre Bewegungen
macht, wird dadurch der Rahmen n um seinen Drehpunkt g hin und her geschwungen,
und gleichzeitig verdrehen sich die Buchstaben, weil die Zahnräder r sich an den
gekrümmten Zahnstangen s abrollen.
-
Die Drehung der Buchstaben, welche von dem mittleren Zapfen g mehr
nach außen liegen, ist größer als die Verdrehung der Buchstaben, die mehr nach dem
Zapfen g zu liegen. Durch die verschiedenartige Verdrehung der einzelnen Buchstaben
werden besondere Wirkungen erzielt, indessen hat man es in der Hand, die 'Winkelverdrehungen
aller Buchstaben gleichartig zu gestalten, und zwar auch bei Anwendung des in dem
Ausführungsbeispiel gezeichneten Getriebes. Man kann vollkommene Gleichmäßigkeit
erzielen, wenn man beispielsweise die Zahnräder
s, welche in der
Nähe der Hauptdrehachse g liegen, kleiner wählt als die entfernter liegenden Räder.
-
An Stelle der dargestellten Ausführungsform können auch beliebige
andere übertragungsvorrichtungen gewählt werden, welche bewirken, daß nicht nur
die einzelnen Buchstaben Winkelverdrehungen ausführen, sondern daß auch der gesamte
Rahmen solche Verdrehungen ausführt. Die Anordnung kann auch so getroffen sein,
daß der Rahmen n in mehrere Teile zerlegt ist, und daß diese Einzelteile Verdrehungen
ausführen. Die gekrümmten Zahnstangen s haben ihren Mittelpunkt in der Achse des
Zapfens g.
-
Eine weitere Ausführungsform ohne Zahnräder zeigen die Abb.3 bis 5,
und zwar Abb.3 eine Vorderansicht, Abb. 4 einen Anblick von oben und Abb.5 einen
Anblick von' oben bei ver. schwenktem Rahmen und verschwenkten Buchstaben.
-
Die beiden Rahmenteile 2, 3 tragen hier wieder die Buchstäben 8 an
ihren Drehachsen b und c. Die Mitte des ganzen Rahmens befindet sich an einer Achse
6, an welcher auch ein winkelförmiger Teil 5 angelenkt ist, dessen abgebogener Schenkel
mit 5' bezeichnet ist. Man denke sich diesen Winkelteil 5 zunächst festgestellt,
so kann man den Rahmen 2, 3 nach rechts und links ausschwingen, wie Abb. 5 dies
zeigt.
-
Um das Ausschwenken der Buchstabenhervorzubringen, ist noch eine besondere
Vorrichtung angebracht. Die Buchstaben 8 sind durch parallele Stangen i i mit einer
zu 2 parallel streichenden Stange 4 verbunden, und die Drehachsen b sind mit diesen
Stangen i i fest verbunden. Die Gebilde 2, 11, 4, i i bilden ein Gelenkviereck,
welches also verschoben werden kann, wobei die Seiten i i, i i und 2, 4 immer parallel
bleiben.
-
Nun ist folgende Verbindung zwischen dem Winkelhebel 5, 5' und diesem
Gelenkviereck geschaffen: Der Schenkel 5' besitzt einen Schlitz 7, und in diesen
greift ein Zapfen io ein, welcher auf einer Stange 9 festsitzt. Diese Stange ist
wiederum fest mit einem Drehbolzen b eines Buchstabens 8 verbunden.
-
Hält man demnach den Winkelschenkel 5 fest, und bringt man den Rahmen
2, 3 zum Verschwenken, wie Abb. 5 zeigt, so wird durch den Stift i o und den Schlitz
7 gleichzeitig der eine Buchstabe 8 verschwenkt, und da, dieser durch i i mit der
Stange ¢ in Verbindung steht und die übrigen Glieder i i wiederum mit den Achsen
der übrigen Buchstaben 8 fest verbunden sind, so ergibt sich, daß sämtliche Buchstaben
sich ebenfalls verschwenken, wenn man den Hauptrahmen 2, 3 verschwenkt.
-
Man könnte auch den Rahmen 2, 3 festhalten und den Winkelschenkel
5 verschwenken und hat in diesem Falle ein sehr einfaches Getriebe zum Verschwenken
der einzelnen Buchstaben.