DE46171C - Elektrische Nebenuhr - Google Patents

Elektrische Nebenuhr

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DE46171C
DE46171C DENDAT46171D DE46171DA DE46171C DE 46171 C DE46171 C DE 46171C DE NDAT46171 D DENDAT46171 D DE NDAT46171D DE 46171D A DE46171D A DE 46171DA DE 46171 C DE46171 C DE 46171C
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Germany
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armature
electric motor
plate
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DENDAT46171D
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J. G. LORRAIN in Norfolk House Victoria, Embankment, London W. C, England
Publication of DE46171C publication Critical patent/DE46171C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C13/00Driving mechanisms for clocks by primary clocks
    • G04C13/08Secondary clocks actuated intermittently
    • G04C13/10Secondary clocks actuated intermittently by electromechanical step-advancing mechanisms
    • G04C13/11Secondary clocks actuated intermittently by electromechanical step-advancing mechanisms with rotating armature

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Uhr, bei der weder Gewichte oder Federn noch Pendel oder Unruhe in Anwendung kommen, sondern ein einfacher Elektromotor dazu benutzt wird, die Zeiger bei jedem Durchgang des Stromes durch denselben um ein bestimmtes Stück vorwärts zu rücken, während eine elektrische Hemmung den Gang der Uhr regelt. Mit Leichtigkeit können auf diese Weise eine Anzahl, am besten hinter einander geschaltete, Uhren von einer Hauptuhr aus betrieben werden, durch welche in geeignet regelmäfsigen Zeitabschnitten ein Ström den Nebenuhren zugesendet wird.
In den Zeichnungen sind zwei verschiedene Anordnungen der Uhr dargestellt, und zwar die eine (Fig. 1 bis 5) mit verticaler, die andere (Fig. 6 bis 9) mit horizontaler Achse des Elektromotors.
Fig. ι ist eine Ansicht der vollständigen Uhr, von hinten gesehen. A ist die Gestellplatte, an .welcher sich das Triebwerk befindet; B sind die Schenkel, C der zwischen den Polen der ersteren rotirende Anker des Elektromotors. Die Achse D des Ankers steht vertical und trägt am Commutator F, zu dem die Commutatorbürsten G gehören, das Schneckenrad E, welches in das die Zeiger treibende Räderwerk eingreift, und den die Achse D rechtwinklig durchdringenden Stift H, welcher durch seine Stellung zur 'Hemmplatte J die Hemmung bewirkt. Die Achse D ist an ihrem oberen Ende in der Brücke M gelagert, die zugleich den dicht über J befindlichen Elektromagneten L trägt. Fig. 2 ist ein Grundrifs, der die Befestigung des Elektromotors im Gestell zeigt. Fig. 3 zeigt das Hemmwerk, von oben gesehen, in der Ruhelage, d. h. wenn kein Strom durch den Elektromotor geht. Fig. 4 und 5 sind dazugehörige Seitenansichten für den Stromanschlufs und die Ruhelage.
In der Ruhelage hat der Stift H die in Fig. 3 und 5 gezeichnete Lage; in derselben Richtung befindet sich der Anker C des Elektromotors. Wird nun von der Hauptuhr ein Strom durch den Elektromotor geschickt, so dreht sich der Anker C in der in Fig. 3 durch den Pfeil bezeichneten Richtung, wobei das Ende h1 des Stiftes H unbehindert durch die Aussparung j1 der Hemmplatte J treten kann, während h'2 gegen die Nase j1 stöfst, die derartig abgeschrägt ist, dafs die Hemmplatte J sich hebt und den Anker K gegen den nun vom Strom durchflossenen Elektromagneten L legt, so dafs der Anker K festgehalten wird. Bei der weiteren Drehung des Ankers C schlägt h'2 gegen die Fläche j3 der in Fig. 4 in gehobener Lage gezeichneten Hemmplatte J, wird aber am Rückgang durch die Fläche j'4 der Platte J gehindert und kommt nach einer Reihe Schwingungen zwischen j3 und j4 zur Ruhe. Darauf wird der Strom unterbrochen, der Anker K und die Hemmplatte J fallen in ihre Anfangslage zurück, und dieses Spiel · wiederholt sich bei jedem von der Hauptuhr kommenden elektrischen Impuls. Durch das Schneckenrad E wird jene Bewegung auf das Zeigerwerk übertragen, so dafs die Zeiger bei jedem Impuls um ein durch das Uebersetzungsverhältnifs bestimmtes Stück vorrücken.
Der Commutator hat die bei magnetelektrischen Maschinen übliche Form und besteht
aus zwei von einander isolirten Segmenten aus leitendem Material. Die Hemmplatte J kann mit einem verstellbaren Gegengewicht O versehen werden. Statt der hier dargestellten flachen Form der Hemmplatte J kann man auch eine runde anwenden, indem man der Platte z. B. die Gestalt eines auf der Ankerachse verschiebbaren Hohlcylinders giebt, der mit einer den Theilen J1J2J0J4 entsprechenden Nuth versehen wird.
Fig. 6 bis 11 zeigen die Anordnung des Elektromotors in verticaler Lage, also mit horizontaler Achse. Statt des Schneckenrades E, Fig. i, greift in diesem Falle ein Zahnrad in das Zeigerwerk, und der Stift H ist in seinen äufsersten Enden rechtwinklig gebogen, während die übrigen Theile den mit Bezug auf Fig. ι bis 5 beschriebenen entsprechen. Fig. 6 zeigt wieder die Gestellplatte der Uhr mit dem Elektromotor, Fig. 7 die Hemmplatte in Ruhelage und Fig. 8 von dem Elektromagneten L in gehobener Stellung gehalten. Fig. 9 ist eine Vorderansicht der Platte, Fig. ι ο ein Grundrifs. Fig. 11 stellt den Stift H allein dar.
Wenn beim Durchgang des Stromes durch den Elektromotor der Anker C sich dreht, so dreht sich der Stift H in der in Fig. 7 und 8 durch die Pfeile bezeichneten Richtung. Der Ansatz h* stöfst gegen die Nase β der Hemmplatte J und hebt dieselbe, so dafs der Anker K sich an den Elektromagneten L legt und von ihm festgehalten wird, h4 stöfst dann gegen β und führt zwischen β und β eine Reihe pendelartiger Schwingungen aus, bis der Anker C zur Ruhe kommt. Der Strom wird unterbrochen, der Anker K mit der Hemmplatte J fällt zurück und das Spiel wiederholt sich beim nächsten Stromimpuls.
In Fig. 7 bis 10 ist die Hemmplatte aus einem weichen, nicht magnetischen Material gefertigt, welches an den der Abnutzung ausgesetzten Theilen mit metallischen Stücken besetzt ist. Lä'fst man jede halbe Minute einen Strom von der Hauptuhr durch die Leitung gehen, so bewegt sich der grofse Zeiger der Nebenuhr jedesmal um Y120 des Umfanges, was für die Praxis eine hinreichende Genauigkeit der Zeitbestimmung ergiebt. Hält man dann den Strom 2Y2 Sekunde geschlossen, so haben die beweglichen Theile hinreichend Zeit, zur Ruhe zu kommen, ehe der an der Hemmplatte befestigte Anker von dem Elektromagneten abfällt.
Statt des beschriebenen Elektromotors kann man natürlich jede beliebige dem Zweck angepafste andere Form eines Elektromotors nehmen; ebensowenig ist man an die jedesmalige Drehung des Ankers von i8o° gebunden. Wenn man den Stift H einseitig an der Achse anbringt oder deren drei benutzt, erhält man bei jedem Impuls eine Drehung der Ankerachse von 3600 bezw. i2o°. Die Hemmplatte kann aus Hartgummi oder dergleichen hergestellt werden; wenn aber der durch den Gang bedingte Lärm nicht stört, ist Eisen vorzuziehen, sowohl wegen der Haltbarkeit als auch wegen des Wegfalles eines besonderen Ankers K, den die aus nicht magnetischem Material gefertigten Hemmplatten haben müssen.
'Schliefslich ist dafür Sorge zu tragen, dafs der Elektromagnet L nicht so stark ist, dafs er die Hemmplatte J schon anzieht, bevor dieselbe von dem Stift H angehoben wird, weil dann der Stift h1 nicht unbehindert durch den Schlitz β würde treten können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine elektrische Nebenuhr, bestehend aus einem Elektromotor irgend welcher Art, der, durch auf einander folgende Stromimpulse von der Hauptuhr erregt, das Räderwerk der Uhr in Umdrehung versetzt, in Verbindung mit einem elektromagnetischen Hemmwerk, welches aus einer mit zickzackförmigen Einschnitten versehenen Hemmplatte (J) besteht, in welche ein oder mehrere Stifte (H), die auf der Ankerwelle des Elektromotors befestigt sind, bei der Drehung desselben eingreifen und die Platte (J) gegen einen Elektromagneten (L) anheben, der dieselbe während der Dauer des Stromimpulses festhält, so dafs die Drehung des Ankers nach einem beliebigen, stets gleichen Winkel übertragen wird und, durch den nächsten Stromimpuls wieder eingeleitet, stets in derselben Richtung erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT46171D Elektrische Nebenuhr Expired - Lifetime DE46171C (de)

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