DE461471C - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung der Schweine beim Schlachtvorgang - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung der Schweine beim SchlachtvorgangInfo
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- DE461471C DE461471C DEM93819A DEM0093819A DE461471C DE 461471 C DE461471 C DE 461471C DE M93819 A DEM93819 A DE M93819A DE M0093819 A DEM0093819 A DE M0093819A DE 461471 C DE461471 C DE 461471C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A22—BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
- A22B—SLAUGHTERING
- A22B3/00—Slaughtering or stunning
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Processing Of Meat And Fish (AREA)
Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung der Schweine beim Schlachtvorgang. Es ist bekannt, die zu schlachtenden Schweine in eine Schweinefalle einzutreiben, sie dort zu betäuben, dann durch Kippen der Falle die Tiere auf den Fußboden fallen zu lassen und sie hier abzustechen. Um ein vollständiges Ausbluten zu erreichen, werden dabei die Tiere an ihren hinteren Körperenden in geeigneter Weise angehoben, und das Blut wird in untergesetzten Schalen aufgefangen. Bei dieser Art der Behandlung der Schweine muß der Schlächter fast ständig eine gebückte Haltung einnehmen und wird dadurch schnell ermüdet, außerdem gelangt ein Teil des Blutes auf den Fußboden, so daß Gefahr besteht, claß die Arbeiter auf der von einem Blutgerinsel überzogenen Fläche leicht ausgleiten. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, alle Arbeiten in einer gewissen Höhe über dem Erdboden vorzunehmen. Dieser Gedanke ist schon mehrfach verwirklicht, doch war es dabei unvermeidlich, daß die Tiere mittels geeigneter mechanischer Vorrichtungen zunächst auf eine bestimmte Höhenlage gebracht werden mußten, wodurch das ganze Arbeitsverfahren umständlicher gemacht: wird. Außerdem ist es bei allen bisher benutzten Verfahren nötig, das Tier von der Schweinefalle aus mechanisch oder von Hand zu transportieren und in die zum Ausschlachten geeignete Lage zu bringen.
- Diese Mängel werden nun durch das neue Verfahren und die dabei verwendete Vorrichtung vermieden. Die in ihrer Ausführung bekannte Schweinefalle wird erhöht angecrdnet, und zwar so, daß ihr die lebenden Schweine zugetrieben werden können. An der kippbaren Falle ist eine an sich bekannte schiefe Ebene so angeordnet, daß sich ihr tiefster Punkt in Handhöhe des Schlächters befindet und claß ihre dem Schlächter abgekehrte Breitseite um ein gewisses Mali überhöht ist. Die gleiche Überhöhung besitzt eine sich an die schiefe Ebene anschließende, in wagerechter oder etwas ansteigender Richtung nach dem Brühbottieh führende Tischplatte. Ist nun ein Tier in die Schweinefalle eingetrieben und wird nach erfolgter Betäubung des Schweines die Falle in üblicher Weise um etwa 9o° gekippt, so gleitet das Tier völlig selbsttätig die schiefe Ebene hinab und gelangt, ohne daß es der Schlächter zu berühren braucht, am unteren Ende der schiefen Ebene in eine solche Lage, daß der Schlächter das Tier abstechen und das ausfließende Blut ohne Schwierigkeiten in einem untergestellten Gefäß auffangen kann. Es ist also hier weder eine Hubbewegung erforderlich, noch braucht das Tier irgendwie am hinteren Ende angehoben oder überhaupt in eine bestimmte Stellung gebracht zu werden. Der Arbeitsvorgang geht vielmehr völlig selbsttätig vor sich. Ist das Tier ausgeblutet, so schiebt es der Schlächter über die ebene oder leicht ansteigende Tischplatte in den Brühbottich.
- In der Zeichnung ist die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt, und zwar in Abb. i im Aufriß und in Abb.2 in der Draufsicht.
- Die Schweinefalle a bekannter Bauart ist auf einer erhöhten Fläche b so angebracht, daß die Schweine in die Falle hineinlaufen können. An den Rand der umgekippten Falle (strichpunktierte Stellung in Abb. i) schließt sich eine an sich bekannte schiefe Ebene c an, die an ihrer in Abb. 2 nach oben gerichteten Seite um ein gewisses Maß überhöht ist und mit einer nach dem Brühbottich e hinführenden wagerechten oder leicht ansteigenden Fläche f zusammenstößt. An der Stoßkante ist die etwa in Handhöhe über dem Fußboden d liegende Fläche f ebenfalls entsprechend überhöht.
- Wird nun ein Schwein in die Falle a eingetrieben und diese, nachdem das Tier betäubt ist, in die strichpunktierte Lage nach Abb. i umgekippt, so gleitet der Tierkörper ohne weiteres auf die schiefe Ebene c so weit hinab, bis er an die Stoßkante zwischen der Ebene c und der Fläche f gelangt. Infolge der hinteren Überhöhung dieser beiden Teile nimmt der Körper dann eine nach dem Bottich g hin geneigte Lage ein, und sobald nun hier der Schlächter das Tier abgestochen hat, blutet es vollkommen aus, ohne daß erforderlich wäre, das Hinterteil des Tieres noch besonders anzuheben. Nach beendetem Ausbluten wird das Schwein ohne große Mühe über die Fläche f in den Brühbottich e geschoben.
- Auf diese Weise wird nicht nur verhütet, daß der Schlächter bei seiner Arbeit durch häufiges Bücken ermüdet und daß das ausfließende Blut auf den Boden gelangt, sondern es erfolgt auch die Beförderung des Schweines von der Falle bis zum Brühbottich teils vollkommen selbsttätig, teils mit einem nicht nennenswerten Arbeitsaufwand, so daß von einer einzelnen Person eine große Zahl von Schweinen behandelt werden kann, ohne daß diese Person überanstrengt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Behandlung der Schweine beim Schlachtvorgang, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere einer erhöht angeordneten' Schweinefalle zugetrieben und nach der Betäubung durch Umkippen der Falle durch ihr Eigengewicht und die entsprechende Ausbildung einer Gleitbahn dem tiefer stehenden Schlächter in Handhöhe so zugeführt werden, daß sie selbsttätig eine nach dem Schlächter hin geneigte, das Ausbluten erleichternde Lage einnehmen. z. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daf eine in bekannter Weise angeordnete, an die erhöht stehende umgekippte Schweinefalle (a) anschließende schiefe Ebene (c) im unteren Teil an ihrer hinteren Seite eine Überhöhung besitzt und mit einer wagerechten oder geringfügig ansteigenden, ebenfalls überhöhten Fläche (f) so verbunden ist, daß die Verbindungslinie nach dem Standort des Schlächters und eines Bottichs (g) zum Auffangen des Blutes hin geneigt ist und durch das Aneinanderstoßen der beiden Flächen hier eine Ruhestelle geschaffen ist, an der das selbsttätig herabgleitende Schwein in Handhöhe des Schlächters liegenbleibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM93819A DE461471C (de) | 1926-03-27 | 1926-03-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung der Schweine beim Schlachtvorgang |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM93819A DE461471C (de) | 1926-03-27 | 1926-03-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung der Schweine beim Schlachtvorgang |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE461471C true DE461471C (de) | 1928-06-21 |
Family
ID=7322539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM93819A Expired DE461471C (de) | 1926-03-27 | 1926-03-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung der Schweine beim Schlachtvorgang |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE461471C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE931571C (de) * | 1950-04-30 | 1955-08-11 | Maschb A G Vorm Beck & Henkel | Abstech- und Ausblutebahn fuer haengend angefoerderte Schlachttiere |
| DE1014871B (de) * | 1953-11-28 | 1957-08-29 | Artland Fleischwarenfabrik H V | Transporteinrichtung fuer geschlachtete Schweine |
-
1926
- 1926-03-27 DE DEM93819A patent/DE461471C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE931571C (de) * | 1950-04-30 | 1955-08-11 | Maschb A G Vorm Beck & Henkel | Abstech- und Ausblutebahn fuer haengend angefoerderte Schlachttiere |
| DE1014871B (de) * | 1953-11-28 | 1957-08-29 | Artland Fleischwarenfabrik H V | Transporteinrichtung fuer geschlachtete Schweine |
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