DE460029C - Erzeugung von Wasserstoffsuperoxyd aus Bariumsuperoxyd mittels Kohlensaeure - Google Patents

Erzeugung von Wasserstoffsuperoxyd aus Bariumsuperoxyd mittels Kohlensaeure

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DE460029C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/03Preparation from inorganic peroxy compounds, e.g. from peroxysulfates
    • C01B15/032Preparation from inorganic peroxy compounds, e.g. from peroxysulfates from metal peroxides

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Description

  • Erzeugung von Wasserstoffsuperoxyd aus Bariumsuperoxyd mittels Kohlensäure. Bei der Verwendung von Bariumsuperoxyd zur Erzeugung von -,#Vasserstoffsuperoxyd gilt als oberster Grundsatz die Verwendung von Bariumsuperoxyd, das den höchsten Ansprüchen an chemische Reinheit entspricht. Es wird insbesondere völlige Abwesenheit bzw. kaum mehr nachweisbare Gegenwart von Eisen. Mangan und anderen Katalysatoren verlangt. Dies erklärt sich daraus, daß das Bariumsuperoxyd mit Säuren bzw. Säuregemischen in Wasserstoffsuperoxyd übergeführt wird, bei deren Einwirkung auf das Bariumsuperoxyd gerade auch jene Katalysatoren gelöst werden. Ihre Wirkung auf Wasserstoffsuperoxyd ist bekannt.
  • Auch für die Bereitung von Wasserstoffsuperoxyd aus Bariumsuperoxyd mittels Kohlensäure ist bisher ausschließlich solches von gleicher Reinheit verwandt worden, da man voraussetzen mußte, daß die Kohlensäure die dem Bariumsuperoxyd etwa beigemengten Verunreinigungen bei der Überführung in Wasserstoffsuperoxyd und Bariumcarbonat zum wenigsten in einem die Haltbarkeit jenes stark beeinträchtigenden Maße beeinflussen würde, und dies um so mehr, als man in dieser Beziehung bei der Verwendung von unreinem Bariumsuperoxyd zum Umsatz mit Schwefelsäure (Salzsäure usw.) die schlechtesten Erfahrungen gemacht hat.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht; daß nicht nur - was bisher ebenfalls nicht bekannt war - das aus Bariumsuperoxyd üblicher Reinheit mittels Kohlensäure erzeugte Wasserstoffsuperoxyd von ganz unvergleichlich größerer Haltbarkeit ist als das mittels Schwefelsäure usw.erzeugte, und zwar auch ohne Gegenwart von Stabilisatoren, sondern daß auch unreines Bariumsuperoxyd dabei die gleichen oder fast die gleichen unerwarteten Ergebnisse liefert. Unter unrein ist hier Bariumsuperoxyd verstanden-, dessen Verunreinigungen größer oder viel größer sind, als sie bei der Verarbeitung mittels Schwefelsäure usw. zulässig erscheinen.
  • Es ist dies um so auffälliger, als man bestimmt erwarten mußte, daß bei der Behandlung des unreinen, z. B. eisenhaltigen Bariumsuperoxyds mit Kohlensäure von den Verunreinigungen schädliche Anteile in Lösung gehen würden, zumal bei den hierfür günstigen Bedingungen: hoher Kohlensäuredruck und tiefe Temperatur, die die Bildung löslicher Bicarbonate erleichtern. Dies ist jedoch, wie gesagt, nicht der Fall. Aber auch bezüglich aller anderen Verunreinigungen des Bariumsuperoxyds, die etwa beim Kreisprozeß Bariumsuperoxyd - Bariumcarbonat - Bariumsuperoxyd, also bei wiederholter Verarbeitung derselben Bariumcarbonatmengen auf Wasserstoffsuperoxyd und Bariumsup-eroxyd in letzteres gelangen (Silikate aus den Tiegeln, Kohlenreste, Asche, Mangan, Titan usw.), war nach allen vorliegenden Erfahrungen der schlechteste Einfluß auf die Haltbarkeit des Wasserstoffsuperoxyds vorauszusetzen, und zwar auch bei nur kurzer Berührungszeit des Wasserstoffsuperoxyds mit dem verunreinigten Bariumsuperoxyd bzw. Bariumcarbonat: Vorliegende- Erfindung gestattet also, was bisher als außerhalb jeder M_ öglichkeit liegend galt, die Erzeugung von haltbarem Wasserstoffsuperoxyd auch aus solchem Bariumsuperoxyd, das beim Umsatz mit anderen Säuren Schlechthin als unverwendbar gilt. Selbstverständlich wird man dabei gewisse Grenzen bezüglich der Beimengungen nicht überschreiten. Die gute Haltbarkeit des wie angegeben erzeugten Wasserstoffsuperoxyds macht sich nicht nur beim Lagern, sondern auch bei der Konzentration und Destillation angenehm geltend. Damit ist auch insofern in der Technik der Erzeugung des Wasserstoffsuperoxyds aus Bariumsupeaoxyd ein erheblicher Fortschritt erzielt, als man nicht mehr mit so peinlicher Sorgfalt auf die völlige Reinheit der Rohstoffe zu sehen hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren -zur Erzeugung von Wasserstoffsuperoxyd aus Bariumsuperoxyddurch Kohlensäure in wäßriger Suspension, dadurch gekennzeichnet, daß man Bariumsuperoxyd verwendet, das mehr als die beim Umsatz mit Schwefelsäure usw. zulässigen. Verunreinigungen enthält.
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