DE459360C - Gewinnung von Phosphorsaeure oder Phosphaten aus Phosphor und Wasserstoffphosphorverbindungen - Google Patents

Gewinnung von Phosphorsaeure oder Phosphaten aus Phosphor und Wasserstoffphosphorverbindungen

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DE459360C
DE459360C DEU9678D DEU0009678D DE459360C DE 459360 C DE459360 C DE 459360C DE U9678 D DEU9678 D DE U9678D DE U0009678 D DEU0009678 D DE U0009678D DE 459360 C DE459360 C DE 459360C
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phosphorus
phosphoric acid
gases
phosphates
hydrogen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/18Phosphoric acid
    • C01B25/20Preparation from elemental phosphorus or phosphoric anhydride

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Gewinnung von Phosphorsäure oderhösjäten aus Phosphor und Wasserstoffphosphorverbindungen. Das vorliegende Verfahren, um Phosphor und Phosphorwasserstoff in Form von Plios-@ phorsäure oder Phosphaten zu gewinnen bzw. nutzbar zu machen, ist auf alle Industrien anwendbar, in denen Phosphor ücler Phosphorwasserstoffverbindungen, die in Form van Phosphorsäure oder Phosphaten nutzbar gemacht werden sollen, entstehen.
  • Das Verfahren verbrennt Phosp'linr mit Luft, hydratisiert das gebildete Phosphoranhvdrid. und benutzt die im Laufe vier Verbrennung frcigewordene Wärme, um dic erhaltenen Phosphorsäurelösungen zu konzentrieren.
  • Die Erfindung besteht in der Vereinigung der Apparate und in den besonderen I3edingui.gen der Ausführung, wodurch eine vollständige Gewinnung oder Verwertung des Phosphors und der Phosphorwasserstoffverbindutigen als konzentrierte Phosphorsäure oder Pliospliate ermöglicht wird.
  • Die Schilderung des Verfahrens geschieht an der Hand der Abbildung, wcic,ie s(:liematisch die Anlage zur Ausführung des Verfahrens veranschaulicht.
  • In der Kammer i erfolgt die Verbrennung des fhospliors. Die Kammer t eiitliält regelbare ijtTnungen für den Luftzutritt. Beim Augtritt aus den Kammern liegt die Temperatur
    der Gase zwischen goo und i ioo° C. Die
    Temperatur liätigt von der Menge der zuge-
    lä.ssenen Luft der für die Erhitzung des
    Stickstoffes und den Sauerstoffüberschufj von
    der gewöhnlichen Temperatur his zur End-
    temperatur benutzten Verbrennungswärme ab.
    Die Verbrennungsgase werden zu dem Bo-
    den eines Gaillard-Turmes 2 geleitet, wo sie
    die zu konzentrierende Phosphorsäurelösung
    treuen. Diese Lösung von 2o oder :!2° Dc
    wird oben im Gaillard-Turm durch den Säure-
    heber _; eingebracht und sinkt in Form feiner
    Tröpfchen nach cutten.
    Beim Zusammentreffen der Flüssigkeit
    und der Gase erfolgt Temperaturaustausch.
    Die Phosphorsäurelösung wird konzentriert
    und unten in- Turm bei q Phosphorsäure von
    5o" Dc gcsa,#nmelt.
    Während des.Aufsteigens beladen sich die
    Gase: mit Vrhsserdampf, der zur Hydratisie-
    rung des Phosphors.äureanhydrids dient. -Man
    erhält eine Phosphorsäurelösung von 2o oder
    °z2° De, die dann wieder in den Gaillard-Tui7n
    eintritt.
    Die Temperatur der aus dem Turm aus-
    tretenden Gase beträgt zwischen aoo und
    28o° f. Die Gase gelangen dann in einen
    `Vännie<tustausch-er 5, der aus edier Anzahl
    von,-,I`oliren besteht, die in eine Lösung von
    Phosphorsäure eintauchen, die aus l,7-okskä.sten 6 kommt. In diesem Apparat -findet eine erste Konzentration statt. Der Gehalt der Lösung geht von 17 bis 20° Be auf 20 bis 22°B6. Diese Flüssigkeit wird dann aben in den Gaillard-Turln eingeführt. Um die Kondensation des in den Gasen enthaltenen Wasserdampfes zu vermeiden, muß darauf geachtet werden, daß die Flüssigkeitstemperatur nicht unterhalb z oo bis 120' C sinkt.
  • Von den Wärmeaustauschern gelangen die Gase in Koks enthaltende Kästen .6. Das Phosphorsäureanhydrid hydratisiert sich in Gegenwart von Wasserdampf, in dem Phosphorsäure entsteht. Man sammelt die Lösung am Boden der Kokskästen bei 7.
  • Die Hydratisierung des Phosphorsäureanhydrids erfolgt unter bedeutender Wärmeentwicklung. Es 1:ann notwendig werden, die Kokskästen mit Wasser zu bespülen, um eine Erhöhung der Temperatur zu vermeiden. In diesem Falle verdünnt das Wasser die in
    den Kästen gebildete Phosphorsäure, so daß
    man eine Lösung von I7 bis -ösjb'e'` erhält,
    deren Temperatur zwischen 5o und 7o° C liegt.
  • Der überschuß von Wasserdampf sowie die -etwa vorhandenen Gase, wie z. B. Stickstoff, aber auch andere, werden bei ä durch Ventilatoren abgesaugt und in den Kamin gef u 11I t.
  • Bei dem beschriebenen Verfahren wird der gleiche Wasserstrom beständig verwertet. 1fan führt das Nasser in die Anlage obeniatn Gaillard-Turrn in Form der Phosphor= säure von 17 bis 2o° B6 ein, und es tritt aus den Kokskästen in gleichem Zustande aus.
  • Das zum Kühlen der kakskästen cin@cführte Wasser dient dazu, den Umlauf des Wassers konstant zu halten. Der Gberschuß wird nac11 außen in Forrn des Dampfes abgeführt. Bei dem Verfahren werden alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, um die Kondensation des Wasserdampfes, bevor derselbe die Hydratisierung der Sauerstoffverbindungen des Phosphors bewirken kann, zil vermeiden.

Claims (2)

  1. PA-rrNKTANSPr,LCHE: i. Verfahren zur Geiv111IIUllg von PhOs-Iphorsäure oder Phosphaten aus Ph ospllor und Wasserstoffphosphorverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Verbrennung des Phosphors herrülu-enden Gase unten in einen Gaillard-Turm (2) eingcführt werden, wo sie niit einer Lösung von Phosphorsäure zusammentreffen und diese Lösung; die in einem Wärmcaustauscher (5) durch Berührung mit dem aus dem Gaillard-Turm(2) koiumenden Gase eine erste Konzentration erfahren hat, weiter konzentrieren; während die Gase in Kokskästen (6) treten, in denen das Phosphorsäureanhydrid unter Bildung gesammelter Phosphorsäure hydratisiert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Verbrennung des Phosphors und der Phosphor-Z, entwickelteWärme zur Konzentration der erhaltenen Phosphorsäurelösungen benutzt wird und das aus diesen Lösungen verdampfte Wasser von neuen 1 zur Hydratisierung von Sauerstoffverbindungen des Phosphors dient, während das umlaufende Wasser konstant gehalten wird, indem man Wasser einführt, um eine Temperaturerhöhung in Gien Kokskästen zu vermeiden.
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