DE45869C - Verfahren zur Erzeugung eines dauerhaften Glanzes oder Striches auf Filzhüten - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung eines dauerhaften Glanzes oder Striches auf FilzhütenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach dem durch die Patentschrift No. 41421
bekannt gewordenen Verfahren werden die Hüte mit einer verdampfungsfähigen Flüssigkeit,
als Wasser, Alkohol, Naphta, Paraffin u. dergl., thaufeucht gemacht, nachdem sie vorher
mit Hülfe einer schnell rotirenden, mit Sammet oder dergleichen überzogenen Fläche
einen Strich erhalten hatten; darauf werden diese thaufeuchten Hüte gleichzeitig einem starken
Druck und der Wirkung von Wärme ausgesetzt, wodurch die Flüssigkeit in dem Filz in
Dampf verwandelt wird, welcher auf die Haare und Fasern der Filzoberfläche neben dem
starken Druck einwirkt. Infolge dieses Verfahrens sollen die Fasern und Haare die Lage,
welche sie durch die vorhergehende Behandlung mit den rotirenden, mit Sammet oder
dergleichen überzogenen Flächen erhalten haben, auch beibehalten.
Nun ist es aber bei Anwendung dieses Verfahrens oft nicht möglich, eine gleichmäfsige
Wirkung des Dampfes auf alle Theile des Hutes zu erreichen, weil es z. B. häufig nicht
gelingt, den Hut in allen seinen Theilen gleichmäfsig thaufeucht zu machen.
Diesem Uebelstande abzuhelfen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, welche darin besteht,
dafs man den Dampf, welcher auf den Filz einwirken soll, nicht in dem Filz selbst,
wie nach der Patentschrift No. 41421, sondern in einer besonderen Vorrichtung erzeugt, im
übrigen aber nach dem bekannten Verfahren die Hüte behandelt.
Mit dieser Abänderung wird dementsprechend nach vorliegender Erfindung das Verfahren
folgendermafsen ausgeführt:
Die Hüte werden, wie in der Patentschrift No. 41421 beschrieben, mit Hülfe schnell rotirender
und mit Sammet oder dergleichen überzogener Flächen bearbeitet. Der so erhaltene
schön glänzende Strich wird nun dadurch dauerhaft gemacht, dafs die Hüte einem mechanischen
Druck und gleichzeitig der Einwirkung von trockenem, gespanntem Wasserdampf ausgesetzt
werden.
Der Dampf mufs trocken sein, weil anderenfalls etwa in dem Dampf enthaltenes Condensationswasser
keine gleichmäfsige Oberflächen erzeugt; aufserdem mufs der Dampf Spannung besitzen und so gegen oder durch den Filz
geprefst werden, weil so der Dampf besser und gleichmäfsiger auf alle Theile des Filzes einwirkt.
Der von dem Dampfdruck unabhängig wirkende mechanische Druck ist deshalb nöthig,
weil er verhindert, dafs der Dampf die Lage der Oberflächenhaare verändert und die Oberfläche
auflockert, und weil er den Glanz der durch die rotirende Trommel mit Strich versehenen
Filzoberfläche erhöht und ihn sowohl als auch den Strich dauerhafter macht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei dem durch Patent No. 4.1421 geschützten Verfahren die Behandlung der mit Hülfe rotirender, mitSammet oder dergleichen überzogener Flächen mit Strich versehenen Hüte mit trockenem, gespanntem Dampf unter gleichzeitiger mechanischer Pressung derselben, anstatt dieselben nach dieser Bearbeitung mit den rotirenden Flächen erst mit einer verdampfungsfähigen Flüssigkeit thaufeucht zu machen und dann der Einwirkung von Wärme und mechanischem Druck auszusetzen.
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE41421C (de) |
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