DE458318C - Druckmittelbremseinrichtung, insbesondere fuer Kraftwagenlastzuege - Google Patents
Druckmittelbremseinrichtung, insbesondere fuer KraftwagenlastzuegeInfo
- Publication number
- DE458318C DE458318C DED50472D DED0050472D DE458318C DE 458318 C DE458318 C DE 458318C DE D50472 D DED50472 D DE D50472D DE D0050472 D DED0050472 D DE D0050472D DE 458318 C DE458318 C DE 458318C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressure medium
- brake
- slide
- pressure
- housing
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T13/00—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
- B60T13/10—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
- B60T13/24—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being gaseous
- B60T13/26—Compressed-air systems
- B60T13/40—Compressed-air systems indirect, i.e. compressed air booster units indirect systems
- B60T13/403—Compressed-air systems indirect, i.e. compressed air booster units indirect systems specially adapted for coupling with dependent systems, e.g. tractor-trailer systems
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
Description
- Druckmittelbremseinrichtung, insbesondere für Kraftwagenlastzüge. Es sind Vorrichtungen bei Motorlastzügen bekannt, welche bei Abreißen eines Teiles des Lastzuges diesen Teil selbsttätig abbremsen und so Unfälle verhüten. Diese Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß zum Abbremsen der Anhängerwagen im normalen Betriebe nicht dieselben Bremseinrichtungen und derselbe Bremsdruck verwandt werden können wie beim Motorwagen, sondern daß bei den Anhängerwagen Zweikammerbremsen (Bremsen. mit Differentialkolben) usw. benutzt werden; ferner geschieht das Abbremsen selbst nicht durch Beschicken der Bremszylinder mit Druckluft, wie beim Motorwagen, sondern durch Entlüften der unteren Kammer, worauf der Luftdruck eines Hilfsbehälters auf die oberen Kolben der Bremszylinder wirkt und so bremst.
- Diese Einrichtung ist teuer und verwickelt; sie kann ersetzt werden durch die vorliegende Erfindung, wobei an den Anhängervagen dieselben Bremsen und auch derselbe Bremsdruck wie beim Motorwagen benutzt werden. Das Neue besteht in der besonderen Ausbildung des Druckmittelverteilungsschiebers. Zum Anziehen der Bremsen dienen vom Motorwagen aus den ganzen Lastzug durchlaufende Druckleitungen. Auch der Bruch der die Hilfsbehälter verbindenden Druckleitung, welche ohnehin zum Füllen der Hilfsbehälter benötigt wird, bzw. das dabei entstehende Sinken des Druckes wird zum Bewegen eines Schiebers benutzt, der die Umschaltung auf Notbremsung selbsttätig vornimmt. Abb. z stellt das Schema eines Lastzuges mit solcher Bremse dar, bei der flüssige oder gasförmige Druckmittel benutzt werden können; M ist der Motorwagen, der durch Kupplung K, mit dem ersten Anhängerwagen A1 und Kupplung K2 mit dem zweiten Anhängerwagen A2 in der üblichen Weise gekuppelt ist. Von dem Kompressor oder Hauptbehälter des Motorwagens M. führen drei durchgehende Druckleitungen bis zum letzten Anhänger. Die Hilfs- oder Notbremsleitung h füllt über den Schieber N den Hilfsbehälter H, der nur wenige Liter Inhalt hat, die zum gleichzeitigen Füllen der Zylinder sämtlicher Radbremsen eines Anhängers bei Notbremsung genügen. An jedem Anhängerwagen sind ebenso wie am Motorwagen zwei voneinander unabhängige Sätze von Vierradbremsen vorhanden. Die durchgehende Leitung r3 führt zunächst zum Schieber N jedes Anhängers, und das Druckmittel wird von hier hier durch Zweigleitungen r1 zu dem einen Satz Bremsen der vier Anhängerräder geleitet. Die durchgehende Bremsleitung r4 führt auch zunächst zum Schieber N jedes Anhängers, und das Druckmittel wird von hier durch Zweigleitungen r2 zu dem anderen Satz Bremsen der vier Anhängerräder geleitet. Alle drei durchgehenden Leitungen 1z, r3, r4 werden zwischen den Anhängern durch die üblichen Schlauchkupplungen K verbunden, und an einem Ende jedes Anhängers sind Absperrhähne V für diese drei Leitungen vorgesehen. Die Abb. 2 und 3 stellen die Betri.ebsbrernsstellung des Schiebers N in zwei Schnitten dar; der Schieber besteht aus dem Gehäuse N, in dem der zylindrische Schieber S gleitet und durch eine Feder F stets gegen den Hilfsbehälter H gepreßt wird. In das Schiebergehäuse N münden die durchgehende Hilfsleitung h, welche auch mittels federbelasteten Ventils V, den Hilfsbehälter H füllt, sowie die beiden durchgehenden Bremsleitungen r3 und r4, welche sämtlich parallel zueinander verlaufen. Senkrecht dazu stehen die beiden Anschlüsse r1 und r2 für die beiden Zweigbremsleitungen. Das Schiebergehäuse hat eine Umlaufleitung U, und die Hilfsleitung lz ist durch ein Rohr Z ständig mit der unteren Kammer Z1 des Schiebergehäuses verbunden. In der Betriebsbremsstellung (Abb. 2 und 3) ist die Durchgangsleitung h ständig mit dem Druckmittel vom Motorwagen aus angefüllt und der Schieber S steht derart, daß er den Durchgang für alle drei Leitungen h, r, und r4 freigibt. Diese Stellung des Schiebers S wird selbsttätig erhalten durch den Druck der unteren Feder F, welcher überwiegt, da der gleiche Druck sich sowohl über wie unter dem Schieber S in Kammer Z, durch Überlaufleitung Z einstellt. Die angegossene Umlaufleitung U des Schiebergehäuses N ist von den Durchgangsleitungen ganz abgeschlossen. Das Druckmittel fließt dann zu den beiden Anschlüssen r1 und r2 für die beiden Zweigbremsleitungen jedes Anhängers, j e nach Stellung des Führerventils; hierbei bleibt da's Füllventil V, stets durch seine Feder geschlossen. Will man am Anhängerwägen nur einen Satz Vierradbremsen verwenden, ` so fällt die eine Zweigbremsleitung r, oder r2 nebst entsprechender Kammer des Schiebers S bzw. des Schiebergehäuses fort.
- Wenn nun die Kupplung eines Anhängers reißt, so werden auch die Schlauchkupplungen K der Leitungen lt, r3, r4 reißen (vgl. Abb. r). Dann wird atmosphärische Luft in diese drei Leitungen eintreten; das in der unteren Kammer Z1 vorhandene Druckmittel wird durch Leitung Z nach der Hilfsleitung h fließen, wie durch Pfeile in Abb.5 angedeutet. Gleichzeitig wird der Druck aus .dem Hilfsbehälter H überwiegen und den Schieber S nach unten drücken, dabei den Druck der schwachen Feder F überwindend und die Leitungen h, r3, r4 verschließend. Hierbei wird das Füllventil hl stets geschlossen bleiben. Außerdem wird aus dem Hilfsbehälter H durch die Umlaufleitung U das Druckmittel unmittelbar in die beiden Zweigbremsleätungen r, und r2 gelangen, da die Kanäle R, und R2 des Schiebers S jetzt den Durchgang vermitteln (vgl. Abb. q.). Es werden also bei Abschluß der Leitungen h, r3, r4 die beiden 1 Sätze Vierradbremsen der Anhänger angezogen und die Notbremsung des abgerissenen Zugteiles erfolgt.
- Ein Manometer M am Ende jedes Schiebergehäuses zeigt den Druck in Kammer Zl und damit die Stellung des Schiebers S an. Ist die gerissene Kupplung wieder ausgebessert, so entleert man die Zweigbremsleitungen r1 und r2, worauf die Anhängerbremsen gelöst werden und in Umlaufleitung U und Hilfsbehälter H atmosphärischer Druck entsteht; dann wird der Druck der unteren Feder F überwiegen und den Schieber wieder nach oben in die Stellung (Abb. 2 und 3) drücken. Jetzt kann die Leitung h vom Motorwagen aus mit dem Druckmittel beschickt werden; dann wird durch das Füllventil P, der Hilfsbehälter H jedes Anhängers mit dem Druckmittel angefüllt. Ebenso stehen die Bremsleitungen r3 und r4 mit den Zweigleitungen r, und r2 ständig in Verbindung und. können je nach Stellung des Führerventils gefüllt oder entleert werden. .
- Die Vorrichtung äst sinngemäß für Eisenbahnzüge anwendbar.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: z. 'Druckmittelbremseinrichtung, insbesondere für Kraftwagenlastzüge, bei der ein unter Federbelastung stehender Druckmittelverteilungsschieber in einem Gehäuse durch "den Druckunterschied zwischen Zuführungsleitung des Druckmittels und einem auf jedem Wagen angeordneten Druckmittelbehälter beim Abreißen eines Zugteiles bewegt wird, dadurch gekennzeichnet; daß durch das Gehäuse (N) .des Schiebers die Druckmittelzuführungsleitung (h) und für jede Bremsgruppe oder Bremse eine besondere Bremsleitung (r3, r4) hindurchgeführt sind, daß jede Bremsgruppe öder Bremse durch Zweigleitungen (r2, r2) mit dem Gehäuse (N) verbunden ist, daß in dem Gehäuse (N) eine Umlaufleitung (U) vorgesehen ist, und daß der Schieber (S) derart ausgebildet ist, daß das Drückmiatel in der Betriebsbremsstellung durch die Zuführungsleitung (h) zu den Druckmittelbehältern (H) der einzelnen Anhängerwagen (A1, AZ) und durch die Brems- (r3, r4) und zugehörigen: Zweigleitungen (r., r2) zu den einzelnen Bremsgruppen oder Bremsen fließen kann, in der Notbremsstellung nach Abreißen eines Zugteiles und der durch die Druckverminderung in der Zuführungsleitung (h) veranlaßten Bewegung des Schiebers (S) jedoch die Zweigleitungen (ri, r2) durch die Umlaufleitung (U)" mit dem Druckmlttelbehälter (H) verbunden werden unter gleichzeitigem Abschluß der durch das Schiebergehäuse (N) geführten Zuführungs- (1a) und Bremsleitungen (r3, r4).
- 2. Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß im Körper .des Schiebers (S) ein Rückschlagventil (Ih) zum Füllen des Druckmittelbehälters (H) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED50472D DE458318C (de) | 1926-05-20 | 1926-05-20 | Druckmittelbremseinrichtung, insbesondere fuer Kraftwagenlastzuege |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED50472D DE458318C (de) | 1926-05-20 | 1926-05-20 | Druckmittelbremseinrichtung, insbesondere fuer Kraftwagenlastzuege |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE458318C true DE458318C (de) | 1928-04-03 |
Family
ID=7052674
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED50472D Expired DE458318C (de) | 1926-05-20 | 1926-05-20 | Druckmittelbremseinrichtung, insbesondere fuer Kraftwagenlastzuege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE458318C (de) |
-
1926
- 1926-05-20 DE DED50472D patent/DE458318C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE570007C (de) | In der Laenge veraenderbare Radachse fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE458318C (de) | Druckmittelbremseinrichtung, insbesondere fuer Kraftwagenlastzuege | |
| DE538772C (de) | Druckluftbremseinrichtung fuer Eisenbahnen | |
| DE2851324A1 (de) | Stuetz- und sicherungsvorrichtung fuer hydraulische achsausgleichzylinder | |
| DE102008033288A1 (de) | Luftversorgung einer Federspeicherbremse aus wenigstens zwei Reservedruckluftbehältern | |
| DE937595C (de) | Bremsanlage, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge | |
| DE530902C (de) | Druckluftbremseinrichtung fuer Eisenbahnfahrzeuge | |
| DE705773C (de) | Beim Auflaufen des Anhaengers auf den ziehenden Strassenkraftwagen wirkende Bremsvorrichtung | |
| DE69202742T2 (de) | Fluiddruck-Steuerventil. | |
| DE636885C (de) | Ventilanordnung fuer die Druckluftbremsleitung von mittels Sattelschlepper auf Strassen fahrbaren Eisenbahnwagen | |
| DE689338C (de) | Mit der Bremse eines Kraftwagens vereinigte Sandstreuvorrichtung | |
| DE561824C (de) | Hydraulische Vorrichtung zum Heben von Dreikraftgleisbremsen in Bereitschaftsstellung | |
| DE2061665A1 (de) | Hydrodynamische Bremsanlage | |
| AT19682B (de) | Druckluftbremse mit elektrisch gesteuertem Löseventil. | |
| DE1133264B (de) | Druckmittelbremseinrichtung fuer Zuege, insbesondere Kraftwagenzuege | |
| DE802493C (de) | Abstuetzung fuer vom Zugwagen abgekuppelte Anhaengerwagen | |
| DE338666C (de) | Kombinierte selbsttaetige und nichtselbsttaetige Druckluftbremseinrichtung | |
| AT103934B (de) | Bremseinrichtung, insbesondere für Anhängewagen. | |
| DE899318C (de) | Hydraulische Wagenheberanlage, insbesondere an Kraftfahrzeugen | |
| DE620917C (de) | Schleppwagen mit Eigenantrieb | |
| DE810875C (de) | Gewichtsabhaengige, ferngesteuerte Gleisbremse fuer Schienenfahrzeuge | |
| DE1268000B (de) | Druckmittelbremsanlage fuer Fahrzeugzuege | |
| AT239666B (de) | Druckluftbremsanlage für Kraftfahrzeuge | |
| AT208249B (de) | Druckluftbremseinrichtung für Kraftwagenzüge mit Druckluftbremsen, deren Zugfahrzeug mit einer Motorbremse ausgerüstet ist | |
| AT86992B (de) | Vorrichtung zur Betätigung der Luftdruckbremse an Eisenbahnzügen von der Strecke aus. |