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Anschlußstück für Atmungs- und ähnliche Geräte, bestehend aus Flanschrohrstutzen
und Überwurfmutter. Gegenstand der Erfindung ist ein Anschlußstück, das insbesondere
im Atmungsgerätebau Verwendung finden soll.
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Anschlußstücke bestehen bekanntlich aus einem mit Dichtungsflansch
versehenen Rohrstutzen und einer lose (verschiebbar und drehbar) darauf sitzenden
Überwurfmutter, mit der der Rohrstutzen an eine Anschlußleitung, z. B. den Auslaßstutzen
eines Absperrventils einer Druckgas (Sauerstoff) enthaltenden Flasche, angeschraubt
wird, wobei der mit einem Dichtungsring versehene Dichtungsflansch des Rohrstutzens
gegen die ringförmige Stirnfläche des Auslaßstutzens angepreßt wird.
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Es sind nun die Verschlußventile und ihre Anschußverschraubungen an
allen Stahlzylindern für verdichtete und flüssige Gase vom \Tormenausschuß der deutschen
Industrie nach großen Gesichtspunkten genormt worden, um Verwechslungsmöglichkeiten
bei der Füllung und Verwendung dieser Gase auszuschließen. Diese Normung drückt
sich in einer Vergrößerung des Durchmessers des Gewindes und der Bohrung für die
Einführung des Trägers des Dichtungsringes aus. Hieraus ergibt sich naturgemäß auch
eine Vergrößerung des äußeren Maßes des Dichtungsflansches. Es hat sich nun herausgestellt,
daß, wenn man die eigentliche Dichtfläche des ISichtungsflansches und des Dichtungsringes,
in radialer Richtung gemessen, gleich der vollen Breite des Dichtungsflansches nimmt,
die Dichtung zwischen den beiden zu verbindenden Stutzen manchmal zu wünschen übrigläßt,
jedenfalls nicht immer tür alle Fälle eine durchaus zuverlässige Dichtung zu erreichen
ist, weil eben die große Dichtungsfläche nicht überall gleichmäßig zur Dichtung
gebracht werden kann.
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Der durch die Änderung dieser Abmessungen hervorgerufene Mangel der
Abdichtung wird beseitigt, wenn man einen schmaleren Dichtungsring verwendet. Dann
besteht aber die Gefahr, daß infolge eines Versehens doch einmal ein breiter Ring
verwendet wird und die Dichtung mangelhaft wird. Um auch dann sicher eine gute Dichtung
zu erzielen, wird erfindungsgemäß der Dichtungsflansch des Rohrstutzens vorn am
äußersten Rande durch eine Auskehlung verschmälert, so daß seine Dichtfläche, in
radialer Richtung gemessen, nur eine geringe Breite aufweist. Diese schmale Ringfläche
sichert eine zuverlässige Anpressung und infolgedessen an allen Stellen eine gleichmäßige
Abdichtung auch dann, wenn versehentlich zu große Dichtungsringe eingelegt werden.
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.ebb. r der Zeichnung zeigt im Längsschnitt die bislang übliche Einrichtung
des Anschlußstutzens und seiner Verschraubung.
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Abb.2 veranschaulicht in gleicher Darstellungsweise wie Abb. r den
Anschlußstutzen und die Anschlußverschraubunz in zenormter
Ausführung
ohne die Verbesserung gemäß der neuen Erfindung.
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Die Abb. 3 zeigt die Verbesserung der genormten Ausführung im Sinne
der Erfindung. Alle Abbildungen sind Längsschnitte der Anschlußverschraubungen in
etwa doppelter natürlicher Größe.
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Die Atb. ia, ib bis 3a, 3b sind gesonderte Stirnansichten der zu den
drei Ausführungen der Abb. i bis 3 gehörenden Dichtungsringzapfen und Dichtungsringe.
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In den Abbildungen bezeichnet a den Flanschrohrstutzen mit Dichtungsflansch
b und Dichtungsringzapfen c, der den Dichtungsring d trägt, e die
auf dem Rohrstutzen d sitzende Überwurfmutter und g den Auslaßstutzen des Absperrventils.
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Die wichtigsten Änderungen des Normenausschusses der deutschen Industrie,
betreffend die fragliche Anschlußverschraubung, sind unter Bezugnahme auf die Abb.
i und 2 folgende: i. der Durchmesser des Gewindes wird von 2iß mm auf 26,4 mm vergrößert;
2. die Bohrung für die Einführung des den Dichtungsring tragenden Zapfens ist von
13 auf 14 mm erweitert.
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Bei der Erprobung der ersten Gasschutzgeräte mit der genormten Anschlußverschraubung
wurde beobachtet, daß die Abdichtung entgegen der bisherigen Erfahrung sehr schwierig,
ja zum Teil unmöglich geworden war. Die Ursache der erschwerten Abdichtung war in
der Vergrößerung des Dichtungsflansches und des Dichtungsringes der genormten Anschlußverschrautung
(Abb. 2) zu suchen, indem ein entsprechend größerer Schlüsseldruck dazu- gehört,
um auf den Flächen dieses größeren Ringes die zur Abdichtung erforderliche Pressung
hervorzubringen. Versuche mit einem Schlüssel mit. erheblich längerem Hebelarm ergaben,
daß weder am Gerät der erforderliche Gegenarm zu finden ist noch daH die Bauart
des Gasschutzgeräts stark: genug ist, um bei geschickter Anwendung de- längeren
Schlüssels die großen Drehkräfte aushalten zu können. Man erreicht nun die Beseitigung
der geschilderten Übelstände offenbar dadurch, daß man.den alten kleinen Dichtungsring
(Abb. ib) in: der neuen normalisierten Verschraubung beibehält, weil dadurch der
früher benötigte kleinere Ringflächendruck erhalten bleibt. Dabei besteht aber die
Gefahr, daß durch ein Versehen einmal ein großer Ring in das Gerät gelangen kann.
Dann entsteht im Augenblick der Gefahr, wo jede Minute kostbar ist, unliebsame Verzögerung.
Die Erfindung bezweckt die Ausschaltung dieser gefährlichen Verzögerung.
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Es ist demgemäß durch Auskehlung b:' des Flansches b (Abb. 3) dafür
Sorge getragen, daß die Dichtungsfläche selbst bei Verwendung eines großen Dichtungsringes
gemäß Abb. 2, der durch ein Versehen doch- einmal in das Gerät eingelegt werden
könnte, nicht größer sein kann als die Fläche des alten Dichtungsringes (Abb. ib).
Die Atb. 3, 3a und 3b zeigen eine solche Ausführungsform.
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Wie die Abb. 3 zeigt, ist die Vorderseite des Flansches b vorn am
äußeren Rande mit einer Abschrägung oder Auskehlung bl versehen, um deren radiale
Breite die eigentliche Dichtfläche verringert oder verschmälert ist. Nach Anziehen
der Überwurfmutter e dichtet der Dichtungsring d mit einer nur schmalen Ringfläche
airr inneren Rande gegen die Stirnfläche des Auslaßstutzens g des Sauerstoffa'_
sperrventiles ab. Aber auch bei Verwendung eines radial- über die Auskehlung bl
vorstehenden. Dichtungsringes ist die wirk same Dichtungsfläche genau die gleiche
wie bei Benutzung eines mit dem inneren Rande der Auskehlung b1 abschneidenden,
d. h. eines nicht darüber vorstehenden Dichtungsringes.