DE458028C - Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von KalkstickstoffInfo
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Description
- Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff. Bekannt ist ein Verfahren und ein Ofen zur Herstellung von hchchwertigem Kalkstickstoff, nach welchem eine Anzahl kleinerer Azotiereinsätze in einem Ofenraum neben-und hintereinander angeordnet und gleichzeitig zur Zündung gebracht werden und das zur Reaktion benötigte Stickstoffgas in dem Ofenraum durch in der Wandung des Ofens ausgesparte oder in anderer -Weise angebrachte Hohlräume, vorgewärmt wird. Es ist auch bekannt, fein gemablenes Carbid in abgeschlossenen Kammern eines drehbaren Ofenteiles in einer Karnmerstellung auf Reaktion zu bringen unter Ausnutzung der freien Azotierungswänne zur Dampferzeugung, worauf durch Weiterdrehung des Ofenteiles das Azotierungsprodukt der kühlenden Einwirkung des für die Reaktion erforderlichen Stickstoffes ausgesetzt wird und sodann das gekühlte A7otierungsprodukt in einer weiteren Stellung der Kammer zur Ausgabe gelangt. Es ist auch bekannt, Stickstoffverbindungen aus Carbid und Stickstoff in ununterbrochenem Betriebe herzustellen, indem das Carbid auf mechanischem Wege durch einen Kanalofen, welcher aus Vorwärmeraum, Reaktions-und Abkühlraum besteht, bewegt wird, während ein regulierbarer Strom kalten Stick-Stoffgases in entgegengesetzt-er Richtung darüber geleitet wird. Die Einrichtung soll auch so getroffen sein können, daß in den verschledenen Kammern eines Ringofens das Carbid auf Etagen in Schichten ausgebreitet ist und die einzelnen Kammern für sich beheizt werden, so daß zur Einleitung des Prozesses zunächst eine Kammer auf Reaktionstemperatur erhitzt, hierauf kalter Stickstoff in solcher Menge eingeleitet wird, daß die Reaktionstempe-ratur nicht -überschritten wird. Der hocherhitzte Stickstoff wird aus der ersten in die zweite Kammer eingeleitet. Um eine Überhitzung des Reaktionsproduktes zu vermeiden, soll kalter Stickstoff in ausreichender Menge zugeführt werden. Bei den biekannten Vorrichtungen ist dauernd ein überschuß an Stickstoff erforderlich, und die öfen haben eine große, unübersichtliche Länge. g Bei der Herstellung von Kalkstickstoff ist es ferner bekannt, die ausstrahlende Reakti,onswärme zur Vorerwärmung der Azz)-tierkörper oder des Stickstoffes oder beider Teile gleichzeitig nutzbar zu machen. Zu anderen Zwecken ist es ferner bekannt, bei Ringöfen die einzelnen Kammern durch beideiseitige Heizkanäle- im Mauerwerk: zu heize]].
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Voriichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff unter Benutzung eines Kammerringofens und Ableitung der Reaktionswärme aus der Reaktionszone zur Vorwärmezone. Die Erfindung besteht darin, daß bei einer solchen Vorrichtung die Einzelkainmern in beider-.seitig isolierte Ringkanäle reichen und dabei die Einzelkanimern ein Rohrsysteni, haben -, das der Erhitzung -von Dampf oder eines anderen Durchgangsmittels dient, und daß die Ringkanäle durch Rohre oder Kanäle absperrbar verbunden sind und die Mediumführung durch einen Ventilator unterstützt wird, so daß der Azotiervorgang mit möglichst wenig Stickstoffvexbrauch schnell und wirtschaftlich vor sich geht.
- Die ausstrahlende Reakdo-nswärme dient in an sich bekannter Weise zur Erwännung des zu azotierenden Carbids, doch wird die überschußwärme durch Wärmeaustauschmittel an beliebige Stellen geleitet und dort nutzbringend abgegeben. Um Wärmeverluste möglichst zu vermeiden, erfolgt die überleitung derWärmeaustauschmittel nach derAnwärmestelle unter Isolierung nach außen. Die Isolierung besteht in einem Anwärmemantel. Das Anwärmen der Azotierkörper bis zum Azotierbeginn erfolgt in voneinander getrennten Einzelkammern eines um eine vertilmle Achse drehenden Kammerring-ofems, doch kann letzterer auch feststehen. In die EinzelzeUen oder Finzelkammern können zwei, vier oder mehrere Azotierkörper -eingeschlosseu werden, und zwar bereits azotierte und zu azotierende Körper. Die beider Azotierung entwickelte Wärme wird in der Vorwärmungsperlode dadurch nutzbar 'gemacht, daß der Azotierungsraum mit dem Anwärmraurn durch einen Ausgleichkanal verbunden ist. Von den in den einzelnen ZeUen o#der Kammern des Ofens befindlichen Azotierkörpern können auch einzelne gezündet werden, wobei die bereits in Reaktion befindlichen Körper ihre Reaktionswärme nicht -nur durch den Kanal ableiten, sondern auch unmittelbar an noch nicht gezündete Azotiereinsätze abgeben.
- An Hand der beiJiegenden Zeichnung ist die Vorrichtung -zur Herstellung von Kalkstickstoff im Sinne der Erfindung näher erläutert. Abb. i zeigt dieselbe in Form eines drehbaren Kanimerrängofexis in Ansicht, Abb. 2 denselben im Querschnitt nach A-A, Abb- 3 einen Querschnitt nach B-B und Abb. 4 dieselbe Vorrichtung, aber feststehend.
- Der innere Ofen a ist in Einzelkamniern b zerlegt und durch einen Ringkanalc von dem äußeren Isoliennanteld getrennt-, in welchem sich der Verbrennungsr#aume der Vorkarmeperiode für die in den Kammemb be-findlichen vorzuWärmenden Azotierkörper f befindet. Die Ausstrahlungswärme der in Reaktion befindlichen Azotierkörper wird in den einzelnen Kammern b auf die zugesetzten frischen Azotierkörper übertragen (Abb. 2), gleichzeitig aber auch auf das im Mauerwerk des Kammerringefens befindliche Rohrsystem o-und durch den Heiz- bzw. Isolierkanä1 nach dem Teil der Verwärmeperiode. geleitet, so daß die Ausstrahlungswärme mehrfach den neu eingesetzten und zu erwärmenden Azotierkörpern zugeführt wird, dabei gleichzeitig aber auch der Mediumerwärmung dient. Um die im Heiz- bzw. Isoherkanal c befindliche Wärme gegen Wärmeverluste durch Wärmeausstrahlung nach außen zu schützen und zu sichern, ist der Kanal c von einem Zir-kulations-- bzw. Ausgleichkanallt umgeben. Beide Kanäle c und h sind durch Rohrel miteinander verbunden. Im Y--inallt befinden sich Abschluß- bzw. Regulierklappen k, die beli,ebig eingestellt werden. Durch einen von einem Motor 1 angetriebenen Zirkulationsventilator m findet eine günstige Wärmeübertragung in den Ringräumen statt. Die Heizgase entweichen nach einem- Schornstein n dem ein Vorwärmer o vorgeschaltet sein kann, um die Abwärme zurückzugewinnen, indem durch ein Röhrenbündel ein geeignetes Medium in Form von Wasser o. dgl. geleitet wird.
- -Die Zuführung des Stickstoffes ist eine z entrale. Er wird durch das Rohr p und durch die absteUbaren Zweigleitungen q zu den Azotierkörpern geleitet. Die Heizgase nehmen ihren Weg vom Feuerungsraurn e durch die Ringkanäle c und li mit den Verbindungskanälen L über den Vorwätmer o nach dem 'Schornstein n.
- De# Sticksto-ffzufhiß kann in an sich bekamiter Weise steuerbar'sein,'indem die Drosselärgane durch Auftreffen auf Arme, Vorsprünge o. dgl. geöffnet und geschlossen -werden. Die Zuführung des Dampfes ist ebenfalls zentral. Er tritt bei r ein, durchstreicht die Rohre in den Trennungswänden der Kammern b und tritt -bei s aus. Auf der inneren Seite der Kammern b befindet sich ebenfalls ein Kanal t, der nach dem Zentrum des Ofens hin isoliert ist und ebenfalls Abschluß- bzw. Regulierklappen in sich hat.
- Abb. 3 zeigt die Abdampfleitung und die Stickstoff ringleitung, -die an die Z#%"eigleitungen q angeschlossen sind.
- Gemäß Abb. 4 ist die Einrichtung die gleiche, abgeändert ist nur die Dampfableitung und die Stickstoffzuleitung.
Claims (4)
- PATENT.ANSPRUCH: Verrichtung zur Herstellung von KalksÜckstoff unter Benutzung eines Kammerringofens und Verwendung der Abbitze der Reaktionszone zur Vorwärmung# gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Maßnahmen: i. Die Azotie-reinsätzeenthältenden Einzelkammern (b), denen der Stäckstoff durc]i absperrbare Zweigleitungen von einer Zentralleitung (p) aus zugeführt wird, sind beiderseits von isolierten Ringkanälen (c und i) umgeben.
- 2. Im Matierwerk der Einzelkamniern, (b) befindet sich ein der Dampferhitzung oder der Erbitzung durch eüi sonstiges Mttel dienendes Rohrsystern (g).
- 3. Der kmer-e Ringkanal (c) ist mit dem ihn umgebenden Ringkanal (A), in dern sich einstellbare Absperrorgane (k) befinden, durch Rohre oder Kanäle (1) verbunden.
- 4. Im Ringkanal (A) befindet sich ein Ventilator (M).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH107291D DE458028C (de) | 1926-07-18 | 1926-07-18 | Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH107291D DE458028C (de) | 1926-07-18 | 1926-07-18 | Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE458028C true DE458028C (de) | 1928-03-31 |
Family
ID=7170271
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH107291D Expired DE458028C (de) | 1926-07-18 | 1926-07-18 | Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE458028C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE948601C (de) * | 1952-10-04 | 1956-09-06 | Sueddeutsche Kalkstickstoff | Verfahren und Vorrichtung zum Azotieren von Carbid |
-
1926
- 1926-07-18 DE DEH107291D patent/DE458028C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE948601C (de) * | 1952-10-04 | 1956-09-06 | Sueddeutsche Kalkstickstoff | Verfahren und Vorrichtung zum Azotieren von Carbid |
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