DE45786C - Verfahren zur Darstellung des Gallussäuremethyläthers und eines Farbstoffes aus demselben - Google Patents

Verfahren zur Darstellung des Gallussäuremethyläthers und eines Farbstoffes aus demselben

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DE45786C
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KERN & SANDOZ in Basel (Schweiz)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/005Gallocyanine dyes

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bis jetzt sind von der Gallussäure nur der Aethyl- und Amyläther beschrieben worden, und Ernst & Zwenger sagen in ihrer Abhandlung: »Ueber die Aether der Gallussäure« (Ann. d. Ch., 159, S. 27), ausdrücklich: Aus »reinstem« käuflichen Methylalkohol wurde nicht der Methyläther, sondern wieder nur der Aethyläther der Gallussäure erhalten.
Erfinder geben an, dafs diese Behauptung von Ernst & Zwenger auf einem Irrthum beruht, indem sie den Methyläther sowohl aus Gallussäure als auch aus Tannin und Methylalkohol erhalten haben.
Dieser Methyläther krystallisirt aus Methylalkohol in wasserfreien rhombischen Krystallen vom Schmelzp. 2020.
Er löst sich in heifsem Wasser leicht auf und krystallisirt daraus beim Erkalten in weifsen, verfilzten Nadeln, welche bei 100 bis ilo° Krystallwasser verlieren.
Darstellung des Aethers.
20 kg Gallussäure C6 H^ (OH)8 C O OH + H2 O werden in 50 1 Methylalkohol in einem mit RUckflufskühler verbundenen Apparat heifs aufgelöst, und es wird trockenes Salzsäuregas eingeleitet, bis keine erhebliche Absorption mehr stattfindet. Läfst man nun erkalten und ruhig stehen, so krystallisirt ein Theil des Aethers in schönen, wasserfreien Krystallen aus.
Zur Gewinnung der ganzen Menge Aether destillirt man den Methylalkohol ab und trocknet in einer offenen, auf dem Wasserbad erwärmten Schale.
Die Reinigung geschieht durch Umkrystallisiren aus Wasser.
Entwässert man die Gallussäure vor dem Lösen in Methylalkohol und leitet nur 3 bis 5 pCt. trockenes Salzsäuregas ein, so tritt die Aetherificirung nach 2 bis 3 Tagen ebenfalls vollständig ein.
Am bequemsten ist folgendes Verfahren:
40 kg krystallisirte Gallussäure und 80 kg Methylalkohol werden mit 4 kg concentrirter Schwefelsäure langsam vermischt und diese Mischung während 8 bis 10 Stunden am Rückflufskühler in schwachem Sieden erhalten.
Man läfst dann über Nacht stehen, destillirt den Methylalkohol beinahe vollständig ab und vermischt den Rückstand mit 50 1 kaltem Wasser, filtrirt, wäscht den schön krystallisirten Aether mit wenig kaltem Wasser aus und trocknet ihn bei 60 bis 80 °.
Aus gutem Tannin erhält man den Gallussäuremethyläther ebenfalls in guter Ausbeute, wenn man eine methylalkoholische Lösung desselben mit trockenem Salzsäuregas oder concentrirter Schwefelsäure behandelt.
Man verfährt in gleicher Weise wie oben unter Anwendung von 40 kg Tannin, 80 kg Methylalkohol und 12 kg concentrirter Schwefelsäure.
Farbstoff aus Gallussäuremethyläther. 10 kg Gallussäuremethyläther, 12 kg salzsaures Nitrosodimethylanilin und 80 kg Methylalkohol werden in einem Apparat mit Rückfmfskühler unter gütern Rühren 4 Stunden zum Sieden erhitzt.

Claims (2)

Der sich bildende Farbstoff scheidet sich schon in der Wärme zum gröfsten Theil als salzsaures Salz in kleinen, braunen Nadeln krystallinisch aus. Nach dem Erkalten filtrirt man den Alkohol ab, wäscht mit solchem etwas nach und trocknet. Man kann den Farbstoff in Wasser lösen, filtriren und aus dem Filtrat aussalzen. Den gleichen Farbstoff erhält man, wenn man Aethylalkohol anwendet oder wenn man in wässeriger Lösung operirt. Der Farbstoff (Prune genannt) unterscheidet sich vortheilhaft von dem nach Patent No. 19580 aus Gallussäure dargestellten durch seine Leichtlöslichkeit selbst in kaltem Wasser, durch seine grofse Verwandtschaft zu den gebräuchlichen Beizen. Da er sehr licht- und waschecht ist, eignet er sich besonders für die Baumwollfärberei. Pateντ-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von Gallussäuremethyläther, darin bestehend, dafs man eine methylalkoholische Lösung von Gallussäure oder Tannin mit Salzsäuregas oder concentrirter Schwefelsäure behandelt.
2. Darstellung eines Farbstoffes nach Patent No. 19580, Anspruch 2., wobei an Stelle der dort angegebenen Gallussäure der Gallussäuremethyläther tritt, also durch Einwirkung von salzsaurem Nitrosodimethylanilin auf den Gallussäuremethyläther.
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