DE45720C - Füllvorrichtung an Trockenöfen für Magnesiumoxychlorid - Google Patents
Füllvorrichtung an Trockenöfen für MagnesiumoxychloridInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B7/00—Halogens; Halogen acids
- C01B7/01—Chlorine; Hydrogen chloride
- C01B7/03—Preparation from chlorides
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Darstellung von Chlor und Salzsäure aus Chlormagnesium wird letzteres nach
dem durch Patent No. 31671 geschützten Verfahren
zuerst in Magnesiumoxychlorid umgewandelt und dieses, welches aus dem Zusammenmischen
von Chlormagnesium mit Magnesia entsteht, mufs zuerst bei verhältnifsmä'fsig
niedriger Temperatur getrocknet werden, ehe es bei hoher Temperatur unter Einwirkung
eines Luft- oder Sauerstoffstromes zersetzt wird.
Dieses Trocknen bezw. Entwässern des Magnesiumoxychlorids wird vortheilhaft mit
Hülfe des im Folgenden beschriebenen Ofens ausgeführt.
Dieser Ofen besteht im wesentlichen aus einem Tunnel aus Mauerwerk, durch welchen
ein heifser Luft- oder Gasstrom streicht und in welchem eine Reihe von Wagen aufgestellt
ist..
Diese Wagen tragen etagenförmig über einander angeordnete Horden, auf welche das zu
trocknende Material in 5 bis 6 cm dicken Schichten ausgebreitet ist.
Dieser Tunnel ist in Fig. 1 im Querschnitt und in Fig. 2 im Längsschnitt dargestellt.
Derselbe ist an jedem Ende mit einer Absperrkammer versehen, welche gestatten, dafs
die Wagen in den Tunnel eintreten und denselben verlassen können, ohne dafs eine directe
Verbindung zwischen dem Innern des Tunnels und der äufseren Luft hergestellt wird.
Die Absperrkammer A dient zum Einlassen und die Kammer B zum Herauslassen der
Wagen.
Soll ein Wagen eingefahren werden, so wird die Thür α geöffnet und dann wieder geschlossen,
sobald der Wagen in der Kammer A ist.
Alsdann öffnet man die Fallthüren c und d und stöfst mit Hülfe einer durch Rad und
Trieb bewegten Zahnstange C den Wagen vorwärts.
Dieser stöfst gegen den Wagen No. 10 und treibt den ganzen Wagenzug vorwärts, so dafs
der Wagen No. 1 theilweise in die Absperrkammer B eintritt.
Derselbe wird alsdann mittelst einer mit Haken versehenen Zahnstange D vollends in
die Kammer A hineingezogen.
Man schliefst nunmehr die Fallthüren c und d und öffnet die Thür b, um den Wagen No. ι
mit dem fertig getrockneten Material von Hand aus der Kammer B herauszuziehen.
Der heifse Luft- oder Gasstrom wird in entgegengesetzter Richtung, d. h. von links nach
rechts, durch den Tunnel geleitet.
Er tritt bei M ein und bei JV aus.
Derselbe kann in einem besonderen Ofen erzeugt werden oder auch aus den Abgasen
irgend einer Anlage bestehen, doch soll derselbe nie 3000 C. übersteigen.
Die aus dem Ofen kommenden Wagen werden umgekippt und entleert.
Das Füllen derselben ist mit gröfseren Schwierigkeiten verknüpft, denn das Oxychlorid
mufs in regelmäfsigen Schichten über die einzelnen Horden der Wagen ausgebreitet werden.
Die Füllung kann mit Hülfe der in Fig. 3 bis 6 dargestellten Vorrichtung mit Leichtigkeit
erfolgen.
Diese Vorrichtung besteht aus drei einzelnen Theilen, und zwar erstens dem Mefsapparat A,
welcher aus sieben, den sieben Horden entsprechenden gleichen Abtheilungen besteht.
Der Boden einer jeden dieser Abtheilungen ist durch eine geneigte Thür α geschlossen,
deren Drehzapfen nach aufsen verlängert und mit einem Hebel versehen sind.
Die sieben Hebel sind durch eine Stange B mit einander verbunden, und letztere wird von
einer Schraube, zwei Kegelrädern und einem Handrade gehandhabt.
Infolge dessen schliefsen und öffnen sich die sieben Thüren gleichzeitig.
Unterhalb des Mefsapparates befindet sich eine Art Trichter, welcher gleicherweise in
sieben Abtheilungen getheilt und auf Räder gestellt ist, so dafs er unter den Mefsapparat und
von demselben weggeschoben werden kann.
Unterhalb dieser beiden Vorrichtungen und in gleicher Ebene mit der Sohle des Trockenofens
befindet sich ein Kippgestell E, auf welches der zu beschickende Wagen geschoben
wird.
In der Zeichnung, Fig. 3, ist dieses Gestell umgekippt dargestellt, d. h. in der Stellung, in
welcher es sich beim Beschicken des Wagens zu befinden hat.
Bevor es jedoch. in diese Stellung gebracht wird, versieht man den Wagen mit einer Reihe
von Zwischenwänden d, welche auf jeder Horde die Höhe der aufzuladenden Schicht zu bestimmen
haben.
In den" Fig. 4, 5 und 6 ist eine dieser Zwischenwände dargestellt.
Dieselben bestehen aus dünnem Blech, welches an einem Ende etwas zurückgebogen und
durch aufgenietete Winkeleisen versteift ist.
Dieselben sind halb so breit wie die Wagen, weil die Horden, wie aus Fig. 1 ersichtlich,
durch eine Zwischenwand der Länge nach in zwei Abtheilungen getheilt sind.
Deshalb erhält jede Horde zwei Scheidewände d.
Die Scheidewände werden in den Wagen über die Horden eingeschoben.
Die oberste Horde erhält keine Scheidewand d\
die Stelle einer solchen vertritt dort die Decke des Kipprahmens, wie aus Fig. 3 ersichtlich.
Der Kipprahmen ist unten mit zwei Schienen R versehen, auf welchen der Wagen ruht.
Diese Schienen werden ihrerseits an den Hebeln / und g getragen, mit Hülfe deren der
Wagen gehoben und dadurch gegen die Decke des Kipprahmens geprefst werden kann.
Die Hebel f und g werden durch den gröfseren Hebel G gehandhabt, welcher auf
der Welle J des Hebels g sitzt und durch Schraube H und Kurbel M gehandhabt wird.
Die Scheidewände werden durch Schrauben n befestigt, deren Köpfe gegen die Querstücke ο
der Scheidewände d pressen.
Das Kippgestell wird mit Hülfe eines Zahnrades, Triebes und einer Kurbel, welche in
Fig. 3 punktirt gezeichnet sind, umgekippt.
Die Handhabung des Apparates ist leicht zu verstehen.
Wenn die Scheidewände d in der beschriebenen Weise an ihre Stelle gebracht und befestigt
worden sind, wird der Rahmen E mitsammt dem Wagen umgekippt, so dafs er die
in Fig. 3 dargestellte Stellung einnimmt.
Hierauf wird der Trichter D zwischen den Wagen und den Mefsapparat A geschoben und
letzterer mit Magnesiumoxychlorid gefüllt.
Wenn man jetzt durch Drehen des Rades C die Bodenthüren α des Mefsapparates öffnet, so
fällt das in letzterem befindliche Material nach unten zwischen die Horden und die Scheidewände
b.
Der Wagen ist nunmehr beladen.
Der Kipprahmen wird in seine Normalstellung zurückgebracht und die Scheidewände
werden entfernt, worauf der Wagen zum Einfahren in den Ofen fertig ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Füllvorrichtung für die Hürdenwagen von Trockenöfen für Magnesiumoxychlorid, bestehend aus mit Schiebern oder Klappen versehenen Mefsapparaten A, den auf Schienen fahrbaren Trichtern D und einem Kippgestell E, welches die Hürdenwagen unter die Mefsapparate bringt und umkippt, worauf die Trichter zwischen die Mefsapparate und die umgekippten Hürden geschoben werden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45720C true DE45720C (de) |
Family
ID=320871
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45720D Expired - Lifetime DE45720C (de) | Füllvorrichtung an Trockenöfen für Magnesiumoxychlorid |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45720C (de) |
-
0
- DE DENDAT45720D patent/DE45720C/de not_active Expired - Lifetime
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