DE45720C - Füllvorrichtung an Trockenöfen für Magnesiumoxychlorid - Google Patents

Füllvorrichtung an Trockenöfen für Magnesiumoxychlorid

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DE45720C
DE45720C DENDAT45720D DE45720DA DE45720C DE 45720 C DE45720 C DE 45720C DE NDAT45720 D DENDAT45720 D DE NDAT45720D DE 45720D A DE45720D A DE 45720DA DE 45720 C DE45720 C DE 45720C
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magnesium oxychloride
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carriage
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DENDAT45720D
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W. F. R. WELDON, 19 Great George Street, Westminster in London
Publication of DE45720C publication Critical patent/DE45720C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/01Chlorine; Hydrogen chloride
    • C01B7/03Preparation from chlorides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Darstellung von Chlor und Salzsäure aus Chlormagnesium wird letzteres nach dem durch Patent No. 31671 geschützten Verfahren zuerst in Magnesiumoxychlorid umgewandelt und dieses, welches aus dem Zusammenmischen von Chlormagnesium mit Magnesia entsteht, mufs zuerst bei verhältnifsmä'fsig niedriger Temperatur getrocknet werden, ehe es bei hoher Temperatur unter Einwirkung eines Luft- oder Sauerstoffstromes zersetzt wird.
Dieses Trocknen bezw. Entwässern des Magnesiumoxychlorids wird vortheilhaft mit Hülfe des im Folgenden beschriebenen Ofens ausgeführt.
Dieser Ofen besteht im wesentlichen aus einem Tunnel aus Mauerwerk, durch welchen ein heifser Luft- oder Gasstrom streicht und in welchem eine Reihe von Wagen aufgestellt ist..
Diese Wagen tragen etagenförmig über einander angeordnete Horden, auf welche das zu trocknende Material in 5 bis 6 cm dicken Schichten ausgebreitet ist.
Dieser Tunnel ist in Fig. 1 im Querschnitt und in Fig. 2 im Längsschnitt dargestellt.
Derselbe ist an jedem Ende mit einer Absperrkammer versehen, welche gestatten, dafs die Wagen in den Tunnel eintreten und denselben verlassen können, ohne dafs eine directe Verbindung zwischen dem Innern des Tunnels und der äufseren Luft hergestellt wird.
Die Absperrkammer A dient zum Einlassen und die Kammer B zum Herauslassen der Wagen.
Soll ein Wagen eingefahren werden, so wird die Thür α geöffnet und dann wieder geschlossen, sobald der Wagen in der Kammer A ist.
Alsdann öffnet man die Fallthüren c und d und stöfst mit Hülfe einer durch Rad und Trieb bewegten Zahnstange C den Wagen vorwärts.
Dieser stöfst gegen den Wagen No. 10 und treibt den ganzen Wagenzug vorwärts, so dafs der Wagen No. 1 theilweise in die Absperrkammer B eintritt.
Derselbe wird alsdann mittelst einer mit Haken versehenen Zahnstange D vollends in die Kammer A hineingezogen.
Man schliefst nunmehr die Fallthüren c und d und öffnet die Thür b, um den Wagen No. ι mit dem fertig getrockneten Material von Hand aus der Kammer B herauszuziehen.
Der heifse Luft- oder Gasstrom wird in entgegengesetzter Richtung, d. h. von links nach rechts, durch den Tunnel geleitet.
Er tritt bei M ein und bei JV aus.
Derselbe kann in einem besonderen Ofen erzeugt werden oder auch aus den Abgasen irgend einer Anlage bestehen, doch soll derselbe nie 3000 C. übersteigen.
Die aus dem Ofen kommenden Wagen werden umgekippt und entleert.
Das Füllen derselben ist mit gröfseren Schwierigkeiten verknüpft, denn das Oxychlorid mufs in regelmäfsigen Schichten über die einzelnen Horden der Wagen ausgebreitet werden.
Die Füllung kann mit Hülfe der in Fig. 3 bis 6 dargestellten Vorrichtung mit Leichtigkeit erfolgen.
Diese Vorrichtung besteht aus drei einzelnen Theilen, und zwar erstens dem Mefsapparat A,
welcher aus sieben, den sieben Horden entsprechenden gleichen Abtheilungen besteht.
Der Boden einer jeden dieser Abtheilungen ist durch eine geneigte Thür α geschlossen, deren Drehzapfen nach aufsen verlängert und mit einem Hebel versehen sind.
Die sieben Hebel sind durch eine Stange B mit einander verbunden, und letztere wird von einer Schraube, zwei Kegelrädern und einem Handrade gehandhabt.
Infolge dessen schliefsen und öffnen sich die sieben Thüren gleichzeitig.
Unterhalb des Mefsapparates befindet sich eine Art Trichter, welcher gleicherweise in sieben Abtheilungen getheilt und auf Räder gestellt ist, so dafs er unter den Mefsapparat und von demselben weggeschoben werden kann.
Unterhalb dieser beiden Vorrichtungen und in gleicher Ebene mit der Sohle des Trockenofens befindet sich ein Kippgestell E, auf welches der zu beschickende Wagen geschoben wird.
In der Zeichnung, Fig. 3, ist dieses Gestell umgekippt dargestellt, d. h. in der Stellung, in welcher es sich beim Beschicken des Wagens zu befinden hat.
Bevor es jedoch. in diese Stellung gebracht wird, versieht man den Wagen mit einer Reihe von Zwischenwänden d, welche auf jeder Horde die Höhe der aufzuladenden Schicht zu bestimmen haben.
In den" Fig. 4, 5 und 6 ist eine dieser Zwischenwände dargestellt.
Dieselben bestehen aus dünnem Blech, welches an einem Ende etwas zurückgebogen und durch aufgenietete Winkeleisen versteift ist.
Dieselben sind halb so breit wie die Wagen, weil die Horden, wie aus Fig. 1 ersichtlich, durch eine Zwischenwand der Länge nach in zwei Abtheilungen getheilt sind.
Deshalb erhält jede Horde zwei Scheidewände d.
Die Scheidewände werden in den Wagen über die Horden eingeschoben.
Die oberste Horde erhält keine Scheidewand d\ die Stelle einer solchen vertritt dort die Decke des Kipprahmens, wie aus Fig. 3 ersichtlich.
Der Kipprahmen ist unten mit zwei Schienen R versehen, auf welchen der Wagen ruht.
Diese Schienen werden ihrerseits an den Hebeln / und g getragen, mit Hülfe deren der Wagen gehoben und dadurch gegen die Decke des Kipprahmens geprefst werden kann.
Die Hebel f und g werden durch den gröfseren Hebel G gehandhabt, welcher auf der Welle J des Hebels g sitzt und durch Schraube H und Kurbel M gehandhabt wird.
Die Scheidewände werden durch Schrauben n befestigt, deren Köpfe gegen die Querstücke ο der Scheidewände d pressen.
Das Kippgestell wird mit Hülfe eines Zahnrades, Triebes und einer Kurbel, welche in Fig. 3 punktirt gezeichnet sind, umgekippt.
Die Handhabung des Apparates ist leicht zu verstehen.
Wenn die Scheidewände d in der beschriebenen Weise an ihre Stelle gebracht und befestigt worden sind, wird der Rahmen E mitsammt dem Wagen umgekippt, so dafs er die in Fig. 3 dargestellte Stellung einnimmt.
Hierauf wird der Trichter D zwischen den Wagen und den Mefsapparat A geschoben und letzterer mit Magnesiumoxychlorid gefüllt.
Wenn man jetzt durch Drehen des Rades C die Bodenthüren α des Mefsapparates öffnet, so fällt das in letzterem befindliche Material nach unten zwischen die Horden und die Scheidewände b.
Der Wagen ist nunmehr beladen.
Der Kipprahmen wird in seine Normalstellung zurückgebracht und die Scheidewände werden entfernt, worauf der Wagen zum Einfahren in den Ofen fertig ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Füllvorrichtung für die Hürdenwagen von Trockenöfen für Magnesiumoxychlorid, bestehend aus mit Schiebern oder Klappen versehenen Mefsapparaten A, den auf Schienen fahrbaren Trichtern D und einem Kippgestell E, welches die Hürdenwagen unter die Mefsapparate bringt und umkippt, worauf die Trichter zwischen die Mefsapparate und die umgekippten Hürden geschoben werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT45720D Füllvorrichtung an Trockenöfen für Magnesiumoxychlorid Expired - Lifetime DE45720C (de)

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