DE4569C - Neuerungen an Dampfmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Dampfmaschinen

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DE4569C
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DENDAT4569D
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Original Assignee
J. J. L. FARCOT in Paris
Publication of DE4569C publication Critical patent/DE4569C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L31/00Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
    • F01L31/02Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00 with tripping-gear; Tripping of valves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1878.
JEAN JOSEPH LEON FARCOT in PARIS. Neuerungen an Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1878 ab.
Die vorliegenden Neuerungen betreffen Anordnungen an den Maschinen mit Auslösungssteuerungen von Corlifs, Sulzer und Farcot, welche diese Neuerungen verbessern sollen und an älteren Maschinen dieser Art leicht angebracht werden können.
Blatt I der beiliegenden Zeichnungen zeigt eine Auslösungssteuerung für Einlafsschieber oder Ventile, welche eine Veränderung der Füllung von ο bis 0,8 des Hubes gestattet. Die verschiedenen Stellungen der Theile sind durch punktirte Mittellinien bezeichnet.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, Fig. 2 ein Schnitt nach a-ß und Fig. 3 ein Schnitt nach γ-δ-ε. Die Details der wichtigsten Theile sind in den verschiedenen Schnitten in den Fig. 3*, 4, 5, 6 und 7 dargestellt.
Um gröfsere Füllungen als bei den gebräuchlichen Auslösungssteuerungen zu ermöglichen, hat der Erfinder folgende Anordnung getroffen:
Für das Auslösen ist nicht nur der Ausschub, sondern auch der Rückgang der Klinke a benutzt, welche, wenn sie eingerückt ist, den Schieber führt. Die Veränderung der Füllung wird durch zwei unrunde Scheiben b b', welche auf der Fortsetzung des Lagers c sich drehen können, bewirkt.
Die Kurbel e, auf der Schieberwelle d festgekeilt, ist mit der Schubstange / verbunden. Auf dieselbe wirkt zum Zwecke des Schliefsens des Schiebers Luft- oder Dampfdruck oder eine Metallfeder. Auf den Nabenfortsatz dieser Kurbel e ist die Schwinge h h' lose aufgebracht und diese an einem Ende mit der Schubstange g verbunden. Das andere Ende der Schwinge trägt die Klinke a, welche letztere wie gewöhnlich durch Vermittelung der Stahlplättchen al und a2 die Kurbel*? und dadurch die Schieberwelle in Umdrehung setzt. Eine Feder s drückt die Klinke stets gegen die Kurbel e. Die Klinke α trägt einen seitlich vorstehenden Zapfen a3, welcher je nach der Stellung der unrunden Scheibe b mit der Erhöhung derselben zusammentrifft und auf diese Weise früher oder später die Auslösung der Stahlplättchen al a2 und damit der Klinke α bewirkt, wenn die Schubstange g mittelst der Schwinge h A1 das Oeffnen des Auslafsventils bewirkt hat. Bewegt sich die Schubstange g im entgegengesetzten Sinne (für den Rückgang des Schiebers), so kann die unrunde Scheibe b vom Zapfen a3 nicht mehr getroffen werden und die Admission dauert bis ans Ende des Hubes, wenn es die zweite unrunde Scheibe b1 nicht verhindert. Um die Scheibe b' für den Rückgang des Schiebers zur Auslösung zu benutzen, ist in dem Zapfen a3 ein zweiter Zapfen «4 angebracht, welcher stets durch eine Feder r gegen die Seitenfläche der unruhden Scheibe bl angeprefst wird, wenn sich diese Seitenfläche der Endfläche des Zapfens a4 darbietet. Ein Hemmstift «5 verhütet die Drehung des Zapfens a* in a3, Fig. 3*.
Die unrunden Scheiben b b1 bewegen sich gleichzeitig in entgegengesetztem Sinne, wenn der Regulator durch die Zugstangen ij auf sie wirkt. Wenn das Regulatorpendel niedergeht, um die Füllung der Maschine zu vergröfsern, gehen die Stangen ij ebenfalls nieder und drehen die beiden unrunden Scheiben um einen gewissen Winkel gegen einander. Man erkennt leicht, dafs dann der Finger β4, durch die Feder gegen die Flanken von b' gedrückt, in einem bestimmten Zeitpunkt gegen Ende des Ausschubes des Schiebers an eine Stelle kommt, wo die Lücke zwischen den Erhöhungen der Scheiben bb1 ihm gestattet, aus dem Zapfen«3 herauszutreten. Wenn beim Rückgange des Schiebers, wo die Stange g drückend wirkt, α3 nicht genügend von dem Daumen der Scheibe b vorgeschoben würde, um ein Auslösen zu bewirken, so tritt der Zapfen β4 aus a3 heraus und trifft mit der Erhöhung auf der Scheibe b1 zusammen, steigt auf derselben auf und löst a früher oder später, je nach der Stellung von a', aus.
Man erzielt auf diese Weise leicht eine Veränderlichkeit der Füllung von ο bis 0,8 des Hubes. Gegen das Ende des Rückganges ist der Zapfen a* ganz herausgesprungen, wenn er vorher mit der Erhöhung der Scheibe b1 in Berührung gekommen war, und wird nun durch die Feder .r wieder der Welle genähert, so dafs die Einrückung erfolgen kann. Der Zapfen a3, welcher an die Erhöhung der Scheibe b geprefst wird, hemmt die Klinke a, damit sie nicht zu tief einfallt. Der Zapfen β4 wird sodann beim Vorgange des Schiebers durch die seitlich an der Scheibe bl angebrachte Schraubenfläche wieder in die Höhlung des Zapfens a3
zurückgeschoben, und es befinden sich dann alle Theile wieder in ihrer anfanglichen Lage und sind für ein neues Spiel vorbereitet.
■ Dieses System der Auslösung ist auf alle anderen Arten von Steuerungen anwendbar. Es wird nur nöthig sein, die einzelnen Theile dazu entsprechend zu modificiren und den gegebenen Anordnungen und besonderen Umständen anzupassen.
Auf dem Blatte II der beiliegenden Zeichnungen ist eine Anordnung dargestellt, welche zeigt, wie eine gewöhnliche Farcot'sche horizontale Maschine zunächst in eine solche mit vier Corlifsschiebern Farcpt'scher Art umzuwandeln ist.
In Fig. ι ist ein Aufrifs, in Fig. 2 ein Querschnitt der umgeformten Maschinen dargestellt. Fig. 3 zeigt einen Schnitt in gröfserem Mafsstabe durch das Cylinderende und den Deckel.
Wenn bei den horizontalen Farcot-Maschinen die Belastung zu bedeutend ist, so wird der Dampf nicht gut verwerthet, weil die Dampfwege nicht für grofse Füllungen bemessen sind, und es kann dann vortheilhaft sein, die Maschinen in der dargestellten Weise umzubauen.
Die ausgezogenen Linien stellen die alten Theile dar, die strichpunktirten dagegen die umgeformten Theile.
Der Cylinder α, sowie sein Mantel a' ist beibehalten. Die Endtheile und Deckel des Cylinders sind durch zwei andere Stücke b und b' ersetzt, welche die Drehschieber nach Corlifs-Farcot'schem System aufnehmen. Um den unteren Th eil dieser neuen Deckel unterzubringen, sind in dem Mauerwerk, welches den Maschinenrahmen trägt, zwei halbrunde Oeffnungen angebracht, welche die Röhren der Austritts-Schiebergehäuse durchlassen. Um dem Rahmen an dieser Stelle seine Festigkeit wiederzugeben, sind an seiner unteren Fläche gufseiserne Füfse mit Bolzen und Einlegescheiben solid befestigt. Diese Füfse tragen dann auch das Maschinengestell, wenn man das Mauerwerk etwa aus einander nehmen mufs.
Der Dampfeintritt findet durch das Dampfventil c und ein Zuleitungsrohr d statt. Dieses Rohr d besitzt unter dem Dampfventile einen Rohrstutzen d\ durch welchen eine Circulation im Dampfmantel erzielt werden soll. Der. alte Schieberkasten wird benutzt, um daran das Lager für die Steuerscheibe anzubringen, wie es in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist.
Die dargestellte Steuerung ist die Farcot'sche und die Auslösung ist diejenige, welche im ersten Theil vorliegender Beschreibung erklärt wurde. Für das Schliefsen der Ventile sind die Dampfcylinder i und i1 angeordnet (nach Farcot).
Die alten wiederausgebohrten Excenterringe, sowie die alte Stange sind wieder benutzt worden; der Hub ist etwas vergröfsert. Die Bewegung des Excenters / wird auf einen Balancier m übertragen, welcher dann durch eine Schubstange g die Steuerscheibe in Oscillation versetzt. Der Regulator von Farcot mit gekreuzten Armen und Zugstangen ist beibehalten und in der Nähe des Cylinderdeckels bei / aufgestellt. Das Regulatorgestell und die Antriebswelle q, sowie die Welle s und das Lager r sind entsprechend montirt.
Die alten Dampfzufuhrungs- und Dampfabführungsröhren sind dagegen verworfen worden. Die beiden Austrittskanäle b b sind in ein neues Vereinigungsrohr t geführt, welches den abströmenden Dampf nach dem Condensator leitet. Der Condensator, sowie die Luftpumpe bleiben unverändert.
Der Cylinder und seine Theile sind mit einem Mantel von schlechten Wärmeleitern und Holz versehen.
Viele der zur Umformung nöthigen Theile können oft an Ort und Stelle hergestellt werden.

Claims (1)

  1. Patent-An sp ruch:
    Die Auslösungsvorrichtung für Dampfemlafsschieber oder Ventile, welche eine variable Füllung von ο bis 0,8 des Hubes erlaubt, so wie vorstehend beschrieben und in beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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