DE45644C - Selbsttätiges Geschütz mit Dreifufs - Google Patents

Selbsttätiges Geschütz mit Dreifufs

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DE45644C
DE45644C DENDAT45644D DE45644DA DE45644C DE 45644 C DE45644 C DE 45644C DE NDAT45644 D DENDAT45644 D DE NDAT45644D DE 45644D A DE45644D A DE 45644DA DE 45644 C DE45644 C DE 45644C
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H. ST. MAXIM in London
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    • F41A23/02Mountings without wheels
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F41A19/00Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F41A3/64Mounting of breech-blocks; Accessories for breech-blocks or breech-block mountings
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    • F41WEAPONS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf selbstthätige Geschütze und bezweckt eine Verbesserung der Construction, sowie eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit derselben. Ein wesentliches Merkmal vorliegender Erfindung besteht in der Anbringung von Vorrichtungen zum Regeln der Feuergeschwindigkeit durch Regelung der Wirkungsweise des Abzuges oder einer diesem gleichwerthigen Vorrichtung. Aufser einem einstellbaren Visir enthält vorliegende Erfindung noch Neuerungen, welche sich auf das Austretenlassen des Dampfes aus der die Kühlflüssigkeit enthaltenden, den Lauf umgebenden Kammer, sowie auf die waagrechte Einstellung des Geschützes und auf Einrichtungen beziehen, durch welche die Bewegungen desselben beherrscht werden, um ein Streuen der daraus abgefeuerten Geschosse herbeizuführen; ferner umfafst die Erfindung Vorrichtungen, durch welche der infolge des Rückstofses entstehende Schlag gemildert und die Ruckkehrbewegung der durch den Rückstofs mitgenommenen Theile geregelt wird.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 ein senkrechter Längenschnitt durch die Mitte eines mit den vorliegenden Neuerungen versehenen , auf einem Dreifufs gelagerten Geschützes. Fig. 2 ist ein Querschnitt hiervon nach x-x. Fig. 3 zeigt einen Theil von Fig. 1. Fig. 4 ist eine hintere Ansicht von Fig. 3, theilweise nach x1-x1 senkrecht geschnitten, und Fig. 5 ist ein waagrechter Schnitt nach x'2-x2, Fig. 3. Fig. 6 zeigt einen Theil der Fig. i, Fig. 7 eine hintere Ansicht, theilweise senkrecht geschnitten und einen Tbeil des Dreifufses veranschaulichend, und Fig. 8 ist eine rückseitige Ansicht, theilweise in senkrechtem Schnitt, und Fig. 9 eine Seitenansicht des einstellbaren Visirs, während Fig. ι ο und 11 Ansichten von weiter unten noch erwähnten Einzelheiten darstellen und Fig. 12 ein senkrechter Lä'ngenschnitt durch die Mitte eines eine Abänderung vorliegender Erfindung veranschaulichenden Geschützes ist. Auf die übrigen Figuren der Zeichnungen wird weiter unten noch hingewiesen.
A ist der Geschützrahmen, in welchem der mit einer rahmenförmigen Verlängerung B1 versehene Lauf B in der Längsrichtung gleitbar angeordnet ist, während C den das Geschütz tragenden Dreifufs bezeichnet.
α ist eine Stange, welche in eine Rast des Hahnes eingreift, wenn der letztere sich in seiner gespannten Stellung befindet, b ist eine Stange, welche auf dem Boden des Rahmens A mittelst einer Schraube oder eines Nietes b1 befestigt ist, welcher durch einen Schlitz b2 in der Stange b hindurchtritt, so dafs letztere sich um eine kurze Entfernung frei hin- und herbewegen kann. Die Stange b wird durch eine Feder bB beeinflufst, welche das Bestreben hat, die Stange in der gezeichneten Lage zu halten und dieselbe nach vorwärts zu ziehen, nachdem dieselbe nach rückwärts gezogen worden ist. Die Stange b ist ferner noch mit einem Ansatz fr4 versehen, welcher mit dem der Stange α in Eingriff gelangt, wenn die Stange b nach rückwärts geschoben wird, so dafs also infolge dessen sich der Hebel a um seinen Zapfen dreht, dadurch den Hahn auslöst und so ein Abfeuern des Geschützes herbeiführt.
c ist ein bei c] eingelenkter Hebel, der mit
seinem Drehpunkt c ] an dem kurzen Arm eines zweiten Hebels d sitzt, der seinen Drehpunkt bei dl an dem Lagerarm d2 des Rahmens A hat; der Hebel c tritt mit seinem kurzen Arm zwischen zwei Ansätze b5 be der Stange b, während der lange Arm dieses Hebels mit einer Stange c2 verkuppelt ist, welche durch das hintere Ende des Rahmens A hindurchtritt und als Abzug dient, indem durch das Einwärtsstofsen dieser Stange c2 der Hebel c auf seinem Zapfen c1 so gedreht werden kann, dafs er die Stange b zurückschiebt und hierdurch die Stange α von dem Hahn loslöst, was ein Abfeuern des Geschützes zur Folge hat.
Bei e1 ist am Rahmen A ein Winkelhebel e eingelenkt, dessen einer Arm gegen einen im Hebel d sitzenden Zapfen d3 drückt und dessen anderer Arm in den geschlitzten, auf dem oberen Ende einer Stange e3 befestigten Kopf e2 eingreift. Das untere Ende dieser Stange e3 trägt einen in senkrechter Richtung darauf gleitbaren gelochten Kolben f, Fig. 2 bis 5, der mittelst der Feder f1 gegen einen Bund /2 der Stange e3 gedrückt wird, so dafs unter gewöhnlichen Bedingungen die im Kolben befindlichen Löcher geschlossen sind. Der Kolben f arbeitet in einem Cylinder f3, welcher den unteren Theil einer mit Flüssigkeit zu füllenden Kammer fi bildet. Eine auf der Stange e3 sitzende Feder/5 drückt mit ihrem oberen Ende gegen den Kopftheil der Kammer /4 und mit ihrem unteren Ende gegen den Bund /2. Die Kammer /4 ist aufsen mit Gewinde versehen und in einen Lagerarm A1 des Rahmens A eingeschraubt, der zu diesem Ende mit entsprechendem Muttergewinde versehen ist. Die Kammer ist aufserdem mit einem Drehknopf fe versehen, mittelst dessen sie in beliebiger Richtung gedreht werden kann, um sie behufs Regelung der Feuergeschwindigkeit senkrecht einstellen zu können. An dem Lagerarm A1 ist ein Zeiger f und an der Kammer /4 eine Gradeintheilung fs angebracht, welche nach dem Einstellen der Kammer die Anzahl der in der Minute abgegebenen Schüsse angiebt oder auf andere Weise die Feuergeschwindigkeit anzeigt.
Der rabmenförmige Ansatz B : ist mit einem Arm B2 versehen, der beim Rücklauf des Geschützes im Rahmen A auf den Hebel d einwirkt und denselben um seinen Zapfen dl dreht und auf diese Weise den Drehzapfen c1 des Hebels c nach vorwärts bewegt, so dafs beim Einwärtsstofsen der Drückerstange c2 die Stange b nicht weit genug zurückgeschoben werden kann, um auf den Stangenhebel α einzuwirken, infolge dessen das Geschütz auch nicht abgefeuert werden kann. Bei seiner Bewegung wie vorbeschrieben wirkt der Hebel d auf den Hebel e ein und hebt die Stange e3 empor, drückt hierdurch die Feder /5 zusammen und hebt den Bund f2 von seinem Sitz auf dem Kolben f ab, so dafs Flüssigkeit durch diesen hindurchfliefsen kann. Bei ihrer fortgesetzten Aufwärtsbewegung hebt die Stange e3 den Kolben f im Cylinder f3. Beim Auslauf des Geschützes drückt die Feder f5 vermöge ihrer Rückwirkung die Stange es nach abwärts, so dafs die Löcher im Kolben f durch den Bund f2 geschlossen werden und der Kolben hierauf im Cylinder f3 nach abwärts geschoben wird. Bei dieser Abwärtsbewegung mufs die Flüssigkeit aus dem Cylinder f3 zwischen diesem und dem Kolben hindurchtreten, so dafs also die Rückkehr des Hebels d in seine ursprüngliche Lage mit einer Geschwindigkeit vor sich geht, die abhängig ist von der Querschnittsfläche des ringförmigen Durchlafsraumes zwischen Kolben und Cylinder und von der durch die Feder f5 geäufserten Kraftwirkung, welche letztere durch Einstellen der Kammer/* in verticaler Beziehung und dadurch bedingtes Aendern der Federspannung geregelt werden kann. Wenn der Hebel d seine ursprüngliche Lage wieder eingenommen hat, so kann das Geschütz durch Einwänsstofsen der Drückerstange c2 abgefeuert werden.
Die Drückerstange c2 ist mit einem drehbaren Kopf c3 versehen, der einen kurzen Arm c4 und einen langen Arm c5 mit daran befestigter Feder ce hat, die in die eine oder die andere von zwei Aussparungen in der Drückerstange c2 einfedern kann und so den Kopf c3 nach der Einstellung in seiner Lage festhält. Bei g ] ist am Rahmen A eine Klinke g eingelenkt, deren Schwanzstück g2 durch die Feder g3 gegen einen Zapfen g4= im Hebel d angedrückt wird.
Befindet sich der Kopf c3 in der gezeichneten Lage, so kann die Klinke g mit demselben nicht in Eingriff treten und durch einmaliges Einwärtsstofsen des Drückers nur ein einzelner Schufs abgefeuert werden. Wird dagegen der Kopf c3 so gedreht, dafs sein Arm c4 in eine Linie mit der Klinke g zu liegen kommt, dann wird die Klinke g, nachdem der Drücker c2 behufs Abfeuerns des Geschützes einwärts gestofsen und der Hebel d um ein kurzes Stück nach rückwärts geschoben worden ist, durch ihre Feder g3 veranlafst, mit dem Arm c4 in Eingriff zu treten und so den Drücker c2 in schufsfertiger Lage zu halten. Nachdem unter diesen Umständen ein Schufs abgefeuert worden und der Rücklauf des Geschützes im Rahmen A erfolgt ist, wird die Rückkehrbewegung des Geschützes beendigt, ehe der Hebel d sich genügend weit vorwärts bewegt hat, um auf das Schwanzstück g2 der Klinke g einzuwirken und dieselbe von dem Drücker c2 loszulösen. Es wird also vor Beendigung der Vorwärts- oder Rückkehrbewegung des Geschützes der Hebel oder die Stange α durch
den Ansatz b* der Stange b um ihren Drehzapfen gedreht und das Geschütz wiederum abgefeuert; dasselbe feuert dann, so lange es mit Munition versehen ist. Nachdem aber die letzte Patrone im Geschütz verschossen worden ist, bewegt sich der Hebel d weit genug nach vorn, um die Klinke g aufser Eingriff mit dem Drücker c2 zu bringen und so den letzteren selbstthätig in die Sicherungsstellung zu bringen.
Es ist hieraus ersichtlich, dafs das Geschütz nicht mit dem Drücker beständig in schufsfertiger Lage gelassen werden kann.
Um das Geschütz in beliebige Seitenrichtung auf der Laffete festzustellen, und um die waagrechte Bewegung des Geschützes behufs Streuens der daraus abgefeuerten Geschosse auf irgend einen gewünschten Winkel zu begrenzen, ist auf der Laffete oder dem Dreifufs C eine rohrförmige Führung h, Fig. ι und 2, quer zur Seelenachse des Geschützes mit zwei darauf gleitenden Anschlägen j angeordnet. In der Führung h sitzt die Stange k, so zwar, dafs sie mittelst des Handgriffes k1 theilweise darin umgedreht werden kann; diese Stange ist an ihrem Umfang so ausgespart, dafs bei Einnahme der gezeichneten Lage die Anschläge j frei auf der Führung h hin- und hergeschoben werden können, dafs dieselben aber nach Drehung der Stange k um 60 bis 90 ° auf der Führung h in der Lage festgeklemmt werden, in welcher sie eingestellt worden sind. Der obere Theil des Dreifufses ist mit einem Schwanzstück / versehen, welches in den Raum zwischen den Anschlägen j eintritt und dessen Bewegung (und folglich auch die Bewegung des Geschützes) je nach der Einstellung der Anschläge auf der Führung h begrenzt wird. Das Geschütz ist mit einem Patronenkasten D versehen.
Der Lauf B, Fig. 1, ist von einer Kammer« umgeben, welche behufs Kuhlhaltens des Laufes zur Aufnahme einer Flüssigkeit bestimmt ist. Um nun die entwickelten Dämpfe bei jeder Lage des Geschützes aus dieser Kammer austreten zu lassen, ohne dafs dabei auch die Flüssigkeit mit austritt, ist in die Kammer ein Rohr η eingeschoben, welches an seinem vorderen Ende mit einem Rohr n* in Verbindung steht, welches mit der Aufsenluft Verbindung und aufserdem zwei Oeffnungen nl w2 hat, von denen je eine an jedem Ende innerhalb der Kammer m liegt. Auf diesem Rohr η sitzt ein röhrenförmiges Ventil ο derart, dafs es in der Längsrichtung darauf gleiten kann. Wird die Geschützmündung gehoben, so gleitet dieses Rohrventil nach hinten, öffnet die Oeffnung «2 für den Austritt des Dampfes und verschliefst die Oeffnung n1, wodurch der Austritt von Flüssigkeit durch das Rohr η verhindert wird. Ist die Geschützmündung gesenkt, so gleitet das Rohrventil 0 nach vorn, öffnet die Oeffnung «' und schliefst die Oeff-^ nung M2.
Die yisirvorrichtung besteht aus einer Stangep, welche bei ρλ drehbar am Geschützrahmen A sitzt und durch eine Feder p2 beeinflufst wird, durch welche sie in ihren beiden Endstellungen festgehalten wird. Auf dieser Stange ρ ist ein mit Visiröffnung q] versehener Block q angeordnet, der nach oben und unten frei darauf gleiten kann, aufser wenn er darauf festgehalten wird. Die Stange ρ ist mit einer Zahnstange p3 versehen, mit welcher ein auf der in dem 'Gleitblocke q sich drehenden Welle r'1 festsitzendes Getriebe r so in Eingriff steht, dafs bei Drehung der Welle in der einen oder anderen Richtung der Gleitblock q auf der Stange ρ auf- und abbewegt werden kann. Auf der Welle r1 sitzen ein mit einem Kranze von Einzahnungen p5 versehener Kopf p4 und ein Rad s, welch letzteres auf der Welle theilweise gedreht werden kann. Bei il ist an letzterer eine Klinke t eingelenkt, auf deren eines Ende die Feder t2 drückt, die auf diese Weise das andere Ende in Eingriff mit den Einzahnungen pb des Kopfes p4 hält. Das Rad s ist mit zwei daumenförmigen Ansätzen S1J2 versehen, welche dazu bestimmt sind, zu den weiter unten noch erörterten Zwecken auf die Enden der Klinke t einzuwirken.
Fig. 10 ist eine Vorderansicht des Kopfes p4 und zeigt die Klinke t in der Ansicht und die Wrelle r1 im Schnitt; das Rad s ist abgenommen, doch zeigt Fig. 11 eine Ansicht der inneren Fläche des letzteren.
Beim Drehen des Rades s in beliebiger Richtung dreht der auf die Klinke t einwirkende Daumen s1 dieselbe um ihren Zapfen und löst sie aus den Zähnen ps aus; alsdann wirken die beiden Daumen S1S2 auf die Klinke t und drehen so die Welle r1 mit dem Getriebe r, wodurch eine Verstellung des Gleitblockes q auf der Stange ρ herbeigeführt wird. Sobald das Rad s freigegeben ist, veranlafst die Feder f2 die Klinke t, mit den Einzahnungen ph wiederum in Eingriff zu treten. Durch diese Vorrichtung wird eine Verschiebung des Visirs infolge von Stöfsen verhindert, während die erforderliche Einstellung des Visirs durch einfaches Drehen des Rades s in der einen oder der anderen Richtung herbeigeführt werden kann. Es braucht deshalb der Kanonier keine besondere Kenntnifs von der Einrichtung der Visirvorrichtung zu haben, um dieselbe einstellen zu können, da sie ganz in ähnlicher Weise wie die gebräuchlichen Visirvorrichtungen bethätigt wird.
In Fig. 12 ist eine Vorrichtung zum Regeln des Rücklaufes des Geschützes im Aufsenrahmen veranschaulicht. u ist ein Kolben, dessen Stange ux fest an der rahmenförmigen Verlängerung B1 sitzt und der in einer kegel-
förmig verjüngten Kammer ν angeordnet ist, welche durch Oeffnungen v1 mit einer fest am Rahmen A sitzenden und theilweise mit Flüssigkeit zu füllenden Kammer w in Verbindung steht; der Raum oberhalb dieser Flüssigkeit enthält Luft, welcher, wenn gewünscht, eine gewisse Spannung gegeben werden kann.
Beim Rücklauf wird durch die Rückwärtsbewegung des Kolbens u Flüssigkeit aus der Kammer ν durch die Oeffnungen v1 gedrückt, bis der Kolben an diesen Oeffnungen vorbeigegangen ist; die Flüssigkeit hinter dem Kolben wird dann durch den ringförmigen Zwischenraum zwischen diesem und den Wandungen der Kammer ν hindurchgedrückt. Da dieser ringförmige Zwischenraum sich allmälig verengert, je weiter der Kolben sich nach rückwärts bewegt, so wird das Geschütz ganz allmälig und ohne Stofs aufgehalten. Zu derselben Zeit wird durch Rückwirkung oder Ausdehnung der gespannten Luft in der Kammer iv Flüssigkeit aus dieser durch die Oeffnungen v1 in die Kammer ν vor den Kolben u zurückgedrückt.
Beim Auslauf des Geschützes wird hinter dem Kolben u eine theilweise Luftleere erzeugt und die Flüssigkeit auf diese Weise durch den ringförmigen Zwischenraum zwischen dem Kolbenumfang und der Kammerwandung hindurchgesaugt. Aufserdem wird wieder Flüssigkeit durch die Oeffnungen vl aus dieser Kammer hinausgedrückt, bis der Kolben an ersteren vorübergegangen ist. Die Kammer ν ist auf ein kurzes Stück von ihrem vorderen Ende ab kegelförmig gestaltet, so dafs der ringförmige Zwischenraum zwischen Kolben und Kammerwandung sich verengert und das Geschütz folglich allmälig und ohne Stofs bei Beendigung seiner Vorwärts- oder Rückkehrbewegung zur Ruhe kommt.
Der in Fig. 13 bis 16 dargestellte Patronenkasten D ist mit einem aus zwei Theilen D1 D2 hergestellten Deckel versehen, von denen der Theil D1 bei Z)3 mittelst eines Gelenkes mit dem Kasten verbunden und der Theil D2 mit einem hakenförmigen Ansatz E versehen ist, der unter einen Ansatz D4 am Kasten greift und so an seinem äufseren Ende niedergehalten wird. Der Theil D2 hat ferner die Ansätze E, welche in Ausnehmungen D5 im Kasten eintreten, sowie einen Ansatz E2, der in eine Ausnehmung D6 im Theil D1 eintritt, so dafs hierdurch also eine seitliche Verschiebung des Kastendeckels verhindert wird. Letzterer wird auf dem Kasten mittelst eines Metallbandes F befestigt, welches mit einer Schleife F1 versehen ist, über die Mitte des Deckels gelegt und dann am Kasten, wie gezeichnet, festgenagelt wird. Wenn man der Patronen im Kasten für den Gebrauch bedarf, so kann das Band F, indem man in die Schleife F1 greift, leicht abgerissen werden. Der Theil D2 des Deckels wird weggenommen und der Theil D1 wird, wie in Fig. 19 gezeigt, auf einen Theil des Geschützes aufgelegt und dient zum Fortleiten des leeren Patronenbandes vom Geschütz während der Thätigkeit des letzteren.
In Fig. 20 bis 28 ist der Dreifufs veranschaulicht, der das Geschütz trägt.
Die Füfse GG1G2 dieses Dreifufses sind aus hohlen Metallstäben hergestellt; die Füfse G1 G2 sind im oberen Ende des Fufses G in der durch Fig. 28 verdeutlichten Weise befestigt. An dem oberen Ende dieses Fufses G ist der Lagerarm H mit dem Drehzapfen H1 und den an H festsitzenden Flantschen H2 befestigt. Der obere Theil J des Geschützträgers hat an seinem unteren Ende eine Platte K mit Loch K1, welches auf den Zapfen Hx pafst, und die Flantschen K2, welche unter die Flantschen H2 greifen; jede dieser Flantschen hat die Form eines Kreisbogens. Der obere Theil J wird mit dem Lagerarm H verbunden, indem man ihn in solcher Weise auf letzteren setzt, dafs der Zapfen H1 in das Loch K1 eintritt und die Platte K mit ihren Flantschen K2 zwischen den Flantschen H2 auf den Lagerarm H zu liegen kommt, worauf der Obertheil auf dem Zapfen H1 gedreht wird, bis die Flantschen K2 unter den Flantschen H2 liegen; letztere sind so lang, dafs das Geschütz um einen bedeutenden Winkel gedreht werden kann, ohne dafs dabei die Flantschen K2 von den Flantschen H2 losgelassen werden.
Der Fufs G des Dreifufses ist mit einem Stöpsel L zum Verschliefsen seines unteren Endes versehen und hat einen solchen Rauminhalt, dafs die Beine G1 G2 und andere Theile des Trägers behufs bequemerer Fortschaffung darin eingeschlossen werden können. Der Deckel L hat einen federnden Sperrhaken L1, um ihn in G festzuhalten, und der Sperrhaken ist mit einem Handgriff L2 versehen, um das Herausnehmen des Deckels zu erleichtern. Letzterer wird am besten mit der Innenfläche des Fufses G mittelst eines Riemens M aus Leder oder anderem geeigneten Material verbunden.
Mittelst einer Schraube JV1 ist am Fufs G eine gekrümmte Metallstange N in solcher Weise befestigt, dafs sie sich in eine Lage rechtwinklig zum Fufs G drehen läfst, um als Sitz für den Kanonier zu dienen, oder dafs man sie in gleichlaufender Lage mit diesem Fufs drehen kann, um die Wegschaffung des Trägers zu erleichtern.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein selbsttätiges Geschütz mit Dreifufs, gekennzeichnet durch die folgenden Einrichtungen in Verbindung mit einander:
    a) Ein den Abzughebel (c) tragender Hebel (d), der beim Rücklauf des Geschützrohres im Rahmen (A) um seinen Drehpunkt (d1) gedreht wird ■ und dadurch den Hebel (c) derart verschiebt, dafs derselbe das Geschütz nicht abfeuern kann, wobei der Hebel (d) mit einer Stellvorrichtung verbunden ist, welche die Rückkehr der Hebel in ihre ursprüngliche Stellung verhindert oder verlangsamt und auf diese Weise die Feuergeschwindigkeit regelt.
    b) Ein Abzug (c2), der mit einem drehbaren und einstellbaren Kopf (c%), mittelst dessen er behufs Abfeuerung des Geschützes von Hand bethäligt werden kann, und mit einem radialen Ansatz (c*) versehen ist, der mit einer Klinke (g) so in Eingriff treten kann, dafs dadurch ein selbsttätiges Abfeuern des Geschützes hervorgerufen wird.
    c) Die Stellvorrichtung, bestehend aus dem Winkelhebel (e), der Stange (e3), dem gelochten Kolben (f), dem Bund (f2), den Federn (flfs) und der in den Lagerarm (A1) des Geschützrahmens (A) eingeschraubten Kammer (P).
    d) Das Rohrventil (o), welches gleitbar auf einem in der den Lauf umgebenden Kühlkammer (m) eingeschlossenen, gelochten Rohr (n) angeordnet ist, zu dem Zwecke, den Dampfaustritt aus der Kammer (m) zu gestatten, dagegen den Wasseraustritt aus derselben zu verhindern.
    e) Eine Zielvorrichtung, bei welcher der das Getriebe (r) tragende Gleitblock (q) mit Zähnen und die Welle (r1) des Getriebes mit einer Klinke (t) versehen ist, welche in die Zähne eingreift und eine Verschiebung des Visirs infolge von Erschütterungen verhindert, welcher Block aber bei Drehung des Stellrades (s) in beliebiger Richtung aufser Eingriff mit den Zähnen gebracht wird, um die Einstellung des Visirs zu gestatten.
    f) Die Rahmen (A und B1) in Verbindung mit den Kammern (v n>), welche durch die Oeffnungen ν1 mit einander verbunden sind, und mit dem an dem Rahmen (B1) befestigten Kolben (u), welcher in der Kammer (v) gleitet, um den Rückstofs des Geschützrohres und dessen. Rückkehr in die Feuerstellung zu regeln.
    g) Die gleitbar in einer Führung (h) des Dreifufses sitzenden Anschläge (j), welche durch Drehung der abgeflachten Stange (k) in irgend einer Stellung festgehalten werden, so dafs sie das Geschütz in jeder Seitenrichtung feststellen bezw. die Seitenbewegung begrenzen.
    h) Der Dreifufs (G G1 H), welcher mit dem Zapfen (H1) und den Flantschen (H2) versehen ist und den oberen Theil (J) mit Platte (K), welche die auf den Zapfen (H1) passende Oeffnung (Kl) und Flantschen (K2) hat, aufnimmt.
    i) Ein Patronenkasten (D), dessen Deckel in zwei Theile (D ' D2) zerlegt ist, von denen der Theil (D2) leicht abnehmbar und der Theil D1 drehbar so befestigt ist, dafs er sich einstellen läfst, um das leere Patronenband aus dem Geschütz herauszuführen.
    Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
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