DE45554C - Neuerung an Lederschleifmaschinen - Google Patents

Neuerung an Lederschleifmaschinen

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Publication number
DE45554C
DE45554C DENDAT45554D DE45554DA DE45554C DE 45554 C DE45554 C DE 45554C DE NDAT45554 D DENDAT45554 D DE NDAT45554D DE 45554D A DE45554D A DE 45554DA DE 45554 C DE45554 C DE 45554C
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DE
Germany
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roller
balancer
grinding
sanding
sanding belt
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT45554D
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English (en)
Original Assignee
miller & andreas in Bockenheim bei Frankfurt a. M
Publication of DE45554C publication Critical patent/DE45554C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • C14B1/44Mechanical treatment of leather surfaces
    • C14B1/46Fluffing, buffing, or sanding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 28: Gerberei.
Es wird bei der neuen Anordnung die Schleifwalze, über welche ein endloses Schleifband geht, von einem schwingenden, auseinanderlegbaren Balancier getragen. Auseinanderlegbar ist der Balancier, um das Auf-' bringen schon geleimter Schleifbänder auf die Schleifwalze, die von der Achse des Balanciere aus bewegt wird, zu ermöglichen, da die zweite Tragrolle des Bandes in dem Balancier gelagert ist. Durch einen Fufstritt mit Hebelsystem kann der ausgewuchtete Balancier auf die Haut gesenkt werden. Neu sind ferner die unten genau beschriebene Herstellung der Walzenüberzüge aus Kautschuk und Filz.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, Fig. 2 ein Schnitt durch die vordere Hälfte des Balanciers, Fig. 3 eine Vorderansicht und Fig. 4 der Schnitt durch ein Stück des Schleifwalzenumfanges.
Die Doppelständer AA', welche fest mit einander verschraubt sind, tragen die Hauptantriebswelle B, um welche der Doppelbalancier C C sich frei schwingen kann. Dieser Balancier trägt an seinem vorderen Theil die Scheiben D und D', um welche endlose Schleif bänder gespannt werden. Die Scheibe D ist fest gelagert und läfst sich die Achsenentfernung von D und D' durch einen Stellmechanismus und die verschiebbare Scheibe D' nach Bedarf verändern. Angetrieben wird nur die Scheibe D mittelst Riemen von der Welle B, während die Scheibe D' durch die Reibung des breiten Schleif bandes mitläuft.
Am hinteren Ende des Balanciers stellt das Gegengewicht E das Gleichgewicht des Balanciers her. Doch hat die Zugfeder F das Bestreben, den Balancier hinten abwärts zu ziehen, bis derselbe durch die am Balancier befestigte stellbare Stütze g, welche auf das hintere Lager des Ständers A' aufstöfst, gehindert wird. Ganz am vorderen Ende des Balanciers befindet sich beiderseitig ein kleiner, auf dem Bolzen J bezw. J', Fig. 2, lose aufliegender Hebel h, Fig. 1, welcher an die Nase L anstöfst. Wird daher die Zugstange M abwärts gezogen, so mufs der Balancier folgen, und die Zugfeder F wird gespannt. Die Zugkraft in M wird durch das um die Achsen N und O drehbare Doppelhebelsystem P Q. und den Fufstritt R durch den Fufs des Arbeiters hervorgebracht, der dadurch das Heben und Senken des Balanciers, an welchem sich der Schleifmechanismus befindet, vollkommen in der Gewalt hat und aufserdem durch die gröfsere Uebersetzung des Hebelsystems das nöthige Gefühl und die feine Beweglichkeit, welche zum gleichmäfsigen Schleifen einer Haut unbedingt erforderlich sind, erhält.
Das Hebelsystem ist durch ein hinten angebrachtes Gegengewicht ansgewuchtet und wird aufserdem durch die Zugfeder m. veranlafst, dem Fufs des Arbeiters bei nachlassendem Druck zu folgen. Die Verbindung des
Fufstritthebelsystems mit dem Balancier ist im Skelett, mit strichpunktirten Linien gezeichnet, und charakterisirt sich durch das mittelst des Hebels h ermöglichte leichte Ablösen von dem Balancier, bewirkt durch einen Zug in der Richtung des Pfeiles an der Zugstange M. Der Hebel h löst sich dann vom Balancier und gestattet dann das Aufschieben des Schleifbandes auf die Scheibe D. In der Vorderansicht ist bei der Verbindungsconstruction von Balancier und Fufstritt noch ein Handrad M4 an der Schraubenspindel Af6 gezeichnet, deren Muttergewinde sich im Querträger M, befindet. Diese Schraubenspindel dient durch ihr Aufstofsen auf den Boden als Hubbegrenzung des Hebelsystems zur Vermeidung einer Beschädigung der später beschriebenen Transportirwalze durch das Schleifband.
. Der zu schleifenden Haut, welche unter das Schleifband gebracht wird, dient beim Schleifprocefs eine Scheibe T, ähnlich wie D, als Auflage und zugleich als Transportirwalze. Die Scheibe T wird durch das Schneckenrad U, die Schnecke V und die von der Hauptantriebswelle durch Riemen angetriebenen Riembezw. Stufenscheiben W W1 W2 W3 W4 etc. langsam in Umdrehung versetzt. Zur weiteren Unterstützung der Haut dient der entsprechend geformte breite Tisch S. Um nun d-as Schleifband auf die beiden Scheiben D D' bequem aufziehen bezw. wechseln zu können, ist der eine Balancier, z. B. C, aus zwei Stücken gefertigt, welche durch die im Scharnier b drehbare Klappe Z und durch die Schrauben α α zusammengehalten werden, aber nicht ganz zusammenreichen, sondern noch einen Schlitz c zwischen sich lassen, der das Durchschieben des endlosen Schleif bandes gestattet, sobald die Klappe-Z aufgeklappt ist. Die zwei Stücke des Balanciere C sind dann noch durch die Schrauben e mit dem einschildigen Balancier C fest verbunden. Ein Zug an dem Hebel h in der eingezeichneten Pfeilrichtung löst denselben leicht von dem Balancier ab, so dafs auch das Schleifband auf die Scheibe D aufgeschoben werden kann. Ist die Klappe Z wieder zugemacht und angeschraubt, der Hebel h wieder in die gezeichnete Lage gebracht, so kann das Spannen des Schleifbandes vorgenommen werden. Zu diesem Zwecke sind in den Balanciere C C zwei Schraubenspindeln ff, Fig. 2, je mit Rechts- und Linksgewinde gelagert, welche durch aufgesteckte Handräder / gedreht werden können und durch den Kniehebelmechanismus g g h hi eine Verschiebung der die Lager der Scheibe D' haltenden Führungsschienen K und damit auch der Scheibe D' bewirken, so dafs die Achsenentfernung von D und D' vergröfsert oder verkleinert wird, und zwar bei gleichmäfsigem Drehen der beiderseitigen Handräder gleichmäfsig, beim Drehen nur eines Handrades nur auf dieser Seite. Es wird dadurch ermöglicht, auch ein schiefgeleimtes endloses Schleifband zum Geradelaufen zu bringen, da die Lager der Scheibe D' drehbar in den Führungsschienen K K' gelagert sind und durch ein Schiefstellen der Welle von D' keinerlei Klemmung in diesen Lagern stattfinden kann. Die Führungsschienen K haben in den Balanciere eine horizontale Gleitbahn.
Die Oberfläche der Schleifscheibe D sowohl als die der Unterlagsscheibe T besteht aus keilförmig angeordneten Gummirippen n, Fig. 4. Die von den einzelnen Rippen η gebildeten Zwischenräume sind mit Filzeinlagen 0 ausgefüllt, und wird die in dieser Weise von den Rippen η und den Einlagen 0 gebildete Oberfläche noch mit dem Filztuch ρ überzogen. Während des Schleifens wird bei kleineren Unebenheiten der Haut nur die Elasticität des Filztuches ρ und der Einlagen o, bei stärkeren Unebenheiten dagegen die Elasticität der Gummirippen η in Anspruch genommen. Letztere wirken aufserdem noch spannend auf die Haut, indem dieselben durch den während des Schleifens auf sie ausgeübten Druck seitwärts aus einander gedrückt werden, wobei sie infolge ihrer keilförmigen Anordnung eine Spannung der Haut in seitlicher Richtung bewirken.
Ein Aspirator X mit Saugrohr y entfernt den Schleifstaub.
Die Arbeitsweise der Maschine ist demnach folgende: Die zu schleifende Haut wird auf dem geraden Theile des Tisches S herangeführt und die Walze D in Drehung versetzt. Nach Bedarf drückt der Arbeiter durch Senken des Fufstrittes R die Schleifwalze fester auf die Haut. Bei dem Fortschieben der Haut in den hohlen Theil des Tisches S wird er durch die langsam drehende Transportirrolle T unterstützt. Die Federn m und F sorgen dafür, dafs der Balancier die leiseste Bewegung des Trittschemels R mitmacht, und übertragen ebenso genau den an der Schleifstelle ausgeübten Druck auf den Fufs des Arbeiters.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung an Lederschleifmaschinen, durch welche das Ausüben eines elastischen und empfindlich regulirbaren Druckes des Schleifbandes auf die Haut ermöglicht wird durch die Anordnung und Verbindung folgender Theile:
    ι. eines ausgewuchteten Balanciere zum Tragen der Schleifwalze (D) und Tragrolle (D') des Schleif bandes, welches durch einen verschliefsbaren Schlitz (c) in der einen Balancierhälfte (e) auf die Tragrolle aufgebracht werden kann;
    einer durch eine Feder (m) genau schlüssig gehaltenen Hebelcombination (P Q), durch welche die Fufsbewegungen des Arbeiters in stark verkleinertem Mafsstabe auf die Schleifwalze übertragen werden;
    eines elastischen Ueberzuges der Schleifwalze (D) und der Transportirwalze (T), bestehend aus keilförmig angeordneten Gummirippen (n) mit Filzeinlagen (o) und Filzüberzug (p)\
    4. einer Spannvorrichtung für das Schleifband, bestehend in einem Mechanismus zum Parallel- oder Schiefverschieben der Tragrolle (D').
    Hierzu 1 Blatt .Zeichnungen.
DENDAT45554D Neuerung an Lederschleifmaschinen Expired - Lifetime DE45554C (de)

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