CH371640A - Lager- und Antriebsanordnung für eine schnellaufende Welle - Google Patents
Lager- und Antriebsanordnung für eine schnellaufende WelleInfo
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Description
Lager- und Antriebsanordnung für eine schnellaufende Welle Die Erfindung betrifft eine Lager- und Antriebs anordnung für eine schnellaufende Welle, mit minde stens zwei Lagerstellen, welche von je zwei die Welle tragenden Rollen mit gegenüber der Welle wesentlich grösserem Durchmesser gebildet werden, sowie mit einer Einrichtung, welche die Welle gegen .die Lager- stellen drückt und: zum Antrieb der Weile beiträgt.
Es sind zur Erreichung hoher Drehzahlen an Wel- len! bereits Lagerungen bekannt, die aus drei im Drei eck zueinander stehenden, mindestens teilweise einen eigenen Antrieb aufweisenden Rollkörpern bestehen, zwischen denen die anzutreibende Welle gelagert ist. Dabei haben die tragenden Rollkörper einen grossen und die getragene Welle einen kleinen Durchmesser.
Es ist auch bekannt, von .,drei tragenden Rollkörpern den einen gegen die anderen beiden durch Federn oder dergleichen andrücken zu lassen, um auf diese Weise die dazwischen rotierende Welle in praktisch spielfreier Lage zu halten und durch den Druck der drei Rollkörper gegen die Welle derselben das von den angetriebenen Rollkörpern ausgehende Dreh moment aufzuzwingen.
Ferner ist auch bekannt, zwei Tragrollenpaare stationär so zu lagern, dass sie über- oder ineinander greifen, während ein drittes Tragrollenpaar an einer Schwinge gelagert ist und federnd gegen die zwischen den beiden anderen Tragrollenpaaren liegende Welle drückt. Auch hierbei wird ein von einer oder allen drei Tragrollenpaaren ausgehendes Drehmoment auf die zwischen drei Rollenpaaren eingespannte Welle übertragen.
Diese bekannten Konstruktionen haben alle ein deutig den Charakter von sogenannten Reibradantrie ben, bei denen Reibradrollkörper eine dazwischenlie gende Welle durch den Druck der Rollkörper an treiben.
Erfahrungsgemäss haben hochtourige Wellen, die in einem Dreirollensystem laufen, die Neigung, bei auch geringster Unwucht in umerwünschte Schwin- gungen zu geraten, wobei das dritte, :gefederte Rollen paar beim Schwingen nachgibt, so dass die Welle schlag artig die zur Führung bestimmten Rollen zerstören kann. Ausserdem bedeutet dies eine sehr hohe Unfall gefahr.
Die erfindungsgemässe Lager- und Antriebsanord nung, bei der die oben angeführten Nachteile vermie den sein sollen, ist dadurch gekennzeichnet, dass bei ihr jene Einrichtung, welche die Welle gegen, die Lagerstellen drückt und zum Antrieb der Welle bei trägt, aus einem die Welle zwischen zwei Lagerstel len umschlingenden Band besteht,
wobei ausschliess lich dieses Band die Welle antreibt. Hierbei ist das genannte Band bevorzugt gummielastisch ausgebildet.
Die schnellaufende Welle, worunter als deren Spe zialfall auch Achsen oder Spindeln zu verstehen sind, wird durch Anwendung von nur zwei Rollenpaaren nicht mehr starr gefasst gehalten, sondern durch das Antriebsband verhältnismässig weich zwischen die zwei Rollenpaare gezogen, wodurch störende,
sich aufschaukelnde Resonanzschwingungen der Welle unterbleiben. Dadurch bleibt ein ruhiger resonanz- schwingungsfreier Lauf der Welle auch bei sehr hohen Drehzahlen gewährleistet.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Aus führungsbeispiel anhand der Zeichnung in Anwen dung bei einer Bohrmaschine erläutert. Es, zeigt: Fig. 1 von der Seite die mit der schnellaufenden Bohrwelle ausgestattete Bohrmaschine mit Blick unter die geschlossene Schutzhaube, Fig. 2 eine Teilansicht zu Fig. 1, die veranschau licht,
wie durch Öffnen der Schutzhaube ein. Entspan nen des Antriebsriemens zum Auswechseln der Welle stattfindet, Fig. 3 den Grundriss der Maschine ohne Schutz haube gesehen, Fig. 4 einen Schnitt durch die Axialführung der Bohrwelle an ihrem oberen Ende gegenüber Fig. 1 vergrössert, Fig. 5 eine schematische Darstellung, die das Zu sammenwirken der beiden Tragrollenpaare mit der Bohrwelle und ihrem federnd wirkenden Antriebsrie men wiedergibt.
In; den Figuren ist mit 1 ,die Bohrwelle mit der Bohreraufnahme am unteren und der Axialführung am anderen oberen Ende bezeichnet. 2 sind die bei den Tragrollenpaare, gegen welche die Welle 1 durch den Antriebsriemen 7 elastisch gezogen und gehalten ist. 3 sind die Achsender Tragrollen. 4 sind die im Maschinenkörper 5 sitzenden Wälzlager der Trag rollen. 6 ist eine im Maschinenkörper 5 längsver schiebbar und etwas drehbar geführte Tragachse für den Antrieb.
Der Antriebsriemen 7 läuft auf der bombierten Antriebsriemenscheibe 8. 9 ist eine Druckfeder, welche sich einerseits :gegen den Maschi nenkörper 5 und anderseits gegen das auf der Achse 6 festsitzende Gleitstück 10 abstützt und die federnde Spannung :des Antriebsriemens bewirkt.
Wird die Schutzhaube 11 abgehoben, so schwingt sie um die Achse 12, wobei, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, der Daumen 11' der Schutzhaube 11 gegen das Gleitstück 10 drückt, die Feder 9 spannt und den An triebsriemen 7 entspannt. Bei entspanntem Antriebs riemen kann aber jetzt die Welle 1, wie aus Fig. 4 erkennbar ist, nach links aus der Gabel 16 heraus genommen und etwa ausgewechselt werden.
Der Antriebsmotor 28 bildet zusammen mit seiner Grundplatte 32, der Tragachse 6 und dem Lagerbol- zen 13 eine Einheit. Der Bolzen 13 .ist in einem zum Querverstellen dienenden Klemmstück 14 so geführt, dass bei diesem Querverstellen mittels des Bolzens 13 der Motor 28 um ein Geringes um die Achse 6 ge schwenkt werden kann.
Dadurch kann bei bombier- ter Antriebsriemenscheibe 8 über den Antriebsrie men 7 ein Axialschub auf die Welle 1 vermittelt wer den, durch welchen beispielsweise bei der beschriebe- nen Bohrmaschine die Welle 1 mit dem spurzapfen ähnlichen oberen Ende bei laufender Maschine dauernd gegen den Schieber 15 gedrängt wird, so dass .die Gabel 16 nur noch Sicherungsfunktion hat. In die ser reibungsgünstigen Position läuft die Welle 1 prak tisch dann spielfrei und ist bei hochgeklappter Schutz haube 11 bequem !herauszunehmen oder auszuwech- seln.
Der im Maschinenkörper 5 geführte Schieber 15 hat oben einen Schlitz 30, in welchen. ein Hebel 19 hereinragt, der an einem Querbolzen 17 angreift und um die Schwenkachse 18 bewegt werden kann, so dass er dem Schieber 15 und damit der Welle 1 eine Axialbewegung erteilen kann.
In Fig. 4 ist auch gezeigt, wie die Gabel 16 im Schieber 15 axial ver stellbar und durch eine Schraube 31 gesichert gehal ten ist. Am gebogenen hinteren Teil des Hebels 19 ist ein Verstellklotz 20 vorgesehen, welcher gegen einen auf der Achse 21 befestigten Hebelarm 22 anliegt. Die im Maschinenkörper 5 drehbar gelagerte Achse 21 ist seitwärts herausgeführt und trägt einen Betäti gungshebel 23 für den Axialarbei.tsweg der Welle 1.
Durch den Verstellklotz 20 kann man. die Hebelwir kung bzw. den Arbeitsweg und das Feingefühl für die Betätigung der Maschine einstellen.
24 ist beispielsweise ein Bohrer. 25 ist ein, üb licher verstellbarer Bohrtisch mit Feststellschraube 26. Mit 27 ist ein Motorschalter und mit 28 der Motor angedeutet. 29 ist ein Griff für die Betätigung der Schutzhaube.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Lager- und Antriebsanordnung für eine schnell- laufende Welle, mit mindestens zwei Lagerstellen, welche von je zwei die Welle tragenden Rollen mit gegenüber der Welle wesentlich grösserem Durchmes ser gebildet werden, sowie mit einer Einrichtung, welche die Welle gegen die Lagerstellen drückt und: zum Antrieb der Welle beiträgt, dadurch gekennzeich net, dass diese Einrichtung .aus einem die Welle zwi schen zwei Lagerstellen umschlingenden Band be steht, wobei ausschliesslich dieses Band die Welle antreibt. UNTERANSPRÜCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, d'a!ss das Band gummielastisch ist. 2. Anordnung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, an Maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der den Antrieb der Welle liefernde Motor zu sammen mit der ihn tragenden Grundplatte eine bau liche Einheit bildet, die von einer im Maschinenkör per im Zusammenwirken mit dem gummielastischen Band längsverschiebbar gelagerten Achse getragen ist.3. Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, :dadurch gekennzeichnet, dass die .den Motor mit seiner Grundplatte tragende, im Ma schinenkörper längsverschiebbar gelagerte Achse noch drehverstellbar vorgesehen ist, damit sich eine Verwindung des der angetriebenen Welle damit einen Axialschub erteilenden Bandantriebes erzielen lässt. 4.Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandscheibe auf ihrer das Band tragenden Umfangs fläche bombiert ausgeführt ist. 5. Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die das Band gegen die anzutreibende Welle elastisch ge spannt haltende Vorrichtung von einer die Maschine abdeckenden, hochklappbar vorgesehenen Schutz haube derart in Abhängigkeit gebracht ist, dass durch das Hochklappen der Schutzhaube die Spannwirkung der genannten Vorrichtung zur Freigabe der anzutrei- benden Welle aufgehoben ist. 6.Anordnung nach Patentanspruch und Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der hochklappbaren Schutzhaube ein Betätigungsdaumen vorgesehen ist, der beim Hochklappen der Haube an einem starr mit der den Motor tragenden längsver schiebbaren Achse verbundenen Anschlag verschie bend angreift und dadurch die den Bandantrieb ge spannt haltende Feder für das Band spannwirkungs frei macht. 7. Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die anzutreibende Welle bei entspanntem Antrieb frei aushebbar ausgebildet ist. B.Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der anzutreibenden Welle ein im Maschinenkörper gelager ter, in Achsrichtung der Welle zu ihrem Verstellen durch den Betätigungshebel der Maschine bedienbarer Schieber zugeordnet ist, mit welchem die Welle derart lösbar in Verbindung steht, dass sie an diesem Schie- ber einerseits die Begrenzung ihrer Axialbewegung erfährt und; anderseits aber quer zu dieser Bewegung frei herausnehmbar ist. 9.Anordnung nach Unteranspruch 8, dadurch ge- kennzeichnet, dass in dem der anzutreibenden Welle zugeordneten Schiebereine Gabel sitzt, die mit ihrem offenen Ende vom Bandantrieb weg weist, wobei die anzutreibende Welle an ihrem mit dem Schieber in Verbindung stehenden Ende spurzapfenartig aus geführt ist und d iamit am Schieber einen axialen An schlag findet, während die im Schieber sitzende Gabel im.Abstand von dem genannten Anschlag eine hals artige Eindrehung der Welle zur Sicherung hinter ihrem Spurzapfen mit Spiel aufnimmt.
Applications Claiming Priority (1)
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1959
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