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Zange. Gegenstand der Erfindung ist ein Werkzeug zum Halten und Führen
der Enden von Drahtklammern, «-elche um Mastteile, beispielsweise für Telephonleitungen,
herumgelegt werden, die miteinander verspleißt werden sollen. Durch dieses neue
Werkzeug wird vermieden, daß man die Enden der Klammern mit der Hand festhalten
muß, während sie mittels einer Spannvorrichtung angespannt werden, damit die Enden
miteinander verbunden werden können.
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Das Werkzeug der Erfindung ist im besonderen für solche Klammern geeignet,
welche an einem Ende eine Öse haben und am anderen Ende gerade sind, wobei dieses
gerade Ende in die Öse eingeführt werden soll, um nach seinem Durchtritt durch diese
abgebogen zu werden, so daß auf diese Weise die Klammer fest an den Masten befestigt
wird.
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Die Zeichnung stellt ein ,#-usführungsbeispielder Erfindung dar: Abb.
i zeigt das Werkzeug in Seitenansicht; Abb. a zeigt das Werkzeug in Seitenansicht,
und zwar im rechten Winkel zu Abb. i Abb. 3 ist eine Draufsicht; Abb. q. zeigt in
Seitenansicht, teilweise im Schnitt, den oberen Teil des Werkzeuges, und Abb. 5
zeigt die Enden einer Klammer, die miteinander verbunden werden sollen.
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Das zangenartige Werkzeug besteht aus den Klauen io, die jede mit
einer Nut i i versehen sind, die sich quer zur Längsrichtung der Zange erstrecken
und sich in ihren abgerundeten Enden 12 befinden. Die Nuten i i befinden sich an
den Innenseiten der Klauen und wenn diese zusammenliegen, dann bilden die beiden
Nuten eine Bohrung, welche das gerade Ende 13 der Klammer .aufnimmt und führt. Die
Klammer hat die Form einer Schleife und umfaßt zwei Mastteile. Das entgegengesetzte
Ende 14 der Klammer ist mit einer Öse 15 versehen. Beide Enden der Klammer, nämlich
das gerade Ende 13 und die Öse 15, werden von dem Werkzeug so gehalten, wie in den
Abb. i und d. dargestellt ist, so daß man bei Ver@vendung einer Spannvorrichtung,
durch welche die Klammer gespannt wird, nicht um die Masten herumgreifen muß, um
sich zu vergewissern, daß die Enden der Klammer in der gewünschten Weise miteinander
in Eingriff treten.
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Wenn das Werkzeug in der gezeigten Weise benutzt wird dann nimmt es
eine senkrechte Stellung ein, d. h. es hängt nach abwärts: Diese Stellung wird das
'\A#Terkzeug dann einnehmen, wenn die Klammer in einem betr ächtlichen Abstand von
dem Erdboden befestigt wird. Es ist jedoch nicht notwendig, daß das Werkzeug diese
Stellung einnimmt, sondern es kann in jedem beliebigen Winkel mit Bezug auf die
Masten und auch rechtwinklig zu ihnen angebracht werden, ohne daß dadurch seine
Wirkung beeinträchtigt wird.
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Die Klauen io sind durch einen Bolzen oder ein Niet 17 drehbar mit
Bezug aufeinander verbunden. Eine dritte Klaue 18 ist
mittels eines
Bolzens i9 an irgendeinem der Handgriffe der Klauen io drehbar befestigt, und zwar
so, daß die Klaue 18 rechtwinklig zu den Klauen i o schwingt. Eine Feder 2o ist
zwischen dem Handgriff 18' der dritten Klaue 18 und einem der Handgriffe der beiden
anderen Klauen io befestigt. Diese Feder sorgt dafür, daß die Klaue 18 für gewöhnlich
mit Bezug auf die Klauen io in der in Abb. i und 4 dargestellten Lage gehalten wird.
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Eine Schnalle oder eine Schleife 25 ist bei 26 an den Handgriff 23
angelenkt. Diese Schnalle 25 kann mit dem Handgriff 24 der anderen Klaue io verbunden
werden. Eine Feder 27, welche die Form nach Abb. 2 hat, ist an dem Flandgriff 2.4
befestigt. Diese Feder besitzt einen abgesetzten Teil, der mit dem U-förmigen Teil
der Schnalle 25 in Eingriff gerät, damit die beiden Klauen io zusammenliegen, um
eine Bohrung für das gerade Ende 13 der Klammer zu bilden.
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Ein wichtiger Teil der Erfindung besteht in der Ausführung der dritten
Klaue 18. Diese Klaue ist nämlich mit einem Kolben 30 versehen, der sich quer zur
Längsrichtung des Endes der Klaue in derselben befindet und der in der in Abb. d.
gezeigten Stellung durch eine Feder 31 gehalten wird, welche in einer Aussparluzg
32 der Klaue angeordnet ist. Das eine Ende des Kolbens 30 ist mit einem Kopf
33 versehen, und sein anderes Ende dient dazu, um durch die Öse 15 der Klammer hindurchzugehen
und in das eine Ende der Bohrung hineinzuragen, welche von den Nuten i i in den
Klauen i o gebildet wird. Dadurch wird das mit der Öse versehene Ende der Klammer
in eine ganz bestimmte Lage zu dem geraden Ende der Klammer gebracht, welche in
die Bohrung der Klaue eingreift und ohne Schwierigkeiten in die Öse eingeführt werden
kann. Das Ende 34 der Klaue 18 ist, wie aus Abb. d. zu ersehen ist, besonders
geformt, und zwar so, daß es teilweise 'in die Öse eintritt, wodurch diese konzentrisch
zu dem geraden Teil 13 der Klammer zu liegen kommt.
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Bei Anbringung einer Klammer zur Verbindung zweier \-Tasten miteinander
kann irgendeine Spannvorrichtung benutzt werden, welche die Klammer fest um die
Masten herumlegt. Sobald die Enden der Klammer nahe genug zusammenkommen, wird das
Werkzeug der Erfindung angebracht, und zwar so, daß das gerade Ende 13 der Klammer
in die Bohrung der Klauen i o eintritt und in Berührung mit dem Kolben
30 gerät, der die Öse 15 durchsetzt und der durch die Feder 31 in
die Bohrung der Klauen io hineingedrückt wird. Wird nun die Klammer weiter angespannt,
dann bewegt sich das gerade Ende 13 durch die Öse 15 hindurch, und dabei wird der
Kolben zurückbewegt, entgegen der Federkraft der Feder 31. Bei einer noch weiteren
Anspannung der Klammer wird schließlich die Klaue 18 um ihren Drehpunkt i9 entgegen
der Feder 2o ausgesch:wungen. Das Werkzeug der Erfindung hat nun seinen Zweck erfüllt,
und das gerade Ende 13 der Klammer kann nun abgebogen oder sonstwie mit Bezug auf
die Öse 15 befestigt werden. Es ist dabei selbstverständlich, daß die Spannvorrichtung
so lange angespannt werden muß, bis das Ende 13 mit Bezug auf die Öse befestigt
ist. Nachdem die Enden der Klammer miteinander befestigt sind, kann man die Spannvorrichtung
lösen und zwecks Spannung einer anderen Klammer benutzen.