DE453535C - Hufeisen mit den hinteren Teil abdeckendem Polster - Google Patents
Hufeisen mit den hinteren Teil abdeckendem PolsterInfo
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- DE453535C DE453535C DEP54306D DEP0054306D DE453535C DE 453535 C DE453535 C DE 453535C DE P54306 D DEP54306 D DE P54306D DE P0054306 D DEP0054306 D DE P0054306D DE 453535 C DE453535 C DE 453535C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01L—SHOEING OF ANIMALS
- A01L1/00—Shoes for horses or other solipeds fastened with nails
- A01L1/04—Solid horseshoes consisting of multiple parts
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
Bei Hufeisen, deren hinterer Teil durch
ein auswechselbares Gummipolster abgedeckt ist, muß die Anordnung so getroffen werden,
daß das Auswechseln einfach und ohne Lösen des Hufeisens erfolgen kann.
Man hat vorgeschlagen, zu diesem Zweck eine Platte, auf die das Gummipolster so aufvulkanisiert
ist, daß ein breiter Rand freibleibt mit diesem Rande von hinten her in eine wagerechte Nut des entsprechend ausgesparten
Hufeisenkörpers einzuschieben und dort durch einen von unten eingeschraubten
Bolzen zu befestigen.
Abgesehen davon, daß sich der Bolzen nach längerem Gebrauch des Hufeisens nicht
ohne weiteres entfernen lassen wird, da sein Kopf der Abnutzung unterliegt und sein Gewinde
verrostet, ist hier ein anderer erheblicher Nachteil vorhanden:
Die Kräfte, die auf das Polster ausgeübt werden, wenn der Pferdehuf auf das Pflaster
auf trifft, sind im wesentlichen nach hinten
gerichtet, so daß eine starke wagerechte Komponente entsteht, die das Polster von seiner
wagerechten Tragplatte abzuscheren sucht und vor allem seine Hinterkante schnell abbröckelt.
Derartigen Beanspruchungen vermag Gummi lange nicht so gut zu widerstehen wie Druck beanspruchungen.
Die Erfindung vermeidet diesen Nachteil dadurch, daß rückwärts gerichtete Fortsätze
des Eisenkörpers, auf die das Polster aufgeschoben ist, abnehmbare Stützplatten tragen,
die an der Rückseite des Polsters anliegen, um die auf dieses ausgeübte, nach hinten
gerichtete Kraftkomponente aufzunehmen und auf den Eisenkörper zu übertragen. Hierbei
ist das Gummipolster im wesentlichen nur Diuckbeanspruchungen ausgesetzt.
Das Gummipolster läßt sich so bemessen, daß Vordergriffe von normalen Abmessungen
verwendet werden können. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Erfindung vorteilhaft von bekannten Konstruktionen, bei
denen- besondere Vordergriffe Verwendung finden die kürzer sind'als die normalen und
daher eine kürzere Lebensdauer haben. Durch das Gummipolster wird der Huf richtig
gestützt, ohne von der Luft abgeschlossen zu werden.-
Es mag erwähnt werden, daß außer der oben erläuterten bekannten Ausführung noch
zahlreiche andere Formen gepolsterter Hufeisen bekannt sind, bei denen ein elastischer
Steg die beiden Schenkelenden miteinander verbindet und den Strahl des Hufes überdeckt.
Der elastische Steg wird hierbei in seitlich in den Hufeisenschenkeln angebrachte
Schlitze eingeschoben oder mittels Schrauben,
die seitlich durch die Schenkelenden geführt sind, gehalten. Bei anderen bekannten Ausführungen
erfolgt die Befestigung des Sieges mittels leicht abschraubbarer Stollen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
in der Zeichnung dargestellt. In dieser zeigt Abb. ι den Grundriß,
Abb. 2 den Aufriß,
Abb. 3 die Rückansicht,
ίο Abb. 4 den Schnitt 4-4 der Abb. 3, Abb. 5 den Schnitt 5-5 der Abb. 2. Der eigentliche Körper 1 des Hufeisens hat die gewöhnliche Form. Er weist die üblichen Nagellöcher 2 und einen Vordergriff 3 auf. Dieser Vordergriff ist vorzugsweise auswechselbar.
Abb. 2 den Aufriß,
Abb. 3 die Rückansicht,
ίο Abb. 4 den Schnitt 4-4 der Abb. 3, Abb. 5 den Schnitt 5-5 der Abb. 2. Der eigentliche Körper 1 des Hufeisens hat die gewöhnliche Form. Er weist die üblichen Nagellöcher 2 und einen Vordergriff 3 auf. Dieser Vordergriff ist vorzugsweise auswechselbar.
Die beiden Enden 4 der Hufeisenschenkel sind nach unten abgebogen, so daß Schultern
-5 entstehen, von deren inneren Enden 6 ao aus Fortsätze 7 rückwärts gerichtet sind.
Diese Fortsätze, die zweckmäßig aus einem: Stück mit den Schultern bestehen, verlaufen
in einer Ebene, die etwas niedriger als die des eigentlichen Hufeisens liegt.
Auf die Fortsätze 7 ist das abnehmbare Polster 9, das aus Gummi, Leder oder einem
anderen geeigneten Stoff bestehen kann, mit Bohrungen 8 aufgeschoben. Die Bohrungen
sind so bemessen, daß sich das Polster auf die Fortsätze, nachdem diese vom Schmied,
entsprechend ausgerichtet sind, leicht aufbringen läßt. Die den Huf tragende Oberseite
18 des Gummiblockes 16 ist bei 30 derart ausgehöhlt, daß der Strahl des Hufes
Platz findet und von jedem schädlichen Druck entlastet wird. Zweckmäßig wird das Polster
mit einem eingebetteten Griffstück 19, beispielsweise in Form einer Zunge, versehen,
das beim Abziehen des Polsters von den Fortsätzen 7 dem Werkzeug einen Angriffspunkt
bietet. Die beiden Bohrungen 8 können mit Blech 40 ausgekleidet werden. Die Fortsätze 7 tragen abnehmbare Stützplatten
10,'gegen die sich das Polster mit der Rückseite
anlegt. Die Stützplatten sind mit Bohrungen 11 auf die Enden der Fortsätze 7
aufgeschoben und durch Splinte 12 gesichert, die durch Querbohrungen 13 gesteckt sind.
Die Gesamtfläche der Stützplatten ist so bemessen, daß die wagerechte Kraftkomponente,
die auf das Polster beim Gebrauch ausgeübt wird, richtig aufgenommen wird. Statt zweier
Platten, wie dargestellt, kann natürlich ebensogut eine einzige mit zwei Bohrungen Verwendung
finden.
Das Hufeisen wird, wie üblich, auf den Huf aufgenagelt, nachdem es zuvor ausgerichtet
worden ist. Die Fortsätze ragen dann etwa senkrecht zur Hinterkante des Hufes nach hinten. Nun wird das Polster aufgeschoben,
so daß die Fortsätze 7 durch die Bohrungen 8 hindurchragen. Über die vorstehenden
Enden werden die Tragplatten 10 geschoben und durch die Splinte 12 in Anlage
am Polster gesichert, so daß dieses nicht hin und her rutschen kann.
Ist das Polster so abgenutzt, daß es zu ersetzen ist, so wird es einfach nach Entfernen
der Splinte und Tragplatten mit einer Zange, die an der Zunge 19 angreift, nach hinten
abgezogen. Das eigentliche Hufeisen wird hierbei nicht gelöst, sondern bleibt am Huf.
Das Aufschieben und Sichern eines neuen Polsters kann dann ohne weiteres vorgenommen
werden.
Der eigentliche Hufeisenkörper unterliegt kaum irgendeiner Abnutzung und kann daher
sehr lange verwendet werden. Dies gilt besonders dann, wenn auswechselbare Vordergriffe
Verwendung finden. ~
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Herstellung ausschließlich
durch einfaches Schmieden erfolgen kann, also sehr billig ist. Außerdem können
ebensogut leichte als schwere Hufeisen gemäß der Erfindung hergestellt werden.
Claims (6)
1. Hufeisen mit den hinteren Teil abdeckendem Polster, das ohne Lösen des go
Hufeisens auswechselbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß rückwärts gerichtete Fortsätze (7) des Eisenkörpers (1), auf
die das Polster (9) aufgeschoben ist, abnehmbare Stützplatten (10) tragen, die
an der Rückseite des Polsters anliegen, um die auf dieses ausgeübte, nach hinten
gerichtete Kraftkomponente aufzunehmen und auf den Eisenkörper zu übertragen.
2. Hufeisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärts gerichteten
Fortsätze (7) von den beiden sich verjüngenden Schenkeln des Hufeisens (1) gebildet werden, die derart
nach innen und unten (bei 6) abgebogen sind, daß das von ihnen getragene Polster
(9) mit der Oberseite (18) in der Ebene der Hufeisenoberfläche liegt.
3. Hufeisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abnehmbaren
Stützplatten (10) auf die rückwärts gerichteten Fortsätze (7) aufgeschoben und
durch Splinte (12) gesichert sind.
4. Auswechselbares Polster für das Hufeisen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß es mit von vorn nach hinten verlaufenden Aussparungen (8) versehen
ist, mit denen es auf die rückwärts gerichteten Fortsätze (7) des Hufeisens (1) aufgeschoben werden kann.
5. Auswechselbares Polster nach An-
sprach 4, dadurch gekennzeichnet, daß spruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
seine Aussparungen von Bohrungen (8) daß es mit einem Grififstück (19) versehen
gebildet werden, die mit Blech (40) aus- ist, das ,beim Abziehen des Polsters vom
gekleidet sein können. Hufeisen dem Werkzeug einen AngrifTs-
6. Auswechselbares Polster nach An- .' punkt bietet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. OEDRlCKT IN DER «KIOlSiiRl CKElIEI.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US453535XA | 1926-01-18 | 1926-01-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE453535C true DE453535C (de) | 1927-12-09 |
Family
ID=21937398
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP54306D Expired DE453535C (de) | 1926-01-18 | 1927-01-04 | Hufeisen mit den hinteren Teil abdeckendem Polster |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE453535C (de) |
-
1927
- 1927-01-04 DE DEP54306D patent/DE453535C/de not_active Expired
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