DE453385C - Als Anwerfmotor fuer Kraftfahrzeuge verwendbarer Luftverdichter - Google Patents

Als Anwerfmotor fuer Kraftfahrzeuge verwendbarer Luftverdichter

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DE453385C
DE453385C DEW72733D DEW0072733D DE453385C DE 453385 C DE453385 C DE 453385C DE W72733 D DEW72733 D DE W72733D DE W0072733 D DEW0072733 D DE W0072733D DE 453385 C DE453385 C DE 453385C
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starter motor
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WILHELM SPITZLEY
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02NSTARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02N7/00Starting apparatus having fluid-driven auxiliary engines or apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Als Anwerfmotor für Kraftfahrzeuge verwendbarer Luftverdichter. Es sind Kraftfahrzeug-Luftverdichter bekannt, die gleichzeitig als Anwerfmotoren verwendbar sind und aus einer drei- oder mehrzylindrigen Maschine bestehen mit in einer gemeinsamen Ebene liegenden Zylindern, die in einem zylindrischen 1lmschließungsgehäuse eingebaut sind.
  • Die Erfindung betrifft eine Verbesserung ähnlicher Vorrichtungen und erreicht dies in der Weise, daß eine Kraftabgabewelle in der Achse des zylindrischen Gehäuses angeordnet und von der Kurbelwelle der Maschine durch eine Übersetzung angetrieben ist. Erreicht ist hierdurch, daß diese Hilfsmaschine einerseits sehr klein wird und andererseits vermöge ihrer rotationskörperartigen Ausgestaltung genau in derselben einfachen Weise wie beispielsweise elektrische Anwerfmotoren durch Aufschnallung oder ähnliches befestigt werden kann; damit-Sind die wesentlichen Schwierigkeiten beseitigt, die dem Druckluftanlasser entgegenstanden, und seine große Einfachheit, Billigkeit und Betriebssicherheit kommen voll zur Geltung.
  • Zur Beherrschung der Verdichtungswärme und der bei der Expansion wi@hrend des Arbeitens als Anwerfmotor entstehenden Abkühlung sind in den freien Räumen zwischen den Arbeitszylindern und dem Gehäuse Rippen angebracht, die durch ihr Wärmeaufnahmevermögen und durch die Wärmeflußvermittlung gegenüber der Gehäusefläche ein zuverlässiges Arbeiten bei beiden Betriebsarten sicherstellen. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, daß außer der Kraftabgabewelle ein zweiter, aus dem Gehäuse hinausragender Wellenanschluß vorgesehen ist. Es kann dann für Arbeit als Verdichter und als Anwerfmotor je ein Wellenanschluß =benutzt werden, wodurch die ganze Einrichtung außerordentlich handlich und bequem wird.
  • Die Zeichnung veranschaulicht an einigen Ausführungsbeispielen die Erfindung, und zwar ist Abb. i Längsschnitt der Hilfsmaschine, Abb. a Querschnitt durch den mittleren Zylinder, Abb.3 wagerechter Schnitt durch den Steuerungskopf, Abb. 4 und 5 verschiedenartige Einbauskizzen, Abb. 6 Schnitt eines Getriebes für Pumpen und Anwerfen mit Hilfe des Schwungrades des Fahrzeugmotors.
  • Ein zylindrisches Gehäuse a enthält durch Rippen b nach allen Seiten hin abgestützt und vorzugsweise einstückig mit ihm zusammengegossen, drei hintereinanderliegende Arbeitszylinder a', deren in üblicher Weise ausgeführte Kolben- und Pleuelstangen an eine dreifach gekröpfte. Welle i mit um i2o° versetzten Kurbeln angeschlossen sind. Über die Zylinder erstreckt sich ein Steuerungskopf c, in dem zwei Drehschieber d, d zur Steuerung der Einlaßkanäle e und Auslaßkanäle fentlang laufen. Der Einlaßschieber d hat die Gestalt eines Rohres und weist über jedem Zylinder eine Ausnehmung g in solcher Lage und Größe auf, däß hierdurch die öffnung e jedes Zylinders während angenähert eines ganzen Arbeitshubes an den Schieberinnenraum anschließbar ist. Der Auslaßschieber d' weist für jeden Zylinder einen eigenen Längskanal mit seitlichen Ausnehmungen 9l-, 92, 93 auf, und diese Ausnehmungen schließen die Kanäle während je eines ganzen Arbeitshubes an die Zylinderauslässe f an. In .den Kanälen sind Kugeln s als Rückschlagventile eingelegt, die bei Verdichterarbeit als normale Ausschubventile wirken und bei Anwerfarbeit nicht hindern.
  • Zur Kraftabgabe und -aufnähme trägt die Kurbelwelle i einerseits ein außenliegendes Zahnrad j, und andererseits ist sie an eine Zahnradwelle la angeschlossen, die gleichachsig zum Gehäuse a aus diesem am einen Ende heraustritt und außen ein Zahn- oder Kettenrad trägt. Von dieser Welle h sind durch innen im Gehäuse liegende Zahnräder r die Drehschieber d, d' mit gleicher Geschwindigkeit wie die Kurbelwelle i so angetrieben, daß sie die übliche Zweitaktsteuerungder Ein-und Auslaßöffnungen e und f ergeben.
  • An die Drehschieberinnenräume sind Rohrleitungen l und e angeschlossen. An beide Leitungen ist ein Druckluftbehälter in angelegt, und zugleich sind atmosphärische Auslässe k und zz mit Wechselklappen oder beispielsweise auch Dreiweghähnen angebracht. Der Zweck ist der, daß die Hilfsmaschine beim Arbeiten als Pumpe beispielsweise durch die Atmosphärenverbindung n Luft zu den Einlässen e hineinsaugt und sie verdichtet, durch die Auslässe f und die Leitung o zum Behälter na schiebt, wie in Abb. 3 dargestellt, während für das Arbeiten als Anwerfmotor die beiden Dreiweghähne umgeschaltet werden und die Maschine dann mit dem Strömungsverlauf in., 1, f, e, k als Motor arbeiten lassen.
  • Es ist auch möglich, zur Umsteuerung von Verdichterarbeit auf Anwerfarbeit den Drehsinn der Schieber d, d' umzusteuern, so daß dann der Schieber d als Einlaß bei Verdichterarbeit und als Auslaß bei Anwerferarbeit dient und der Schieber d' die umgekehrten Steuervorgänge ausübt. 'Dabei kann der Schieber d' verkürzte Öffnungszeit ergeben, also beispielsweise 40 Prozent Füllung beim Anwerfen und entsprechende Eröffnung gegen Ende des Ausschubhubes bei Verdichterarbeit. Die Ventilkugeln s fallen dann fort.
  • Der Einbau der Maschine gestaltet sich nach Abb. q. derart, daß das Wellenzahnrad j mit dem Schwungrade des Fahrzeugmotors zum Eingriff gebracht wird, an dem es in üblicher Weise beispielsweise durch achsiale Verschiebung ausrückbar. sein kann, während die zum Gehäuse gleichachsige Zahnradwelle h mittels Kette an das Fahrzeuggetriebe angeschlossen ist. Hierdurch ergibt sich langsamer Antrieb der Hilfsmaschine als Pumpe, solange das Fahrzeuggetriebe läuft, während andererseits durch Einschalten von Leerlauf und Heraustreten der (beispielsweise im Schwungrad eingebauten) Fahrzeugkupplung die Hilfsmaschine als Anwerfinotor arbeiten kann, indem ihr Ritzel j am Schwungrad in Eingriff gebracht und die zum Arbeiten als Klotor erforderlichen Luftverbindungen hergestellt werden.
  • Bei der Einbauart nach Abb.5 ist die Hilfsmaschine umgekehrt eingesetzt, so daß sie, neben dem Motor liegend, am Schwungrad einrückbar ist, während sie ihren Antrieb unter Vermittlung der die Lichtmaschine treibenden Hilfswelle erhält. Zur Entkupplung von :dieser Welle ist eine ausrückbare Klauenkupplung p vorgesehen, so daß während der Tätigkeit als Anwerfmotor nur das Anwerfritzel j über das Schwungrad mit dem Fahrzeugmotor in Verbindung steht.
  • Nach Abb. 6 ist unter Fortfall des Anwerfritzels j die im Gehäuse gleichachsig liegende Welle h sowohl zum Antrieb als Verdichter wie auch zur Kraftabgabe bei der Arbeit als Anwerfmotor ausgenutzt und zur Ermöglichung der verschiedenen Übersetzungsverhältnisse (langsamer Lauf der Hilfsmaschine als Pumpe und schneller Lauf als Motor) ein Planetengetriebe angebracht. Hierzu trägt die Zahnradwelle h fest aufgesetzt einen Planetenträger t mit einem oder mehreren Planetenrädern u und achsial verschieblich eine Kupplung 7i sowie ein inneres Hauptrad w mit schräg verzahntem Übertragungsrad x; außen ist ein äußeres Hauptrad y mit Bremse z frei drehbar herumgebaut. Die Wirkung ist hier die folgende. Ist die Kupplung v eingerückt und die Bremse z ausgerückt, so ist das schräg verzahnte Rad x, das in dem entsprechend schräg verzahnten Schwungrade des Fahrzeugmotors eingerückt ist, mit der Zahnradwelle h verbunden, also ein etwa dreimal so schneller Lauf der Hilfsmaschine als der des Fahrzeugmotors eingestellt, 'und damit Benutzung zu kräftigem Anwerfen ermöglicht. Sobald hierbei durch Anspringen des Fahrzeugmotors der Druck in der Schrägverzahnung x in die entgegengesetzte Richtung umschlägt, wird hierdurch die Kupplung v ausgehoben, und das Getriebe x, u, y läuft leer, so daß der Anwerfmotor stehenbleiben kann; zweckmäßig kann dieses Stehenbleiben unmittelbar herbeigeführt werden, indem die Achsialverschiebung der Teile x, w, v auch die Druckluftzuführung zum Motor absperrt. Wird bei ausgerückter Kupplung z, die Bremse z angezogen und dadurch das äußere Hauptrad y stillgesetzt, so ergibt sich vom Schwungrade aus der Antrieb über die Teile x, u" zc, t auf die Zahnradwelle 1i mit starker Übersetzung, also ist verhältnismäßig langsamer Mitlauf der Hilfsmaschine als Verdichter ermöglicht. Wird hierbei ein bestimmter Höchstdruck der verdichteten Luft erreicht, so kann entweder eine manometrische Vorrichtung zum Lösen der Bremse und somit zum Abkuppeln der Hilfsmaschine dienen, oder die in gleicher Weise wie der Luftdruck anwachsende Achsialkomponente des Zahndruckes am Rad x schiebt dieses gegen den Druck einer Belastungsfeder fort, und dies wird zur Bremslösung benutzt, so daß die Verdichtertätigkeit durch Stillsetzung der Hilfsmaschine unterbrochen wird. Sinkt der Druck im Druckluftbehälter m wieder, etwa durch Luftverbrauch für eine Druckluftbremse, eine Drucklufthupe oder Auffüllen der Luftbereifung, so rückt die Bremse z wieder ein, und der Druckluftvorrat wird ergänzt.
  • Bei dieser Ausgestaltung ist also der Anbau sehr vereinfacht, indem nur ein einziges Zahnrad der Hilfsmaschine am Fahrzeugmotor angepaßt zu werden braucht, und es sind doch die verschiedenen Übersetzungsverhältnisse für Arbeit als Pumpe und als Anwerfmotor erreichbar.
  • Hinsichtlich der Einzelheiten der Rohr-Leitungen, wie beispielsweise Anbringung nur einer Leitung zwischen Hilfsmaschine und Behälter, ferner Zusammenfassung der notwendigen Steuerungsteile an einem einzigen Handhabungsgriff oder -tritt und sonstiger Zubehörteile, sind mannigfadhe Ausgestaltungen im Rahmen der Erfindung möglich.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Als Anwerfmotor für Kraftfahrzeuge verwendbarer Luftverdichter mit in einem zylindrischen Umschließungsgehäuse eingebauter drei- oder mehrzylindriger Maschine mit in einer gemeinsamen Ebene liegenden Zylindern, dadurch gekennzeichnet, daß eine in der Achse des zylindrischen Gehäuses liegende Kraftabgabewelle von der Kurbelwelle durch ein Übersetzungsgetriebe angetrieben ist.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in den freien Räumen zwischen den Arbeitszylindern und dem zylindrischen Außengehäuse Verbindungsrippen dieser beiden Teile zur Wärmeverteilung vorgesehen sind.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer der einen Kraftabgabewelle noch ein zweiter Wellenanschluß aus dem Gehäuse herausgeführt ist, so daß für die Arbeit als Verdichter und als Anwerfmotor gesonderte Wellenanschlüsse verfügbar sind.
DEW72733D 1926-05-20 1926-05-20 Als Anwerfmotor fuer Kraftfahrzeuge verwendbarer Luftverdichter Expired DE453385C (de)

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