DE453054C - Einstellvorrichtung fuer Mahlkloetze - Google Patents

Einstellvorrichtung fuer Mahlkloetze

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DE453054C
DE453054C DEB123059D DEB0123059D DE453054C DE 453054 C DE453054 C DE 453054C DE B123059 D DEB123059 D DE B123059D DE B0123059 D DEB0123059 D DE B0123059D DE 453054 C DE453054 C DE 453054C
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Germany
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spindle
grinding
grinding block
nut
weight lever
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DEB123059D
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JOHANN EHRHARDT
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/32Adjusting, applying pressure to, or controlling the distance between, milling members
    • B02C4/34Adjusting, applying pressure to, or controlling the distance between, milling members in mills wherein a roller co-operates with a stationary member

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

Es sind Mühlen zum Vermählen von Körnern in einem Gehäuse bekannt, die aus einer gezahnten Scheibe und mehreren über den Scheibenumfang verteilten Mahlklötzen bestehen. In diesen Mühlen ist jeder einzelne Mahlklotz in Radialführungen im Gehäuse angeordnet und in der Mitte seiner Rückseite mit einer von einer Schraubenfeder umgebenen und mit einer Mutter und einer Gegenmutter versehenen Schraubenspindel ausgerüstet, so daß er der gewünschten Feinheit des Mahlgutes entsprechend einstellbar, in seiner Arbeitsstellung aber federnd nachgiebig gelagert ist.
Für mit feinem Mahlgut wie mit geschlämmtem Graphit oder mit den Grundstoffen von Künstlerfarben oder von Gummiwaren von innen beschickte Mahlklötze ist diese Einstellvorrichtung nicht brauchbar, weil in diesen Fällen die Klötze nicht federnd nachgiebig .gelagert sein dürfen. Im Gegenteil, dieselben müssen unnachgiebig an die umlaufende Mahlscheibe angepreßt bleiben, damit keine zu großen Körnchen ungemahlen sich dem Mahlerzeugnis beimischen können, auf dessen durch und durch gleiche Feinheit es hier vor allem ankommt. Zu diesem Zweck wird der mit kegelförmiger Arbeitsfläche versehene. Läuferstein von Schlämmgraphitmühlchen bereits durch Drehen einer Handradspindel in einer ortsfesten Mutter in den HohlkegeL des von innen beschickten, undrehbaren und ortsfesten Mahlklotzes ohne Zwischenschaltung einer Feder hineingepreßt.
Eine solche Anpreß vorrichtung hat aber den Nachteil, daß der Anpreßdruck durch Drehen des Handrädchens der Spindel von vornherein nur gefühlsmäßig auf die für das jeweilige Mahlgut günstigste Größe eingestellt werden kann, und daß er entsprechend der Abnutzung der Arbeitsflächen auch bald wieder nachläßt, so daß die Spindel bald von neuem nachgedreht werden muß. Da man von diesen kleinen Mühlchen sehr viele nebeneinander aufzustellen pflegt, die alle ihr Erzeugnis in ein Sammelgefäß ableiten, leidet die Gleichmäßigkeit der Feinheit des gesammelten Erzeugnisses unter der Verschiedenheit der Drücke, mit welchen die Läufersteine angepreßt sind.
Gemäß der Erfindung werden bei Feinmühlen wie bei der eingangs geschilderten Körnermahlmühle die Mahlklötze über den Umfang der umlaufenden Mahlscheibe verteilt, nur werden sie von innen beschickt und wie die Läufersteine der an zweiter Stelle beschriebenen Graphitmühlchen durch eine Spindel unnachgiebig angepreßt. Würde man diese Spindeln ebenfalls mit einem Handrädchen nachstellen, so hätte dies auch eine ungleiche Einstellung der Anpressung der verschiedenen Mahlklötze, ein baldiges Nachlassen der eingestellten Anpreßdrücke, ein häufiges Nachstellen und Auswechseln - einzelner vorzeitig abgenutzter Mahlklötze und ein ungleichmäßig feines Mahlerzeugnis zur Folge.
Alle diese Nachteile sollen der Erfindung gemäß dadurch beseitigt werden, daß das an den Nachstellspindeln angreifende Drehmoment nicht von Hand an einem Handrädchen, sondern durch einen Steilgewichtshebel
selbsttätig erzeugt wird, der die Spindel nur bei seiner der Mahlklotzabnutzung folgenden/ allmählichen Abwärtsschwenkung, nicht aber bei seiner Aufwärtsschwenkung in seine wagerechte oder nahezu wagerechte Anfangsstellung mitdreht.
Durch Einstellung aller unter sich gleich schweren Stellgewichte auf den gleichen Abstand von der Spindelachse lassen sich die an ίο allen Spindeln angreifenden Drehmomente und damit auch die die Mahlklötze anpressenden Drücke ganz genau gleich groß einstellen. An dem Grad der Abwärtsschwenkung der Stellgewichtshebel läßt sich der Grad der Abnutzung der einzelnen Mahlklötze ohne Abstellen der Mühle und Herausnehmen der Mahlklötze ohne weiteres von außen erkennen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Einstellvorrichtung im Längsschnitt veranschaulicht.
Über den Umfang der umlaufenden Mahlscheibe 10 sind die radial durchgebohrten Mahlklötze 25 gleichmäßig verteilt. Sie sind auf den vorderen Gewindestutzen des Mahlgutzuleitungsrohres 26 aufgeschraubt. Über dieses ist eine Mutter 20 gesteckt, die durch Aufschrauben einer Mutter 30 auf ein mittleres Zuleitungsrohrgewinde 28 unter Einschaltung eines Dichtungsringes 27 auf die Rückfläche des Mahlklotzes aufgepreßt werden kann. Die Mutter 20, welche mittels des in ihr so gefaßten Zuleitungsrohres 26 den Mahlklotz 25 trägt, ist - durch Nut 21 und Feder 33, welche durch Schrauben 34 in der Mutterführung 6 befestigt ist, gegen Drehung gesichert. In das hintere Muttergewinde 22 der Mahlklotztragmutter 20 greift eine Spindel 31 ein, die durch Anschlagen ihres Bundes 32 an die aufgeschraubte Verschlußscheibe 35 der Mutterführung gegen Zurückschieben gesichert ist. Das dünnere Ende 29 des Zuführungsrohres durchsetzt eine Bohrung der Spindel 31. Neu ist die Vorrichtung zum Nachstellen der Spindel 31. Außerhalb der Verschlußscheibe 35 ist auf die Spindel ein Zahnrad 36 aufgekeilt, welches ein Vorschieben der Spindel hintanhält. Neben dem Zahnrad sitzt die Nabe eines Hebels, auf dem sicheln. Gewicht 41 verschieben und festklemmen läßt. DieHebelnabe ist durch den Eingriff ihrer Schraube 3 8 in eine Spindelringnut 39 gegen Verschiebung gesichert, aber frei drehbar. In Führungsaugen des Steilgewichtshebels 37, 41 ist ein Federsperriegel 40 geführt, der den Gewichtshebel ■bei dessen Abwärtsschwenkung mit dem Sperrad 36 kuppelt, beim Aufwärtsschwenken des Gewichtshebels dagegen über die Sperrzähne hinwegratscht und das Sperrad nicht mitdreht.
Durch die Größe und Einstellung des Stellgewichtes 41 läßt sich das auf die Spindel 31 ausgeübte Drehmoment und folglich der Druck, unter welchem der Mahlklotz an die umlaufende Mahlscheibe 10 angepreßt wird, genau, bestimmen, so daß jedes Mahlgut unter dem für es günstigsten Druck zerrieben werden kann und eine ganz bestimmte Feinheit annimmt. Bei gleicher Einstellung aller gleichen Stellgewichte auf allen Drehnebeln 37 werden die sämtlichen am Umfang der Mahlscheibe angeordneten Mahlklötze unter gleichem Druck angepreßt. Folglich wird auch an allen Mahlstellen ein Erzeugnis von gleichem Feinheitsgrad erzielt.
Die Vorrichtung hat den weiteren Vorteil, daß man an dem Grad der Abwärtsschwenkung des. Gewichtshebels 37, der von Anfang an wagerecht oder nahezu wagerecht einzustellen ist, den Grad der Abnutzung der Mahlklötze an einem zur Spindel konzentrischen Skalenbogen ablesen kann. Da alle Mahlklötze die gleiche Abnutzung erfahren und alle zugleich auswechslungsbedürftig werden, kann man sie alle zusammen auf einmal -auswechseln und braucht man nicht mehr zum Auswechseln einzelner Mahlklötze die Mühle häufig abzustellen.
'

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι . Vorrichtung zum Einstellen des An- - pressens von von innen beschickten Mahlklötzen an eine umlaufende Feinmahlscheibe mittels Drehens einer unverschiebbaren Spindel in einer verschiebbaren, undrehbaren, den Mahlklotz tragenden Mutter, gekennzeichnet durch einen das an der Spindel (31) angreifende Drehmoment erzeugenden Stellgewichtshebel (37, 41), der die Spindel bei seiner allmählichen, der Mahlklotzabnutzung folgenden Abwärtsschwenkung mitdreht.
  2. 2. Ausführungsform der EinsteUvorrich- Λ05 tung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellgewichtshebel (37) durch eine in eine Ringnut (39) der Spindel (31) eingreifende Nabenschraube (38) auf der Spindel unverschiebbar, aber drehbar gelagert ist, so daß ein von ihm getragener Federriegel, der in ein auf die Spindel aufgekeiltes Sperrad (36) eingreift, bei seiner Abwärtsschwenkung das Sperrad dreht und damit den Mahlklotz nachstellt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    RERUN. GEDRUCKT TN DER REICHSIiRUCXEREI,
DEB123059D 1925-12-05 1925-12-05 Einstellvorrichtung fuer Mahlkloetze Expired DE453054C (de)

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