DE452811C - Einrichtung zur Regelung einer Dampfkesselanlage - Google Patents

Einrichtung zur Regelung einer Dampfkesselanlage

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DE452811C
DE452811C DEF54900D DEF0054900D DE452811C DE 452811 C DE452811 C DE 452811C DE F54900 D DEF54900 D DE F54900D DE F0054900 D DEF0054900 D DE F0054900D DE 452811 C DE452811 C DE 452811C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D3/00Accumulators for preheated water
    • F22D3/06Accumulators for preheated water directly connected to boilers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Regelung einer Dampfkesselanlage. Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Regelung einer Dämpfkesselanlage, bei der es möglich ist, trotz veränderlicher Dampfentnahme eine angenähert gleichmäßige Feuerung zu unterhalten. Es ist bekannt, zu diesem Zwecke den Wasserraum des Kessels mit dem eines Heiß- und Kaltwasserbehälters derart zu verbinden, daß in den Kessel um so mehr kaltes Wasser gespeist wird, je geringer die Dampfentnahme ist, und daß der Heißwasserbehälter an den bzw. vom Dampfkessel um so mehr heißes Wasser abgibt bzw. erhält, je größer bzw. kleiner die Dampfentnahme ist. In der Regel führt hierbei der vom Kessel entnommene Dampf einen Kreislauf aus, indem er beispielsweise in einer Dampfmaschine Arbeit leistet, im Kondensator niedergeschlagen wird und einem Speisewasserbehälter zufließt, aus dem er wieder in den Kessel gespeist wird. Sinkt hierbei die Dampfentnahme aus dem Kessel unter ihren Mittelwert, so wird ein in der Leitung zwischen Kaltwasserbehälter und Kessel befindliches Regelorgan veranlaßt, weiter zu öffnen, so daß mehr kaltes Wasser in den Kessel gespeist und ein Teil des heißen Kesselwassers in den Heißwasserbehälter gedrückt wird. Wenn umgekehrt die Dampfentnahme über ihren Mittelwert steigt, so wird das gesamte Regelorgan veranlaßt, mehr zu schließen, so daß weniger kaltes Wasser in den Kessel gespeist und ein Teil des heißen Wassers aus dem Heißwasserbehälter in den Kessel geleitet wird.
  • Sinkt die Dampfentnahme für längere Zeit, z. B. beim Nachtbetrieb, sehr stark, so würde sich bei gleichmäßiger, dem höheren Mittelwert entsprechender Peuerung, der Kaltwasserbehälter leeren und der Heißwasserbehälter füllen. Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil vermieden, daß das die Kaltwasserzufuhr zum Kessel regelnde Organ außer von der Dampfentnahmemenge noch vom Inhalt des Kaltwasserbehälters beeinflußt wird, und zwar derart, daß es bei Erreichung eines bestimmten Mindestinhaltes so weit schließt, daß es sich der mittleren Dampfentnahme entsprechend einstellt. Umgekehrt ist es, wenn die neue mittlere Dampfentnahme größer wird. Hierbei ist es zweckmäßig, in die Übertragung vom Inhalt des Kaltwasserbehälters zum Regelorgan einen toten Gang einzüschalten. Diese Übertragung hat also den Zweck, die der jeweiligen mittleren Entnahme entsprechende Mittelstellung des Regelorgans einzustellen, während die Beeinflussung des Regelorgans von der Dampfentnahmemenge den Zweck hat, das Regelorgan um diese Mittelstellung der jeweiligen Schwankung der Entnahmemenge entsprechend zu bewegen. Hierzu ist es vorteilhaft, daß das Regelorgan von jedem der beiden Faktoren allein ganz geschlossen werden kann, aber nur dann öffnet, wenn beide Faktoren an der öffnung mitwirken. Besonders einfach wird die Regelung, wenn der Wasserraum des Dampferzeugers mit dem des Heißwasserbehälters derart verbunden ist, daß bei sinkender Dampfentnahme, also steigendem Kesseldruck, ein Teil des heißen Wassers von selbst aus dem Dampferzeuger in den Heißwasserbehälter übertritt.
  • In Abb. i ist eine Ausführungsform der Regelung beispielsweise schematisch wiedergegeben. Der Wasserraum des Dampferzeugers D ist mit dem Wasserraum des Heißwasserbehälters H und des Kaltwasserbehälters K durch Rohrleitungen verbunden. Das Ventil v, durch das das Speisewasser aus dem Kaltwasserbehälter I( von der Speisepumpe y dem Dampfkessel D@ zugeführt wird, hängt an einer in einen Anschlag Z endigenden Stange x. Mittels dieses Anschlages kann die Stange x durch die Stange c angehoben werden. Letztere ruht mit Rollen ri. und Y2 auf zwei exzentrischen Nocken n, und n2, die von den Nockenwellen dl und d2 gedreht werden können. Die Länge der Stange x ist so gewählt, daß ein Nocken allein nicht imstande ist, den Anschlag Z anzuheben. Steigt der Wasserinhalt im Behälter I<, so hebt sich der Schwimmer e und bewegt den in einem Zylinder m spielenden Kolben p nach oben. Letzterer besitzt in der Mitte eine Aussparung, die durch die Leitung o mit einer Druckflüssigkeit, z. B. öl, in Verbindung steht. Solange die Aussparung nicht mit den Leitungen s, und s2 in Verbindung kommt, kann das in der Aussparung befindliche Drucköl nicht abfließen. Erst wenn der Wasserinhalt im Behälter I( einen bestimmten Höchstwert erreicht hat, wird der Kolben p so weit nach oben verschoben, daß das Drucköl durch die Leitung s, über einen in einem Zylinder t spielenden Kolben u gelangt und ihn nach unten drückt. Hierdurch wird die Nockenscheibe ni so gedreht, daß die Rolle ri und die Stange c so weit angehoben wird; daß sie den Anschlag Z berührt und ihn, falls auch noch der Nocken n2 die Roller. bereits angehoben hat, anhebt, wodurch das Ventil v sich öffnet und kaltes Wasser aus dem Kaltwasserbehälter I( in den Kessel D übertreten läßt. Umgekehrt ist es, wenn der Wasserinhalt im Behälter I( einen bestimmten Mindestwert erreicht.
  • Der aus dem Dampfkessel entnommene Dampf fließt durch eine Verengung/; je größer die Dampfentnahme ist, um so tiefer sinkt der Druck in f. Dieser Druck wird durch eine Leitung g in einen Zylinder h übertragen, in dem sich ein Kolben k bewegt. Beim Sinken des Druckes wird der Kolben k durch die Feder i nach abwärts bewegt und verdreht als Nockenwelle d2 derart, daß sich die Rolle Y2 und die Stange c senkt, wodurch Ventil v etwas geschlossen wird und weniger kaltes Wasser in den Kessel gespeist wird. Gleichzeitig sinkt der Druck im Kessel etwas, so daß mehr heißes Wasser aus dem Behälter H in den Kessel D übertritt.
  • In Abb. a ist ein Belastungsschaubild wiedergegeben. Während der Zeit Tl (z. B. Nachtbetrieb) sei die durch eine gestrichelte Linie G, angedeutete mittlere Entnahme gering. Die Regelung sei so eingestellt, daß die Nocken n, und n2 die Stange c und das Ventil v etwas angehoben haben und daß der Gleichgewichtszustand zwischen Entnahme und Speisung vorhanden ist, solange die Entnahme gleich 0i ist. Steigt die Entnahme etwas über Cr" so senkt sich r2 und schließt das Ventil v etwas, so daß weniger kaltes Wasser und mehr heißes Wasser in den Kessel D eintritt. Es wird also aus dem Behälter ,K weniger Wasser entnommen, während ihm mehr Kondensat zufließt. Infolgedessen steigt der Wasserinhalt in 1K etwas, so daß sich Kolben p etwas hebt. Umgekehrt ist es, wenn die Entnahme etwas unter den Wert G, sinkt. Die Abmessungen der Steuerungsteile müssen so eingerichtet sein, daß während der Schwankungen der Entnahme um 0, der Kolben p nur so weit spielt, daß er die Leitungen s, und s2 nicht öffnet.
  • Steigt jedoch während der Zeit T; (z. B. Tagbetrieb) die Entnahme erheblich, so daß sie um einen neuen Mittelwert G2 pendelt, so strömt dem Behälter so viel Kondensat zu, daß der Schwimmer e den Höchstwert erreicht, bei dem die Leitung s, freigegeben wird, wodurch das Ventil v weiter geöffnet wird. Das Verstellen der Roller, dauert so lange, bis ihre Stellung dem neuen Mittelwert G2 entspricht. Bei den Schwankungen der Entnahme um den neuen Mittelwert G, wird die jeweilige Stellung des Ventils v wieder von der Roller" eingestellt. Hat sich die Roller, auf den neuen Mittelwert Q2 eingestellt, dann bewegt sich der Kolben p wieder zwischen den beiden Grenzwerten, ohne die Kanäle s, und s2 zu öffnen.
  • Die Steuerung des Nockens n, durch den Schwimmer hat also den Zweck, das Ventä v auf die jeweilige Mittelstellung einzuregeln, während die Steuerung des Nockens n2 durch die Dampfentnahme den Zweck hat, das Pendeln des Ventils v um die vom Schwimmer e eingestellte Mittelstellung zu regeln.
  • Wird die Dampfentnahme plötzlich ganz abgestellt, so steigt der Druck in f aus dem Kesseldruck, so daß der Kolben k die Roller. ganz anhebt. Das Ventil v wird dadurch weit geöffnet, so daß viel kaltes Wasser in den Kessel D strömt, in dem es zum Teil verdampft wird und zum Teil erhitzt in den Heißwasserbehälter überströmt, in dem es aufgespeichert wird. Da nun dem Behälter K kein Kondensat mehr zuströmt, sinkt der Schwimmer e ganz nach unten, so daß die Rolle r1 ganz gesenkt und das Ventil v ganz geschlossen wird. Dieser Vorgang dauert eine gewisse Zeit, so daß der Kesselheizer Zeit hat, das Feuer allmählich entsprechend zu dämpfen, ohne daß die Kessel abblasen. In die Übertragung vom Kaltwasserbehälter zum Regelorgan kann eine Anzeigevorrichtung angebracht werden, die es gestattet, den jeweiligen Mittelwert der Dampfentnahme abzulesen und so dem Heizer eine Richtschnur gibt, nach der er den Stand des Feuers einzurichten hat.
  • Die Anlage erfüllt denselben Zweck wie die Verbindung von Dampfkraftanlagen und Dampfspeicher, hat aber letzterer gegenüber den Vorteil der geringeren Anschaffungskosten und der einfacheren Regelung, da als Kraftmaschinen die gewöhnlichen Dampfmaschinen ohne jede Änderung verwendet werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Regelung einer Dampfkesselanlage, bei welcher der Wasserraum des Kessels mit dem Wasserraum eines Heiß- und Kaltwasserbehälters verbunden ist, wobei in den Dampfkessel um so mehr kaltes Wasser aus dem Kaltwasserbehälter gespeist wird, je geringer die Dampfentnahme ist und wobei der Heißwasserbehälter an den Dampfkessel um so mehr heißes Wasser abgibt oder aus ihm erhält, je größer oder kleiner die Dampfentnahme ist, dadurch gekennzeichnet, daß das die Zufuhr des kalten Wassers zum Kessel regelnde Organ (v) außer in an sich bekannter Weise von der Dampfentnahmemenge noch vom Wasserinhalt des Kaltwasserbehälters unter Einschaltung eines toten Ganges derart beeinflußt wird, daß es um so mehr öffnet, je größer der Wasserinhalt des Kaltwasserbehälters ist. a. Dampfkesselanlage nach Anspruch i, dadurch )gekennzeichnet, daß das Regelorgan (v) von jedem der beiden es beeinflussenden Faktoren einzeln geschlossen, aber nur von beiden gleichzeitig geöffnet werden kann. 3. Verfahren zur Regelung einer Dampfkesselanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserraum des Dampferzeugers (D) mit dem des Heißwasserbehälters (H) derart verbunden ist, daß bei sinkender Dampfentnahme, also steigendem Kesseldruck, ein Teil des heißen Wassers von selbst aus dem Dampferzeuger (D) in den Heißwasserbehälter (H) übertritt und umgekehrt.
DEF54900D 1923-11-01 1923-11-01 Einrichtung zur Regelung einer Dampfkesselanlage Expired DE452811C (de)

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