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Abdampfturbinenregelung.
Bei Turbinen, welche durch den stossweise auftretenden Abdampf anderer Maschinen betrieben werden, schaltet man in der Regel in der Abdampfzuleitung einen Wärmespeicher oder einen Ausgleichbehälter ein, um den der Turbine zufliessenden, stark wechselnden Dampfstrom möglichst unverändert zu halten.
Diese Einrichtungen erfüllen jedoch ihren Zweck nur unvollkommen, weil die Grösse derartiger Ausgleichgcfässe nur eine beschränkte sein kann. Es entstehen daher trotzdem Schwankungen des Dampfdruckes oder der Dampf menge, die ein ungleichmässiges Abströmen des Dampfes in die Turbine und damit eine ungleichmässige Kraftabgabe derselben zu Folge haben.
Nun kann zwar die Kraftabgabe der Turbine allerdings durch ihren Regler oder durch andere parallel geschaltete Maschinen unverändert gehalten werden. Es werden jedoch dann Ver- änderungen der Umlaufzahlen auftreten, die in vielen Betrieben unerwünscht sind. Es ist daher notwendig, die Ursache der Umlaufsänderung, nämlich des Übertragens der starken Schwankung des Dampfdruckes bzw. der Dampfmenge auf die Turbine zu verhindern.
Eine gleichmässige, den jeweiligen mittleren Dampfverhältnissen entsprechende Zuführung
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aufdieeigentlicheRegelungsvorrichtungübertragenwird.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 den Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform. wie sie bei starken Druckschwankungen des zugeführten Abdampfes Verwendung finden kann, während Fig. 2 eine Anordnung für stark veränderliche Dampfmengen darstellt. Fig. 3 zeigt eine Konstruktionsabänderung der Anordnung nach Fig. 2.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist nun folgende :
Die tarken Druckschwankungen'dea Akkumulators werden durch den Bremskolben c stark gemildert auf den Olschieber e übertragen, wobei die Feder k die sich ständig wiederholenden kleineren Druckschwankungen aufnimmt, so dass bei im Mittel ansteigendem Druck im Akkumulator der Schieber e allmählich nach rechts verschoben wird.
Infolgedessen kann das 01 aus dem Raum m entweichen, so dass das Ventil lt unter Einfluss der Feder o gehoben wird. Hiedurch wird eine den jeweiligen mittleren Dampfverhältnissen entsprechende Zuführung des Abdampfes zur Abdampfturbine erreicht. Um jedoch die Regelung auch von dem Druck vor den Düsen abhängig zu machen, wird der Kolben infolge der Einwirkung dieses Dampfdruckes in entgegengesetzter Weise verschoben wie der Kolben b infolge des Dampfdruckes im Akkumulator, so dass bei zu starkem Druck vor den Düsen infolge Verschiebung des Kolbens e nach links das Ventil h am weiteren Often gehindert bzw. wieder sogar geschlossen wird.
Das Schliessen des Ventils h infolge zu grossen Druckes vor den Düsen bzw. zu geringen Druckes im Akkumulator erfolgt durch das in den Raum m übertretende Drucköl, das zugleich auch auf den Rückführkolben f einwirkt. Ist das Ventil h genügend geschlossen, d. h. hat sich der Druck hinter dem Kolben f so gesteigert, dass er die auf die Kolben 9 und b einwirkenden Dampf-und Federdrücke überwiegt, so erfolgt die Rückführung des Steuerkolbens e, bis unter Abschluss des Olzutrittes bzw. Ölablaufes Gleichgewicht eingetreten ist. Das Ventil h wird dann unmittelbar allein den Wirkungen des Reglers q ausgesetzt sein.
Die in Fig. 2 dargestellte Anordnung bezieht sich auf den Fall, wo vor der Abdampfturbine ein Ausgleichapparat nach Art einer Gasometerglocke geschaltet ist. Da eine derartige Glocke im Gegensatz zu dem im ersten Ausführungsbeispiele angewandten Ausgleichgefäss von konstantem
Volumen die Eigenschaft besitzt, den ausströmenden Dampf unter konstantem Druck zu halten, so muss hier die Stellung des Regelventiles von der jeweiligen im Abdampfsammler befindlichen
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