DE404698C - Regelung von Dampfturbinen mit Dampfspeichern - Google Patents

Regelung von Dampfturbinen mit Dampfspeichern

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DE404698C
DE404698C DEF53745D DEF0053745D DE404698C DE 404698 C DE404698 C DE 404698C DE F53745 D DEF53745 D DE F53745D DE F0053745 D DEF0053745 D DE F0053745D DE 404698 C DE404698 C DE 404698C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K7/00Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating
    • F01K7/16Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being only of turbine type
    • F01K7/26Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being only of turbine type the turbines having inter-stage steam accumulation
    • F01K7/28Control means specially adapted therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

  • Regelung von Dampfturbinen mit Dampfspeichern. Es sind Dampfturbinenanlagen vorgeschlagen worden, bei denen parallel zum Dampferzeuger oder zur Dampfzuführungsleitung zur Turbine ein Dampfspeicher derart geschaltet wird, daß im Falle geringeren Dampfverbrauches der Mehrdampf in den Speicher geleitet wird, während im Falle eines höheren Dampfverbrauches der erforderliche Mehrdampfbedarf aus dem Speicher entnommen und durch besondere Ventile der Turbine zugeführt wird. In der Regel wird man bei derartigen Maschinen einen durch eine Zwischenwand geteilten Einströmkasten verwenden, wobei in die .eine Abteilung .der Frischdampf und in die andere der Speicherdampf geleitet wird. Der Geschwindigkeitsregler öffnet dann Gier Reihe nach zuerst die Frischdampfventile und, wenn diese nicht mehr ausreichen. die Speicherdampfventile. Die Frischdainpfdüsen sind dabei so bemessen, daß sie, wenn sie ganz offen sind, gerade den in nahezu gleichmäßiger Menge zugeführten Frischdampf hindurchlassen. Solange der mittlere Dampfverbrauch der Maschine ebenso groß ist wie die zugeführteDampfinenge,werden sich dabei keine Schwierigkeiten ergeben. In manchen Fällen ist es jedoch wünschenswert, um kleinere Speicherabmessungen zu erhalten, zu verschiedenen Zeiten verschiedene mittlere Dampfmengen einzustellen. In Abb. i ist die Belastungskurv e B einer Turbine abhängig von der Zeit T aufgetragen. Während der ersten Zeithälfte TI sei die mittlere Belastung 1-71 groß, während der zweiten Hälfte T_ die mittlere Belastung .hl _ klein. Wollte man den Speicher für die mittlere Belastung 11I der ganzen Zeit bemessen, so müßte er eine sehr große Speicherfähigkeit haben, also sehr groß und teuer sein. Um ihn klein und billig zu erhalten, wird man in einem solchen Falle vorziehen, ihn so einzurichten, daß er während T1 nur die positiven und negativen Spitzen über 1'1l und während T, die ülxr M, abgibt oder aufnimmt.
  • Angenommen, es seien drei besondere Frischdampfventile und zwei besondere Speicherdampfventile vorhanden, und während T1 seien die drei Frischdampfventile in Tätigkeit, so schließt der Regler, wenn sich B unter Al,. senkt, (las dritte dieser Ventile etwas, während er ein Überströmventil öffnet, durch das der überschüssige Dampf in den Speicher strömt. Steigt B über 111, so sind alle drei Frischdampfventile ganz offen und der Regler öffnet das erste Speicherdampfventil und läßt den erforderlichen Mehrdampf aus dem Speicher in die Turbine treten. Sinkt jetzt die mittlere Belastung auf M2, so würde der Regler nur das erste und zweite Frischdampfventil stellen, der vorn Kessel zuviel erzeugte Dampf würde in den Speicher strömen, bis in diesem der höchste Druck erreicht ist; darauf müßte der Kessel auf geringere Dampflieferung eingestellt werden, der Speicher würfle aber während T= außer Betrieb sein, und die Kesselbelastung würde entsprechend der Kurve B während T., hin und her schwanken. Man könnte -zwar diesen Übelstand dadurch vermeinen, daß man die Frischdampfventile und die Speicherdampfventile besonders stellt, so <iaß während T, beispielsweise nur das erste Frischdampfventil und bei positiven Spitzen Über ' 3I1 (las erste Speicherdampfventil in Tätigkeit ist. Allein diese Schaltung erfordert außer einer wesentlich größeren Zahl von Ventilen und Düsen eine verwickelte Steuerung und hat außerdem den Nachteil, (iaß die an die Speicherdampfventile angeschlossenen Düsen kein oder nur geringes Erweiterungsverhältnis haben und infolgedessen für das bei M2 große Gefälle der ersten Stufe nicht passen würden. Noch ungünstiger würde der Fall liegen, wenn an die Speicherdampfventile überhaupt keine Düsen angeschlossen sind und der Dampf aus ihnen unter Umgehung der Hochdruckstufe in eine Zwischenstufe der Turbine strömt.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß man 'die einzelnen Ventile so regelt, daß sie zeitweise mit Frischdampf und zeitweise mit Speicherdampf gespeist werden können. Dies erreicht man dadurch, (laß die einzelnen Ventile in voneinander getrennten Gehäusen untergebracht sind, die durch einen auf den Zuführungsschlitzen bewegten Kolben oder Schieber j e nach Bedarf mit dem Frischdampf oder Speicherdampfraum verbunden werden können. Hierbei muß dann das die Überströmung des überschüssigen Frischdampfes zum Speicher regelnde Ventil vom Kolben oder Schieber und vom Geschwindigkeitsregler derart beeinflußt werden, daß es nur dann in den Speicher Frischdampf übertreten läßt, wenn die Belastung kleiner als die jeweilige Mittellast ist.
  • In Abb. a und 3 ist eine Ausführungsform beispielsweise wiedergegeben. Abb. a ist ein Horizontal- und Abb.3 ein Vertikalschnitt durch den Einströmkasten der Turbine. Durch- das Rohr a, tritt der Frischdampf in den Frischdampf raum e1, durch das Rohr a. der Speicherdampf in :den Speicherdampfraum e., des Einströmkastens e. In e befinden sich zwei Kolben k1 und L; zwischen beiden Kolben ist die Speicherdampfzufuhr, rechts von k1 die Frischdampfzufuhr. Der Raum links von k" ist durch ein Rohr b mit dem Frischdampfraum e1 verbunden, so daß auf die Kolbenstange kein einseitiger Überdruck wirkt. Der Raum e ist durch Schlitze mit den Räumen verbunden, in denen sich die Ventile v" v." v3, v4, v; befinden. In der gezeichneten Stellung stehen die Ventile v, v@, v.; mit cl, die Ventile v4, v, mit e, in Verbindung. Diese Schaltung würde etwa der Belastung während T1 entsprechen. Ist hierbei B -Ml, so fließt der ganze Frischdampf durch die ganz offenen Ventile v, v", v;, zur Turbine, die Ventile v4, v, sind geschlossen, ebenso .das Überströmventil -u. Sinkt jetzt B unter ill" so schließt der Geschwindigkeitsregler Ventil v, etwas und öffnet ir etwas, so (laß -der überschüssige Dampf in den Speicher strömt; hierdurch steigt der Speicherdruck entsprechend und verschiebt die Kolben des Zylinders c und des Öldruckzylindes o nach links, jedoch ohne die Zufuhr von Preßöl zum Zylinder d zu ermöglichen. Umgekehrt ist es, wenn B etwas über 1T1 steigt. Solange der Speicherdruck einen bestimmten Höchstwert nicht überschritten oder einen bestimmten Mindestwert nicht unterschritten hat, bewegen sich der Kolben .des Zylinders d und demzufolge auch k1 und k@ nicht. Sinkt jedoch, wie es in Abb. i in der Zeit T, der Fall ist, die Belastung sehr stark, so schließt zunächst der Regler die Ventile v3 und v"; die Muffe in. des Reglers bewegt sich nach oben, hebt das Gestänge f und öffnet Ventil ic sehr weit. Es fließt viel Dampf in den Speicher; Gier Speicherdruck wird so groß, daß .der Kolben des Zylinders c den Kolben von o so weit nach links verschiebt, daß Drucköl links vom Kolben des Zylinders d eintritt und ihn sowie den Kolben k1 nach rechts bewegt. Hierdurch werden die Ventile v, und v, vom Frischdampfraum e1 abgeschaltet und mit e2 in Verbindung gebracht. Die Bewegung von k, nach rechts geht so lange vor sich, bis eines der vom Regler geöffneten Ventile v mit e2 in Verbindung tritt und Speicherdampf aus dem Speicher in die Turbine strömt. Alsdann sinkt der Speicherdruck wieder und sperrt die Zufuhr von Drucköl zum Zylinder d wieder ab, worauf der Kolben k1 stehenbleibt. Gleichzeitig hat sich auch die Stange f des Reglergestänges gesenkt und die Muffe in des Reglers gehoben, so daß das Ventil n. bei richtiger Wahl der Gestängeabmessungen wieder nur dann öffnet, wenn die Belastung B unter die neue Mittellinie 11= sinkt. Wenn die mittlere Belastung nach Ablauf der Zeit TZ wieder einen hohen Wert erhält, geht der umgekehrte Vorgang vor sich.
  • Dadurch wird erreicht, daß sich der Kolben k1 von selbst an die der jeweiligen mittleren Belastung entsprechende Stelle stellt. Durch richtige Wahl des toten Ganges des Kolbens vom Zylinder o wird ein fortwährendes Bewegen des Kolbens k1 vermieden. Wird der Speicher außer Betrieb gesetzt, so sinkt der Überdruck rechts vom Kolben des Zviinders c auf Null.. Infolgedessen wird der kolben des Zylinders c durch die Feder ganz nach rechts bewegt, und er verschiebt im Oldruckzvlinder o die Steuerung so weit nach rechts, daß durch (las Rohr h Drucköl auf die rechte Seite des Kolllens im Zylinder d tritt; dadurch wird der Kolben k1, i., ganz nach links geschoben, so daß alle Ventile v1 bis v, mit dem I# rischdampf in Verbindung stehen und die Turbine wie eine gewöhnliche speicherlose Maschine arbeitet. Statt des Kolbens k1 kann auch ein Flach- oder Drehschieber verwendet werden; ebenso können statt der Zylinder c" o und d und des Gestänges f andere übertragungsarten gewählt werden.
  • vie !'urteile der Regelung bestehen darin, daß dieselben Ventile für Speicherdampf und Frischdampf verwendet werden können, wodurch die Zahl der Ventile und Düsen, deren Unterbringung bei großen Turbinen oft Schwierigkeiten verursacht, vermindert wird, ferner darin, daß kleine und billige Speicher verwendet werden können. Außerdem zeigt die Stellung des Kolbens. k1 oder des an seiner Stelle verwendeten Schiebers den mittleren erforderlichen Dampfbedarf an. Durch geeignete Übertragung kann diese Stellung dem Heizer am Kessel sichtbar gemacht werden, so daß er imstande ist, das Feuer unter den Kesseln dem jeweiligen mittleren Dampfbedarf anzupassen.

Claims (4)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: t. Regelung von Dampfturbinen, bei denen parallel zur Dampfzuleitung ein Darnpfspeicher geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Dampfeinlaßventile (v) zeitweise mit Frischdampf und zeitweise mit Speicherdampf gespeist werden können.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung der Regelung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Dampfeinlaßventile (v) in voneinander getrennten Kammern untergebracht sind, die durch einen auf den Zuführungsöffnungen bewegten Kolben oder Schieber je nach Bedarf mit dem Frischdampf- oder Speicherdampfraum verbunden werden können.
  3. 3. Regelung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber oder Kolben (k1) vom Speicherdruck derart beeinflußt wird, daß das Verhältnis der mit Frischdampf zu der mit Speicherdampf gespeisten Ventilzahl bei einem einstellbaren Höchstdruck im Speicher verringert und bei einem einstellbaren Mindestdruck im Speicher vergrößert wird.
  4. 4. Regelung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das die Überströmung des Frischdampfes zum Speicher steuernde Ventil (n) einerseits von der Stellung des Schiebers oder Kolbens (k1), anderseits vom Geschwindigkeitsregler derart beeinflußt wird, daß es bei gleichsinniger Veränderung von Frischdampfventilzahl und Belastung im entgegengesetzten und bei ungleichsinniger Veränclerung im gleichen Sinne verstellt wird.
DEF53745D 1923-03-30 1923-03-30 Regelung von Dampfturbinen mit Dampfspeichern Expired DE404698C (de)

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