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Den Gegenstand der Erfindung bildet eine neue Einrichtung zum Betrieb einer Dampfturbine mit einem unter stark veränderlichem Druck stehenden Dampfspeicher, wobei der bei geringer Belastung von der Kesselanlage erzeugte überschüssige Dampf zum Laden des Speichers verwendet und die bei höherer Belastung von der Turbine geforderte Mehrdampfmenge durch Entladen des Speichers gewonnen und der Turbine zugeführt wird.
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abfall zwischen dem Speicher und der Dampfturbine, an die er angeschlossen war, möglichst zu vermeiden.
Man versuchte dies auf zweiArten zu erreichen, indem man entweder einen festen oder einen"wandernden" Anschluss vorsah. Beim festen Anschluss war der Speicher zwischen zwei Turbinenstufen derart geschaltet, dass die dem Speicher folgende Stufe mit einer Einrichtung zur künstlichen Einstellung des Druckes, ohne Druckverlust, z. B. einer Düsenregelung, versehen war. Hiedurch wurde erreicht, dass der Druck zwischen den beiden Stufen stets nahezu gleich dem Speicherdruck war. Beim ,,wandernden" Anschluss wurde der Speicher jeweils mit derjenigen Stufe in Verbindung gebracht, in der der Druck gerade gleich oder nahezu gleich dem Speicherdruck war.
Auch bei dieser Anordnung wurde ein Druckabfall zwischen Speicher und Turbine nach Möglichkeit vermieden.
Da nun der Speicher mit starken Druckschwankungen arbeiten muss, so treten im Gefälle der
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durch die der mittlere Gütegrad dieser Stufen erheblich beeinträchtigt wurde. Infolgedessen verbraucht eine derartige Turbine im ganzen erheblich mehr Dampf. als eine sonst gleichwertige Tirbine ohne Speicher. Bei dem bekannten Verfahren ist zwar, wie erwähnt, die Drosselung des Dampfes zwischen Maschine und Speicher und der mit einer solchen Drosselung verbundene Energieverlust möglichst ver- mieden, dabei müssen jedoch in einzelnen Stufen die vorerwähnten starken Gefällschwankungen in Kauf genommen werden, mit denen ein weit höherer Energieverlust verbunden ist als mit der Drosselung.
Von dieser Erkenntnis geht die Erfindung aus.
Erfindungsgemäss werden im Gegensatz zu den bisherigen Einrichtungen die geringeren Drosselverhiste in Kauf genommen, dafür aber die starken Gefällselhwankungen mit ihren wesentlich höheren Energieverlusten möglichst vermieden.
Dieses wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass in die Verbindung des Speichers mit der Turbine ein Organ geschaltet ist, welches nach Bedarf die Verbindung derart herzustellen gestattet,
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im Speicher sind.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgedanke in vier beispielsweisen Ausführungsformen (Fig. 1-4) erläutert. Die weiteren Fig. 5-10 stellen Einzelheiten der Dampfzuführung und Regelung dar.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 wird der Dampf, den man bei höherer Turbinenbelastung dem Speicher S entnimmt, einer Turbinenstufe zugeführt, die, in der Strömungsrichtung des Dampfes, hinter der Stufe liegt, aus der der Dampf zum Laden des Speichers der Turbine entnommen wird, ohne dass man diese beiden Stufen mit einer besonderen Regelung versieht.
In diesem Falle sind die Drücke P,
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Dampfverbrauch nur unwesentlich grösser als beim bekannten Verfahren, denn dieser Dros8elvf'rllJst bezieht sich nur auf einen kleinen Teil des Dampfes und tritt nur während der Entladezeit auf zudem wird nach bekannten physikalischen Gesetzen ein Teil dieses Verlustes im Niederdrücken der Turbine wiedergewonnen. Der noch verbleibende geringere Verlust wird mehr als ausgeglichen durch den Einfluss der ganz wesentlich geringeren Gefällsehwankungen, denen die der Entnahmestelle und Zuführungs- stelle des Dampfes benachbarten Stufen der Turbine ausgesetzt sind.
Infolge dieser geringeren Schwankungen arbeiten diese Stufen mit einem Giitegrad, der sich nur wenig von seinem Höchstwert entfernt.
Infolgedessen ist auch der mittlere Gütegrad dieser Turbine nur wenig schlechter als der einer sonst gleichwertigen Turbine ohne Speicher, so dass das Verfahren nach der Erfindung einen wesentlich besseren Dampfverbrauch als das bekannte Verfahren gewährleistet.
Gemäss Fig. 2 wird vom Dampfkessel K durch die Leitung k und die Schieberöffnung h den Hochdruckdüsen der Turbine T, die keine besondere selbsttätige Düsensteuerung erhalten, eine nahezu unver- änderliche Dampfmenge zugeführt. Die gezeichnete Stellung des Schiebers C* entspricht dem Fall, dass die Turbine gerade die Dampfmenge verbraucht, die vom Kessel geliefert wird. Sinkt die Belastung der Turbine, so dass diese weniger Dampf braucht als der Kessel liefert, so zieht der Gesehwindigkeitsregler den Schieber nach links, so dass Dampf aus einer Zwischenstufe, im vorliegenden Fall aus der ersten Kammer , durch die Schieberöffnung t in den Speicher S übertritt.
Sinkt die Belastung bei bereits vollgeladenem Speicher Zweiter, was nur in Ausnahmefällen vorkommen darf, so wird auch der Schieber C noch weiter nach links gezogen, so dass auch die Sehieberöffnung h ganz oder teilweise abgeschlossen wird und der durch die Leitung k strömende Frischdampf ganz oder teilweise abgesperrt wird. Steigt anderseits die Belastung der Turbine soweit, dass ihr Dampf verbrauch grösser als die vom Kessel K gelieferte Dampfmenge wird, so verschiebt der Regler den Schieber C umgekehrt soweit nach rechts, dass die Dampfentnahme aus der Kammer b abgeschnitten, dagegen Dampf aus dem Speicher 9 durch eine andere Öffnung g des Schiebers C* in eine spätere Stufe, im vorliegenden Fall in die Kammer t2, geleitet wird.
Statt des Schiebers können auch drei Drosselventile, die von einer durch den Geschwindigkeitsregler angetriebenen Steuerwelle betätigt werden, Verwendung finden. Statt den Schieber oder die Steuerwelle unmittelbar durch den Regler anzutreiben, wird man zweckmässigerweise einen mittelbaren Antrieb
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menge, so ordnet man zweckmässig von Hand absperrbare Zusatzventile v an, die Frischdampf vor besondere Hochdrckdüsen leiten. Da die besonderen Düsen meistens unter andern Druckverhältnissen arbeiten als die normalen, ist es zweckmässig, ihnen andere Abmessungen, z. B. andere Querschnitte,
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stelle t2 liegenden Stufe oder Stufen sehr gross.
Man kann es dadurch verringern, dass man von der Kammer t2 den Raum l3 abgrenzt, wie es in der Fig. 1 durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist, und dass man den vom Speicher bezogenen Entladedampf in diesen abgegrenzten Raum t3 einführt, von wo er durch besondere Düsen, die ebenfalls andere Abmessungen als die normalen erhalten können, auf das folgende Rad strömt. Hiedurch wird erreicht, dass der Druck P 3 in der Kammer t2 höher gehalten werden kann, was eine Verkleinerung des zwischen den Kammern t1 und t2 auftretenden Gefälles zur Folge hat. Dieses
Gefälle bleibt jetzt nahezu unverändert und die Gefällschwankung tritt in der darauf folgenden Stufe auf.
Der Wegfall der selbsttätigen Düsenregelung bietet den Vorteil, dass die Düsenquersehnitte in allen Stufen jeweils konstant sind, so dass man durch einfaches Ablesen des Druckes und der Temperatur vor den Düsen in jedem Augenblick feststellen kann, wieviel Dampf vom Kessel geliefert und wieviel der Turbine entnommen oder ihr vom Speicher zugeführt wird. Ein solches Verfahren ist bei selbsttätiger Düsenregelung nur möglich, wenn man hinter jedem der Düsenventile ein besonderes, den Drosselzustand des Ventils anzeigendes Manometer anbringt ; aber auch dann wäre die genaue Berechnung der durchfliessenden Dampfmenge aus den Drücken und Temperaturen nicht möglich, wenn ein Ventil sehr stark drosselt.
Dieser Vorteil, der durch den Wegfall der Düsensteuerung erzielt wird, ist nicht zu unterschätzen,
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kostspielige Dampfverbrauchsmessungen liegt.
Die in Fig. 2 wiedergegebene Ausführungsform ist ein Grenzfall der ersten. Für den Fall, dass der höchste Speicherdruck so nahe an den Kesseldruck heranreicht, dass das Gefälle zwischen Frischdampfdruck und dem Druck in der Entnahmekammer (1'der ja bei der Ausführungsform nach Fig. l stets grösser als der Speicherdrack sein muss, nicht gross genug ist, um in einer Turbinenstufe wirtschaftlich ausgnutzt zu werden, kann man den Dampf zjm Liden des Speichers bei niedriger Belastung aus der Frischdampfleitung entnehmen und ihn beim Entladen des Speichers bei höherer Belastung aus dem Speicher in eine Zwischenstufe der Turbine einführen, in der'der Druck stets niedriger als der Speicherdruck ist.
Die Regelung kann dabei die gleiche bleiben wie bei Fig. 1, so dass die Ausführungsform nach Fig. 2 keiner besonderen Erläuterung bedarf.
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Wenn der höchste Speicherdruck bis nahe an den Kesseldruck heranreicht, der Druck in der ersten Kammer der Turbine aber wesentlich tiefer als der Speicherdruck ist, ist eine Ausführungsform nach Fit. 4 vorteilhaft. Sie unterscheidet sieh im wesentlichen dadurch, dass man den zum Laden des Speichers bei niedrigem Dampfverbrau. ch der Turbine verwendeten Dampf aus der Frischdampfleitung entnimmt, den beim Entladen des Speichers bei höherer Belastung aus dem Speicher entnommenen Dampf dagegen vor besondere Düsen der ersten Stufe führt. Dies Verfahren wird in den meisten Fällen dann anzuwenden sein. wenn die erste Turbinenstu. fe infolge Verwendung eines Curtisrades ein grosses Gefälle zn verarbeiten hat.
Vom Dampfkessel K fliesst wieder eine nahezu unveränderliche Dampfmenge durch die Leitung k und durch ein oder mehrere gesteuerte Ventile ;., von denen in der Zeichung nur eines dargestellt ist, vor die Hochdruekdüsen der Turbine T. So lange die Turbine gerade so viel Dampf verbraucht, wie vom Kessel geliefert wird, sind die Ventile fund g geschlossen. Sinkt die Belastung, so öffnet der Geschwindig- keitsregler mittels der Steuerwelle 1l das Ventil f und lässt den überschüssigen Dampf in den Speicher 8 übertreten.
Steigt die Belastung so weit, dass der vom Kessel gelieferte Dampf nicht ausreicht, so schliesst der Gesehwindigkeitsregler das Ventil f wieder und öffnet der Reihe nach die Ventile g, von denen in der Zeichnung nur eines dargestellt ist, so dass Dampf aus dem Speicher S durch die Leitung o vor die besonderen Hochdruckdüsen treten kann. Diese Düsen können von den hinter der Leitung k sitzenden Düsen abweichende Abmessungen erhalten. Das Ventil t kann durch ein selbsttätiges Rückschlagventil ersetzt werden, das sieh infolge des bei sinkender Belastung wachsenden Druckes in der Leitung k von selbst öffnet.
Will man auf die infolge Verwendung der selbsttätigen Düsenregelung eintretende Verminderung der Drosselverluste verzichten und dafür die Vorteile der bequemen BetriebsÜberwachung vorziehen, so ist nur je ein Ventil g und h anzuordnen, wobei man für den Fall einer längere Zeit andauernden, geringeren oder höheren Belastung der Turbine zweckmässig von Hand absperrbare Zusatzventile, die
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Zwischenstufe der Turbine Schwierigkeiten.
Diese Schwierigkeiten können dadurch beseitigt werden, dass der Speicherdampf der Turbine durch ein oder mehrere Ventile zugeführt wird, die neben den für Frisehdampf bestimmten Ventilen angeordnet sind, wobei hinter den Speieherdampfventilen die Düsen und ein Teil des Einströmkastens weggelassen werden, so dass der Speicherdampf unter Umgehung des ersten Laufrades frei in den Raum der ersten Stufe strömen kann. Diese Anordnung hat den besonderen Vorteil, dass sich der gesättigte Speicherdampf und der die Laufschaufeln des ersten Rades verlassende, meist hoch überhitzte Dampf gut miteinander mischen und eine gemeinsame mittlere Temperatur annehmen, bevor sie gemeinschaftlich durch die Düsen der zweiten Stufe strömen.
Ein weiterer Vorteil ist der, dass sich eine vorhandene, mit Düsenregelung versehene Turbine durch Auswechslung des Ein-
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einströmt. Hiedurch wird erreicht, dass die Radreibung vermindert und eine noch bessere Mischung des Dampfes erzielt wird.
In Fig. 5 ist ein derartiger Einströmkasten für den, vom Speicher und den Kesseln kommenden Dampf veranschaulicht. Der vom Speicher kommende Dampf tritt aus der Entladeleitung o des Speichers durch das Ventil g unmittelbar in den Raum t2 der Turbine T über, in dem das erste Laufrad umläuft,
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Einströmkasten vorgesehene Trennungswaiid iv ist der Frischdampfraum innerhalb dieses Kastens von dem Speicherdampfraum getrennt. Das Ausflussrohr der an den Speicherdampfraum anschliessenden,
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Lässt man bei Vorhandensein eines Curtisrades den vom Speicher kommenden Dampf auf dieses Rad strömen, so kann es vorkommen, dass das Gefälle zwischen Speicher und der ersten Turbinenstufe nicht gross genug ist, um in allen Geschwindigkeitsstufen des Curtisrades ausgenutzt werden zu können. Es empfiehlt sich dann, dass man diesen Dampf mindestens einen Laufkran des Curtisrades umgehen lässt.
Es kann nun vorkommen, dass bei ganz oder fast ganz entleertem Speicher die Turbine zeitweise mehr Dampf braucht, als die für den Kesseldampf vorgesehenen Düsen hindurchlassen. Da. der entleerte Speicher in diesem Falle nicht imstande ist, den Mehrdampfverbrauch zu decken und da anderseits der
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Raum, in dem die für den Kesseldampf bestimmten Düsen untergebracht sind, vollständig getrennt sind von dem Raum, in dem die für den Speicherdampf vorgesehenen Ventile sitzen, so kann in diesem Falle der Turbine die erforderliche Dampfmenge nicht zugeführt werden und sie ist infolgedessen auch nicht imstande, die von ihr verlangte Mehrleistung herzugeben.
Für diesen Fall ist es zweckmässig, eine Überströmleitung ans dem Frisehdampfraum zum Speicherdampfraum vorzusehen, die durch ein von Hand oder auch vom Regler der Maschine betätigtes Ventil absperrbar ist.
Eine solche Ausführungsform ist in der Fig. 6 veranschaulicht. In dieser Figur stellt wiederum k die vom Kessel kommende Frischdampfleitung und o die Entladeleitung des Speichers dar. Der Frischdampf-und Speicherdampfraum des Einströmkastens sind durch die Zwischenwand w getrennt, die jedoch durch die Umführungsleitung d umgangen ist, in der das Absperrventil m angeordnet ist. Soll Frischdampf durch die Ventile gl, g2 zugelassen werden, so wird das Ventil M von Hand oder vom Regler der Maschine so weit geöffnet, dass genügend Dampf zur Erzeugung der gewünschten Mehrleistung der Turbine dieser zuströmen kann. Gegebenenfalls kann das Ventil m auch unmittelbar in der Zwischenwand 10 des
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Das Ventil f der Fig. 4 ist in die Fig. 6 nicht aufgenommen. Es würde in eine Leitung einzuschalten sein, die die Frischdampfleitung mit der EntJadeleitung 0 des Speichers unterhalb des Rückschlagventils O2 verbindet.
Bei Turbinen, deren Zusammenarbeiten mit Speichern eventuell erst später in Frage kommt, ist es zweckmässig, den Diisenkasten von vornherein so auszubilden, dass er später in möglichst einfacher Weise für den Speicherbetrieb umgeändert werden kann. Zu diesem Zweck versieht man den Düsenkasten zweckmässig von vornherein mit mindestens einem Ringflansch 101'der dann im Bedarfsfalle ohne weiteres durch eine feste Zwischenwand w ersetzt werden kann. Eine Ausführungsform hiefür zeigt die Fig. 7,
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abgeschlossenen Stutzen, an den die gestrichelt dargestellte Entladeleitung o des Speichers nach dem Einsetzen der festen Zwischenwand anzuschliessen ist ; k ist die Frischdampfzuführungsleitung.
Die feste Zwischenwand im Düsenkasten ist ohne Nachteile anwendbar, so lange die hinter den Frischdampfventilen angeordneten Hochdruekdüsen gerade die der mittleren Belastung entsprechende Dampfmenge hindurchlassen. Sinkt aber die mittlere Belastung, so würde m diesem Falle nur ein Teil der Frischdampfventile in Betrieb sein, während sich der Speicher zwar vollständig mit Dampf anfällt, aber nicht in Wirksamkeit treten kann, weil der Geschwindigkeitsregler die Speicherdampfventile erst öffnen kann, wenn alle Frischdampfventile offen sind. Die Schwankungen des Dampfverbrauches um den niedrigeren Mittelwert müssten dann vom Dampferzeuger übernommen werden.
Dieser Nachteil kann dadurch vermieden werden, dass noch eine zweite Steuerwelle vorgesehen wird, die vom Speicherdruck derart beeinflusst wird, dass sie die Frischdampfventile bei hohem Speicherdruck der Reihe nach schliesst und bei niedrigem Speicherdruck in der umgekehrten Reihenfolge öffnet.
Zweckmässig ist es hiebei, in die Übertragung vom Speicherdruck zu dieser zweiten Steuerwelle einen toten Gang einzuschalten, so dass diese Steuerwelle erst bei Überschreitung eines einstellbaren Speicher- höchstdruekes und bei Unterschreitung eines einstellbaren Speichermindestdruckes verstellt wird.
In Fig. 8 ist eine derartige Ausführungsform schematisch wiedergegeben. In dieser Figur sind die Speicherdampfventile entsprechend den vorhergehenden Figuren wiederum mit gl, g2 bezeichnet und die zu den Hochdruckdüsen führenden Frischdampfventile mit , i2, hg. Auch das Überströmventil m der Fig. 6 ist schematisch veranschaulicht. Alle Ventile, eingeschlossen das Überströmventil m, das den gelegentlich erforderlichen Frischdampf dem Speicher zuführt, werden von der Steuerwelle u betätigt, die von dem Geschwindigkeitsregler beeinflusst wird.
Wenn bei kleiner Belastung die mittlere Dampfmenge beispielsweise gerade von den beiden ersten Frischdampfventilen h3, 712 aufgenommen werden könnte, würden bei Schwankungen um diesen Mittelwert ohne die zusätzliche Beeinflussung durch den Speicherdruck abwechselnd die beiden Ventile h2, h1 öffnen und schliessen, während die Speicherdampf-
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von selbst auf die dem jeweiligen mittleren Dampfbedarf entsprechende Stellung ein.
Wird der Speicher aus irgendeinem Grunde ganz ausser Betrieb gesel zt, so bewegt sich der Kolben q ganz nach oben und dementsprechend der Kolben)'ganz nach unten, so dass keines der Frischdampfventile von der Steuerwelle x geschlossen wird, sondern diese Ventile nur von der Steuerwelle u und durch den Geschwindigkeitsregler, wie bei einer gewöhnlichen speicherlosen Turbine, betätigt werden.
Diese Art der Regelung gestattet die Verwendung kleinerer, billigerer Speicher.
Dasselbe kann man erreichen, wenn man an Stelle einer festen Zwischenwand im Einströmkasten eine bewegliche Zwischenwand anordnet, so dass die einzelnen Dampfeinlassventile je nach der Stellung der Zwischenwand mit Frischdampf oder mit Speicherdampf gespeist werden können. Eine Ausf ührungs- form hiezu zeigt die Fig. 10, in der wiederum wie bei der Einrichtung nach Fig. 8 drei Frischdampf-
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richtung nach Fig. 10 sei zunächst das in der Fig. 9 wiedergegebene Schaubild erläutert, im dem die Belastungskurve B der Turbine in Abhängigkeit von der Zeit Z aufgetragen ist. Während der ersten Zeithälfte Zi sei die mittlere Belastung Mi gross, während der zweiten Hälfte der Zeit Z2 sei die mittlere Belastung M2 klein, wie dies in Fig. 9 durch strichpunktierte Linie angedeutet ist.
Wollte man nun den Speicher für die mittlere Belastung M der ganzen Turbine bemessen, so müsste er eine sehr grosse Speicherfähigkeit haben, also sehr gross und teuer ausfallen. Um ihn kleiner und billiger zu erhalten, wird man ihn in einem solchen Falle so einrichten, dass er während Xi nuer die positiven und negativen Spitzen über Mi und während Z die Spitzen über Ma deckt. Sind im Falle der Fig. 10 während der Zeit Zi die drei Frischdampfventile h1, , h3 in Tätigkeit, so schliesst der Regler, wenn sich B unter Mi senkt, das dritte dieser Ventile etwas, während er das Überströmventil m öffnet, durch das der überschüssige Dampf in den Speicher strömt.
Steigt dagegen B über Mi, so sind alle drei Frischdampfventile vollständig offen und der Regler öffnet das erste Speieherdampfventil und lässt den erforderlichen Mehrdampf aus dem Speicher in die Turbine treten. Sinkt jetzt die mittlere Belastung auf 1-"12, so würde der Regler nur das erste und zweite Frischdampfventil betätigen, der vom Kessel zu viel erzeugte Dampf würde in den Speicher strömen, bis in diesem der höchste Druck erreicht ist ; darauf müsste der Kessel auf geringere Dampflieferung eingestellt werden, der Speicher würde aber während der Zeit Z2 ausser Betrieb sein und die Kesselbelastung würde entsprechend der Kurve B während der Zeit Z2 hin und her schwanken.
Man könnte zwar diesen Übelstand dadurch vermeiden, dass man die Frischdampfventile und die Speicherdampfventile besonders betätigt, so dass während der Zeit Z2 beispielsweise nur das erste Frischdampfventil und bei positiven Spitzen über Mi das erste Speicherdampfventil in Tätigkeit ist. Allein diese Schaltung erfordert ausser einer wesentlich grösseren Zahl von Ventilen und Düsen eine verwickelte Steuerung, und hat ausserdem den Nachteil, dass die an die Speicherdampfventile angeschlossenen Düsen kein oder nur geringes Erweiterungsverhältnis haben und infolgedessen für das bei M ; grosse Gefälle der ersten Stufe nicht passen würden.
Noch ungünstiger würde der Fall liegen, wenn an die Speicherdampfventile überhaupt keine Diisen angeschlossen sind und der Dampf aus ihnen unter Umgehung der Hochdruckstufe in eine Zwischenstufe der Turbine strömt.
Diese Nachteile werden nun bei der Ausführungsform nach Fig. 10 dadurch vermieden, dass die einzelnen Ventile in von einander getrennten Gehäusen untergebracht sind, die durch einen auf den Zuführungsschlitzen bewegten Kolben oder Schieber je nach Bedarf mit dem Frischdampf-oder Speicherdampfraum verbunden werden können. Hiebei mass das die Überströmung des überschüssigen Frisch- dampfes zum Speicher regelnde Ventil vom Kolben oder Schieber und vom Geschwindigkeitsregler derart beeinflusst werden, dass es nur dann Frischdampf in den Speicher übertreten lässt, wenn die Belastung kleiner als die jeweilige Mittellast ist. Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 tritt der Frischdampf durch die Leitung k und der Speicherdampf durch die Leitung o in den Frischdampf- bzw. Speicherdampfraum des Einströmkastens E ein.
In E befinden sich zwei Kolben ;/i, y ; zwischen beiden Kolben erfolgt die
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Diese Schaltung entspricht etwa der Belastung Mi, während der Zeit Zi. Ist hiehei B (Fig. 9) gleich Mi, so fliesst der ganze Frischdampf durch die vollkömmen offenen Ventile h1, h2, h3 zur Turbine und die Ventile g1, g2 sind geschlossen ; ebenso das Überströmventil w. Sinkt jetzt die Belastungskurve unter Mj, so schliesst der Geschwindigkeitsregler das Ventil hl etwas und öffnet in demselben Masse das Überström- ventil in, so dass der überschüssige Dampf in den Speicher überströmt.
Hiedureh steigt der Speicherdruck etwas und verschiebt den Kolben 1) und den Kolben q des Öldruckzylinders etwas nach links, jedoch ohne zunächst die Zufuhr von Pressöl zum Zylinder i zu ermöglichen. Das umgekehrte tritt ein, wenn B unter M2 sinken sollte ; so lange der Speicherdurck einen bestimmten Höchstwert nicht überschritten oder einen bestimmten Mindestwert nicht unterschritten hat, bewegen sich der Kolben des Zylinders i und somit die mit ihm auf einer Stange sitzenden Kolben y1, y2 nicht. Sinkt jedoch, wie es
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