DE1233211B - Heiz-Kraftanlage mit Gasturbinensystem und Dampfkraftsystem - Google Patents

Heiz-Kraftanlage mit Gasturbinensystem und Dampfkraftsystem

Info

Publication number
DE1233211B
DE1233211B DE1962S0081806 DES0081806A DE1233211B DE 1233211 B DE1233211 B DE 1233211B DE 1962S0081806 DE1962S0081806 DE 1962S0081806 DE S0081806 A DES0081806 A DE S0081806A DE 1233211 B DE1233211 B DE 1233211B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heat
steam
gas turbine
heating
steam power
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1962S0081806
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Heinz-Juergen Bertelt
Dipl-Ing Karl Jung
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1962S0081806 priority Critical patent/DE1233211B/de
Publication of DE1233211B publication Critical patent/DE1233211B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K17/00Using steam or condensate extracted or exhausted from steam engine plant
    • F01K17/02Using steam or condensate extracted or exhausted from steam engine plant for heating purposes, e.g. industrial, domestic
    • F01K17/025Using steam or condensate extracted or exhausted from steam engine plant for heating purposes, e.g. industrial, domestic in combination with at least one gas turbine, e.g. a combustion gas turbine
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K23/00Plants characterised by more than one engine delivering power external to the plant, the engines being driven by different fluids
    • F01K23/02Plants characterised by more than one engine delivering power external to the plant, the engines being driven by different fluids the engine cycles being thermally coupled
    • F01K23/06Plants characterised by more than one engine delivering power external to the plant, the engines being driven by different fluids the engine cycles being thermally coupled combustion heat from one cycle heating the fluid in another cycle
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E20/00Combustion technologies with mitigation potential
    • Y02E20/14Combined heat and power generation [CHP]

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Heiz-Kraftanlage mit Gasturbinensystern und Dampfkraftsystem Die Erfindung bezieht sich auf eine kombinierte Wärmekraftanlage, die mindestens ein Gasturbinensystem und mindestens ein Dampfkraftsystem enthält. Bei derartiaen Wärmekraftanlagen ist es bekannt, eine Wärmeübertragung vom Gasturbinensystem zum Dampfkraftsystem vorzusehen. So kann insbesondere der Abgasstrom einer Gasturbine oder ein von ihm abgezweigter Teilstrom der Dampfkraftanlage in der Weise zugeleitet werden, daß die Aufwärmung des Arbeitsmittels im Dampfkraftsystem unterstützt wird.
  • Es ist weiterhin bekannt, Gasturbinenanlagen und Dampfkraftanlagen so zu gestalten, daß neben der Krafterzeugung eine Wärmeabgabe nach außen hin in nutzbringender Weise z. B. zur Versorgung eines Heiznetzes vollzogen wird. So sind Gasturbinenanlagen bekannt, bei denen der Abgasstrom einer Gasturbine der Aufheizung und gegebenenfalls Verdampfung eines als Wärmeträger dienenden, innerhalb eines selbständigen Kreislaufes umgewälzten Mediums, insbesondere Wasser, im Sinne eines Heizkraftwerkes herangezogen wird. Andererseits ist es aber auch bei Dampfkraftanlagen bekanntgeworden, unter Verwendung von Gegendruckdampfturbinen oder Kondensationsturbinen mit geeigneten Anzapfungen Dampf zu entnehmen, der unmittelbar oder durch Wärmeaustausch mit einem anderen geeigneten Medium, insbesondere Wasser, Wärme für ein Heiznetz liefert.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Wärmekraftanlage mit einem Dampfkraftsystem der eingangs geschilderten Art, bei der Möglichkeiten einer übertragung von Wärme aus dem Gasturbinensystem in das Dampfkraftsystem bestehen. Es wird dabei in bekannter Weise die Abgaswärme des Gastarbinensystems im Sinne eines Heizkraftwerkes ausgenutzt, bei dem in Wärmetauschern der Gasturbinenabgasstrom oder ein Teil desselben zur Aufheizung und gegebenenfalls Verdampfung eines als Wärmeträger dienenden, innerhalb eines selbständigen Kreislaufes (Heiznetz) umgewälzten Mediums, insbesondere Wasser, zur Versorgung von Wärmeverbrauchern herangezogen wird.
  • Es ist weiterhin ein Verfahren zur Verwertano, der Abwärine von aus einem oder mehreren Freikolbengaserzeugern und einer oder mehreren diesen nachgeschalteten Gasturbinen bestehenden Gasturbinenanlagen für den Betrieb von Heizungsanlagen bekanntgeworden, wobei die Abgase der Gasturbinenanlage als Verbrennungsluft den Feuerungen einer Dampferzeugungsanlage zugeführt werden können und die Kesselabgase für den Heizkreislauf ausgenützt werden. Bei der dort vorgesehenen wärmemäßigen Kopplung des Fleiznetzes mit dem Gasturbinensystem und dem Dampferzeuger ist demgemäß vorwiegend nur an eine Wärmeübertragung von den Rauchgasen des Dampferzeugers her gedacht, wobei daneben wasserführende Heizflächen (gegebenenfalls mit Verdampfung) die Wärme aus dem Dampfsystem den Rauchgasen entziehen und dem Heizsystem zuführen. Im Rahmen der Wärmeüberführung aus dem Dampfsystem in das Heizsystem ist dabei die Mög- lichkeit erwogen worden, mit dem im Dampfsystem erzeugten, insbesondere auf einen höheren Druck Crebrachten Dampf eine Gegendruckturbine zu betreiben, deren Abdampf über einen Wärmetauscher eine überführung von Wärme in das Heizsystem gestattet.
  • Es ist weiterhin bekannt, die Wärmeentnahme für das Heiznetz wahlweise vom Gasturbinensystem auf das Dampfkraftsystem umzuschalten. Dabei wird die zur übertragung von Wärme an das Dampfkraftsystern dienende Wärmetauscheranordnung ganz oder zum Teil zur Wärmeversorgung des Heiznetzes aus dem Dampfkraftsystem herangezogen oder mit herangezogen.
  • Eine solche Umschaltmöglichkeit ist wünschenswert, wenn man die Belastung des Gastarbinensystems einerseits und die Belastung des Dampfkraftsystems andererseits ändern möchte, ohne daß dabei große Wärmeverluste in Kauf genommen werden müssen. Um eine kombinierte Wärmekraftanlage wirtschaftlich betreiben zu können, ist es bekanntlich erforderlich, das Gaskraftsystern und das Dampfkraftsystem aufeinander abzustimmen, d. h. einen bestimmten Leistungsanteil dem Gaskraftsystem und den restlichen Anteil dem Dampfkraftsystem zuzuordnen. Dies gilt ün allgemeinen aber nur für eine bestimmte Belastung oder innerhalb eines bestimmten Belastungsbereiches mit hinreichender Annäherung. Wenn man auf andere Belastungszustände, vor allem auf Schwachlastbetrieb oder Spitzenlast übera - geht, bereitet die Erfüllung der geschilderten Bedin guno, aber Schwierigkeiten.
  • Noch weiter erschwert wird das Problem im vorliegenden Fall dadurch, daß die Belastung der beiden Systeme nur zu einem Teil für die Kraftgewinnunc, zu einem anderen Teil aber zur Speisung eines Heiznetzes ausgenutzt werden soll. Die dem Heiznetz an-ehörenden Wärineverbraucher stehen nicht oder nicht unmittelbar mit den Systemen der Kraftanlage in Verbindung, und man muß damit rechnen, daß von Fall zu Fall nicht nur hinsichtlich des Wärmebedarfes der an das Heiznetz angeschlossenen Wärmeverbraucher, sondern auch hinsichtlich der abzugebenden elektrischen Leistungen Schwankungen vorkommen können, die vielfach nicht gleichartio, verlaufen. Dies bedeutet einerseits, der Mög- lichkeit einer erhöhten Wärmelieferung in das Heiznetz bei geringerer Kraftmaschinenleistung nachzukom en, andererseits aber auch umgekehrt eine höhere elektrische Leistung bei verringerter Heizentnahme aufbringen zu müssen.
  • Bei den eingangs geschilderten bekannten kombinierten Kraftanlagen besteht zwar die Möglichkeit einer Umschaltung in dem Sinn, daß das Heiznetz wahlweise vom Gasturbinensystem und vom Dampfkraftsystem gespeist wird. Dabei müssen aber mitunter hohe Wärmeverluste in Kauf genommen werden. Diese Nachteile gilt es durch die Erfindung zu beseitigen. Auch die Erfindung bezieht sich auf eine ein Gasturbinensystein und ein Dampfkraftsyste-111 enthaltende Wärmekraftanlage, bei der Möglichkeiten einer übertragung von Wärme aus dem Gasturbinensysteni in das Dampfkraftsystem bestehen und - unter Ausnutzung der Abgaswärme des Gasturbinensystems im Sinne eines Heizkraftwerkes, bei dem in Wärmetauschem der Gasturbinenabgasstrom oder ein Teil desselben zur Aufheizung und gegebenenfalls Verdampfung eines als Wärineträger dienenden, innerhalb eines selbständigen Kreislaufes (Heiznetz) umgewälzten - Mediums, insbesondere Wasser, zur Versorgung von-Wärmeverbrauchern herangezogen wird - eine Unischaltmöglichkeit der Wärmeentnahme für das Heiznetz vom Gasturbinensystem auf das Dampfkraftsystem in der Weise vorgesehen ist, daß die zur übertragung von Wärme an das Dampfkraftsystem dienende Wärmeaustauscheranordnung ganz oder zum Teil zur Wärmeversorgung des Heiznetzes aus dem Dampfkraftsystem herangezogen oder mit herangezogen ist. Im Gegensatz zu den bekannten Anlagen ist aber erfindungsgemäß nunmehr die für das Heiznetz benötigte Wärme dem Dampfkraftsystem im Bereich der Regenerativvorwärinung entnommen. Erst dadurch werden die den geschilderten bekannten Anlagen anhaftenden Nachteile überw-unden und ein mit hoher Wirtschaftlichkeit bei stark voneinander abweichenden Betriebszuständen arbeitendes Heizkraftwerk geschaffen.
  • Die Erfindung gestattet dabei auch, ein besonders schwieriges Problem bei dieser die verschiedensten Belastungszustände umfassenden Verteilung von Wärme und Kraft zu bewältigen, nämlich bei Schwachlastbetrieb der Kraftanlage dem Heiznetz oße Wärmemengen zuzuführen. Bei normalem Be, trieb der Anlage kann man unter entsprechender Auslegung der Einzelsysteine des Kraftwerkes die Abwärme des Gasturbinensystenis ganz oder überwiegend zur Wärmeversorgung des Heiznetzes heranziehen, während die Dampfkraftanlage für sich allein arbeitet und keinen oder nur einen geringen Anteil der Abwärme aus der Gasturbinenanlage übernimmt. Innerhalb eines großen Belastungsbereiches können Gasturbinensysteme und Dampfkraftsysteme also in gewissem Sinne unabhängig voneinander arbeiten, wobei die Gasturbinenarlage so betrieben wird, daß die erzeugte Leistung an der Gasturbine nach Maßgabe des Wärmebedarfes im Heiznetz bestimmt wird. Die vom Kraftwerk geforderte Leistung wird dann so aufgebracht, daß der an der Gesamtleistung noch fehlende, nicht von der Gasturbine aufgebrachte Leistungsanteil von der Dampfkraftmaschine aufgebracht wird, so daß die Dampfkraftanlage ganz oder überwiegend die Leistungsregelung übernimmt.
  • Wenn jetzt eine erhöhte Leistung benötigt wird, also z. B. vorübergehend für eine gewisse Zeit Spitzenlast aufzubringen ist, kann man für diese Zeit zumindest einen Teil der in das Heiznetz vom Gasturbinensystem abzugebenden Wärme in der Weise umschalten, daß diese Wärme anstatt dem Heiznetz solange der Dampfkraftanlage zur Steigerung deren Kraftmaschinenleistung zugeführt wird. Die Wärmeversorgung des Heiznetzes kann dann beispielsweise mit Hilfe von Wärmespeichern oder zusätzlichen Wärmeerzeugern aufrechterhalten werden.
  • Die bekannten Anlagen versagen im Schwachlastbetrieb, wenn also die vom Wärmekraftwerk geforderte Leistung besonders gering ist, andererseits aber ein hoher Wärmebedarf seitens des Heiznetzes vorliegt, und können dann nicht mehr wirtschaftlich arbeiten. Wenn jetzt erfindungsgemäß die für das Heiznetz benötigte Wärme der Dampfkraftanlage im Bereich der Regenerativvorwärmung entnommen wird, so kann man unter Stillsetzung des Gasturbinensystems und Aufrechterhaltung eines Schwachlastbetriebes des Dampfkraftsystems große Dampfmengen aus den Turbinenanzapfungen entnehmen, so daß nur geringe Dampfmengen den Niederdruckteil der Turbine durchströmen und demgemäß auch nur geringe Dampfmengen in den Kondensator gelangen. Durch den auf diese Weise stark verringerten Dampfdurchsatz wird die Turbinenleistung stark herabgesetzt und der geforderte Schwachlastbetrieb erreicht, während andererseits große Entnahmedampfmengen zur Verfügung stehen, die für das Heiznetz nutzbar gemacht werden können. Wenn man statt dessen zur Wärmeübertragung an das Heiznetz etwa Abdampf einer Gegendruckturbine verwenden wollte, so würde sich die beabsichtigte Wirkung nicht erzielen lassen, da große Abdampfmenggen einer Gegendruckturbine nur bei entsprechend großer Turbinenleistung, nicht aber im Schwachlastbereich der Turbine entstehen.
  • Für die Wirtschaftlichkeit dieser Betriebsweise ist ausschlaggebend, daß der Entnahmedampf bereits Arbeit geleistet hat, also im Gegensatz zur Verwendung von Frischdampf, den man bei den bekannten Anlagen zur Wärmelieferung heranziehen müßte, einen geringeren wärinewirtschaftlichen Wert aufweist.
  • Eine Kondensations-Entnahmeturbine, bei der im mittleren Lastbereich bestimmte Entnahmedampfmengen aus den Anzapfungen zur Regenerativvorwärmun- hin abströmen und bei der im Spitzenlastbetrieb unter Verringerung der Entnahmedampfmengen eine größere Dampfmenge die Radkammern der Turbine bis zum Kondensator hin durchsetzt, kann jetzt für Schwachlastbetrieb so ausgenutzt werden, daß erhöhte Anzapfdampfmengen entnommen werden. Die Leistung der Dampfturbine geht damit in der gewünschten Weise zurück, während andererseits große Entnahmedampfmengen der Vorwärmanlage zugeleitet werden. Die im Dampfkraftsystem jetzt mehr benötigte erhöhte Wärmeinenge komm dann dem Heiznetz zugute.
  • An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel in seinen für die Erfindung wesentlichen Teilen in stark vereinfachter, zum Teil schematischer Darstellung. Dem Gasturbinensystern gehören die Gasturbine 1, die Brennkammer 2 und der Verdichter 3 an. Die durch den Verdichter 3 komprimierte und im Wärmetauscher 4 vorgewärmte Verbrennungsluft wird der Brennkammer 2 zusammen mit dem Brennstoff 5 zugeleitet. Die Abgase der Gasturbine 1 durchströmen zunächst den Wärmetauscher zur Aufwärmung der Verbrennungsluft und gelangen dann als Gesamt- oder als Teilstrom zum Wärmetauscher 6, in welchem das Medium für das Heiznetz aufgewärmt wird. Eine zusätzliche Beheizung 7 mit Luftzufuhr 8 und Brennstoffzufuhr 9 dient zur zusätzlichen oder vom Gasturbinenprozeß unabhängigen Aufwärmung des Mediums für das Heiznetz. Im Heiznetz 10 sind die Wärmeverbraucher durch das Symbol 11 versinnbildlicht, das Arbeitsmittel des Heiznetzes wird mit Hilfe einer Förderpumpe 27 umgewälzt. Gegebenenfalls können im Heiznetz 10 noch geeignete Wärmespeicher 31 vorgesehen sein.
  • Das Dampfkraftsystem ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Blockanlage dargestellt, bei dem Kessel und Kraftmaschine eine wärine- und regeltechnische Einheit bilden. Das Arbeitsmittel der Dampfkraftanlage wird vermittels der Kondensatpumpe 12 durch die mehrstufige Niederdruckvorwärmanlage 13 gefördert und gelangt zum Speisewasserbehälter 14. Mit 15 ist die Kesselspeisepumpe bezeichnet, von wo aus das Arbeitsmittel über die Hochdruckrea,enerativvorwärmstufen 16 zum Kessel 17 gelangt. Der Überhitzer ist mit 18, die Hochdruckturbine mit 19 und ein Zwischenüberhitzer mit 20 bezeichnet. 21 und 22 sind die Mitteldruck- und Niederdruckstufen der Dampfturbine. Die dargestellte Anlage ermöglicht für den Fall einer erhöhten Kraftmaschinenleistuno, eineWärmeübertragung, vom bl t2 Gasturbinensystem auf das Dampfkraftsystem, wobei zur Wärmeübertragung ein Wänneaustauscher 26 vorgesehen ist. Durch teilweises oder vollständiges öffnen der in den am Heiznetz abzweigenden Leitungen liegenden Ventile 23 und 24 kann ein Teilstrom des Heizkreislaufes dem Wärmetauscher 26 zugeleitet werden. Hierdurch kann entweder eine höhere Aufwärmung des Speisewassers der Dampfkraftanlage erfolgen, oder es wird die sonst durch Anzapfdampf beheizte Regenerativvorwärmung ganz oder zu einem beträchtlichen Teil durch die Aufwärmung aus dem Heiznetz ersetzt. Demzufolge kann die den Turbinenstufen 21 und 22 entnommene Anzapfdampfmenge wesentlich verringert werden, so daß eine größere Dampfmenge die niedrigeren Druckstufen der Turbine bis zum Turbinenkondensator 32 durchsetzt und auf diese Weise also eine Mehrleistung der Dampfturbine zustande kommt. Die Ankopplung des Heiznetzes an die Regenerativvorwärmung kann an eine oder mehrere oder gegebenenfalls auch alle Niederdruckgenerativvorwärmstufen erfolgen.
  • An Stelle eines einzigen Wärmetauschers 26 könnten gegebenenfalls auch einzelne Wärmetauscher in Parallel- oder Hintereinanderschaltung vorgesehen sein. So wäre es denkbar, daß z. B. für jede der einzelnen Niederdruck-Regenerativvorwärinstufen oder für wenige Stufen gemeinsam ein besonderer Wärmetauscher Verwendung finden könnte oder zumindest in einem gemeinsamen Gehäuse mehrere getrennte Wärmeaustauschflächen unterzubringen wären.
  • Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, den Wärinetauscher 26 mit dem Wärmetauscher 6 in geeigneter Weise zu vereinigen. Dies könnte z. B. in der Weise erfolgen, daß die Sekundärseite des Wärmetauschers 26 als tertiäre Wärineaustauschfläche im Wärinetauscher 6 mit untergebracht würde. Andererseits wäre es auch möglich, den Wärmetauscher 26 als Doppelwicklungswärmetauscher auszubilden.
  • Der Wärmefluß im Heiznetz ist durch die ausaezogen dargestellten Pfeile während des Betriebes unter alleiniger Wärmeversorgung aus dem Gasturbinensystem veranschaulicht. Der kühle Rücklauf von den Wärmeverbrauchem 11 strömt bei -eöffnetem Ventil 29 und geschlossenem Ventil 24 in Richtung des Pfeiles 33 unter Wirkung der Förderpumpe 27 in Richtung des Pfeiles 34 bei geöffnetem Ventil 35 und geschlossenem Ventil 36 zum Wärinetauscher 6. Das hierin aufgewärmte oder verdampfte Arbeitsmittel gelangt in Richtung des Pfeiles 37 bei geöffnetem Ventil 38 und geschlossenem Ventil 23 züi den Wärmeverbrauchern 11, wobei das Ventil 39 geöffnet sein muß.
  • Beim übergang auf erhöhte Last wird ein wählbarer Anteil der vom Wärmetauscher 6 abgegebenen Leistung vom Heiznetz abgezweigt und dem Wärmetauscher 26 zuoeführt. Durch teilweises oder vollständiaes öffnen der Ventile 23 und 24 gelangt nun für sich allein oder zusätzlich Arbeitsmittel des Heizkreislaufes in Richtung des Pfeiles 40 zum Wärme tauscher 26 und verläßt diesen in Richtung des Pfeiles 41 durch das mehr oder weniger weit geöffnete Ventil 24.
  • Erfindungsgemäß ist jetzt eine Umschaltmöglichkeit geschaffen, um über den Wärmetauscher 26 dem Dampfkraftsystem Wärme zu entziehen und dem Heiznetz nutzbar zu machen. Die Gasturbinenanlage wird dabei stillgesetzt. Wenn auch die Zusatzfeuerung in der Brennkammer 7 dann nicht betrieben wird, kann im Wärmetauscher 6 kein Wärmeübergang mehr stattfinden. Es werden dann die Ventile 35 und 38 geschlossen. Dafür wird jetzt bei geöffnetem Ventil 23 das Ventil 36 geöffnet, während das Ventil 24 geschlossen wird. Der Durchfluß vollzieht sich nun gemäß den gestrichelt gezeichneten Pfeilen 42, 43 und 44 in der Weise, daß das durch die Umwälzpumpe 27 geförderte Medium in Richtung der Pfeile 42 und 43 durch das geöffnete Ventil 36 zum Wärmetauscher 26 gelangt und diesen jetzt in entgegengesetzter Richtung durchströmt wie zuvor. Das Medium nimmt nun im Wärmeaustauscher 26 Wärme auf und gelangt in Richtung des Pfeiles 44 durch das Ventil 23 in den Verlauf des Heiznetzes. Die Dampfturbinenteile 21 und 22 liefern jetzt große Anzapfdampfinengen, wobei nur geringe Dampfmengen zum C Kondensator 32 hin abströmen. Die Kraftmaschinenleistung geht dabei stark zurück, während große Entnahmedampfmengen über die Vorwärmanlage 13 dem Wärmetauscher 26 zugeleitet werden, um von dort in das Heiznetz übergeführt werden zu können.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Ein Gasturbinensystem und ein Dampfkraftsystem enthaltende Wärmekraftanlage, bei der Möglichkeiten einer übertragung von Wärme aus dem Gasturbinensystem in das Dampfkraftsystem bestehen und - unter Ausnutzung der Abgaswärme des Gasturbinensystems im Sinne eines Heizkraftwerkes, bei dem in Wärmetauschern der Gasturbinenabgasstrom oder ein Teil derselben zur Aufheizung und gegebenenfalls Verdampfung eines als Wärmeträger dienenden innerhalb eines selbständigen Kreislaufes (Heiznetz) umgewälzten Mediums, insbesondere Wasser, zur Versorgung von Wärmeverbrauchern herangezogen wird - eine Umschaltmöglichkeit der Wärmeentnahme für das Heizmetz vom Gasturbinensystem auf das Dampfkraftsystem in der Weise vorgesehen ist, daß die zur übertragung von Wärme an das Dampfkraftsystem dienende Wärmetauscheranordnung ganz oder zum Teil zur Wärmeversorgung des Heiznetzes aus dem Dampfkraftsystem herangezogen oder mit herangezogen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die für das Heiznetz benötigte Wärme dem Dainpfkraftsystem im Bereich der Regenerativvorwärinung entnommen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: österreichische Patentschrift Nr. 204 334.
DE1962S0081806 1962-09-29 1962-09-29 Heiz-Kraftanlage mit Gasturbinensystem und Dampfkraftsystem Pending DE1233211B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1962S0081806 DE1233211B (de) 1962-09-29 1962-09-29 Heiz-Kraftanlage mit Gasturbinensystem und Dampfkraftsystem

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1962S0081806 DE1233211B (de) 1962-09-29 1962-09-29 Heiz-Kraftanlage mit Gasturbinensystem und Dampfkraftsystem

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1233211B true DE1233211B (de) 1967-01-26

Family

ID=7509905

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1962S0081806 Pending DE1233211B (de) 1962-09-29 1962-09-29 Heiz-Kraftanlage mit Gasturbinensystem und Dampfkraftsystem

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1233211B (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2354474A1 (de) * 2010-02-04 2011-08-10 Alstom Technology Ltd Heizkraftwerk mit Wärmespeicher und erhöhtem elektrischem Leistungsausgang
ITBS20100046A1 (it) * 2010-03-10 2011-09-11 Turboden Srl Impianto orc cogenerativo
CN103452611A (zh) * 2013-09-05 2013-12-18 上海电气电站设备有限公司 一种联合循环的热电联供系统
WO2013185909A1 (de) * 2012-06-12 2013-12-19 Linde Aktiengesellschaft Verfahren zum betreiben eines kraftwerks sowie kraftwerk
CN104456509A (zh) * 2014-11-26 2015-03-25 北京首钢国际工程技术有限公司 用于提高50mw燃气-蒸汽联合循环发电量的方法

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT204334B (de) * 1957-12-09 1959-07-10 Simmering Graz Pauker Ag Verfahren zur Verwertung der Abwärme von aus einem oder mehreren Freikolbengaserzeugern und einer oder mehreren diesen nachgeschalteten Gasturbinen bestehenden Gasturbinenanlagen für den Betrieb von Heizungsanlagen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT204334B (de) * 1957-12-09 1959-07-10 Simmering Graz Pauker Ag Verfahren zur Verwertung der Abwärme von aus einem oder mehreren Freikolbengaserzeugern und einer oder mehreren diesen nachgeschalteten Gasturbinen bestehenden Gasturbinenanlagen für den Betrieb von Heizungsanlagen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2354474A1 (de) * 2010-02-04 2011-08-10 Alstom Technology Ltd Heizkraftwerk mit Wärmespeicher und erhöhtem elektrischem Leistungsausgang
ITBS20100046A1 (it) * 2010-03-10 2011-09-11 Turboden Srl Impianto orc cogenerativo
WO2011111082A1 (en) * 2010-03-10 2011-09-15 Turboden S.R.L. Cogenerative orc system
US8800287B2 (en) 2010-03-10 2014-08-12 Turboden S.R.L. Cogenerative ORC system
WO2013185909A1 (de) * 2012-06-12 2013-12-19 Linde Aktiengesellschaft Verfahren zum betreiben eines kraftwerks sowie kraftwerk
CN103452611A (zh) * 2013-09-05 2013-12-18 上海电气电站设备有限公司 一种联合循环的热电联供系统
CN104456509A (zh) * 2014-11-26 2015-03-25 北京首钢国际工程技术有限公司 用于提高50mw燃气-蒸汽联合循环发电量的方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2632777C2 (de) Dampfkraftanlage mit Einrichtung zur Spitzenlastdeckung
EP2812542B1 (de) Energiespeicherkraftwerk und verfahren zum betreiben eines solchen kraftwerks
DE102016214447B4 (de) Kraftwerk mit Phasenwechselmaterial-Wärmespeicher und Verfahren zum Betreiben eines Kraftwerks mit Phasenwechselmaterial-Wärmespeicher
DE2640789A1 (de) Verfahren zum ausnutzen der in einem elektrizitaetswerk erzeugten waerme
CH621187A5 (de)
DE2555897A1 (de) Verfahren zum ausnutzen der ueberschusswaerme eines elektrizitaetswerks
DE1170423B (de) Verfahren und Anordnung zur Regelung der Dampftemperaturen in einem Zwangdurchlauf-dampferzeuger mit zwei im Rauchgaszug angeordneten Zwischenueberhitzern
DE2651900C3 (de) Dampfkraftanlage
DE19720881A1 (de) Kombikraftwerk mit Kraftwärmekopplung
DE2620023A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur speicherung von energie in kraftwerken
DE102014226837A1 (de) Variabel einsetzbares Wärmetauschersystem und Verfahren zum Betreiben eines Wärmetauschersystems
DE1233211B (de) Heiz-Kraftanlage mit Gasturbinensystem und Dampfkraftsystem
DE755525C (de) Dampfkraftanlage mit Abgabe von Dampf zu Heiz- und Kochzwecken
DE19853206C1 (de) Verfahren zur Kondensatanwärmung in einem Speisewasserbehälter eines Dampfkraftwerkes
DE2122063A1 (de) Abhitze-Dampferzeuger
DE19943782C5 (de) Gas- und Dampfturbinenanlage
DE1214701B (de) Anordnung einer Dampfkraftanlage
DE102016104538B3 (de) Thermisches Dampfkraftwerk mit verbesserter Abwärmenutzung und Verfahren zum Betrieb desselben
EP1584798B1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Kraft und Wärme
DE1201612B (de) Gasturbinen-Heizkraftanlage
DE1526896B2 (de) Warmekraftanlage
DE608470C (de) Dampfanlage mit Verwertung des Abdampfes der Dampfkraftmaschine zur Erzeugung von Warmwasser
DE1007780B (de) Dampfturbinenanlage mit Entnahme von Dampf fuer Heizung
DE531225C (de) Dampferzeugungsanlage mit Regelung des umlaufenden Abzapfdampfes
DE1247074B (de) Dampfkrafterzeugungsanlage mit einem Kernreaktor als Waermequelle und einem Gasturbinenprozess fuer Spitzenlast