DE45220C - Herstellung eines magnesiumhaltigen elektrolytischen Zinküberzuges auf Eisen und Stahl - Google Patents
Herstellung eines magnesiumhaltigen elektrolytischen Zinküberzuges auf Eisen und StahlInfo
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D3/00—Electroplating: Baths therefor
- C25D3/02—Electroplating: Baths therefor from solutions
- C25D3/56—Electroplating: Baths therefor from solutions of alloys
- C25D3/565—Electroplating: Baths therefor from solutions of alloys containing more than 50% by weight of zinc
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 48: Chemische Metallbearbeitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Mai 1887 ab.
Zur Herstellung eines elektrolytischen Niederschlages von Zink mit Magnesium, eines sehr
wirksamen und dauerhaften Schutzmittels gegen den Rost, bereitet man die Lösung auf folgende
Weise:
Man löst auf 100 kg Wasser ein Gemenge
von 8 kg schwefelsaurem Zinkoxyd, 4 kg schwefelsaurem Magnesium und 20 bis 30 g Quecksilberchlorid oder ein anderes in Wasser
lösliches Quecksilbersalz. Als Anode nimmt man eine Zinkplatte, welche der Kathode angemessen
grofs ist. Die Stromstärke regulirt man ebenfalls nach der Gröfse der Kathode und ist für 1 qm Flächengröfse ca. 25 Ampere
X 2 Volt erforderlich. ■
Zum Ueberziehen von geschliffenen und polirten Gegenständen mit einem Zinkmagnesiumüberzug
bereitet man die Lösung auf folgende Weise: Man löst in siedendem Wasser ein Gemenge von 5 Theilen schwefelsaurem Zinkoxyd
, 2 Theilen ' schwefelsaurem Magnesium und ι bis 4 Theilen Chlorammonium, so viel
als sich auflösen läfst, läfst erkalten und auskrystallisiren.
Diese auskrystallisirten Doppelsalze von Zinkammoniak und Magnesiumammoniak benutzt man zur Herstellung eines
Bades, und zwar auf 100 kg Wasser 6 kg dieser Doppelsalze und eine geringe Menge
einer organischen Säure, so dafs die Lösung etwas sauer reagirt; von den organischen Säuren
sind hierzu die Citronen- und Weinsäure am besten geeignet. Als Anode benutzt man auch
hier eine Zinkplatte von der Gröfse der Kathode. Die Stromstärke ist hier etwas schwächer als
bei ersterer Lösung zu nehmen. Will man aber einen Zinkniederschlag mit einem gröfseren
Gehalt an Magnesium herstellen, so wendet man folgendes Verfahren an und benutzt eine
folgendermafsen bereitete Lösung: Man bringt ein Gemenge von 2 Theilen Chlorammonium
und ι Theil schwefelsaurem Magnesium in siedendem Wasser zur Concentration, läfst erkalten
und auskrystallisiren. Von diesem Doppelsalz löst man in kaltem Wasser so viel, als
sich auflösen läfst, und säuert dann mit einer organischen Säure etwas, an, am besten mit
Citronen- oder Weinsäure. Aus dieser Lösung kann man nun mit einer unlöslichen Anode
und Anwendung eines kräftigen Stromes metallisches Magnesium ausfällen. Zur Abscheidung
einer Zinkmagnesiumlegirung in diesem Bade benutzt man eine Zinkanode entweder direct
im Bade oder indirect, nachdem man sie in eine poröse Thonzelle gesetzt, mit derselben
Flüssigkeit gefüllt und dann in das Bad gesetzt hat. Es richtet sich nun ganz nach der Porosität
und Stärke der Thonzelle und Stärke des angewendeten Stromes, wie viel bei der Diffusion Zink durch die poröse Scheidewand
geht, und demnach richtet sich auch der Gehalt an Zink in dem Magnesiumniederschlage.
In dieser letzteren Lösung können nach dem angegebenen Verfahren auch andere Metalle,
als Kupfer, Nickel, Zinn etc., mit Magnesium legirt erhalten werden.
Die Stromstärke hierzu richtet sich ebenfalls nach der Gröfse der Kathode und erfordert
auf ι qm Fläche ebenso viel Strom wie bei
der ersten Lösung. Sämmtliche hier beschriebenen Lösungen müssen von Zeit zu Zeit durch
Zusatz in den angegebenen Gewichtsverhält-' nissen ergänzt werden.
Zu diesem Zweck wird das neu angesetzte Bad mit einem Scala-Aräometer gemessen und
bei der Arbeit in gleicher Concentration gehalten.
Die zu überziehenden Gegenstände müssen alle vorher entweder mit verdünnter Säure gebeizt
oder mit dem Sandstrahlgebläse abgeblasen, mit kaustischer Lauge abgelaugt und, in reinem Wasser abgespült, sofort in die
Lösung gebracht werden.
Eigenschaften dieser neuen Verzinkung bezw. Vortheile des Magnesium- und Quecksilbersalzes
bei der galvanischen Verzinkung sollen die folgenden sein:
Alle bis jetzt existirenden Angaben über die galvanische Verzinkung haben sich als völlig
werthlos erwiesen, da man danach keinen Gegenstand völlig tadellos verzinken konnte;
die dabei auftretenden Uebelstände sind (nach Angabe des Erfinders) folgende: Die in eine aus
sauren Zinksalzen bereitete Lösung zum Verzinken gebrachten Eisen- oder Stahlwaaren oxydiren
sich, und der darauf erhaltene Niederschlag ist nicht festhaftend und dauerhaft; der selbst
auf glatten Flächen gefällte Zinkniederschlag ist nicht gleichmäfsig, sondern fleckig, und auf gufseiserne
Gegenstände, welche nur 2 cm vertieft sind, bildet sich in den vertieften Stellen gar
kein regulinischer Zinkniederschlag, sondern nur ein grauer Schlamm, und nach dem Entfernen
desselben kommt das blofse Eisen zum Vorschein.
Die Vortheile dieser neuen Verzinkung sind dagegen sehr bedeutend, und erst jetzt ist es möglich,
auf galvanischem Wege eine tadellose, beliebig starke und solide Verzinkung zu erzeugen.
Dieselbe wird hauptsächlich durch den Zusatz von Magnesium- und Quecksilbersalzen
erreicht, indem durch das Magnesiumsalz die Lösung zur genügenden Leitung die nöthige Concentration erhält, ohne dabei stark
sauer wie aus reinem Zinksalz zu sein. Aufserdem wird mit dem Zink in den hier beschriebenen
ersten zwei Arten Lösungen eine geringe Menge Magnesium in feiner, gleichmäfsiger Vertheilung
abgeschieden, wodurch der Zinkniederschlag bedeutend härter und widerstandsfähiger
wird.
Durch den Zusatz von löslichen Quecksilbersalzen erhält man einen durchweg gleichmäfsigen,
schön weifsen Niederschlag; selbst bei den complicirtesten Eisengufsgegenständen
setzt sich in den Vertiefungen regulinisches Metall in beliebiger Stärke an, indem der
Uebelstand der Flecken- und Schlammbildung dadurch ganz fortfällt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zur Erzeugung magnesiumhaltiger elektrolytischer Zinküberzüge auf Eisen und. Stahl die Anwendung eines Bades, bestehend aus einer Lösung von Zink und Magnesiumsulfat und Quecksilberchlorid oder von Zinkammonium-Magnesiumammoniumsulfat, in Verbindung mit Citronen- oder Weinsäure.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45220C true DE45220C (de) |
Family
ID=320404
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45220D Expired - Lifetime DE45220C (de) | Herstellung eines magnesiumhaltigen elektrolytischen Zinküberzuges auf Eisen und Stahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45220C (de) |
-
0
- DE DENDAT45220D patent/DE45220C/de not_active Expired - Lifetime
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