DE45207C - Skoliosen-Apparat - Google Patents
Skoliosen-ApparatInfo
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
- A61F5/00—Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
- A61F5/01—Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
- A61F5/02—Orthopaedic corsets
- A61F5/024—Orthopaedic corsets having pressure pads connected in a frame for reduction or correction of the curvature of the spine
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zur Behandlung von Rückgratsverkrümmungen
(Skoliose), und zwar zeichnet sich der Apparat dadurch aus, dafs er sowohl gegen rechtsseitige, als auch linksseitige Krümmung
und auch bei gleichzeitiger spiralförmiger Verdrehung der Wirbelsäule anwendbar ist.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus zwei Theilen, dem Beckenstück und dem
Thoraxstück. An ersterem ist eine Hülse befestigt , welche das zur Verbindung beider
Theile dienende Schienengestänge aufnimmt. Diese Verbindungstheile bilden das Wesentliche
in der Einrichtung des Apparates, insofern als dieselben eine allen Verkrümmungsarten entsprechende
gegenseitige Einstellung des Thoraxstückes zum Beckenstück ermöglichen, und zwar durch:
1. Drehung um die Längsachse,
2. Drehung um die sagittale Achse ss, Fig. 5.
3. Hebung und Senkung des Thoraxstückes,
4. seitliche Verschiebung des Thoraxstückes zum Beckenstück.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι den Apparat in vorderer Ansicht bei
gerader Stellung der beiden Theile zu einander; Fig. 1 zeigt die hintere Ansicht des
Apparates, Fig. 3 den Apparat bei Verdrehung des Thoraxstückes um die sagittale Achse s s,
Fig. 4 in Ansicht die Verbindungstheile von Thoraxstück und Beckenstück; Fig. 5 ist ein
Verticalschnitt durch diese Verbindungstheile, Fig. 6 ein Horizontalschnitt nach x-x, Fig. 4;
Fig. 7 und 8 zeigen in gröfserem Mafsstabe die Verbindung an der sagittalen Achse ss.
Der Stahlbügel a, welcher dem Thoraxstück A die Form sichert, ist hinten in der
Mitte schienenartig verbreitert. In diesem Their α1 sind, über einander stehend, zwei
Stifte b befestigt, an welchen sich eine mit Längsschlitz c versehene Schiene d führt, Fig. 4
und 5. Die Stifte b stehen etwas über die Oberfläche der Schiene d vor und sind hier
mit Schraubengewinde versehen, auf welches die zum Festklemmen der Schienen d dienenden
Muttern b1 aufgeschraubt werden. Das untere, etwas abgebogene Ende der Schiene d
ist zu einem Auge dl erweitert, welches um eine hinten mit Flantsch e1 versehene Scheibe e
drehbar ist, die auf der vorderen Seite zwei Zapfen / trägt, Fig. 7 und 8.
Auf diesen beiden Zapfen führt sich der mit einem entsprechenden Schlitz g1 versehene Querarm
g der T-förmigen Schiene h, welche das eigentliche Verbindungsglied zwischen dem
Thoraxstück A und dem Beckenstück B bildet. Die Sicherung der Lage zwischen dem Querarm g und der Scheibe e bezw. den Zapfen/
erfolgt mittelst der Schraube i, welche in das in der Mitte der Scheibe e vorgesehene Muttergewinde
eingeschraubt wird. Die geometrische Mittellinie ss dieser Schraubet stellt die oben
bereits mehrfach erwähnte sagittale Achse dar.
Der verticale Schenkel der T-förmigen Schiene h endigt unten in eine Hülse hl, in
welcher mittelst der Oese i1 ein Zapfen k befestigt
ist, der sich in der am Stahlbügel / des Beckenstückes B befestigten Hülse m führt.
Das unten aus der Hülse m vortretende Ende des Zapfens k trägt eine zweite Oese i'2. Die
Hebung des Zapfens k in der Hülse m wird durch die Schraube η verhindert.
Claims (4)
1. kann das Stück A mit den Verbindungsschienen um den Zapfen k gedreht werden;
2. kann " nach Lösen der Schraube i das Thoraxstück A mittelst des Auges d1 um die
Scheibe e, d. h. um die sagittale Achse gedreht und dann durch Anziehen der Schraube i in
dieser Lage festgestellt werden;
3. kann das Thoraxstück nach Lösen der Schraubenmuttern b1 an der Schiene d in der
Höhenlage verstellt werden;
4. kann das Thoraxstück nach Lösen der Schraube i an dem Querarm g nach der
rechten oder linken Seite verschoben und in geeigneter Lage durch Anziehen der Schraube i
festgelegt werden.
Durch diese vielseitige Verstellbarkeit zwischen dem Thoraxstück A und dem Beckenstück B
ist es möglich, den Apparat in rationeller Weise gegen die verschiedenartigsten mehr oder
minder starken Rückgratsverkrümmungen anzuwenden, indem der Apparat im Anfang der
Rückgratsverkrümmung nahezu angepafst und dann von Zeit zu Zeit in eine sich der normalen
Stellung immer mehr nähernde Lage gebracht wird.
Erfahrungsgemäfs bestehen die Verkrümmungen der Wirbelsäule nicht allein in einer seitlichen
Abweichung von der normalen Längsachse, sondern zumeist gleichzeitig auch in einer spiralförmigen Verdrehung der Wirbelsäule.
Beim Anlegen des Apparates wird sich das Thoraxstück A mit den Verbindungsschienen daher entsprechend dieser Verdrehung
um den Zapfen k aus der normalen Lage verdrehen.
Um nun auch diese spiralförmige Verdrehung der Wirbelsäule bei Behandlung mit dem vorliegenden
Apparat nach und nach beseitigen zu können, ist an dem Apparat noch eine Vorrichtung
angebracht, welche die Verbindungsschienen mit dem Thoraxstück beständig in die. normale Lage zum Beckenstück zurückzudrehen
strebt.
Die Vorrichtung ist aus Fig. 4 und 6 ersichtlich. Dieselbe besteht aus einer mit
Schlitz o1 versehenen Schiene o, welche mittelst
der Schrauben ρ auf dem zur Verbindung der Hülse m mit dem Stahlbügel / dienenden
Sattel <7 befestigt wird. In dem Schlitz ο>
führt sich ein Schieber r, welcher am oberen Ende mit einer halbrunden Nuth r1 versehen ist und
darunter eine Bohrung mit dem Muttergewinde für eine in dem aufgebogenen Ende der
Schiene 0 gelagerte Schraubenspindel t enthält. Durch Drehen der letzteren kann der Schieber
r also auf der Schiene 0 hin- und hergeschoben werden.
Um die Nuth r1 des Schiebers r ist'eine
Spiralfeder u herumgelegt, deren Enden in die im Zapfen k befestigten Oesen i1 und P eingehakt
sind. Durch Vor- bezw. Zurückschrauben des Schiebers r läfst sich die
Spannung der Spiralfeder u nach Belieben verändern. Diese Spiralfeder strebt alsdann mit
gröfserer oder geringerer Kraft, den Zapfen k beständig nach der Seite des Schiebers r hin
in der Hülse m zu drehen, und wirkt hierdurch der in entgegengesetzter Richtung verdrehten
Wirbelsäule entgegen. Der in Fig. 4 und 6 dargestellten Lage der Spiralfeder entspricht
also eine Rechtsverdrehung der Wirbelsäule.
Ist eine Linksverdrehung der Wirbelsäule zu behandeln, so wird die Schiene 0 mit der
Spiralfeder u nach der entgegengesetzten Seite gebracht und auf dem gegenüberliegenden Blatt
des Sattels q festgeschraubt, wie dies die punktirten Linien in Fig. 4 andeuten. Ist eine gleichzeitige
spiralförmige Verdrehung der Wirbelsäule nicht vorhanden, und demnach zur Behandlung
der seitlichen Rückgratsverkrümmung nur ein seitlicher Gegendruck erforderlich, so
kann die Schiene 0 mit der Spiralfeder u ganz abgenommen werden. Die normale Lage
zwischen der Verbindungsschiene h und dem Beckenstück wird alsdann durch eine Schraube ν
gesichert, welche, wie Fig. 5 veranschaulicht, durch einen Schlitz der Hülse m hindurch in
einer entsprechenden, mit Muttergewinde versehenen Bohrung des Zapfens k festgeschraubt
wird.
Die Fig. 9, 10 und 11 veranschaulichen in
Ansicht, Verticalschnitt und Horizontalschnitt eine vereinfachte Abart der Vorrichtung zur
Veränderung der Spannung der Spiralfeder ti1. Der Zapfen k endigt hier in ein Achtkant k1,
auf welches ein Hebel tl aufgesetzt ist, der mit dem einen Ende der Spiralfeder u verbunden
ist. Das andere Ende der letzteren ist mit dem Beschlag Z des Beckenstückes verbunden.
An Stelle des Achtkants kl könnte auch eine andere stellbare Verbindung zwischen
k und t1 gewählt werden. ■ Es ist ersichtlich,
dafs durch Umsetzen des Hebels tl auf dem
Achtkant nach der einen oder anderen Richtung hin die Spannung der Spiralfeder w1 verstärkt
oder verringert werden kann. Die Spiralfeder kann nach der einen oder anderen Seite umgelegt
werden.
Patenτ-AnSprüche:
i. Ein Apparat zur Behandlung von Rückgratverkrümmungen,
bestehend aus zwei getrennten Theilen: dem Thoraxstück (A) und dem Beckenstück (B), in Verbindung
mit einer verstellbaren Schiene (d) mit
Auge (dl), einer den Drehzapfen für letzteres
bildenden Scheibe (e), an welcher der Querarm (g) einer T-förmigen Schiene (h) verstellbar
ist, deren unteres Ende als Zapfen (k) in einer am BeckenstUck befestigten Hülse(m)
drehbar ist, derart, dafs das Thoraxstück gegen das Beckenstück a) um die Längsachse
der Wirbelsäule, oder b) um die sagittale Achse s s gedreht, oder c) in der
Höhenrichtung, oder d) seitlich in frontaler Richtung nach rechts oder links verschoben
werden kann, wobei auch zwei oder mehrere der genannten Einstellungen (Verdrehung
oder Verschiebung) gleichzeitig ausführbar sein können.
2. Bei dem durch Anspruch i. gekennzeichneten Apparat eine Vorrichtung, durch
welche bei Behandlung von gleichzeitig spiralförmig verdrehten Krümmungen der Wirbelsäule eine beständige Gegendrehung
des Thoraxstückes zum Beckenstück herbeigeführt wird, bestehend aus der nach rechts
und links umlegbaren geschlitzten Schiene (o) mit verstellbarem Schieber (rr1) und der
um letzteren . herumgelegten, an den Zapfen (k) angreifenden Spiralfeder (uj,
Fig. 4 und 6, bezw. der nach rechts und links umlegbaren Spiralfeder (ul) und dem
am Zapfen (k) verstellbaren' Hebel (t1), Fig. 9 und io.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45207C true DE45207C (de) |
Family
ID=320392
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45207D Expired - Lifetime DE45207C (de) | Skoliosen-Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45207C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005023157A3 (en) * | 2003-09-05 | 2005-06-09 | Hadasit Med Res Service | Derotational brace for treatment of idiopathic scoliosis |
-
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- DE DENDAT45207D patent/DE45207C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005023157A3 (en) * | 2003-09-05 | 2005-06-09 | Hadasit Med Res Service | Derotational brace for treatment of idiopathic scoliosis |
| US7766850B2 (en) | 2003-09-05 | 2010-08-03 | Hadasit Medical Research Services & Development Limited | Derotational brace for treatment of idiopathic scoliosis |
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