DE45091C - Verfahren zur Herstellung von Intarsien - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von IntarsienInfo
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- DE45091C DE45091C DENDAT45091D DE45091DA DE45091C DE 45091 C DE45091 C DE 45091C DE NDAT45091 D DENDAT45091 D DE NDAT45091D DE 45091D A DE45091D A DE 45091DA DE 45091 C DE45091 C DE 45091C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
- B44C1/00—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
- B44C1/26—Inlaying with ornamental structures, e.g. niello work, tarsia work
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. März 1888 ab.
Das bisherige Verfahren zur Herstellung von Intarsiaplatten ist ebenso zeitraubend wie umständlich;
es besteht darin, dafs man zwei oder mehrere verschiedenfarbige Fournierplatten über
einander legt, zusamrnen musterartig ausschneidet (Laubsäge) und darauf die Ausschnitte gegen
einander auswechselt und unter genauem Aneinanderpassen der einzelnen Stücke auf Papier
klebt.
Das von mir angewendete Verfahren vermeidet das zeitraubende Einsetzen der Musterausschnitte,
weil beidemselben nur eineFournierplatte ausgeschnitten wird, worauf man diese
von ihren Abfällen befreite gemusterte Platte auf und in eine volle, andersfarbige Platte einprefst.
Durch diese Pressung gelangt die Oberfläche der Musterplatte mit derjenigen der Grundplatte in eine Ebene und bildet eine
vollständig echte und durch das zwischen beiden Platten angewendete und eingefügte
Bindemittel dauernd haltbare Intarsiaplatte.
Das Wesentliche des Verfahrens ist also das, dafs ich eine durch Ausschneiden gemusterte
Platte mit einer vollen, also ungemusterten Holzplatte durch Aufeinanderlegen combinire
und durch Druck in eine Oberflächenebene presse, wobei das zwischen die Platten gebrachte
Bindemittel dauernd die Vereinigung bewirkt.
Das neue Verfahren ist folgendes:
Ich bestreiche die als Arabeskenausschnitt dienenden Fourniere einseitig mit einem bei gewöhnlicher Temperatur trocknen Leim bezw. Bindemittel, presse nach dem Trocknen eine Anzahl solcher Fournierplatten durch Druckschrauben fest an einander und schneide das ganze Packet nach der gewünschten Zeichnung mittelst einer Decoupirsäge aus. Eine dieser auf solche Weise erhaltenen Verzierungsplatten, beispielsweise aus Nufsbaumfournier, lege ich auf eine als Grundfläche dienende volle Platte von beliebiger Stärke und bringe beide Platten zwischen die erwärmten Druckplatten einer starken Presse, in der sie einem starken Druck ausgesetzt werden.
Ich bestreiche die als Arabeskenausschnitt dienenden Fourniere einseitig mit einem bei gewöhnlicher Temperatur trocknen Leim bezw. Bindemittel, presse nach dem Trocknen eine Anzahl solcher Fournierplatten durch Druckschrauben fest an einander und schneide das ganze Packet nach der gewünschten Zeichnung mittelst einer Decoupirsäge aus. Eine dieser auf solche Weise erhaltenen Verzierungsplatten, beispielsweise aus Nufsbaumfournier, lege ich auf eine als Grundfläche dienende volle Platte von beliebiger Stärke und bringe beide Platten zwischen die erwärmten Druckplatten einer starken Presse, in der sie einem starken Druck ausgesetzt werden.
Durch die Wärme wird sowohl der Leim der Musterplatte klebrig, wie auch gleichzeitig
die Oberfläche der Grundplatte weich und eindrucksfähig, und es findet eine innige Verbindung
zwischen Musterplatte und Grundplatte statt, wobei zugleich durch den starken
Druck und die Wärme die Verzierungsplatte in die volle Grundplatte eingeprefst wird, deren
freistehende Flächen gewissermafsen bis zur Höhe der Musterplattenoberfläche emporquellen. Die
Operation ist damit beendet und eine glatte echte Intarsiaplatte hergestellt.
Man kann eine gröfsere Anzahl von Fournierplatten zusammenspannen und gleichzeitig ausschneiden,
und zwar insbesondere auch deshalb, weil wegen der leichteren Handhabung der ein Ganzes bildenden Musterplatte dünnere
Fourniere gewählt werden können, als bei der mühseligen Zusammensetzoperation der einzelnen
zerbrechlichen Musterstückchen zulässig ist. Ferner kann man, da nur die positiven
oder negativen Musterplatten gebraucht werden, die nicht benutzten Theile beliebig durchbohren,
wodurch die Anbringung einer beliebigen Anzahl von Druckschrauben und somit das feste Zusammenspannen einer grofsen
Claims (1)
- Anzahl von Fournieren auf einmal möglich wird.Die so hergestellte Intarsiaplatte entspricht in Exactheit der Ausführung dem bisherigen Intarsiaproduct, da der Musterausschnitt sich völlig in die volle ungemusterte Grundplatte, die aus einer oder mehreren auf einander liegenden Platten bestehen kann, eindrückt und eine völlig ebene Oberfläche resultirt. Die gemusterte Platte kann man auch auf die fertige Füllung einer Thür auf- und einpressen und so den Gebrauchsartikel in einer Operation herstellen.Die Zusammensetzung kann nicht nur zwischen erwärmten, sondern auch zwischen kalten Druckplatten vor sich gehen, wenn man z. B. die gemusterte Platte nach dem Ausschneiden erst mit nassem Leim versieht, oder wenn man denselben trocknen läfst und später die Grundplatte anfeuchtet, so dafs der dadurch flüssig werdende Leim der gemusterten Platte die Verbindung beim Pressen herbeiführt.Doch geben diese Methoden kein so vollkommenes Product. Ebenso kann ich auf diese Weise eine beliebig starke Grundplatte auf ihren beiden Seiten mit gleichen oder verschiedenen Intarsiamustern in einer Druckoperation versehen. Es ist nicht nöthig, dafs diese gemusterten Platten aus Holzfournier bestehen müssen, vielmehr können in derselben Weise Metallplatten, Elfenbeinplatten und andere Platten musterartig ausgeschnitten und auf ungemusterte Platten, welche letztere aber stets durch Wärme oder Feuchtigkeit prefsfähig werden, also eine gewisse Elasticität haben müssen, auf- und eingeprefst werden.Es ist ferner nicht nöthig, dafs die Musterausschnitte nur durch Laub- oder Decoupirsäge hergestellt werden. Dieselben können auch durch Pressen, Schneiden, Walzen, Stanzen erzeugt werden, und letzteres bei meinem Verfahren deshalb, .weil gerade durch das Hineinpressen die Anwendung auch konischer Schnitte möglich wird.Pateνt-Anspruch:Das Verfahren, eine Intarsiaplatte dadurch herzustellen, dafs man eine durch Ausschneiden gemusterte Platte unter Einschaltung eines Bindemittels durch Druck auf und in eine' volle, also ungemusterte Grundplatte (bezw. Platten) so einprefst, dafs die ausgeschnittene Musterplatte zu einer vollen Intarsiaplatte ergänzt wird durch die freigebliebenen, in die Ebene des Musters emporquellenden Flächen der Grundplatte, wobei gleichzeitig die dauernde Verbindung erfolgt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45091C true DE45091C (de) |
Family
ID=320280
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45091D Expired - Lifetime DE45091C (de) | Verfahren zur Herstellung von Intarsien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45091C (de) |
-
0
- DE DENDAT45091D patent/DE45091C/de not_active Expired - Lifetime
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