DE450704C - Selbsttaetig arbeitende Kleinmuehlenanlage - Google Patents
Selbsttaetig arbeitende KleinmuehlenanlageInfo
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- DE450704C DE450704C DESCH72799D DESC072799D DE450704C DE 450704 C DE450704 C DE 450704C DE SCH72799 D DESCH72799 D DE SCH72799D DE SC072799 D DESC072799 D DE SC072799D DE 450704 C DE450704 C DE 450704C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C23/00—Auxiliary methods or auxiliary devices or accessories specially adapted for crushing or disintegrating not provided for in preceding groups or not specially adapted to apparatus covered by a single preceding group
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
Description
Es gibt selbsttätig arbeitende Kleinmühlenanlagen, in denen die zur Herstellung eines den
Erzeugnissen derneuzeitlich eingerichteten Handelsmühlen
gleichwertigen Mehles erforderlichen Mahlwalzen und Sichter beiderseits einer Becherwerkgruppe
in einem Gehäuse untergebracht sind.
Beim Gegenstand vorliegender Erfindung ist die Becherwerkgruppe nach zwei Seiten gleichzeitig
wirkend ausgebildet, woraus sich der Vorteil ergibt, daß auf kleinster Grundfläche
möglichst viele Becherwerke dicht nebeneinander angeordnet werden können. Ein weiterer Vorteil
besteht darin, daß auch die einzelnen Passagen geteilt und nahe aneinandergebracht
werden können, wodurch ein Haupterfordernis des Kleinmühlenbaues, die möglichst geringe
Raumeinnahme der Anlage, gefördert wird.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in Ausführungsbeispieien dargestellt,
und zwar zeigen die Abb. 1 und 3 Längsseitenansichten
mit teilweisen Schnitten, während Abb. 2 Teile einer Abänderung in Längsschnitten
und Abb. 4 und 5 eine zweite Ausführungsform des Becherwerks in größerem Maßstabe darstellen.
In dem Mühlengehäuse 1 sind Walzenstühle und Sichter angeordnet, und zwar ist 3 eine
schnellaufende Schrotwalze auf der einen Gehäuseseite und 4 eine ebenfalls schneilauf ende
Ausmahlwalze auf der anderen Gehäuseseite. 5 und 6 sind schwingbar gelagerte, langsam
laufende Gegenwalzen. Die Walzen 3 und 5 sind in sieben, die Walzen 4 und 6 in fünf Passagen
geteilt. Über diesen Walzenstühlen sind die Sichter 36, 37 auch auf beiden Gehäuseseiten
angeordnet, welche durch Kettentriebe 24 bzw. 25 von den Walzen 3 und 4 angetrieben werden.
Auf jeder Seite sind zwei Reihen Sichter übereinander angeordnet, von denen jede in eine
Anzahl Passagen unterteilt ist. Die Sichter 36 sind Schrotsichter, die Sichter 37 Mehlsichter.
Zwischen den Sichtern und Walzenstühlen ist nun bei vorliegender Erfindung ein Doppelbecherwerk
angeordnet. Dasselbe ist in fünfzehn Passagen geteilt und kann in zwei nebeneinander
oder ineinander laufenden Reihen von Bechersystemen angeordnet sein. Es besitzt zwei obere
und zwei untere Wellen 55 (Abb. 3, 4, und 5), von denen eine der oberen durch einen Kettentrieb
56 (Abb. 1) von einer der Sichterwellen 26 aus angetrieben wird. Die beiden oberen Wellen
55 sind durch einen Zahnrädertrieb 57 (Abb. 4 und 5) verbunden. Je nach der gewünschten
Anordnung der Bechersysteme sind die Wellen 55 nebeneinander, wie in Abb. 3, oder untereinander,
wie in Abb. 4 und 5, gelagert. Diese letztere Anordnung besitzt den Vorteil engster
Bauart, so daß die übrigen Arbeitsgruppen der Mahlanlage besonders günstig auf kleinstem
Raum angeordnet werden können. Jedes Bechersystem hat in bekannter Weise ein über
die auf den Wellen 55 sitzenden Scheiben 58 laufendes Gurtband 59, an dem die Becher 60
befestigt sind. Sie können so auf die Wellen 55 verteilt werden, daß sie das aufwärts beförderte
Mahlgut je nach Erfordernis nach der Schrotoder Ausmahlwalze abgeben.
Auf einer von einer der oberen Becherwerkwellen 55 unter Zwischenschaltung einer die
Bewegung verlangsamenden Räderübersetzung 66 (Abb. 3) mittels Kettentrieb 67 angetriebenen
Welle 68, die ihre Bewegung auf die Welle 68 des Filters der anderen Seite mittels Kettentriebs
69 überträgt, sitzen die Scheiben 70 (Abb. 1), welche Daumen 71 und seitlich Nocken 72
tragen. Durch Nocken 72 wird ein um einen Bolzen 73 (Abb. 2) schwenkbarer Schieber 74
betätigt, da der Stift 75 des letzteren im Bewegungsbereich des Nockens 72 liegt. Bei'jeder
Umdrehung der Scheibe 70 wird der Schieber 74 einmal kurze Zeit seitlich um seinen Bolzen 73
geschwenkt und gibt dabei eine Öffnung 76 der Filterzwischenwand 77 frei. Ein Rohr 78 verbindet
den Schlauch 79 des Filters mit der Außenluft. Zwischen den beiden Filtern ist ein
Ventilator 80 (Abb. 3) angeordnet, der durch ein Saugrohr 81 mit ihnen verbunden ist und
seinen Antrieb mittels Kettentriebs von einer der oberen Sichterwellen 26 erhält.
Die Arbeitsweise ist folgende: Das geschälte Getreide gelangt durch Kanal 83
(Abb. 2) zur Passage b, wo es durch das zugehörige Becherwerk emporgehoben und durch
einen hinter den Sichtern befindlichen Kanal der Schrotwalzenpassage 3a zugeführt wird.
Das auf dieser erstmalig geschrotene Gut wird nun durch das Becherwerk der Passage α der
Schrotsichterpassage I zugeführt, wo der Grieß mittels des Siebmantels 31 (Abb. 3) ausgeschieden
wird. Die noch nicht fertig geschrotenen Körner gelangen auf die Walzenpassage 32,
(Abb. 2), das hier gewonnene Gut gelangt durch Becher in die Sichterpassage II. Dieser Vorgang
wiederholt sich in den folgenden Passagen sechsmal, bis die ausgeschrotene Kleie durch Kanal84
(Abb. 1) auf den abgeschlossenen Förderboden 85 (Abb. 2) der Grießputzvorrichtung und über
diesen zur Austrittsöffnung 86 gelangt, wo sie abgesackt wird. Sämtliche in den Sichtern ausgesonderten
Grieße werden der Förderschnecke 38 (Abb. 1) zugeführt, die sie zur Becherwerk- 6u
passage c befördert. Auf dieser gelangen die Grieße zu den Sichterpassagen VII und VIII,
wo sie in zwei Sorten getrennt und von dort gesondert auf je ein Sieb 21 und 22 der Grießputzmaschine
20 geführt werden. Von der Grießputzmaschine gelangen die Grieße durch Kanal 88 (Abb. 1) zur Becherwerkpassage d, auf
dieser zur Walzenpassage 3^ und von dort als feine Grieße zur Becherwerkpassage e, durch
welche sie auf die andere Seite der Mahlanlage, und zwar auf eine Glattwalzenpassage 4, befördert
werden. Ebenso wie bei den Schrotwalzen 3 wird das Mahlgut nach Durchgang durch die Mahlwalzen durch die Becher zu den
Mehlsichterpassagen 37 (Abb. 1) befördert, wo jedesmal das Mehl ausgeschieden und das nicht
vollständig vermahlene Gut auf die nächste Walzenpassage weitergeleitet wird. Dieser Arbeitsvorgang
erfolgt hier fünfmal, bis der Rest als Feinkleie auf die Bürstenvorrichtung gelangt,
wo der letzte Rückstand an Mehl durch den Drahtmantel der Bürstentrommel ausgebürstet
und durch Kanal 54 (Abb. 3) ausgeschieden und abgesackt wird.
Die Becherwerkpassagen haben in ihrem unteren Teil Türen 96 (Abb. 3), um Verstopfungen
beseitigen oder sonstige Arbeiten an den Bechergurten vornehmen und das Arbeiten des Becherwerkes beobachten zu
können. Zum gleichen Zweck ist im oberen Teil ein Deckel vorgesehen. Bei wichtigen Ausbesserungsarbeiten
können auch die Walzenausläufe 97 entfernt werden.
Claims (2)
1. Selbsttätig arbeitende Kleinmühlenanlage,·
in der die erforderlichen Mahlwalzen und Sichter beiderseits einer Becherwerkgruppe
in einem Gehäuse untergebracht ioo sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Becherwerkgruppe nach zwei Seiten gleichzeitig wirkend ausgebildet ist, um auf
kleinster Grundfläche möglichst viele Becherwerke dicht nebeneinander anordnen zu
können.
2. Ausführungsform der Kleinmühlenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Treibwellen der Becherwerkgruppen senkrecht untereinander angeordnet sind, so daß die Becherwerkgruppen
in einer Ebene liegen und die Einlaufe und Ausläufe der einzelnen Passagen
je nach Bedarf auf der einen oder auf der anderen Seite des Becherwerkgehäuses angeordnet
werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH450704X | 1924-04-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE450704C true DE450704C (de) | 1927-10-13 |
Family
ID=4515462
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH72799D Expired DE450704C (de) | 1924-04-30 | 1925-01-25 | Selbsttaetig arbeitende Kleinmuehlenanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE450704C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE818602C (de) * | 1950-03-28 | 1951-10-25 | Hugo Dipl-Ing Dr-In Greffenius | Anlage mit Mahl-, Sicht- und Sortiervorrichtungen |
| DE830603C (de) * | 1949-11-24 | 1952-02-07 | Hans Recker | Muellereiwalze fuer Mehrfachwalzenstuehle |
-
1925
- 1925-01-25 DE DESCH72799D patent/DE450704C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE830603C (de) * | 1949-11-24 | 1952-02-07 | Hans Recker | Muellereiwalze fuer Mehrfachwalzenstuehle |
| DE818602C (de) * | 1950-03-28 | 1951-10-25 | Hugo Dipl-Ing Dr-In Greffenius | Anlage mit Mahl-, Sicht- und Sortiervorrichtungen |
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