DE44806C - LAMB'sche Strickmaschine für Schlauchwaare - Google Patents

LAMB'sche Strickmaschine für Schlauchwaare

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Publication number
DE44806C
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DE
Germany
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needles
knitting machine
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tubular goods
lamb
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44806D
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English (en)
Original Assignee
G. F. GROSSER in Markersdorf bei Burgstädt i. S
Publication of DE44806C publication Critical patent/DE44806C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B15/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
    • D04B15/32Cam systems or assemblies for operating knitting instruments
    • D04B15/36Cam systems or assemblies for operating knitting instruments for flat-bed knitting machines
    • D04B15/362Cam systems or assemblies for operating knitting instruments for flat-bed knitting machines with two needle beds in V-formation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um auf der Lamb'sehen Strickmaschine Schlauchwaare zu erzeugen, mufs man, wie bekannt", abwechselnd mit der hinteren und vorderen Nadelfontour arbeiten; um diese Arbeitsweise zu ermöglichen, müssen die Mittelheber des vorderen und hinteren Schlosses ab-, wechselnd in und aufser Thä'tigkeit gebracht werden. Man erreichte dies bisher, dadurch, dafs man an der linken und rechten Seite der Maschine Anstöfser, sogenannte Knaggen anbrachte, an welchen man die Schlofsmitteltheile anstofsen und durch irgend welchen geeigneten Mechanismus sich in und aufser Thätigkeit stellen liefs. Zu dieser Manipulation ist erforderlich, den Schlitten so weit zu bewegen, dafs die Mittelheber durch die Anstöfser bethätigt werden können, d. h. mit anderen Worten gesagt, dafs die Kurbel vollständig ausgedreht werden mufs.
Bei der vorliegenden Strickmaschine fallen nun die bisher zum Reguliren der Schlösser erforderlichen Anstöfser weg, und es reguliren sich die Schlösser beim Ausgang und Eingang der arbeitenden Nadeln ganz selbstthätig. Man braucht also die Kurbel nur so weit zu drehen, als die Anzahl der arbeitenden Nadeln bedingt, und wird demnach, sobald die letzte Nadel auf dem einen Nadelbett abgestrickt hat, sofort mit der Kurbel umkehren und auf dem anderen Nadelbett zu arbeiten anfangen können. Arbeitet man beispielsweise einen Strumpf, so bedingt derselbe eine Maschinenbreite von mindestens 20 cm. Nun aber vermindert man, z. B. beim Arbeiten der Fufsspitze, die Waarenbreite bis auf nur einige Nadeln, und hat man auch hier, also selbst beim Arbeiten von nur einigen Nadeln, die Kurbel voll auszudrehen. Bei der vorliegenden Strickmaschine kann man aber, wie schon oben gesagt, nach- dem Abarbeiten der letzten in Arbeit befindlichen Nadel sofort umkehren und zum Arbeiten auf der anderen Fontour übergehen. Man erzielt hiermit zunächst die Zeitersparnifs der überflüssigen Kurbelbewegung, also eine gröfsere Leistungsfähigkeit der Maschine, zweitens braucht der Arbeiter die Kurbel nicht mehr voll umzudrehen, sondern nur in Schwingung zu versetzen.
Im allgemeinen bleibt die Maschine die alte, nur das Schlofs ändert sich hier und in der Hauptsache nur in seinem Mitteltheil. Und zwar ist von demselben, wie aus Fig. ι ersichtlich, die Ecke b abgeschnitten; der Punkt c ist dabei stets so hoch angenommen, dafs bei der festesten Arbeitsstellung des Seitentreibers die abgearbeiteten Nadeln noch unter ihm zu liegen kommen. Theil α ist nun in einem Schlitzloch d der Schlofsplatte verschiebbar und wird durch eine leichte Feder f für gewöhnlich in seiner tiefsten Stellung gehalten. Das Zusammenspiel _ der Nadeln und des Schlosses ist nun folgendes: Beim Arbeiten in der Richtung von rechts nach links werden die Nadeln an der vollen Fläche des Theiles a hochgleiten und also wie gewöhnlich arbeiten; in der entgegengesetzten Richtung aber wird die Anfangsnadel der in Arbeit befindlichen Nadeln an einem durch die Stellung des Seiten-
bebers bedingten Punkt der Schnittfläche ρ c des Theiles α anstofsen, und dieser Theil wird nun an seiner schrägen Fläche ρ c durch den Widerstand der Nadel in dem schon vorher erwähnten Schlitzloch d nach oben verschoben, und zwar so hoch, dafs er über die Nadelfüfse hinweggleiten kann (s. Fig. 4). Beim Verlassen der letzten Nadel wird der Theil dann sofort durch die Feder in seine alte Stellung zurückgezogen werden.
Dieser Mitteltheil wird also stets beim Arbeiten von rechts nach links die Nadeln bethätigen, bei der anderen Bewegungsrichtung dagegen dieselben stets in Ruhe lassen.
Fig. 2 zeigt nun die Anordnung zweier solcher Schlösser an der Lamb'sehen Strickmaschine in der Bewegungsrichtung des Pfeiles, und zwar ist das vordere Schlofs in arbeitender Stellung, das hintere dagegen in Ruhe. In entgegengesetzter Bewegungsrichtung werden dann natürlich auch die Schlösser entgegengesetzt arbeiten, d. h. das hintere wird arbeiten und das vordere in Ruhe verbleiben.
Fig. 3 zeigt das Schlofs in dem Moment, in welchem die Anfangsnadel an die abgeschnittene Fläche des Theiles α antrifft, um es in die Höhe (Ruhestellung) zu schieben. Fig. 4 zeigt das Schlofs in Ruhestellung, also von den Füfsen der Nadeln gehalten und über diese hingleitend.
Fig. 5 zeigt das Schlofs in von Fig. 3 und 4 entgegengesetzter Bewegungsrichtung, also in arbeitender Stellung.
Um nun den Anschlag, das Netz, arbeiten oder auch doppelfiächige Waaren herstellen zu können, ist es auch nöthig, dafs man die Nadeln beider Fontouren gleichzeitig kuliren läfst. Dieses wird dadurch ermöglicht, dafs der abgeschnittene Theil b in die Schlofsplatte zurückziehbar eingerichtet ist und man durch Zuhülfenahme dieses Theiles den Theil a also wieder zum gewöhnlichen Mitteltheil vervollständigen kann und mit diesen Theilen dann wie auf der gewöhnlichen Maschine arbeitet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Lamb'sehe Strickmaschine für schlauchförmige Waare, bei welcher die Schlittenschiebung auf den Betrag der wirklichen Waarenbreite dadurch beschränkt bleiben kann, dafs das Mitteldreieck vermöge seiner Form (z. B. unter Abtrennung eines Eckstückes b) nur je in einem Bewegungssinne verschiebend auf die Nadeln einwirkt, bei entgegengesetzter Bewegung des Schlittens aber vermöge des Widerstandes der in der Waare hängenden Nadeln selbst nach oben ausgerückt wird, wonach die Notwendigkeit entfällt, das Mitteldreieck durch den Anstofs des Schlosses an besondere Gestellriegel (Anstöfser) zu verstellen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT44806D LAMB'sche Strickmaschine für Schlauchwaare Expired - Lifetime DE44806C (de)

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