DE44752C - Carbonisirapparat - Google Patents

Carbonisirapparat

Info

Publication number
DE44752C
DE44752C DENDAT44752D DE44752DA DE44752C DE 44752 C DE44752 C DE 44752C DE NDAT44752 D DENDAT44752 D DE NDAT44752D DE 44752D A DE44752D A DE 44752DA DE 44752 C DE44752 C DE 44752C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rods
chamber
hydrochloric acid
rails
cranks
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44752D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. FlTTON, J. FlTTON JR. und E. FITTON in Dewsbury, Yorkshire, England, Nr. 26 Wellington Road
Publication of DE44752C publication Critical patent/DE44752C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C5/00Carbonising rags to recover animal fibres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Inorganic Fibers (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 29: Gespinstfasern.
Carbonisirapparat.
Der Carbonisirapparat bildet eine Kammer aus Backstein, Metall oder einem anderen geeigneten Material, in welcher sich eine Anzahl Böden, am zweckmäßigsten aus Stangen von Profileisen zusammengesetzt, befinden. Diese Böden erstrecken sich von einem Ende der Kammer zum anderen, und die Stangen, aus welchen dieselben bestehen, sind entweder alle oder abwechselnd jede zweite mittelst Kurbeln beweglich. Die Kurbeln ertheilen den genannten Stangen eine auf- und abwärts steigende, sowie eine hin- und hergehende Bewegung.
Die Kurbeln sind durch Zahnräder oder auf andere Weise mit einander verbunden, und die Bewegung wird den Kurbeln mittelst Schrauben und Schraubenräder mitgetheilt, welche mit den Zahnrädern auf den Kurbelwellen verbunden sind.
Die Faser oder der Stoff, welcher in der Carbonisirkammer bearbeitet werden soll, wird zwischen Speisewalzen in dieselbe eingeführt. Letztere sitzen in einem Gehäuse am oberen Ende der Kammer und sind in demselben so angeordnet, dafs ein Entweichen der Salzsäuregase verhindert ist. Diese Walzen bewegen sich mit gröfserer Geschwindigkeit wie die beweglichen Theile der Böden, so dafs die Faser oder Wolle in geöffnetem Zustande auf den obersten Boden abgelegt wird, damit das Salzsäuregas frei durch dasselbe hindurchströmen kann. Die beweglichen Stangen heben die Faser oder Wolle und bewegen sie vorwärts, bis sie nahezu am anderen Ende der Kammer angelangt ist, worauf sie auf den nächsten Boden fällt, dessen bewegliche Stangen den zu bearbeitenden Stoff in entgegengesetzter Richtung verschiebt. In ähnlicher Weise wird der Stoff über jeden folgenden Boden bewegt, bis er auf dem unteren anlangt, von welchem er durch Abfuhrwalzen weggebracht wird. Diese Abfuhrwalzen sind so angeordnet, dafs kein Gas entweichen kann. Dieselben legen die Fasern oder den Stoff auf ein aufserhalb der Kammer gespanntes endloses Tuch ab, welches den Stoff zu einem passenden Behälter oder an einen sonstigen Ort führt.
Das Salzsäuregas wird in einer Schale oder einem Gefäfs erzeugt, welches über einer auf der Seite der Kammer errichteten Feuerung aufgestellt ist. Auf dem oberen Ende des die Feuerung und die Schale umgebenden Mauerwerks ruht ein Ballon oder anderes Gefäfs mit Salzsäure. Durch ein S-förmiges Rohr, dessen einer Schenkel vertical durch das Mauerwerk über der Schale hindurchgesteckt ist, gelangt die Säure aus dem Ballon in die Schale. Der eingeschlossene Raum über der Schale steht direct mit dem Innern der Carbonisirkammer in Verbindung, und die Verbrennungsproducte der Feuerung strömen durch einen Kanal oder Kanäle unter die Kammer und heizen dieselbe. Die Kammer kann auch mittelst Dampfrohre oder durch andere Mittel geheizt werden.
Die unbeweglichen oder irgend welche oder alle Stangen, aus welchen die Böden zusammengesetzt sind, werden durchlocht, damit das Salzsäuregas leicht durch dieselben strö-
men und auf alle Theile der Faser oder des Stoffes mit Erfolg wirken könne. Zum Betrieb der beweglichen Stangen kann irgend ein passender Mechanismus genommen werden. Durch denselben müssen die Stangen so bewegt werden, dals die Faser oder der Stoff geschüttelt wird und sich längs der Böden hinbewegt. Auch kann die Bewegung der Stangen gleichmäfsig und ununterbrochen oder dieselbe unregelmäfsig und intermiuirend sein.
Die Bewegung der Speise - und Abführwalzcn kann auf beliebige Weise verursacht werden, und es ist am besten, die Enden dieser Walzen und die Theile der dieselben umschliefsenden Büchsen mit Blei auszufüttern, um das Rosten zu verhindern.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellt
Fig. ι den verbesserten Carbonisirapparat, von oben gesehen, theilweise im Horizontalschnitt dar;
Fig. 2 ist ein Aufrifs desselben, von der Seite gesehen, im Schnitt,
Fig. 3 die Seitenansicht desselben.
Fig 4 ein Querschnitt durch denselben und Fig. 5 die Endansicht des Apparates;
Fig. 6 und 7 sind Ansichten und Schnitte einzelner Theile des Apparates.
χ χ sind die Mauern der Carbonisirkammer. α ist die Triebwelle, welche mittelst eines Riemens auf der Riemscheibe α1 oder auf eine andere entsprechende Art und Weise in Bewegung gesetzt wird. b bl sind Schrauben ohne Ende, welche auf der Welle α befestigt sind und in die Schraubenräder c d eingreifen. Letztere sitzen auf den Kurbelwellen c' d' fest, auf welchen die Zahnräder c-d'2 sitzen. Diese stehen in Eingriff mit den Rädern c:i d?', welche auf die Kurbelwellen e und f aufgekeilt sind. Die Räder c*dH greifen in die Räder cidl ein. Auf den Kurbelwellen sitzt auf jedem Kurbelzapfen eine lange Büchse /', Fig. 6 und 7, auf welcher die Stangen j ruhen, welche den beweglichen Theil der Böden des Apparates bilden. Die Büchsen / sind nur an den Enden in Berührung mit den Kurbelzapfen, und der hohle Theil derselben kann mit OeI oder einem anderen Schmiermittel ausgefüllt werden. Die Stangen k, welche den unbeweglichen Theil der Böden bilden, sind mit Löchern versehen, wie Fig. 6 zeigt, und werden von den Querstangen / unterstützt.
Letztere ruhen auf den an den Rahmen η nx befestigten Stangen m. Die Rahmen nnl tragen die Lager der Kurbelwelle. 0 o1 sind die Speise walzen, welche in Lagern des Gehäuses ρ montirt sind und kein Gas entweichen lassen.
Die Speisewalzen 00' werden mittelst einer Kette s1 und eines auf der Kurbelwelle c1 befestigten Kettenrades s getrieben, sowie ein auf der Welle der Wralze o1 sitzendes Kettenrad o2, welches auch mittelst eines passenden Getriebes den endlosen Zuführtisch o:! treibt.
Die Abführwalzen t tl sind in Lagern einer Büchse y montirt, welche an den Rahmen «' befestigt oder mit denselben aus einem Stück zusammengegossen ist. Diese Walzen empfangen ihre Drehung mittelst eines Kettenrades 11 der Kurbelwelle d' durch die Kette ic1 und ein Kettenrad t- auf der Welle der Walze t\ welches dem endlosen Abführtuch i3 Bewegung ertheilt. Eine drehbare Platte f1 ruht auf der Walze i, und unter der Walze f1 ist eine Platte f' unbeweglich angeordnet, wodurch die Einweichung von Gas verhindert wird.
ν ist der Ofen, mittelst dessen die Carbonisirkammer durch Feuerkanäle, welche auf der Zeichnung nicht sichtbar sind, geheizt wird, sowie auch die Schale w für die Erzeugung des Salzsäuregases, welches durch die Ocffnung Jj'1 in die Carbonisirkammer einströmt.
jj'2 ist der Salzsäure enthaltende Ballon. Die Säure läuft durch ein Siphonrohr wz und tropft in ein S-förmig gebogenes Rohr jj'4, von dessen einem Ende dieselbe in die Schale jj' fällt, wo sie verdampft wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Carbonisirapparat, gekennzeichnet durch eine Anzahl über einander in einer Kammer angeordneter Transportböden, welche aus durch Kurbeln bewegten Stangen oder Schienen j und unbeweglichen durchlochten Stangen oder Schienen K (Fig. 4 und 6) bestehen, über welche die zu carbonisirende Wolle sich bewegt.
  2. 2. An dem unter 1. geschützten Carbonisirapparat die Vorrichtung zum Verdampfen der Salzsäure, bestehend aus der erhitzten Schale jj'. Fig. 4, und einem S-förmig gebogenen Tropfrohr w 4 in Verbindung mit dem Heber, welcher die Säure zuführt.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT44752D Carbonisirapparat Expired - Lifetime DE44752C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE44752C true DE44752C (de)

Family

ID=319962

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT44752D Expired - Lifetime DE44752C (de) Carbonisirapparat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE44752C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2852993C2 (de) Vorrichtung zur Bearbeitung schmelzflüssiger Schlacke
DE3149548C2 (de) Rost für eine Feuerungsanlage
DE2234441C2 (de) Vorrichtung zum Vereinzeln und Quertransport von Stab- oder Rohrmaterial
AT20142B (de) Vorrichtung zum Imprägnieren von Holz.
DE2714727C2 (de) Vorrichtung für die Querförderung von Rundmaterial, insbesondere von Rohren
DE2340754A1 (de) Einrichtung zum kontinuierlichen behandeln von erzeugnissen, insbesondere nahrungsmitteln, mit verschiedenen behandlungsmitteln
DE235438C (de)
DE63488C (de) Maschine zum Glätten von Geweben
DE29105C (de) Wasserrohrenkessel mit beweglichem Dampfüberhitzer
DE199276C (de)
DE66290C (de) Beschickungsvorrichtung für Feuerungen
DE48359C (de) Saturationsapparat
DE17859C (de) Waschmaschine
DE369292C (de) Gluehofen zum Gluehen von Baendern und Draehten
DE547534C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schwelen von kohlenstoffhaltigen Materialien
CH358100A (de) Förderanlage für papierverarbeitende Betriebe
DE145586C (de)
CH352283A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Fördern und gleichzeitigen Erwärmen oder Kühlen von Massengut
DE74426C (de) Verzinnmaschine für Drahtweblitzen
DE79142C (de) Verfahren und Einrichtung zum Entfetten von Wolle
DE577142C (de)
DE150154C (de)
DE222506C (de)
DE94958C (de)
DE36133C (de) Apparat zur Darstellung von brennbarem Gas aus festem Brennmaterial