DE2234441C2 - Vorrichtung zum Vereinzeln und Quertransport von Stab- oder Rohrmaterial - Google Patents

Vorrichtung zum Vereinzeln und Quertransport von Stab- oder Rohrmaterial

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DE2234441C2 DE19722234441 DE2234441A DE2234441C2 DE 2234441 C2 DE2234441 C2 DE 2234441C2 DE 19722234441 DE19722234441 DE 19722234441 DE 2234441 A DE2234441 A DE 2234441A DE 2234441 C2 DE2234441 C2 DE 2234441C2
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Rudolf 6605 Friedrichsthal Freyler
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Untertage Maschinenfabrik Dudweiler GmbH
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G47/00Article or material-handling devices associated with conveyors; Methods employing such devices
    • B65G47/02Devices for feeding articles or materials to conveyors
    • B65G47/04Devices for feeding articles or materials to conveyors for feeding articles
    • B65G47/12Devices for feeding articles or materials to conveyors for feeding articles from disorderly-arranged article piles or from loose assemblages of articles
    • B65G47/14Devices for feeding articles or materials to conveyors for feeding articles from disorderly-arranged article piles or from loose assemblages of articles arranging or orientating the articles by mechanical or pneumatic means during feeding

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln und Quertransport von Stab- oder Rohrmaterial, vorzugsweise mit großer Länge und kleinem Widerstandsmoment, bestehend aus auf gleichgroßen angetriebenen Kettenrädern umlaufenden endlosen Ketten, deren Durchhang muldenförmige Taschen für die Aufnahme des Stab- oder Rohrmaterials bildet
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE-OS 31 068 bekannt. Die endlosen Ketten, deren Durchhang die Taschen für die Aufnahme und Umwälzung des Stabmaterials bildet, werden hier mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit ihrer Kettenräder angetrieben, so daß die Ketten ihren Durchhang stets beibehalten. Dabei ist jedoch die Drehrichtung der antreibenden Kettenräder umkehrbar, so daß bei der einen Drehrichtung die Stäbe unter Entzunderung in den Taschen nur umgewälzt werden, während sie bei der anderen Drehrichtung mittels an den Ketten angeordneter Mitnehmer über die austragsseitigen Kettenräder hinweg aus den Taschen herausbefördert werden. Der ordnungsgemäße Einzelauftrag der Stäbe durch die an den umlaufenden Ketten angeordneten Mitnehmer bereitet bei dieser Vorrichtung Schwierigkeiten. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Stäbe nur an ihrem einen Ende von einem Mitnehmer einer Kette erfaßt werden, während ihr anderes Ende in der Tasche einer anderen Kette verbleibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten Art so auszugestalten, daß auch lunge und dünne und demgemäß flexible Stäbe und Rohre, die in besonderem Maße dazu neigen, sich innerhalb eines Bündels aufgrund ihrer ungeordneten Lage mehr oder weniger stark zu verwinden und gegenseitig einzuklemmen, wirksam vereinzelt und zuverlässig aus den muldenförmigen Taschen der Ketten ausgetragen werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kettenräder mit unterschiedlichen Drehzahlen umlaufen, wobei zur Streckung der die Taschen bilden den durchhängenden Kettentrume bis in die gerade Strecklage die ausstragsseitigen Umlenkkettenräder mit höherer Drehzahl als die an der Rücklaufseite liegenden Umlenkkettenräder antreibbar sind.
Für diese Ausgestaltung der Vorrichtung wesentlich
is ist demgemäß, daß die Kettenräder, über welche die die Taschen bildenden Ketten angetrieben und umgelenkt werden, mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten antreibbar sind, so daß sich der Kettendurchhang der Ketten verändern läßt Damit gelingt es, den Verein zelungsvorgang insbesondere bei langen und dünnen Stäben u. dgl, die aufgrund ihrer Flexibilität in besonderem Maße dazu neigen, sich im Bündel zu verwinden und einzuklemmen, erheblich wirksamer zu gestalten und zugleich den Einzelaustrag der Stäbe u.dgl. ohne die Anordnung besonderer Mitnehmer an den Ketten zuverlässiger durchzufahren. Das gesamte mehr oder weniger ungeordnete Stabbündel wird beim Umlauf der Ketten innerhalb der von ihnen gebildeten Taschen in eine Drehung und Umwälzbewegung versetzt die eine ordnende Wirkung auf die Einzelstäbe des Bündels hat Dabei kann das Stabbündel im Laufe des Vereinzclungsvorgangs mehrfach mit wechselndem Ketlendurchhang umgewälzt werden. Die Entwirrung und Ordnung des Stabmaterials wird dadurch wesentlich bc günstigt, daß sich beim Umwälzvorgang der Banddurch hang allmählich verringert wodurch das Stabbündel unter weiterer Drehung seitlich ausgebreitet wird. Diese sich überlagernde Umwälz- und Ausbreitungsbewegung bewirkt selbst bei sehr langem und dünnem Stab- oder Rohrmaterial eine Entwirrung desselben, so daß sich der Vereinzelungsvorgang auch bei einem solchen Material einwandfrei durchführen läßt Zugleich ergibt sich der Vorteil, daß sich das die Taschen bildende Obertrum der endlosen Ketten bis etwa in die Strecklage bringen läßt wobei sich in dieser Strecklage die geordneten und ausgerichteten Stäbe u. dgl. in Querrichtung transportieren und einzeln auswerfen lassen. Damit gestaltet sich auch der Austrag des Stab- bzw. Rohrmaterials aus den Taschen der Ketten zuverlässiger.
Der Vereinzelungsvorgang läßt sich dadurch noch unterstützen, daß in Richtung des Quertransportes des Stab- oder Rohrmaterials hintereinander zwei durch endlose Ketten mit unterschiedlichen Drehzahlen antreibbaren Umlenkrädern gebildete Taschen vorgese- hen werden. Die Hintereinanderschaltung der Taschen ermöglicht eine Aufteilung des Stab- oder Rohrmaterials auf die beiden Taschen, wobei zugleich der durch die Kettenstreckung bewirkte vorgenannte Ausbreitungseffekt verstärkt wird.
Die Umlenkräder der endlosen Ketten werden zweckmäßig über Kettenantriebe angetrieben, deren Antriebsketten über Antriebskettenräder umlaufen, die auf den die Umlenkkettenräder der Ketten tragenden Bolzen drehfest angeordnet sind, wobei die ausiragssei tigen Umlenkkettenräder der Ketten ebenfalls mit den Bolzen direhfest verbunden sind, während die auf der Umkehrseite angeordneten Umlenkkettenräder der Ketten über eine Rutschkupplung mit dem betreffenden
Bolzen verbunden sind.
Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert, wobei die Darstellungen I und il dieselbe Vorrichtung in verschiedenen Bstriebssituationen wiedergeben.
Die dargestellte Vorrichtung, mit der dünnes und langes Stab- oder Rohrmaterial vereinzelt wird, umfaßt zumindest zwei Vereinzelungselemente 1, von denen in der Zeichnung nur ein einziges dargestellt ist Das Vereinzeiungselement 1 besteht aus zwei Blechwänden, die mit muldenförmigen Einziehungen versehen sind, welche Taschen 8 bilden. Eei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind in Nebeneinanderanordnung zwei Taschen 8 vorgesehen. Es wäre aber auch möglich, an jedem Vereinzelungselement nur eine einzige Tasche oder auch mehr als zwei Taschen anzuordnen.
Zwischen den vorgenannten Blechwänden sind an jeder Tasche 8 zwei Antriebsketten 2 und 3 angeordnet die jev.'dls von einem Getriebe 4 angetrieben werden. Jedes Vereinzelungselement 1 weist für jed'c Tasche 8 ein gesondertes Getriebe 4 auf, wobei sämtliche Getriebe gemeinsam angetrieben werden. Die Übersetzung im Getriebe 4 ist so ausgelegt daß die Antriebsketten 2 sich langsamer bewegen als die Antriebsketten 3.
Es wäre auch möglich, die Antriebsketten 2 und 3 jeweils über einen gesonderten Getriebemotor anzutreiben, wobei der Getriebemotor für die Antriebskette 2 eine geringere Abtriebsdrehzahl hat als der Getriebemotor der Antriebskette 3.
Die Antriebsketten 2 und 3 laufen innerhalb der Blechwände um Antriebskettenräder um, die auf Bolzen 5 und 6 sitzen, die jeweils noch ein Umlenkkettenrad für eine endlose Kette 7 tragen. Die Bolzen 5 und 6 befinden sich zu beiden Seiten der zugeordneten Tasche 8, wobei auf dem Bolzen 6 das austragsseitige Umlenkkettenrad der Kette 7 und auf dem Bolzen 5 das auf der Umkehrseite dieser Kette angeordnete Umlenkkettenrad sitzt Ali dem Bolzen 6 sind sowohl das Kettenrad für die Antriebskette 3 als auch das Umlenkkettenrad für die Kette 7 fest montiert Auf Hern anderen Bolzen 5 ist nur das Antriebskettenrad der Antriebskette 2 fest montiert, während das Umlenkkettenrad der Kette 7 über eine Rutschkupplung mit dem Bolzen 5 verbunden ist
Die Vorrichtung weist austragsseitig eine Wimmlervorrichtung 9 auf, die auch durch einen Rollgang ersetzt werden könnte.
Die Darstellung I dei Zeichnung zeigt die endlosen Ketten 7 mit Durchhang ihres Kettenobertrums, wodurch muldenförmige Taschen für die Aufnahme des Stab- oder Rohrmaterials gebildet werden. Die vom Walzwerk kommenden Bunde eines Stab- oder Rohrmatcrials werden in die erste, links im Bild gezeigte Tasche 8 abgelegt, die durch den Kettendurchhang gebildet wird. Beim Umlauf der endlosen Kette 7 um ihre von den Antriebsketten 2 und 3 angetriebenen Umlenkräder an den Bolzen 5 und 6 wird das Stabbündel in den Taschen umgewälzt. Da sich das auf dem Bolzen 6 sitzende Umlenkrad mit höherer Drehzahl bewegt als das auf dem Bolzen 5 angeordnete Umlenkrad, hebt sich beim Umwälzvorgang das durchhängende Obertrum der Kette 7 an. Da die Kette 7 sich mit ihrem Obertrum in Richtung auf den Bolzen 6 bewegt, wird das Stabbündel in eine Dreh- und Umwälzbewegung versetzt, die j5 eine ordnende Wirkung f.uf die Einzelstäbe des Bündels hat, welche durch die langsame Streckung des Kettendurchhangs begünstigt wird. Das Stabbündel wird zugleich angehoben. Dabei werden von der umlaufenden Kette 7 einzelne Stäbe über das auf dem Bolzen 6 angeordnete Umlenkrad hinweggeführt, so daß sie in die nachgeschaltete Tasche 8 fallen. Schräg liegende Stäbe fallen aufgrund der stark ansteigenden Auflauframpc 11, welche die Kette 7 vor ihrem Umienkrad 6 bildet, in die Tasche zurück. Ist das Stabbündel so weit angehoben, daß über das auf dem Bolzen 6 angeordnete Umlenkrad keine Stäbe mehr hinweggeführt werden, so wird dsr Antrieb über das Getriebe reversiert wodurch der Durchhang der Kette 7 wieder vergrößert und das in der Tasche verbliebene Stabbündel wieder abgesenkt wird. Es kann dann ein neuer Vereinzelungsvorgang eingeleitet werden.
Das vorgenannte Absenken des Stabbündels kann bei Einzelantrieb der Antriebsketten 2 und 3 dadurch erreicht werden, daß bei stillstehendem Antrieb der Antriebskette 3 der Antrieb der anderen Antriebskette 2 weiterläuft
Pur die in der ein^an^sseiti^en "Ϊ £~che verblieb—nen restlichen Stäbe wird die Kette 7, wie in tier Darstellung II gezeigt so lange gehoben bzw. gestreckt, bis ihr Obertrum eine waagerechte, ansteigende oder auch fallende Gerade bildet Bei Gruppenantrieb der Antriebsketten 2 und 3 kann mit Hilfe der oben erwähnten Rutschkupplung der Transport der Stäbe bei voller Streckung des Obertrums der Kette 7 so lange weitergeführt werden, bis die Einzelstäbe hinter dem austragsseitigen Umlenkkettenrad über eine Schräge abrutschen. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel fallen die Stäbe in die zweite Sammeltasche. In dieser werden die Stäbe unter Umwälzung wieder angehoben, dabei geordnet und schließlich unter Streckung des Obertrums der Kette 7 einzeln der Wimmlervorrichtung 9 bzw. dem Rollgang zugeführt
Etwaige auf der Kette 7 der nachgeschalteten Tasche 8 verbleibenden Stäbe werden durch Rückv/ärtslauf dieser Kette wieder abwärts bewegt, dann durch Vorwärtslauf der Kette wieder angehoben, um eine weitere Emwi; "ung des Stabbündels bis zur restlosen Vereinzelung zu erzielen.
Die auf dem Wimmler 9 gesammelten Stäbe werden mittels Paletten oder Holme 10 z. B. einem Glühofen oder einem Beizbad übergeben.
Anzumerken ist noch, daß bei Einzelantrieb der Antriebsketten 2 und 3 die vorerwähnten Rutschkupplungen entfallen können, da der die Antriebskette 3 antreibende Motor den der Antriebskette 2 zugeordneten Motor durchziehen kann, nachdem das Obertrum der Kette 7 bis in den geradlinigen Verlauf gestreckt worden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Vereinzeln uad Quertransport von Stab- oder Rohrma?.eriaL vorzugsweise mit großer lunge und kleinem Widerstandsmoment, bestehend aus auf gleichgroßen angetriebenen Kettenrädern umlaufenden endlosen Ketten, deren Durchhang muldenförmige Taschen für die Aufnahme des Stab- oder Rohrmaterials bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenräder mit unterschiedlichen Drehzahlen umlaufen, wobei zur Strekkung der die Taschen (8) bildenden durchhängenden Kettentrume bis in die gerade Strecklage die ausiragsseitigen Umlenkkettenräder mit höherer Drehzahl als die an der Rücklaufseite liegenden Umlenkkettenräder antreibbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung des Quertransportes des Stab- oderi?ehrmaterials hintereinander zwei durch endlose Ketten (7) mit unterschiedlichen Drehzahlen antreibbaren Umlenkrädern gebildete Taschen (8) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkkettenräder der endlosen Ketten (7) über Kettenantriebe angetrieben sind, deren Antriebsketten (2,3) über Antriebskettenräder umlaufen, die auf den die Umlenkkettenräder der Ketten (7) tragenden Bolzen (5,6) drehfest angeordnet sind, wobei die austragsseitigen Umlenkkettenräaer der Ketten (7) ebenfalls mit den Bolzen (6) drehfest verbunden und, während die auf der Umkehrseite angeordneten Umlenkkettenräder der Ketten (7) über eine Rutsri kupplung mit dem betreffenden Bolzen (5) verbunden sind.
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