DE44692C - Schutz- und Stellvorrichtung an Haspeln für Walzwerke - Google Patents
Schutz- und Stellvorrichtung an Haspeln für WalzwerkeInfo
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Coiling Of Filamentary Materials In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
||fpl| PATENTAMT
Diese Erfindung betrifft die Construction und Betriebsweise von Apparaten zum selbstthätigen
Aufspulen von heifsem Draht zu Spulen, nachdem derselbe die Walzenstrafse
verlassen hat, und betrifft Mechanismen zum gleichzeitigen Abschneiden und Ablenken von
Drahtstücken und Zuführen derselben in bestimmten Längen auf die verschiedenen Spulen.
Die wesentlichen Einrichtungen des Apparates
; sind folgende:
ι. Die Drahtspulvorrichtung, bei welcher der Draht um einen festen mittleren Träger, der
in einem Gehäuse untergebracht ist, mittelst ; eines Läufers oder eines Abgabeöhres gewickelt
wird, das aufserhalb des Umfanges des Körpers oder Trägers liegt und eine Kreisbewegung
concentrisch mit dem mittleren Träger und Gehäuse ausführt. Von dieser Haspelvorrichtung
kann die fertige Spule bequem durch Oeffnen desjenigen Endes des Gehäuses abgenommen
werden, welches demjenigen gegenüberliegt, an welchem der Draht eintritt.
2. Der Spulenbehälter, welcher eine bewegliche Kopfplatte hat, die geschlossen werden
kann, um die Drahtspule einzuschliefsen, während sie aufgehaspelt wird; nach Oeffnen der
Platte kann der aufgewickelte Draht von der Spule bequem abgenommen werden.
3. Ein rotirender Leiter dient dazu, den
,Draht nach dem Umfang der Spule zu führen; dieser Leiter ist mit einer offenen Seite versehen
, um die Entfernung etwa gerissener Drahtstücke u. s. w. zu erleichtern.
4. Mittel zur Erleichterung des Abtrennens des Drahtes in jeder Lage, während er continuirlich
von der Walzenstrafse nach vorn geführt wird, und gleichzeitig Vorrichtungen zum Ablenken
des dem Schnitt folgenden Drahtendes in eine andere Führung, als welche das abgeschnittene
Drahtstück verfolgt hat, um die einzelnen Drahtstücke auf getrennte Spulen aufzuwickeln.
5. Die Spule mit einem centralen Körper, um welchen der Draht durch ein rotirendes
Abgabeöhr gewickelt wird, welches einen Plantsch hat, über welchen der Draht nach dem centralen
Körper geleitet wird, wodurch das vollkommene Abziehen des hinteren Endes des Drahtes aus der Führung bewirkt und gesichert
wird.
6. Die Vorrichtung zum Feststellen des mittleren Körpers, um seine Drehung während
des Aufspulens zu verhindern.
7. Ein Gehäuse, welches den mittleren Spulenkörper umgiebt; dieses Gehäuse ist mit einem
Raum zur Einführung der Abgabezangen versehen.
8. Die Vorrichtung zur bequemen Controle und Bewegung der Kopfplatten, der Spulen
zum Oeffnen und Schliefsen der Spulenkä'sten.
Nach dieser Erfindung wird der Haspel mit einem umlaufenden Kopf ausgestattet, der mit
dem Ende der Achse verbunden ist, welche zweckmäfsig eine horizontale Lage erhält und
in passenden Lagern läuft, während der umlaufende Kopf durch Rollen getragen wird, so
dafs das Ganze mit der erforderlichen Geschwindigkeit frei rotiren kann. Auf der Achse
ist ein passendes Getriebe vorgesehen, um die rotirende Bewegung zu veranlassen, und es
sind Kupplungsvorrichtungen vorhanden, welche dieses Getriebe in und aufser Thätigkeit setzen.
Von dem Kopf tritt in Verlängerung der Achse eine Spindel vor, auf welcher ein kreisrunder
Körper oder eine Randplatte vorgesehen ist, die Stifte oder Finger enthalt, auf welche
der Draht aufgewickelt wird. Dieser Korper ist an der einen Seite belastet, während die
andere Seite leicht gemacht ist, so dafs der Körper durch sein Eigengewicht in fester
Lage verbleibt, während der Haspelkopf um:
läuft. Um den Körper herum ist ein rundes Gehäuse vorgesehen, welches an dem Gestell
befestigt ist und sich nicht dreht.
An dem Ende des Gehäuses, gegenüber dem umlaufenden Kopf, ist ein beweglicher Kopf
angebracht, welcher auf geeigneten Führungen montirt ist, um das Ende des Gehäuses zu
schliefsen. Dieser bewegliche Kopf, ist mit
Bewegungsmechanismen verbunden, -wodurch er in die Lage zum Oeffnen oder Schliefsen
des Endraumes des Haspels gebracht werden kann. Die Achse des Haspels ist an dem
vorderen Ende hohl, und diese Höhlung wendet sich nach einer Seite und steht mit
einem diagonal angeordneten Leiter in Verbindung, welcher von der Achse nach einem
Abgabeöhr von geeigneter Form führt, das um den Umfang des Randes oder der Flantschplatte
des mittleren Haspelkörpers läuft und dazu dient, den Draht in entsprechender Weise
abzulenken, um die Spulen zu bilden.
Ein passendes Triebwerk und eine Kupplung mit vorderer und hinterer Reibfläche für
den Eingriff mit dem Triebwerk und mit einem festen Rande versehen, ist mit der Haspelachse
verbunden, um die Drehung der Achse und des Kopfes auszuführen, wenn die Reibxingsflächen
mit dem Trieb gekuppelt sind, und um die Drehung abzustellen, wenn ein Eingriff mit
dem festen Rande stattfindet; ein hydraulischer Cylinder und Kolben wird zweckmäfsig mit
dem die Kupplung bewegenden Hebel verbunden, um die Reibungsflächen in oder aufser
Eingriff mit einander zu bringen.
Zwei oder mehrere Haspeln werden zweckmäfsig angewendet, um den Draht von einer
einzigen continuirlichen Walzenstrafse aufzunehmen; hiermit sind dann Abschneide- und
Ablenkvorrichtungen in Verbindung gebracht, wodurch einzelne Drahtstücke selbsttätig den
verschiedenen Haspelvorrichtungen durch Führungsrohre zugeführt werden, welche von der
Ablenkvorrichtung zu den vorderen Enden der hohlen Haspelachsen führen. Verbindungsrohre sind angeordnet, um die hydraulischen
Cylinder mit Druck zu versehen, welche die Kupplungen und die Verschlufsplatten bewegen;
diese Rohre haben geeignete Ventile, die bequem zugänglich angebracht sind, so dafs
ein Arbeiter den Mechanismus überwachen und die Ventile nach Mafsgabe des Arbeitsfortschrittes
einstellen kann. Der Draht läuft in den Raum im Innern des Haspelgehäuses und wird um den mittleren, nicht umlaufenden
Körper durch das Abgabeöhr gewickelt, welches um diesen Körper herumläuft; ist die
Spule hergestellt, so wird die Kopfplatte entfernt, wodurch das Ende des Haspelgehäuses
freigelegt wird und die_ Spule mittelst Zangen u. s. w. bequem herausgenommen werden kann.
Auf den Zeichnungen ist:
Fig. ι der Grundrifs eines Apparates nach vorliegender Erfindung; einzelne Theile sind
der deutlichen Darstellung der inneren Theile wegen im Horizontalschnitt gezeichnet;
Fig. 2 ein Horizontalschnitt, welcher das Triebwerk für den Ablenkmechanismus darstellt;
Fig. 3 eine Endansicht der Haspeln; die eine Kopfplatte ist in geöffneter, die andere in geschlossener
Lage dargestellt;
Fig. 4 ein verticaler Längsschnitt durch den Haspel (bei dieser Darstellung ist der ablenkende
Messermechanismus fortgelassen);
Fig. 5 ein Längsschnitt in gröfserem Mafsstabe durch den umlaufenden Leiter, das Abgabeöhr und einen Theil der Haspelwelle;
Fig. 6 eine Endansicht des Abgabeöhrs;
Fig. 7 ein Horizontalschnitt durch dasselbe.
Fig. 8, 9 und io sind Schnittdarstellungen
von Formen des umlaufenden Leiters.
Fig. ι ι ist ein Horizontalschnitt durch den
ablenkenden Messermechanismus;
Fig. ι 2 ein verticaler Querschnitt davon;
Fig. 13 eine Detaildarstellung des bewegenden
Sperrwerkes;
Fig. 14 eine Oberansicht der ablenkenden
Messer ohne Gehäuse.
Fig. 15 und 16 sind Schnitte, modificirte
Formen von Ablenkern in zwei adjustirbaren Lagern darstellend.
A ist die Fertigwalze der Walzenstrafse, welche - als continuirlich wirkende Vorrichtung
zur Erzeugung von Draht oder dergl. WaIzproduct gedacht wird. B sind Führungsrohre,
welche zu den bezüglichen Haspeln D von dem Ablenk- und Trennmechanismus C führen, der
neben der Austrittsführung / liegt, durch welche der Draht geht, sobald er aus den
Walzen A heraustritt. Die Haspeln D, von welchen ein Paar dargestellt ist, werden zweckmäfsig
so angeordnet, dafs ihre Achsen horizontal und dafs sie mit den Walzen in einer Ebene liegen, obwohl dies für die zuverlässige
Arbeit des Apparates nicht gerade Bedingung ist. Die Haspeln sind von ähnlicher Construction und bestehen aus einer umlaufenden
Achse D1, welche eine Kopfplatte oder eine Art Schwungrad D- trägt, der äufsere Rand
durch eine Anzahl Antifrictionsrollen d getragen und geführt wird, welche auf dem
tragenden Rahmen E montirt sind, während die Achse D' in geeigneten Lagern e läuft
und einen losen Trieb G, der seitlich mit
einem Reibungsrande versehen ist, sowie eine
der Länge nach bewegliche Kupplungsmuffe H trägt, die mit Reibungsrand oder Flächen h
und /ί' versehen ist, um bezw. mit dem Reibungsrande des Triebes G und mit einem
festen Reibungsrande c1 in Eingriff zu treten, welcher an dem Gestell oder Kasten c befestigt
ist. Die Kupplungsmuffe wird auf der Haspelachse durch einen Kerb oder einen Splint angebracht,
um eine Drehung auszuführen, wenn die Reibungsflächc mit dem Trieb G in Contact gebracht ist, und um als Bremse zum Anhalten
des Haspels zu wirken., wenn die Reibungsfläche /i' mit der festen Reibungsfläche e
in Berührung ist.
Das vordere Ende der Achse ist hohl oder röhrenförmig gestellt, und hinter dem Trieb G
neigt sich die Aushöhlung nach einer Seite und J verwendet sich mit einem diagonal angeordneten
j Leiter F, welcher nach einem Abgabeöhr oder j Flügel f führt, welcher durch den Rand der
Platte D~ hindurchtritt und in demselben befestigt ist. Von dem Kopf D-, in Verlängerung
der Achse nach vorn ragend, ist eine : Spindel / vorgesehen, von welcher der mittlere
Körper D3 des Haspels getragen wird. Derselbe kann sich frei auf der Welle / drehen und
besteht aus einer runden Platte oder einem ringförmigen Rand r, welcher eine Anzahl
hervortretender Stifte oder Finger S hat, die auf derselben in einem Kreise angeordnet sind,
oder der einen Vorsprung mit einer kreisrunden Fläche tragt, auf welcher der Draht durch die
Drehung des Abgabeöhres f abgegeben wird. Dieses Oehr läutt uni den Umfang der runden
Platte herum und giebt den Draht hinter seinem Umfangsrande ab, wodurch jede Möglichkeit,
dafs der Draht zwischen der Kopfplatte und dem nicht rotirenden Körper sich festklemmen kann, ausgeschlossen wird. Durch
diese Einrichtung wird auch das Herausziehen des Endes des Drahtes aus der Führung und
das Aufwickeln desselben auf den Haspel gesichert, nachdem er von den Fertigwalzen der
Walzenstrafse keinen Antrieb mehr nach vorn erhält. Der Ansatz oder die Welle, auf welcher
der mittlere Körper steckt, wird zweckmäfsig an dem äufsercn Ende mit einem Kopf
hergestellt und wird mit der Haspclachse durch einen Stift oder Keil / in Verbindung gehalten,
welcher durch die Theile u. s. w. hindurchgeht. Dieser mittlere Körper ist an seiner
unteren Seite massiv hergestellt oder mit einem Gegengewicht versehen, so dafs der Körper
eine feste Lage einnimmt bezw. durch die tiefe Lage seines Schwerpunktes die Drehung nicht
mitmacht.
Der mittlere Körper wird in erforderlicher Entfernung von einem äufseren cylindrischen
Schutzgehäuse D4 umgeben, um einen ringförmigen Raum für die Drahtspule zu schaffen;
die Länge dieses Gehäuses correspondirt mit der Länge der die Spule aufnehmenden Stifte S,
und. das Gehäuse wird zweckmäfsig nicht drehbar und mit dem Traggestell E u. s. w. fest
verbunden eingerichtet. Das Gehäuse £)4 wird
zweckmäfsig ein wenig konisch oder gegen den Haspclkopf jD1 zu nach innen geneigt gemacht,
während der Kreis von Fingern oder der Rand S des mittleren Körpers zweckmäfsig
nach der anderen Richtung geneigt ist. Diese Theile können jedoch erforderlichenfalls auch
cylindrisch sein; die konische Form erleichtert aber das Abziehen der Drahtspulen. K ist die
abnehmbare Kopf- oder Verschlufsplatte zum Versehliefsen des äufsercn Endes des äufseren
Haspelgehäuses. Die Platte ist nach der Darstellung auf Führungen Kx vertical beweglich
und kann in eine Kammer unter dem Fufsboden, auf dem der Haspelapparat steht, treten.
Die vordere Fläche der Verschlufsplatte pafst genau gegen das Gehäuse D4 und gegen die
Enden der Stifte S des mittleren Körpers D3. Letzterer ist mit einem Ansatz J verschen,
welcher in eine Nuth j in der Schiebeplatte tritt; hierdurch wird eine Drehung des Körpers
bei geschlossener Platte verhindert.
Der obere Theil der Nuth j ist breit und
nach unten geneigt, so dafs der Ansatz J in eine centrale Lage gebracht wird, wenn der
Körper inwendig nach der einen Seite gedreht wird, wenn die Schiebeplatte sich der Lage, in
welcher sie das Gehäuse abschliefst, nähert.
L ist eine hydraulische Hebevorrichtung, bestehend aus einem Cylinder und Kolben zum
Oeffnen und Schliefsen der Schiebeplatte. Dieser Mechanismus wird am besten so angeordnet,
dafs die Kolbenstange L1 direct ohne Zwischenvorrichtungen auf die Platte wirkt. Die Erfindung
soll natürlich nicht auf die dargestellte und beschriebene Bewegungsvorrichtung beschränkt
werden, ebensowenig wie es durchaus nothwendig ist, die Schiebeplatte nach unten
versinken zu lassen.
Der Leiter F wird"' am besten mit einer Oeffnung O längs einer Seite hergestellt; durch
diese Oeffnung können alle etwa vorhandenen zerrissenen Drahtstücke u. s. w. entfernt werden.
Die Form dieses Leiters mit einer offenen Seite ist in den Fig. 8, 9 und 10 dargestellt. Der
Leiter kann erforderlichenfalls auch röhrenförmig oder als offener Trog oder in anderer
gleichwertiger Gestalt hergestellt werden. Er wird durch Platten F1 F2 in Stellung gehalten,
die an der Achse und der Haspelkopfplatte befestigt sind, Fig. 5, 6 und 7.
Das Abgabeöhr/ wird zweckmäfsig getrennt von dem Leiter F hergestellt und aus zwei
Theilen gebildet; es ist aus Hartgufs hergestellt, um entsprechend widerstandsfähig zu
sein. Es wird auf dem Umfangsrande des Haspelkopfes durch die abnehmbare Platte F]
gehalten, welche eine Erweiterung oder einen Flantsch umschliefst, der an den Oehrstücken
hergestellt ist. Die. Platte Fi ist mit dem
Rande durch Einlassen in eine Aussparung verbunden, in welcher sie durch Schrauben f-,
Fig. 6 und 7, gehalten wird. Der Trieb G der Haspelachse steht mit einem Trieb G1 auf
einer Triebwelle G2 in Eingriff, welche beiden
Haspeln gemein ist; die Welle wird durch einen Riemen und Scheiben MM1 von der Walzwerktriebwelle
N, oder von einer anderen Kraftquelle aus angetrieben.
H1 ist der hydraulische Cylinder und Kolben
in Verbindung mit dem bewegenden Arm H'1 der Kupplung H, wodurch die Kupplung bewegt
wird, um den Haspel anzulassen oder abzustellen. /13 und / sind Rohrverbindungen,
um Druckwasser den hydraulischen Cylindern H[ und L zuzuführen. Diese Rohre haben
Ventile V.
Bei dem Mechanismus C, um die Drahtlüngen
den bezüglichen Spulen zuzuführen, werden zweckmäfsig vereinte Schneide- und Ablenkplatten oder Köpfe 5 angewendet, welche
Vorrichtungen haben, um gleichzeitig den Draht abzuschneiden und das Ende derart abzulenken,
dafs es in eine andere Führung geleitet wird, ohne die Zuführung zu unterbrechen. Dieser
Mechanismus ist construirt und mit dem Walzwerk, wie aus Fig. 1 und 2 und 11 bis 13
ersichtlich, verbunden. Zwei rotirende Scheiben oder Messerblütter 5 liegen in einem Gehäuse 2
und stecken auf parallelen Wellen 6, welche sich mit den Messern gemeinsam drehen; die
Austrittsöffnung b von den Fertigwalzen A ist. so angeordnet, dafs sie den Draht centrisch
zwischen die Köpfe 5 leitet, wahrend auf der anderen Seite der Köpfe eine Doppelführung
vorgesehen ist, welche eine mittlere Spitze bl hat, zu deren beiden Seiten je ein Kanal vorgesehen
ist. welcher bezüglich mit dem Führungsrohr B in Verbindung steht, das zu je
einem Haspel führt. Die Köpfe 5 sind je mit einem Schneidezahn oder einer Spitze 7 versehen
und haben bei 8 eine Ausbauchung; sie sind so gegen einander angeordnet, dafs .der
Zahn oder ausgebauchte Theil der einzelnen Scheiben der Bahn der Drahtstangc abwechselnd
nahekommt. Diese beiden Schneid-, köpfe werden intermittirend bewegt, und zwar
um eine halbe Umdrehung bei jeder Bewegung; sie halten in solcher Lage, dafs die Ausbauchung
oder die Ablenkfläche des einen Kopfes den Draht in denjenigen Raum oder Kanal führt, welcher dem gegenüberliegt, gegen
welchen sie eventuell durch den anderen Kopf abgelenkt worden war. So sind in Fig. 11
die Messerköpfe in der einen Lage dargestellt, wobei der durch strichpunktirte Linien angedeutete
Draht nach links abgelenkt ist, während in Fig. 14 die Lage der Köpfe eine derartige
ist, dafs nach einer halben Drehung derselben die Ablenkung nach der rechten Führung
erfolgt. Bei der Drehung des Kopfes trifft der Schneidezahn 7, sobald er die Mittebene der
Achsen passirt hat, gegen den anderen Kopf und schneidet den Draht ab; unmittelbar darauf
drückt die Ausbauchung des Kopfes den Draht nach der anderen Seite der Ablenkspitze b1,
so dafs er in den anderen Führungskanal übergeht. Das Abschneiden und Ablenken erfolgt,
ohne dafs die continuirliche Vorwärtsbewegung des aus den Walzen vortretenden Drahtes
unterbrochen wird. Die Schneide- und Ablenkköpfe sind oben und unten eingeschlossen,
so dafs der Draht zwischen sie gelangen mufs; die theilweise Drehung der Köpfe mufs hinreichend
schnell sein, so dafs die Umfangsgeschwindigkeit mit der Geschwindigkeit, mit welcher der Draht aus der Führung b tritt,
ziemlich übereinstimmt. Der Abschneidemechanismus wird bei dem vorliegenden Beispiel
durch eine Welle 9 angetrieben, welche mit einer der Messerachsen 6 durch Triebe 10
verbunden ist. Auf dieser Welle ist ein Sperrrad ι ι und ein loser schwingender Arm 12
angebracht, der eine auf eine Klinke 1 3 drückende Feder trägt. Die Klinke tritt mit den Sperrzähnen
bei der Vorwärtsbewegung in Eingriff und geht über dieselben bei der Rückwärtsbewegung
des Armes fort. Ein Glied 14 verbindet den Arm mit einem Hebel 15, der für
den den Apparat Bedienenden bequem gelegen ist. Der Hebel 15 ist zweckmäfsig mit einem
Anschlag oder mit Anschlägen 16 versehen, um seine Bewegung zu begrenzen. Ein Sperrrad
17 mit den Aussparungen 18 ist auf der Welle 9 angeordnet, und diese Aussparungen
treten mit dem federnden Schnepper 19, der an dem Gestell oder einem anderen festen
Theil befestigt ist, in Eingriff, um die Bewegung der Welle und der dadurch bewegten
Theile anzuhalten, wenn die Schneide- und Ablenkköpfe 5 in ihren für die Verrichtung
ihrer Arbeit bezüglichen Lagen sind. An dem Hebel 15 ist eine federnde Klinke 20 befestigt,
welche über einen Haken des Schneppers 19 greift und ihn aus der Aussparung am Rade 17
zurückzieht, wenn der Hebel 15 zurückbewegt
wird. Giebt man den Hebel und damit den Schnepper 19 rechtzeitig frei, damit er in die
nächste Aussparung des Rades 17 kommt, so werden die Messerköpfe um einen Schritt bei
einer einzigen Bewegung des Hebels 1 5 bewegt. Um den Abschneide- und Ablenkmechanismus
zu bethätigen, braucht danach der Arbeiter nur den Hebel 15 in die punktirt angedeutete
Lage 15a, Fig. 2, zurückzuziehen; diese Bewegung
wird durch die Sperr- und Zahnräder übertragen und bewirkt die halbe Drehung der
Abschneider, so dafs der Draht abgeschnitten
und von einer Führung nach der anderen geleitet wird.
Kommt der Schneidezahn 7 mit dem aus der Walze tretenden Draht in Berührung, so
nimmt dieser durch das ihm innewohnende Bcwcgungsmoment die Messer mit einer Geschwindigkeit
nach vorwärts mit, welche gleich der Geschwindigkeit des Drahtes ist, und beiwirkt
das Abschneiden und Ablenken des Drahtes ohne Anwendung einer anderen Kraft. Dies tritt ein, selbst wenn die an dem Hebel 1 5
ausgeübte Kraft nur ausreichend ist, die Schneidezähne gegen den Draht zu bringen,
da die Freigabe des Sperrrades oder weil die . Zähne des Sperrrades 11 unter der Wirkung
der Klinke 13 nach vorn "gleiten, eine Vorwärtsdrehung
der Messer und des Triebwerkes vor der Bewegung des Sperrarmes gestatten. Aus diesem Grunde kann der Mechanismus
zum Schneiden und Ablenken sowohl von starken Stangen, wie sie aus der Walzenstrafse
kommen, wie von dünnem Draht dienen; bei dem gröfseren Walzproduct wird die Kraft
zur Bethätigung des Abschneiders also hauptsächlich von dem Bewegungsmoment des Productes
und nicht von dem Kraftaufwande des Arbeiters an dem Hebel entnommen. Natürlich
kann bei schwachem Draht die zum Abschneiden und Ablenken erforderliche Kraft durch den Arbeiter auch mit dem Handhebel
ausgeübt werden.
In den Fig. 15 und 16 ist eine modificirte
Form der Abschneide- und Ablenkköpfe und ihrer Gehäuse dargestellt. Abschneider dieser
Form können für starke Stangen benutzt und in der beschriebenen Weise angetrieben werden.
Die Bewegungsvorrichtung für die Abschneider kann eventuell mit der Triebwelle
■ des Walzwerkes oder des Haspelmechanismus verbunden, also mechanisch anstatt von Hand
angetrieben werden.
Die Platte 21 über den Messerköpfen 5 wird zweckmäfsig durch eine Stange 22 und einen
Keil in Stellung gehalten, so dafs, wenn die Führungen versperrt sein sollten, der Deckel
abgerissen wird, ohne dafs der andere Mechanismus Schaden nimmt.
Bei dem Betriebe des Aufspulapparates geht die Dralnstange, sobald sie aus den Walzen A
tritt, zwischen die Abschneide- und Ablenkköpfe 5 und durch eines der Führungsrohre B
in die hohle Achse des Haspels und von dort durch den an der Seite offenen Leiter F nach
dem Abgabeöhr/, wodurch sie nach dereinen Seite abgelenkt und durch die Drehung des
Kopfes um den mittleren KörperZ)3 gewickelt wird. Die Drehungsgeschwindigkeit der Kopfplatte
D und der Walzen der Strafse ist dabei so bemessen, dafs der Draht etwa mit derselben
Geschwindigkeit aufgewickelt wird, mit welcher er aus den Walzen A tritt.
Wird der Draht aus einer schweren Barre oder von solcher Länge hergestellt, dafs er
abgeschnitten und in bestimmten Längen aufgewickelt werden mufs, so zieht der Arbeiter,
wenn eine ausreichende Menge auf einen der Haspeln aufgewickelt ist, den Hebel 15 zurück
und bringt dadurch den Abschneide- und Ablenkmechanismus in Thätigkeit, welcher den
Draht abschneidet und das folgende Stück nach einem zweiten Haspel führt. Darauf wird der
erste Haspel eventuell angehalten, indem man die Kupplung H umlegt und die Platte R zum
Oeffnen des Endes des Gehäuses herabläfst, um das Innere des Spulenbehälters zugänglich
zu machen. Der Arbeiter fafst dann die Spule mittelst Zangen urid zieht sie aus dem mittleren
Körper des Haspels heraus. Ein Schlitz oder Raum η ist in dem äufseren Gehäuse vorgesehen,
um die Zangen zum Heben der Spule bequem einführen zu können. Die Entfernung der Spule von dem ersten Haspel wird bewirkt,
während der zweite gefüllt wird, und umgekehrt. Nach Entfernung der Spule wird die
Platte wieder gehoben-, um das Gehäuse zu schliefsen, worauf der Haspel zur Aufnahme
einer anderen Drahtwickelung wieder in Gang gesetzt werden kann. Infolge dieser Einrichtung
können Drahtstangen von jeder Lange gewalzt und für die Handhabung bequeme Längen abgetrennt und zu besonderen Spulen
aufgespult werden.
Die vereinten Abschneide - und Ablenkköpfe 5 können zum Abschneiden und Ablenken
von Draht, Stangen und ähnlichen Walzproducten angewendet werden, und zwar auch in Verbindung mit Mechanismen anderer
als der dargestellten Construction zur Aufnahme und zum Aufspulen derselben; ebenso
kann der behandelte Haspelmechanismus in Verbindung mit jeder anderen bekannten Vorrichtung
zum Ablenken verbunden werden, wo der Draht zum Aufspulen nicht in einzelne Stücke getheilt werden braucht.
Erforderlichenfalls können die Haspeln mit ihren Achslinien strahlenförmig von der Spitze by
der Ablenkvorrichtung ausgehend angeordnet werden, anstatt parallel zu einander zu sein;
man vermeidet dadurch das Biegen des Führungsrohres B an der Verbindungsstelle mit
der Haspelachse.
Es kann auch der Flügel oder der umlaufende Kopf D- mit dem Abgabeöhr f in
continuirlicher Bewegung bleiben, während die Spule von D3 abgenommen wird, da dieser
Körper D3 infolge seiner Belastung auf einer Seite in der gegebenen festen Stellung verbleibt,
gleichgültig, ob der Kopf in Bewegung ist oder nicht. Dies ist aber ein Llmstand von
grofser Wichtigkeit in Fällen, wo die Walzcnstrafse mit grofser Geschwindigkeit betrieben
wird, oder wenn kurze Stücke Draht u. s. w.
gewalzt werden, da der Zeitverlust vermieden wird, welcher durch das Anhalten und Wiederanlassen
des umlaufenden Kopfes veranlafst wird, und eine Geschwindigkeit aufrecht erhalten
bleibt, welche stets ausreicht, um den Draht so schnell aufzuspulen, wie er aus den
Walzen tritt. Als Modification kann die Verschlufsplatte, anstatt sich am Ende des Behälters
Z)4 quer verschieben zu lassen, in
Scharnieren beweglich sein, um den Behälter zwecks Entnahme der Spule öffnen zu können;
in diesem Falle kann eventuell der mittlere Körper oder der die Spule aufnehmende Fingerkreis
auf der Verschlufsplatte angebracht werden.
Claims (1)
- P ate nt-Anspruch:Bei einem Drahthaspelwerk die Anordnung des durch die bewegliche Platte K verschliefsbaren Haspelgehäuses D4 zum Schütze des auf den nicht beweglichen Haspeltheil S aufgewickelten Drahtes, der durch den mit der Kopfplatte D2 umlaufenden Leiter F zugeführt wird, wobei durch die Kupplung H ein Aus- und Einrücken der bewegten Theile des Haspels herbeigeführt und durch die Messerblätter 5, 5 ein Abschneiden und Umstellen der DrahtstUcke auf einen anderen Haspel veranlafst wird, wenn der erste gefüllt ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44692C true DE44692C (de) |
Family
ID=319905
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44692D Expired - Lifetime DE44692C (de) | Schutz- und Stellvorrichtung an Haspeln für Walzwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44692C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE955855C (de) * | 1954-03-05 | 1957-01-10 | Morgan Construction Co | Drahthaspel mit axialer Kuehlluftzufuehrung |
| DE1021317B (de) * | 1954-11-20 | 1957-12-27 | Demag Ag | Unterflurhaspel in Garret-Bauweise |
| DE1077172B (de) * | 1957-12-20 | 1960-03-10 | Demag Ag | Vorrichtung zum Einfuehren stabfoermigen Walzgutes in mehrere nebeneinander angeordnete Fuehrungsbahnen |
| DE1115682B (de) * | 1960-05-10 | 1961-10-26 | Schloemann Ag | Drehkorbhaspel mit Luftkuehlung |
| DE1280193B (de) * | 1964-10-03 | 1968-10-17 | Schloemann Ag | Haspelanlage fuer Warmwalzdraht |
| DE1294321B (de) * | 1966-02-17 | 1969-05-08 | Schloemann Ag | Haspelanlage fuer Warmwalzdraht |
-
0
- DE DENDAT44692D patent/DE44692C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1280193B (de) * | 1964-10-03 | 1968-10-17 | Schloemann Ag | Haspelanlage fuer Warmwalzdraht |
| DE1294321B (de) * | 1966-02-17 | 1969-05-08 | Schloemann Ag | Haspelanlage fuer Warmwalzdraht |
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