DE446727C - Einrichtung zur Erzeugung von Diathermiestroemen - Google Patents
Einrichtung zur Erzeugung von DiathermiestroemenInfo
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/40—Applying electric fields by inductive or capacitive coupling ; Applying radio-frequency signals
- A61N1/403—Applying electric fields by inductive or capacitive coupling ; Applying radio-frequency signals for thermotherapy, e.g. hyperthermia
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Description
- Einrichtung zur Erzeugung von Diathermieströmen. Will man bei Diathermie im Patientenkreis größere Leistung erzielen, so kann man dies durch Erhöhung der Spannung erreichen. Dieses Mittel ist aber unbequem, weil die Herstellungskosten für Kondensatoren mit zunehmender Spannung schnell ansteigen. Das zweite Mittel, welches seich bietet, ist, unter Beibehaltung der Spannung mehrere Erregerkreise parallel zu schalten. Dies gelingt indessen :nicht nach Wunsch. Die Erfahrung lehrt, daß bei einer solchen Parallelschaltung einer der Erregerkreise vorwiegend anspricht, so daß dieser die Leistung bestimmt, im ganzen aber keine nennenswerte Leistungserhöhung erfolgt. Es ist auch bekannt, zur Erzeugung von Schwingungen für Diathermie zwei magnetische Kreise zu verwenden, die sich gegenseitig steuern. Es wirken dabei. zwei Elektromagnete in entgegengesetzter Richtung auf den nach Art eines doppelten Wagnerschen Hammers arbeitend-en Anker. Wird der Anker von dem einen Magneten angezogen, so schließt er den Stromkreis des anderen Magneten, so daß er zwischen den Magneten vibriert. An den Unterbrechungsstellen liegen zwei Schwingungskreise, die über einen gemeinsamen Transformator den Patientenkreis speisen. Die Einrichtung hat den Nachteil, daß sie infolge der pondelndien mechanischer Masse nur verhältnismäßig geringe Schwingungszahlen erzeugt. Dementsprechend ist auch die Leistungsübertragung gering. Schließlich ist auch die Art der durch den Wagnerschen Hammer bedingten Funkenstrecke wegen ihrer geringen Haltbarkeit unvorteilhaft.
- Gemäß der Erfindung werde diese. Nachteile dadurch vermieden, daß .statt der periodischen Bewegung .einer mechanischen Masse nur magnetische Felder Änderungen erlei, den. Es werden demzufolge nur ruhende Massen verwendet. Man ist hierbei auch frei in der Verwendung der Funkenstrecke und kann Löschfunkenstrecken oder sonstige für die Zwecke der Diathermie gebräuchliche Funkenstrecken für hohe Schwingungszahlen verwenden.
- Die Abb. i zeigt ein Ausführungsbeispiel der neuen Anordnung. Die Prim,äTwicklungen i und i' zweier Transformatoren z und z', an deren Sekundärwicklungen 3 und 3' je ein Erregerkreis liegt, sind in Reihe geschaltet. Die Erregerkreise enthalten jeder eine mehrfach unterteilte Funkenstrecke q., q.', eine Kapazität 5, 5' und eine Sielbstinduktiön 6, 6'. Sie sind beide mittels dieser Selbstlnduktionen mit dem Patientenkreis 7 induktiv gekoppelt, der die Selbstinduktion 8 und die Kapazität 9 enthält. Die Arbeitsweise, der Anordnung ist folgende: Von den beiden Funkenstrecken möge die Strecke q. zuerst ansprechen. Durch die Sekundärbelastung sinkt die Spannung an dem Transformator z, und es steigt entsprechend diejenige am Transformator a'. Während die Schwingungen in der Funkenstrecke ¢ abklingen, steigt die Spannung an der Funkenstrecke q.', so daß diesle zum Ansprechen kommt. Infolge der Belastung der Sekundärspule 3' fällt jetzt die Spannung am Transformator a' zusammen, der Transformator z erhält eine größere Spannung, und das Spiel wiederholt sich.
- Statt zwei Transformatoren zu verwenden, deren Primärwicklungen in Reihe geschaltet sind, kann man auch nach dein Ausführungsbeispiel der Abb. z :einen Transformator verwenden. Dieser Transformator,io besitzt nur eine Primärwicklung i i und zwei Sekundärwicklungen 12., 121.
- Die Wirkungsweise ist ähnlich wie bei Abb. i. Die ansprechende Funkenstrecke, die zunächst an der Sekundärspule 1a liegen möge, verbraucht (einem, Strom, der das Feld in dieser Sekundärspule schwächt, dagegen dasjenige der Sekundärspule 1z' verstärkt. Die Kraftlinien weichen der Belastung aus. Infolge der zunehmenden Kraftlinienzahl steigt die Spannung an der Funkenstrecke q.', bis diese anspricht, und die wechselweise Erregung der Funkenstrecken erfolgt weiter in der gleichen Weise. Da die Spannungssteigerung an der seinen Funkenstrecke zwangläufig mit dem Sinken der Spannung an der anderen Funkenstrecke verbunden ist, so muß das Ansprechen jeder Funkenstrecke in den Zeitraum zwischen zwei. Erregungen der anderen Funkenstrecke fallen. Die beiden Erregerkreise zusammen werden doppelt so oft angestoßen als neineinzelner, und entsprechend der verdoppelten Stoßzahl wird, da d.ie Emergie jedes einzelnen Stoßes unverändert bleibt, die äuuf'den .Patientenkreis 7 übertragene Energie verdoppelt.
- Die in obiger Schaltung verwendeten Transformatoren erhalten zweckmäßig, wie in den Abbildungen dargestellt, einen Luftspalt 13, da bei größerer Streuung eine Verschiebung der Kraftlinien, wie sie der Wirkung der Anordnung zugrunde liegt, erleichtert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung für die Erzeugung von Diathermieströmen, bei der zwei gemeinsam den Patientenkreis beeinflussende Erregerkreise abwechselnd zur Wirkung kommen, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Erregerkreise derart an gesonderte Sekundärklemmen von Transformationsgeräten angeschlossen sind, daß bei Ansprechen eines Erregerkreises die Betriebsspannung des zweiten Erregerkreises so weit ansteigt, daß an seiner Funkenstrecke Entladungen entstehen.. a. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch: gekennzeichnet, daß die Primärwicklungen zweier Transformatoren, an deren Sekundärwicklungen die Erregerkreise liegen, in Reihe geschaltet sind. 3. Einrichtung mach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Transformator mit einer Primärwicklung und zwei Sekundärwicklungen auf parallel geschalteten Teilen des magnetischen. Kreises vorgesehen ist, wobei an jede Sekundärspule ein Erregerkreis angeschlossen ist. q.. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Luftspalte im Wege der magnetischen Kraftlinien vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES70320D DE446727C (de) | 1925-06-07 | 1925-06-07 | Einrichtung zur Erzeugung von Diathermiestroemen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES70320D DE446727C (de) | 1925-06-07 | 1925-06-07 | Einrichtung zur Erzeugung von Diathermiestroemen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE446727C true DE446727C (de) | 1927-07-08 |
Family
ID=7501623
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES70320D Expired DE446727C (de) | 1925-06-07 | 1925-06-07 | Einrichtung zur Erzeugung von Diathermiestroemen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE446727C (de) |
-
1925
- 1925-06-07 DE DES70320D patent/DE446727C/de not_active Expired
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