DE44659C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von überwendlichartigen Ziernähten auf der Kurbel-Tambourirmaschine - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von überwendlichartigen Ziernähten auf der Kurbel-Tambourirmaschine

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DE44659C
DE44659C DENDAT44659D DE44659DA DE44659C DE 44659 C DE44659 C DE 44659C DE NDAT44659 D DENDAT44659 D DE NDAT44659D DE 44659D A DE44659D A DE 44659DA DE 44659 C DE44659 C DE 44659C
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Application number
DENDAT44659D
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English (en)
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E. CORNELY in Paris
Publication of DE44659C publication Critical patent/DE44659C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
EMILE CORNELY in PARIS.
Tambourirmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. December 1887 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet die Herstellung von Ziernähten auf der Kurbel-Tambourirmaschine. Diese Ziernähte bestehen im wesentlichen aus zwei oder mehreren parallelen Kettenstichnähten, die von zwei oder mehreren Nadeln und Fäden gebildet und als solche oder in Verbindung mit einer weiteren Fadenumschlingung benutzt und vermittelst der Kurbelbewegung nach allen Richtungen ausgeführt werden können.
Fig ι stellt denjenigen Theil der Kurbelmaschine dar, in welchem die Organe zur Herstellung besagter Ziernaht enthalten sind.
Fig. 2 ist eine obere Ansicht desselben.
Fig. 3, 4 und 5 sind Detailansichten der zur Herstellung der Naht dienenden Organe in vergrößertem Mafsstabe.
A stellt die Stickmaschinenplatte dar, auf welcher der Stoff ruht. B ist ein Gufsstück, welches an A angeschraubt ist und in welchem die zwei Schneckenverzahnungen C und D in ähnlicher Weise arbeiten, wie in der gewöhnlichen B o'n η a z-Maschine, nur mit dem Unterschiede, dafs die Schneckenspindel D, welche bei der gewöhnlichen Maschine als Fadenschlinger um die Nadelhaken functionirt, hier als Achse eines kreisförmigen Excenters α arbeitet, welches am oberen Ende der hohlen Spindel D befestigt ist.
An dem Gufsstücke B ist ein Hals b angedreht, auf dem ein Zahnrad E sich frei drehen kann, und in der Fläche des Zahnrades E sitzt eine kleine Schubstange H, welche mit einem kreisförmigen Ringe q versehen und damit auf das Excenter α aufgepafsi ist. Eine Schraube c, welche durch einen Schlitz d der Schubstange H geht und im Rade E festgeschraubt ist, bildet die Führung der Schubstange H.
Durch die hin - und hergehende Bewegung der Achse / und des darauf befestigten Schneckenrades Ctheih letzteres dem Schneckenrade D eine drehend oscillirende Bewegung mit, die vermöge des Excenters α der Schubstange H mitgetheilt wird, welche dadurch in der Achsenlinie von D ebenfalls eine kreisförmige oscillirende Bewegung macht.
K und L stellen zwei Hakennadeln dar, welche in der bekannten Weise functioniren. Dieselben stechen durch eine Stichplatte g, welche in die Krone des Rades E eingepafst ist und sich mit dem Rade dreht. Auf der Schubstange H über der hohlen Spindel D sind zwei Röhrchen h und i befestigt, von denen ein jedes vermöge der Bewegung der Schubstange H eine kreisförmig oscillirende Bewegung um seine Nadel K bezw. L macht und seinen (in das Röhrchen) eingefädelten Faden in die Haken der Nadel einhängt, welcher dann eine Schlinge zur Herstellung des gewöhnlichen Kettenstiches emporzieht.
Die beiden Fäden m und 0 gehen von den Fadenröhrchen h und i abwärts durch die hohle Spindel D nach ihren getrennten Fadenrollen. Es entstehen hierdurch zwei parallele Kettenstichnähte, welche vermittelst zweier Nadeln und zweier Fäden gebildet werden.
Wird die Transportirvorrichtung der Maschine vermittelst der Kurbel M gedreht, so drehen sich damit die Nadeln K und L in der gleichen Weise wie die eine Nadel an der bekannten Bonnaz - Maschine, und auch die Schneckenräder C und D werden in bekannter Weise zugleich damit gedreht. Selbstver-
ständlich müssen sich auch die beiden Fadenschlinger h und i mitdrehen, um ihre Stellung j zu den Nadeln nicht zu verändern; diese Drehung wird von der Kurbel aus vermittelst der Zahnräder N O P Q und R bewirkt, von · welchen letzteres in das Zahnrad E eingreift und von gleicher Gröfse wie jenes ist; durch Drehung des Rades E wird ebenfalls die Schubstange H um die Spindel D gedreht und somit die Stellung derselben und der Röhrchen h i zu den Nadeln nicht verändert, wie dieses in punktirten Linien in Fig. 4 dargestellt ist. Mit dem Rade E wird ebenfalls auch die Stichplatte g gedreht, durch welche die Nadeln KL durchstechen.
Es können also mit dieser Vorrichtung zwei parallele Kettenstichnähte nach allen Richtungen gemacht werden. Stellt man eine Nadel höher als die andere, wie dieses auf der Zeichnung dargestellt ist, so zieht die höhere j Nadel eine längere Schleife empor als die niedere, und es entsteht dadurch eine feste und eine lose oder eine schmale und eine breite Sticknaht. Wendet man aufserdem einen dritten Faden-, Fig. 5, an, der vermittelst eines sich cominuirlich drehenden Fadenschlingers 5 um beide Nadeln oder deren Nähte gewunden wird, so ensteht eine überwendlichartige Ziernaht, indem der Faden ρ die lange, lose Schleife des Fadens m gegen die feste, kurze Schleife des Fadens ο zieht und durch Umwindung daran befestigt. ;
Stellt man die beiden Nadeln auf gleiche | Höhe, so entsteht durch Umschlingung des Fadens ρ eine Ziernaht, in welcher die beiden Schleifen m und ο in der Mitte zusammengeknüpft sind und nach beiden Seiten kleine ausschiefsende Strahlen zeigen, Fig. 6. Durch verschiedene Fadenspannungen und Schattirungen der Farben können begreiflicherweise sehr verschiedenartige Effecte erzielt werden.
Selbstverständlich ist diese Einrichtung nicht auf die Anwendung von nur zwei Nadeln beschränkt: es können drei und mehr verwendet werden, da ja auch mehrere Fadenröhrchen auf der Schubstange //befestigt werden können und die Spindel D dann nur entsprechend vergröfsert zu werden braucht, um die Fäden von den Röhrchen durch die innere Höhlung der Spindel D zu ziehen.
Fig. 7, 8 und 9 stellen in Durchschnitt, Grundrifs und vergröfserter Ansicht eine ähnliche Vorrichtung wie die oben beschriebene dar, die jedoch in ihrer Anordnung von ihr verschieden ist. Anstatt dafs die Schubstange H direct von der Spindel D vermittelst ihres Excenters α getrieben wird, treibt ein auf der Spindel D befestigtes Zahnrädchen M ein gleich grofses Zahnrädchen 5, dessen Achse η sich im Körper des Rades E dreht. Die kreisförmige Oscillation der Spindel D und des Rädchens M wird auf das Rädchen S übertragen, und der auf demselben befindliche Kurbelzapfen α treibt die Schubstange H in ähnlicher Weise, wie das oben beschriebene Excenter α der Spindel ß, nur mit dem Unterschiede, dafs die Röhrchen h und i der Schubstange H keine kreisförmige Bahn mehr um die Nadeln K und L beschreiben, sondern eine elliptische Bahn, wie in Fig. 9 in den Ellipsen \ dargestellt ist. Diese Anordnung hat gewisse Vortheile im Gebrauche der Maschine gegenüber der oben beschriebenen, da die elliptische Bewegung der Röhrchen h und i um die Nadeln den grofsen Vonheil hat, dafs das Einfädeln derselben sehr erleichtert ist, da ihr Abstand von den Nadeln K und L in der äul'sersten Stellung viel gröfser als bei der Kreisbewegung ist, wodurch dieselben sich dann aufserhalb der runden Stichplatte g befinden und mit dem Einfädler leichter erreichbar sind, als dies bei der Kreisbewegung der Fall ist.
Durch Drehung der Kurbel werden die Nadeln, die Spindel D und ihr Rädchen M um ihre Centrallinie gedreht, ebenso das Rad E und mit letzterem das Rädchen 5 und die Schubstange H, wie dieses in der punktirten Stellung in Fig. 9 dargestellt ist, wobei die Stellungen der Oehre /2 und i zu den Nadeln KL in keiner Weise verändert werden.

Claims (3)

  1. P A T E N T - A N S PR Ü C H E :
    ι. Die Herstellung von überwendlichartigen Ziernähten auf der Kurbel -Tambourirmaschine durch Umschlingung zweier aus zwei verschiedenen Fäden gebildeten parallelen Kettenstichnähte vermittelst eines dritten Fadens.
  2. 2. Die Herstellung der in Anspruch i. genannten parallelen Kettenstichnähte vermittelst eines mehröhrigen Fadenschlingers, einer gleichen Anzahl Hakennadeln und Fäden in der Weise, dafs jedes Oehr des Fadenschlingers eine Drehbewegung um seine eigene Nadel als Mittelpunkt macht, zugleich aber auch alle Organe, welche die Naht bilden, durch die Kurbelbewegung lenkbar sind.
  3. 3. Der Antrieb des in Anspruch 2. genannten mehröhrigen Fadenschlingers vermittelst der Schneckenspindel D, des Excenters oder Kurbelzapfens α und der mit dem Rade E verbundenen Schubstange H.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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